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Takata
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Kapitel VII – Neubeginn



Schon zu Beginn der Reise gestaltete sich die Wanderung für die teilweise erschöpften Wölfe schwierig. Durch Schneemassen entkräftet, durch die Dunkelheit entmutigt und die Kälte geplagt trugen ihre müden Läufe sie in die Nähe des Flusses zurück. Die nicht sichtbare der nur sporadisch erscheinenden Störche am dunklen Himmel hatte sie zu jenem Fluss zurückgeführt, vor den sie zu fliehen versuchten, zu viele schreckliche Erlebnisse hatte er ihnen ins Gedächtnis gebrannt. Die rauen Bedingungen, unter denen alle Tiere zu leiden hatten, hielten an und ein baldiges Wiedersehen mit den wärmenden Sonnenstrahlen war nicht abzusehen. Dieses weite, weiße Feld und der glatte Graben des Flusses waren lange Zeit das einzige, was die fünf erschöpften Seelen zu sehen bekamen. Der leise Marsch der verzweifelten Hoffnung trieb sie bis an dieses zugefrorene Gewässer.


Takata hielt an. Sie war weite Teile der Wanderung vorangelaufen, hatte die zwei, drei Male, in denen sie einen Storch am Himmel gesehen hatte oder geglaubt hatte zu sehen hoffnungsvoll emporgesehen, doch außer Dunkelheit gab es selten etwas, dass ihnen Abwechslung von dieser Eishölle versprach. Gab es überhaupt noch Hoffnung? Waren sie gefangen in diesem wahrgewordenen Alptraum und war ihr Schicksal längst besiegelt? Auch eine Gruppe von Wölfen kam irgendwann an ihre Grenzen, denn letztenendes musste doch jeder allein für sich überleben, niemand konnte einen anderen daran hindern, zu sterben, wen ihn seine letzten Kräfte verließen und nichts außer Eis und Schnee um sie herum war. Die Schwächsten unter ihnen, Zita und Pilgrim, brauchten Nahrung. Doch Takata selbst konnte nicht, war zu geschwächt und sie wagte nicht die Sandfarbene noch einmal anzusprechen, nachdem sie sich beim letzten Mal verletzt hatte, um sie vor dem Hungertod zu bewahren. Als eine ihrer schlimmsten Vermutungen wahr wurde, erstarrte sie fast und sah gebannt auf den entfernten Graben vor sich – dort war er wieder, dieser verhängnisvolle Fluss, der ihnen zwei Rudelmitglieder genommen hatte. Nein … das durfte nicht wahr sein. Waren sie im Kreis gelaufen? Hatten sie die Orientierung verloren … oder gar nie welche gehabt? Streng genommen gab es nichts außer den Störchen, die sie aber weder wittern noch anderweitig so sicher ausmachen konnte wie das, das sie hier umgab– Eis und Schnee, so weit man sehen konnte. Die Vögel waren nichts weiter als schwache, helle Punkte am dunklen Himmel, denn Laute gaben sie so gut wie keine von sich. Hatten sie sich einer Illusion hingegeben und mussten aufgrund ihres Irrtums zu Grunde gehen? Aber … Skadi hatte sie doch auch gesehen, und Pilgrim, oder nicht? Takata wagte nicht, sich umzudrehen und ihnen in die Augen zu sehen. Wenn sie bemerkten, dass dies derselbe Fluss war und dass es unmöglich war den Störchen zu folgen, von denen zumindest Takata mittlerweile nicht einmal mehr sicher wusste, ob sie überhaupt existierten oder ob sie sich das alles eingebildet hatte, dann war es ihr Fehler, ihre Schande, ihre Schuld, dass sie diese vier Persönlichkeiten in den Untergang getrieben hatte. Traurig senkte sie den Kopf, wollte sich für ihr Versagen entschuldigen, doch brachte sie es nicht fertig. Nicht einmal das …

Kurz bevor sich eine bittere Träne von ihrem Auge löste, bemerkte sie wie durch eine unsichtbare Kraft gelenkt ein auffälliges Ding weiter drüben rechts. Sie hob ihren Kopf und versuchte es besser zu erkennen. Aber sie traute ihren Augen immer seltener. Denn außer den schlimmen Dingen hatten sie ihr schon lange nicht sehr sicher übermitteln können, abgesehen von den anderen Wölfen in ihrer Nähe, die gewiss nicht zu den schlimmen Dingen gehörten. Doch … doch dort war etwas. Es sah aus wie ein Stamm, ein langes Ding, dass über den Graben zu reichen schien. Die Weiße setzte sich von einer gewissen Neugier, aber auch von Hoffnung getrieben wieder in Bewegung und lief auf das Teil zu, durch die Dunkelheit hindurch, entfernte sich einige Schritte von den übrigen Wölfen und ließ sich von Zuversicht leiten. Ja … es war wahr. Spätestens als sie nur noch wenige Zentimeter neben dem Stamm stand, der von Eis und Schnee verdeckt war und etwa zwei Pfotenlängen über dem zugefrorenen Wasser verlief, da konnte sie sicher sein, dass es noch nicht zu spät war. Sie konnten dem Weg der Störche weiter folgen. Ihre Hoffnung wuchs wieder an und sie setzte eine Pfote von Erwartung geprägt auf das Ding, so als wollte sie sich noch einmal mit dem eigenen Körper vergewissern, dass es wirklich da war und ihr die Augen keinen Streich spielten. Mit heller Stimme unterbrach sie diese drückende Stille im Rudel und sprach voller Motivation.

„Seht doch, hier kommen wir über den Fluss. Es … ist noch nicht vorbei.“


(Zita, Skadi, Catori, Pilgrim - Arkadia)



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Chihiro



Ein gemischtes Gefühl, machte sich in der Fähe breit. Teils Verwunderung und teils Ungläubigkeit. Überrascht blinzelte die Weiße. Doch sie hatte es sich nicht eingebildet. Der halbgefressene Hase lag vor ihr und der Rüde schritt mit schweren Schritte von ihr – Zurück zu seinem Platz.
Chihiro hatte mit allem gerechnet. Sogar damit, dass der Rüde ihren Hasen ganz auffressen würde und sie hier allein lassen würde. Doch das war unmöglich. Seine Verletzung würde eine schnelle Flucht nicht ermöglichen. Schon allein wie er sich für die kurze Strecke voran schleppte, zeigte der Fähe nur, dass eine weite Reise nun unmöglich war.

Ein plötzliches Schamgefühl stieg in der jungen Wölfin hoch und sie legte ihre Ohren peinlich berührt zurück. Sie drehte ihren Kopf zur Seite um so zu vermeiden, dass er ihren Blicken begegnete. Sie konnte ihm nicht in die Augen sehen. Nicht jetzt, wo sie doch gerade so schlecht über ihn gedacht hatte. Chihiros Ohren zuckten leicht, als sie hörte, dass der Schwarze sich in den Schnee legte. Die Fähe blinzelte und sah den Rüden dann vorsichtig an. Sie rief sich erneut seine Worte in den Kopf. Die ersten Worte, die er mit ihr sprach. Chihiro merkte, wie ihr Herz ein paar Takte schneller schlug vor Freude. Shato Morondo – so hieß er. Der Name hatte etwas. Etwas Gefährliches und doch auch etwas Sanftes.

„Ein schöner Name“, sagte die Fähe schließlich, legte ihren Kopf leicht schief und lächelte ihn freundlich an. Sie erwartete nicht, dass er etwas darauf antworten würde. Eigentlich erwartete sie überhaupt nicht, dass er noch irgendwas sagen würde. Chihiro hatte gemerkt, dass der Rüde sehr verschlossen war. Er vertraute sich niemanden an, wollte wahrscheinlich so verhindern, dass man ihn verletzen konnte. Chihiro ignorierte den Impuls ihn auszufragen. Doch dies würde nur zu aufdringlich wirken und der Rüde würde schon von alleine reden wenn er den Drang verspürte. Genauso wie er es bei seinem Namen getan hatte. Sie musste einfach nur geduldig sein und sein Vertrauen gewinnen.

„Das ist mein allererstes Mal, dass ich mit jemanden zusammen reise, weißt du?“ , fing die Fähe schließlich an zu reden. Leise klang ihre Stimme und doch war sie sich sicher, dass der Rüde sie verstehen würde.
„Andere Wölfe gab es nicht in meinem Leben, abgesehen von meiner Familie.“
Sie drohte in einen Strudel mitgezogen zu werden, der sie in ihre Vergangenheit zog. Obwohl sie es verdrängen wollte, flackerte ein kurzes Bild vor ihrem geistlichen Auge auf. Sie und ihr Bruder im Tal der Weißen Sonne. Alles so weiß wie ihr Fell selbst. Sie waren fast eins mit der Landschaft nur ihre honiggelben Augen blitzten hervor. Sie schüttelte leicht mit ihren Kopf, um das Bild zu verwerfen.

Stattdessen senkte sie ihren Kopf und schnüffelte an dem Hasen. Chihiro merkte, wie ihr Bauch sich leicht verkrampfte vor Hunger. Kurz blickte sie Shato an.
„Und was ist mit dir? Hast du eine Familie?“, fragte sie, bevor sie ihren Blick senkte und anfing an dem halbgefressenem Hasen zu fressen.


(Shato Morondo | Storchenhalbinsel)



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Zita



Soviel war passiert…
Soviel war geschehen…
Soviel Dinge hatten sich neu zusammengefügt, sich neu konstelliert…
Soviel worüber es nachzudenken galt…

Nachdenklich und mit tief gesenktem Kopf kämpfte sich Zita vorwärts. Lange schon waren sie und die kleine Gruppe um Takata unterwegs gewesen, ohne nennenswerte Pause und ohne Rast. Langsam wurde Zita müde. Wann hatte sie überhaupt zuletzt geschlafen? Und wann…
Ihr Magen knurrte laut und vernehmlich. Ja, wann hatte sie zuletzt etwas zu fressen gehabt?

Die Fähe zwang sich nicht daran zu denken und schleppte sich weiter. Nach Skadis Rede an Takata und nachdem Zita endlich erfahren hatte was mit Tihar und Yuka auf der missglückten Jagd geschehen war, war die kleine Gruppe auch schon weiter gezogen. Es hatte Zita überrascht, dass Takata erst so verbissen nach dem Welpen hatte suchen wollen, ihn dann aber doch seinem Schicksal überlassen hatte.
Als die weiße Fähe (Takata) Anstalten gemacht hatte, nach Yuka zu suchen, war Zita flau geworden. Schließlich hatte Skadi dann das ausgesprochen, was Zita selber gedacht hatte. Niemanden half es, wenn sich auch noch Takata in Lebensgefahr begab… und ganz sicher… hätte Yuka es ohnehin nicht zu würdigen gewusst. Nicht wenn sie erst nach Tihars Tod alleine aufgebrochen war – auf der Suche nach ihrem Beschützer.

Zita schüttelte sich bei dem Wort und gab sich wieder ihren Grübeleien hin.
Tihar war also tot, er hatte sein tragisches Ende in den eiskalten Fluten des Flusses gefunden. Eigentlich doch sehr ironisch, Zita schnaubte, da ertrank ein Wolf der noch Minuten vorher geprahlt hatte, er sei so ein perfekter Jäger gewesen. Und warum war er überhaupt an den Flusslauf gegangen?

Wieder schüttelte sich die Fähe, das war nun alles nicht mehr wichtig.
Mit schnellen Schritten schloss die Fähe zu Catori auf, lief mit der Wölfin, Seite an Seite. Gewiss war es für Catori ein Schock gewesen gleich 2 Wölfe zu verlieren beziehungsweise Zeuge an deren Schicksal zu sein, was Zita dazu veranlasste dicht bei Catori zu bleiben. Umgekehrt hatte sie damals auch versucht Zita zu trösten…
Der Blick der Fähe wanderte nach Vorne wo Takata lief und einer unsichtbaren Kraft zu folgen schien. Woher wusste die Fähe bloß wo sie hinlaufen musste?

Ein erneutes und schrecklich vertrautes, dumpfes Rauschen erweckte Zitas Aufmerksamkeit und lenkte sie von Takata ab.. Sie standen an einem Fluss… Nein… Nicht an einem sondern wieder an jenem Fluss! Angst und Verwirrung trat in Zitas Blick, Verzweiflung durchströmte ihren Körper. Waren sie etwa im Kreis gelaufen?
Doch was war das? Takata hatte einen Baumstamm gefunden der umgestürzt war und so ein Herüberkommen ermöglichte… Doch… wollte Takata etwa wirklich da herüber laufen? Unsicher sah Zita sich um. Sie hatte schon zuviel Leid und Tod gesehen, zwei Wölfe waren ihr von nassen Fluten genommen worden, einer von einem wilden Bären und ihr Bruder… Wieder musste sich Zita energisch schütteln um nicht wieder in eine tiefe, depressive Trauerfalle zu stürzen, jetzt war nicht der Zeitpunkt…

Aber war das wirklich Takatas Ernst? Die weiße Wölfin stellte schon ihre Läufe auf den Stamm, gerade so als wollte sie sofort hinüberstürmen. Zita schluckte. Es war gefährlich, es musste nur einer der Wölfe ausrutschen, einen falschen Tritt setzen, nur eine Sekunde unaufmerksam sein… Zita knurrte leise, das war Wahnsinn!




(Takata, Skadi, Catori, Pilgrim - Arkadia)



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Shato Morondo




Irgendwie musste er es bereuen, ihr seinen Namen verraten zu haben. Womöglich war es jetzt bereits zu spät und es war ihm unmöglich wieder auf sichere Distanz zu gehen. Dabei wollte er doch nicht … er wollte sie nicht ebenso ins Unglück stürzen, er hatte seiner inneren Warnung wieder einmal nicht gehorcht. Aber diese innere Warnung war es, die ihn bis zu diesem Zeitpunkt stets daran gehindert hatte, überhaupt zu versuchen, etwas besser zu machen oder sonst irgendetwas zu machen.
Er stellte mit einem leichten Erschrecken fest, dass ihn sein etwas gefüllter Magen nun nicht mehr belästigte, dafür taten es seine Selbstzweifel jetzt umso mehr. Vielleicht hätte er sterben können, hätte er das Futter abgelehnt. Ja sicher hätte er das sogar können, schließlich wäre er verhungert. Shato Morondo musste erkennen, dass er selbst einige Zeit nicht im Stande sein würde, zu jagen oder anderweitig Beute zu machen, er war verletzt, etwas, das ihm so noch nie passiert war. Warum hatte er sich nicht schlicht seinem Schicksal hingegeben und den Tod als einzige Lösung akzeptiert? Es war sein innerer Instinkt, der noch immer ums Überleben kämpfte, wie ein Ertrinkender, der hoch auf offener See wie wild im Wasser paddelte, wohl wissend, dass es für ihn keine Rettung mehr gab. Denn selbst wenn sie es schaffte ihn aus „dem Wasser“ zu ziehen, so konnte von Rettung nicht die Rede sein. Rettung …? War sie überhaupt noch möglich? War das Stadium schon erreicht, in dem es keine Hoffnung mehr gab? Hoffnung … das waren ja ganz neue Worte. Nein, er war ohne Hoffnung groß geworden, wie ein Tier, dem ein Bein fehlte, es aber nicht mal wusste, sich nur wunderte, warum es so schlecht voranging. Aber Hoffnung war etwas für Optimisten, davon war er weit entfernt.
Chihiros Freudelob über seinen Namen hörte er gar nicht, sah nur starr geradeaus und ließ sich von seinen Zweifeln benagen. Erst als sie das Zauberwort „Familie“ ausspuckte, traf es ihn wie einen Blitz, er zuckte deutlich sichtbar zusammen und sah noch eisiger geradeaus, die Ohren gespitzt wie kurz vorm Beuteriss. Familie … wie konnte sie ihn nur daran erinnern?

Chihiro hatte etwas von einem Todesengel, sie war gekommen um ihn auf seiner letzten Reise zu begleiten. Sie führte ihn durch die Leiden seines Seins um ihm deutlich zumachen, dass es keinen Grund zur Hoffnung gab, denn die war ihm ja eh immer fremd gewesen. Ein unschuldig weißer Todesengel, scheinbar sanft aber absolut bestimmt. Das erklärte, wieso sie ohne Rudel gekommen war, wieso sie hier überhaupt überlebt hatte. Oder … war das ganz absurd? Langsam drehte er seinen Kopf um,um ihr einen Blick entgegenzuwerfen, einen abschätzenden, musternden. Es musste sich doch aus ihrer Miene lesen lassen, ob sie wusste, was sie dort tat oder ob sie wirklich nur naiv war. Aber ihr Weiß blendete ihn, ihre frohe Miene war ihm so vollkommen fremd, dass er davon ausgehen musste, dass sie keine normale Wölfin war.
Zur Bestätigung sprach sie von seiner Familie, fragte ihn danach, wollte ihm einen weiteren Fehler aufzeigen, einen von vielen. Aber was sollte er dazu sagen? Es war eine Frage, die man nicht beantworten konnte, deren Lösung aber doch so klar und gut verständlich war, dass es niemanden geben konnte, der es nicht verstand, wenn er davon erfuhr. Doch scheute er sich davor zu sagen, wie es gewesen war, warum er keine Familie hatte und wer schuld daran war. Dass er sie ermordet hatte und ihn sein Fluch hat in die Einsamkeit laufen lassen, die wohl gerechte Strafe für einen Mörder …

Sacht schüttelte er mit dem Kopf. Er musste ehrlich sein, aber doch verriet er nicht zu viel. Wenn es stimmte und sie war eine Art Todesengel, dann wusste sie die Wahrheit eh, wollte ihn nur auf die Prüfung stellen. Er fragte sich, wie das alles hier endete. Eine Übergestalt konnte nicht sterben, nicht einmal durch seinen ungeheuren Fluch, durch seinen finsteren Schatten, der stets bei ihm war. Nach einer Weile war sein Körper wieder still, verharrte sein Kopf in der Ausgangsposition, nur sein Rückenfell bewegte sich noch leicht auf und ab. Erst nach einiger Zeit kam der Schmerz wieder, der in seiner Pfote schlummerte. Er erinnerte ihn wieder daran, dass er noch am Leben war, noch …


(Storchenhalbinsel, Chihiro)



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Niyol




Ein wenig überrascht schaute Niyol den Schwarzen an, der nun verkündete, dass er doch wieder fort wollte. Fort? Wohin denn? War er nur her gekommen um sich zu vergewissern, ob es ein Rudel gab? Wenn, dann anscheinend nur, weil er sichergehen wollte nicht in ein fremdes Territorium zu spazieren. Aber warum sollte man lieber alleine weiterlaufen? Das war doch eigentlich völlig unsinnig. Vor allem hier, wo der Winter bereits eingebrochen war. Nach Niyols Meinung war dieser schwarze wohl der blödeste von allen Wölfen die er bis jetzt getroffen hatte. Natürlich schien der Schwarze, das genau andersherum zu betrachten, was er mit einem ach so schlauen Hinweis bewies, in welchen er erneut auf des recht, abnormale Verhalten des anderen schwarzen anspielte. Naja, wenigstens hatte er ja sowieso vor zu verschwinden. Somit würde Niyol sich nicht mit ihm rumschlagen müssen. Eine Feststellung die der Graue nicht oft machte. Für gewöhnlich waren ihm eigentlich fast alle Wölfe wenigstens halbwegs sympathisch. Somit zierte sein Gesicht nun ein Grinsen während der Schwarze sich abwandte. Bevor er jedoch völlig verschwand, musste er noch demonstrieren, dass er vorhin mitbekommen, hatte was der Hintergrund für Niyols Anklage gegenüber der Schneeflocken gewesen war, doch das trübte Niyols Stimmung nicht. Am liebsten hätte er noch ein fröhliches "Auf nimmer wiedersehen!" hinterher gerufen, doch das wäre wohl ein wenig unpassend gewesen. So offensichtlich musste er ja seine Abneigung nicht zeigen. Lunara, warf ihm noch einen netten Segensspruch hinterher, auf welchen Noirceur jedoch nicht mehr reagierte. Grinsend schüttelte Niyol den Kopf. Als Lunara nun meinte, sie sollten auf den Rüden hören.

"Ich denke darauf wären wie sogar ohne unseren schlauen Freund gekommen"

Dann setzte er sich ebenfalls in Bewegung. Wie weit war Asoka wohl bis jetzt gekommen? Hoffentlich hatte er eine Pause eingelegt, doch so wie er losgestürmt war konnte es auch gut sein, das er keineswegs anhalten würde. Was wiederum zur Folge haben würde, dass sie auch ewig weiterlaufen mussten bis sie ihn gefunden hatten, sonst würden sie seine Spur bei dem Schneefall irgendwann noch verlieren. Natürlich war Schnee in gewisser weise noch besser als Regen. Denn dann hätten sie noch schlechtere Chancen den Schwarzen zu finden.
Während Niyol nebenbei darüber nachdachte, was Asoka nun tat, beobachtete er amüsiert, wie Lunara nun neben ihn kam, jedoch anscheinend nicht so recht wusste was sie nun machen sollte. Ob sie wollte, dass er ein Gespräch anfing? Noch bevor er diese Frage ausdiskutiert hatte, begann die braune Fähe neben ihm wie ein Welpe herum zu hoppeln. Lächelnd schaute er ihr mit schräg gelegtem Kopf dabei zu. Was war denn nun in sie gefahren? Hatte er irgendetwas nicht mitbekommen? Egal was es war, es schien sie irgendwie zu beflügeln.
Als sie nun auch noch die Frage stellte, die ihn eben noch beschäftigt hatte, blieb Niyol erst mal überrascht stehen, während sie weiter nach vorne hüpfte, ihn herausfordernd ansah und dann losstürmte. Noch eine Weile blieb der Graue nun ein wenig überrumpelt stehen, dann jedoch setzte er sich schnellstens in Bewegung. So schnell würde er sich nicht abhängen lassen! Irgendwie wirkte Lunaras Art auf ihn ansteckend, denn nun lief er ebenfalls wie ein Welpe hinter ihr her und holte langsam auf. Weit griffen seine kräftigen Läufe aus. Das war es, wozu sie geschaffen waren. Auch bei sich zu Hause hatte er in den Wintern weit und auch lange laufen müssen. Nur einen Unterschied gab es: Hier konnte er sich nicht einfach treiben lassen, denn er kannte diese Gegend nicht und außerdem gab es hier auch Bäume, denen er ausweichen musste, wollte er nicht wie Asoka plötzlich liegen bleiben.


( Lunara, Asoka (abseits) | am Sichelsee )



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Asoka



Es war nicht viel Zeit vergangen und doch, fühlte es sich für Asoka wie eine Ewigkeit an. Als ob er alles in Zeitlupe sehen würde. Die angespannte Spannung lag unangenehm in der Luft, dass der Rüde schwören könnte es mit dem Maul fassen zu können. Eine schon fast explodierende Atmosphäre hatte sich um die beiden Tiere gelegt, während sie sich starr in die Augen sahen. Der Moment wo Blau auf Braun traf.
Asoka schnaufte. Diese dunklen Augen, die noch nicht mal versuchten seinem stechenden Blick auszuweichen. Schon fast provozierend blickte der Hirsch auf den Rüden herab. Fast so als wollte er sagen: ‚Du bist allein. Sie nur wie viel Schaden ich dir bereitet hab mit meinem Geweih, während dein Biss nur ein kitzeln an meinem Hinterlauf war!‘
Es war schon fast lächerlich und doch trieb dieser Satz ihn dazu, dass ein wütendes Knurren aus seiner Kehle hervor kam und sein Nackenfell sich bedrohlich aufstellte. Doch der Hirsch blieb unbeeindruckt. Immer noch regte es sich nicht.

„Du dummes Tier!“, spuckte Asoka schon fast abfällig dem Tier entgegen. Ein tiefes Grollen war die Gegenreaktion vom Hirsch, als es mit seinem vorderen Huf auf den Erdboden aufkam und gefährlich mit seinem Geweih herum wedelte. Schon fast so, als ob er den Wolf verstanden hätte und ihn nun auf seiner Sprache beschimpft hätte. Ein amüsiertes Lächeln legte sich auf Asokas Lefzen, jedoch erreichte es nicht seine Augen, die immer noch kalt und wütend aufblitzten.
Eine Traumsequenz erfasste den schwarzen Rüden. So plötzlich, dass er überrascht seine Krallen in den kalten Erdboden grub. Es war ein Teil aus seiner Vergangenheit gewesen. Wie ein Kurzfilm lief er vor seinem geistigen Auge ab. Die Morde die er begangen hatte. An seinem Vater und seinem Bruder. Wie das Blut aus deren Wunde floss und den Boden unter ihnen tränkte. Wie der Herzschlag sich verlangsamte, nur noch schleppend war der Rhythmus. Die Augen wurden trüber. Dann – Der letzte Herzschlag und die Augen blickten starr geradeaus. Der Tod. Genau so wird es auch dem Hirsch gleich ergehen. Ebenfalls wird er früher oder später den Tod finden. Doch wieso in Angst und Schrecken leben auf weitere Raubtiere zu treffen, wenn Asoka ihn hier und jetzt erlösen kann. Ihm die Angst nehmen kann vor anderen Tieren. Es könnte alles so schnell gehen. Doch der Hirsch hatte entschieden den Tod hinauszuzögern. Was auch immer es bezwecken wollte. Niemand würde ihm helfen. Seine Familie, wenn er denn eine hatte, würde schnell das Weite suchen, sobald sie den Duft des Wolfes vernahmen. Es war Aussichtslos für ihn.

Asoka fletschte die Zähne und trat einen vorsichtigen Schritt vor. Doch der Hirsch bewegte sich nicht. So als ob die Kälte ihn erstarren ließ. Ein raues Knurren zerriss die Luft zwischen ihnen. Als ob dies den Hirsch zum Leben erweckt hätte, wirbelte es seinen Kopf herum und wollte zur Seite laufen, doch Asoka war schneller. Mit angelegten Ohren war er die letzten Schritte, die ihm von seiner Beute trennten, gelaufen. Gerade als er sein Maul öffnete um dieses Mal ins andere Hinterbein zu beißen, schien es so, als ob es sich der Hirsch anderes überlegt hatte, mit seiner Flucht. Sein Kopf fuhr herum und sein gewaltiges Geweih wollte erneut Bekanntschaft mit Asoka machen.
Der Rüde hatte es früh genug gemerkt, um auszuweichen, sodass sein Kopf dieses Mal unverschont blieb. Doch leider zu spät für seinen Hinterlauf, der frontal von dem Geweih getroffen wurde. Überrascht keuchte Asoka auf, als er zur Seite sprang und auf seinen verletzten Hinterlauf trat. Sofort durchzuckte ein unangenehmer Schmerz seinen ganzen Körper. Wie ein Stromschlag breitete er sich in Sekunden schnelle aus.


( Am Sichelsee | alleine | In der Nähe Lunara, Niyol )



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Chihiro



Es war eher Zufall, als Chihiro ihren Kopf leicht hob und den Blick auf den Schwarzen richtete. Sie hatte sich schon gewundert, als sich wieder diese unangenehme Stille ausgebreitet hatte.
Gerade noch sah sie sein Kopfschütteln. Ungewollt musste sie ihren Kopf schief legen und sah ihn mit gerunzelter Stirn an. Diese Geste konnte man gar nicht falsch deuten, doch was wollte er damit sagen? Meinte er mit dem Kopfschütteln, dass er keine Familie hatte? Oder vielleicht war ja etwas so grauenvolles passiert, dass er einfach nicht darüber reden wollte? Vielleicht war seine Familie bei einem Unglück gestorben?
Egal wie sie es auch dreht und wendet, es kommt immer das gleiche raus. Irgendwas muss passiert sein. Doch was? War vielleicht dieses ‚Erlebnis‘ der Grund dafür, dass er so Teilnahmslos durchs Leben ging?

Unwillkürlich fragte sich die junge Fähe wie man nur so sein könnte? Es war so als ob der Schwarze Wolf nur eine Hülle besaß und im inneren war eine absolute Leere. Sie glaubte nicht daran, dass er schon immer so war. Niemand konnte so sein. Es muss tatsächlich etwas in seinem Leben passiert sein, was ihn zu dem werden ließ, was er jetzt heute war. Chihiro wusste nicht was sie sagen sollte. Sie fühlte sich im Moment irgendwie Hilflos. Wie gerne wünschte sie sich in diesem Moment, dass ihr Bruder hier wäre um sich wie ein kleiner Welpe an ihn zu kuscheln. Ihre Schnauze in seinem weißen Fell verstecken und für einen Moment einfach nur alles vergessen. Verstohlen blickte die weiße Fähe zu Shato doch drehte ihren Blick abrupt wieder zur Seite. Nein, beim ihm traute sie sich nicht so nah an ihn ran zu gehen.

Shato Morondo – Wieder hallte der Name in ihrem Kopf herum, jedes Mal in einem andern Tonfall. Zärtlich. Wütend. Traurig.
Unbeholfen legte sie ihren Kopf auf ihre Pfoten und blickte nachdenklich zu dem Schwarzen. Was ihm wohl im Moment durch den Kopf ging? Wie gerne würde Chihiro dies wissen. Doch er war wie ein verschlossenes Buch. Nur war es ihre Aufgabe den richtigen Schlüssel zu finden. Doch es war, als ob sie Tausende von Schlüsseln zur Auswahl hätte.

„Wohin willst du gehen?“, fragte sie schließlich. Neugierig zuckten ihre Ohren in seine Richtung. Sie musste sich eingestehen, dass es sie interessierte. Vielleicht suchte er ja nach einem Ort? Vielleicht suchte er auch nach irgendjemanden?
„Ich weiß ja nicht wie es bei dir aussieht, aber ich suche nach einem Weg aus dieser Dunkelheit“, sagte Chihiro und blickte sich mit angelegten Ohren um. „Diese Dunkelheit beunruhigt mich“, fügte sie noch leise hinzu.


(Shato Morondo | Storchenhalbinsel)



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Catori



Mit schweren Schritten schleppte sich Catori weiter. Sie hatte das Gefühl, der ganze Himmel laste auf ihr. Wann nur hatte sie sich das letzte mal richtig ausruhen können? Ja, nach dem grauenhaften Erlebnis hatte sie eine Weile am Fluss gesessen, doch wirklich erholsam war auch dies nicht gewesen.
Vorsichtshalber versuchte die Graue lieber nicht herraus zu finden, wann die das letzte mal nicht auf trab gewesen war. Vermutlich würde es ihr dann nur noch anstrengender vorkommen. Mittlerweile waren ihre Augen nurnoch leicht geöffnet, sodass sie grade so wahr nahm, wohin sie gehen musste. Es war beinahe wie in Trance. ihre Läufe bewegten sich eher mechanisch, als dass die Fähe sie kontrollierte. Normalerweise hätte sie Takata wohl gefragt, warum sie wo lang gingen, doch grade verspürte die Graue einfach nurnoch das Bedürfnis sich hin zu legen. Das wiederrum war nicht möglich, also versuchte sie einfach nur während des laufens ein wenig zu dösen, was mit der Zeit sogar tatsächlich ein wenig zu funktionieren schien, solange sie nicht die Geschwindigkeit änderten. Eines war auf jeden Fall sicher: Würden sie stehen bleiben, so würde sie es vermutlich nicht schaffen weiter zu gehen.
Erst spät bemerkte sie, dass Zita mittlerweile neben ihr her lief. Trotzdem warf sie der Wölfin einen freundlichen, irgendwie aufmunternden Blick zu. Sie wusste nicht so recht, aber irgendwie kam es ihr absurd vor, dass jemand sie selbst ablenken sollte. Die einzige, die sowas gekonnt hatte war ihre verstorbene Freundin Kimi gewesen. Seidher hatte sie es alleine geschafft, hatte sich wenn überhaupt zu derjenigen erklärt, die die anderen aufmuntern wolte. Warum? Ja das war so eine Frage. Irgendwie ermutigte es sie einfach selber wenn sie sah, dass sie jemandem geholfen hatte. Es beflügelte sie manchmal sogar regelrecht. Nie hatte sie solch ein Gefühl gehabt, als sie sich trösten ließ... nein. Es war einfach nicht ihre Rolle, die trauernde, zerstörte Seele zu spielen. Leider war sie grade einfach zu geschafft um nur irgendwas zu tun. Als sie dann auchnoch anhielten entrang sich der Fähe ein Seuftzer. Nun spürte sie wirklich wie das ganze an ihr nagte. Die Kälte, das ewige Laufen, die Anstrengung der Jagt und auch die des Rettungsversuches. Mit leicht zitternden Beinen ließ kämpfte Catori nun gegen das Bedürfnis an sich hin zu legen. Vermutlich hätte sie nicht die Kraft dazu, sich wieder hoch zu stemmen.
Erst bei Takatas Worten fiel ihr auf, dass sie tatsächlich schonwieder an dem Fluss waren. War der ganze Weg etwa umsonst gewesen?! Nein. Das durfte nicht sein...konnte nicht sein. Erst nach einer Weile begriff Catori, das die weiße Wölfin von einem Überweg gesprochen hatte. Überrascht hob sie ihren schweren Kopf und sah den Baumstamm. Zita neben ihr schien nicht wirklich überzeugt, doch Catori wusste nicht ob sie es nun gut oder schlecht sehen sollte. Einerseits schienen sie wohl doch diesen Fluss überqueren zu müssen -warum auch immer Takata diesen weg wählte- doch andererseits, war selbst diese Brücke gefährlich. Vorallem wenn wenn Catori bedachte, wie die Müdigkeit sie immer weiter hinab zog. Sollte sie die anderen bitten eine Pause ein zu legen? Konnte sie das verlangen? Ein wenig verzweifelt schaute die Graue hin und her, ohne jedoch dabei den Kopf zu bewegen. Allein die Augen reichten, um ihr ihre derzeitige Schwäche zu demonstrieren. Verdammt nochmal! Verärgert über sich selbst schüttelte sie den Kopf hielt jedoch sofort inne, als ihr dabei ein wenig schwindelig wurde. Irgendwie musste sie doch wieder wach zu bekommen sein!
Nach einer Weile fiel ihr ein was Kimi in solchen Situationen immer geraten hatte. Somit setzte sich Catori nun hin, schloss die Augen um ein einziges Mal tief durch zu atmen, wärend sie an all die versteckten Energien um sich herrum dachte. Die des Flusses und auch die, welche sich tief im Boden unter der Schneeschicht versteckte(Normalerweise gehörten auch noch die anderen Tiere und auch Planzen der Umgebung dazu, doch dass unterließ Catori angesichts der Lage). Als sie wieder ausatmete öffnete sie bewusst die Augen und spürte wie sanft ein wenig neuer Energie durchstömte. Immer noch nicht genug, um sich wirklich wach zu fühlen, doch immerhin hatte sie nun nichtmehr das gefühl jeden Moment um zu kippen. Irgendwann würde sie also doch um eine Pause bitten müssen. Vorerst jedoch gab es etwas anderes zu bedenken: Der Stamm. Würden sie es tatsächlich alle ohne Probleme hinüber schaffen? ...Wenn die anderen ebenfalls so müde sind wie ich wohl eher nicht.... Prüfend schaute sie sich um. Sollten sie es tatsächlich wagen? Takata schien keinerlei Zweifel zu haben. Sie war schließlich bereits auf halben Wege es zu betreten.


( Skadi, Pilgrim, Takata, Zita | Arkadia )



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Lunara




Der Kalte Wind fühlte sich teilweise unangenehm kratzig an, in der Lunge der Wölfin, doch das Gefühl wurde von der Freude überbrückt, die sich durch ihre Läufe zog. Sie hatte Spaß, nach langem hatte sie endlich wieder Spaß. Noch in voller Geschwindigkeit blickte sie kurz nach hinten und stellte mit Freude fest, dass Niyol langsam näher kam und kurz davor war, sie zu überholen.
Auch er lief angestrengt atmend -so wie sie- und man konnte bei jedem Sprung deutlich seine Muskeln ausmachen die trotz des langen Winterfells nicht zu übersehen waren. Ein stummes Lachen entfuhr ihr und sie setzte noch einmal all ihre Muskeln zu Höchstleistungen an. Noch einmal schoss sie nach vorne doch Niyol schien sich nicht unterkriegen zu lassen.

Plötzlich musste sie wieder an Asoka denken, und abrupt richtete sie ihren Blick wieder auf den Boden und ihr blieb fast das Herz stehen, als sie dachte sie habe die Spur des Rüden verloren, doch das hatte sie nicht, die großen Pfotenabdrücke waren immer noch in den kalten Schnee gezeichnet. Völlig außer Atem verlangsamte sie ihre Schritte, rannte aber weiter. Tief zog sie die eisige Luft in ihre Nase und vernahm einen Geruch bei dem sich der Kräftemangel wie von selbst beheben zu schien.

Ihr Jagdtrieb zeigte sich und ihre Muskeln schöpften neue Kraft. Was sie roch war der strenge und markante Geruch eines Hirsches. Und der beißende Geruch von frischem Blut mischte sich mit in das Geschehen hinein. Sofort richtete sie ihre Rute starr auf und Lunara lief in angespannter Haltung weiter. Die Fährte des Hirsches führte in dieselbe Richtung wie die Asokas.
Ihr lag die Vermutung nahe, dass Asoka auch etwas damit zu tun hatte, schließlich bestätigte sich dies auch. Noch bevor Lunara den Rüden sah, vernahm sie die trommelnden Hufe und das provokante Geknurre eines Kampfes. Dieses Knurren würde sie wahrscheinlich überall wieder erkennen, denn der schwarze Rüde hatte eine Eigenart an sich die sein Wesen in jeglicher Art bedrohlich erscheinen ließ.

Scheinbar bemerkte keiner der beiden Konkurrenten die Anwesenheit von ihr und Niyol. Asoka war starr auf den Hirsch fixiert, jedoch schien er schon einiges abgekriegt zu haben, da er lahmte und bei jedem Schritt schmerzhaft das Gesicht verzog. Das mächtige Beutetier machte keinesfalls den Eindruck, dass es Angst hatte oder den Drang verspüre, wegzulaufen. Unnachlässig tänzelte der rotbraune Hirsch auf der Stelle und ließ drohendes Schnaufen hören, wobei er seinen Kopf immer wieder aggressiv nach unten warf und sein imponierendes und gefährliches Geweih zu zeigen. Jedoch war auch das mächtige Tier nicht unverwundet geblieben, eine große Wunde zeichnete seine Flanke und warmes Blut tropfte aus seiner Kehle. Asoka hatte ihn erwischt, deren war sich Lunara sicher, ebenso war sich der Hirsch sicher, dass es sein Ende war. Doch dies schien nur noch ein Grund für ihn zu sein, um seine verbleibenden Kräften freien Lauf zu lassen.

Der schwarze Rüde atmete schwer, er wäre auch ohne die Verletzungen zu schwach um dieses riesige Tier zu erlegen, noch vor wenigen Stunden hatte er an einem Baum gelegen und war kaum in der Lage sich zu bewegen. Die Erschöpfung zehrte an seinen Kräften und der Hirsch schien es bemerkt zu haben.

Lunara bemerkte, dass Niyol neben ihr stand, scheinbar schon länger, doch sie hatte es nicht mitbekommen da sie gespannt auf den Kampf fixiert war.
„So ein Idiot“, murmelte die braune Fähe zu Niyol und noch während sie das sagte, stieß der Hirsch erneut mit dem Kopf nach unten und lief drohend auf Asoka zu. Unsicher ob der Schwarze noch ausweichen konnte, rannte Lunara los und sprang mit gespreiztem Kiefer den Hirsch an. Ihre kräftigen Zähne bohrten sich in das Fleisch des Tieres, und warmes Blut zerging auf ihrer Zunge. Laut knurrend hing sie auf dem Rücken des erschrockenen Tieres, dessen Untergang bereits sicher war.
Wütend drehte er sich um und versuchte mit dem Geweih zuzustoßen, jedoch gelang es ihm nicht da er nicht an ihre Position herankam. Lunara rutsche jedoch bereits ein Stück von dem warmen Rücken herunter und verbiss sich noch kräftiger in sein Fleisch. Nun wurde es ungemütlich, denn der Hirsch sprang los und drehte sich immer wieder wobei er drohendes Blöken ausstieß und seine kräftigen Beine nach hinten wegstieß.
dumpfen Schlag in den Schnee.
Bedrohlich richtete sie ihre blutbefleckten Zähne dem verletzten Tier zu und knurrte so laut, dass die Luft zu zittern schien. Abschätzend starrte der Hirsch die Angreiferin an und wartete zögerlich einige Sekunden.
Plötzlich sprang er nach vorne und Lunara wusste das sie sein spitzes Geweih abbekommen würde, sie versuchte auszuweichen, jedoch bereitete sie sich gleichzeitig auf den Schmerz vor, der im nächsten Moment auf sie treffen würde.



(Lunara, Niyol, Asoka in der Nähe des Sichelsees)



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Niyol




Immer wieder setzten die kräftigen Pfoten auf den eiskalten Boden auf. Schoben ihn allmählich immer näher an die braune Fähe vor ihm heran und machten ihren Vorsprung immer kleiner.Ein Grinsen legte sich auf Niyols Gesicht. Bald hatte er sie eingeholt. Dann jedoch drehte Lunara sich um und schien nun zu bemerkten wie nah er bereits war. Als Antwort wurde sie schneller, doch das würde ihn nicht abhängen. Nein. Kurz wurde er langsamer um einmal tief die eisige Luft ein zu atmen. Es schmerzte zwar ein wenig, doch das war in Anbetracht ihrer Lage normal. Dann Sprintete er vor. Nun war es kein gestreckter, relativ lockerer Lauf mehr, mit dem man auf langer Strecke schnell war. Nein, nun kennzeichneten schnelle Bewegungen, seine Gangart. Jetzt würde er sie überholen, das war er seinem männlichen Selbstbewusstsein schuldig. Die Fährte von Asoka nahm er nur noch teilweise und eher am Rande seines Bewusstseins da. So schnell würden sie ihn mit Sicherheit nicht einholen. Dafür wirkte der schwarze Rüde nicht normal genug. Vermutlich würde er sich grundlos bis an den Rand seiner Kräfte hetzen. Warum er das wohl tat?
Plötzlich wurde Lunara langsamer und so lief Niyol prompt erst mal an ihr vorbei, bis auch er nun sein Tempo zügelte. Was irgendwas nicht in Ordnung? Als er sich um wandte sah der Graue jedoch wie sie weiterlief, wenn auch ruhiger und nun des Kopf eher in Richtung Boden haltend. Suchend kontrollierte Niyol die Umgebung mit allen seinen Sinnen. Ja, dort war tatsächlich etwas! Ein Hirsch? Niyol konnte es nicht so recht glauben. War dieser Wolf tatsächlich derart neben der Spur?! Ja, er war ein wenig seltsam, doch alleine stürzte sich doch niemand auf solch eine Beute. Selbst im Rudel konnte ein kräftiger Hirsch gefährlich werden. Oder wollte er sich womöglich selbst umbringen? hatte er es schon mit dem Baum versucht, aber da dass nicht klappte stürzte er sich nun in noch größere Gefahr? ... Wieder erwarten zog sich ein kurzes Grinsen über Niyols Lefzen. Ein Baum als Gefahr. Irgendwie ein witziger Gedanke, wenn man sich vorstellte der schwarze würde davor herum springen und versuchen das stumme unbewegliche Lebewesen zu reizen. Nein, er durfte sich nicht schon wieder lustig machen! Das war eindeutig nicht in Ordnung! Jetzt hatte er erst mal andere Probleme. Asoka, hatte sich in den größten Unsinn herein geritten, den er in diesem seltsamen Tal machen konnte. Irgendwie war es ja schon wirklich Ironie des Schicksals, dass er natürlich grade jetzt auch tatsächlich ein so gefährliches großes Beutetier fand. Es war wirklich fraglich ob man das Ganze nun als Glück oder Unglück bezeichnen sollte. Als die Fährte noch deutlicher wurde, verlangsamte Niyol sein Tempo. Es war besser wenn der Hirsch sie nicht vorher bemerkte, dann konnten sie Asoka besser helfen. Dass der Rüde alleine keine Chance hatte stand für Niyol außer Frage. Wenn wäre es auf jeden Fall ganz schön beeindruckend. Gesehen hatte er so etwas auf jeden Fall noch nicht.
Als sie nun ankamen - Lunara neben ihm - sahen sie das, was wohl auch zu erwarten gewesen war: Der Hirsch war mittlerweile zur Verteidigung übergegangen - wahrscheinlich hatte er bemerkt, das dies nur ein einzelner Wolf war - und so war der schwarze Rüde nun damit beschäftigt dem gefährlichen Gerüst auf dem Kopf seiner vermeintlichen Beute aus zu weichen. Anscheinend war er jedoch bereits getroffen worden. Auch der Hirsch hatte eine Verletzung, doch alles in allem stand das große Tier bis jetzt wohl eindeutig besser da. Lunara sprach aus, was der Graue schon die ganze Zeit dachte. Ja, diese Aktion war wirklich idiotisch, dümmer ging es doch gar nicht! Aber Niyol sollte eines besseren belehrt werden, denn plötzlich rannte Lunara völlig unbedacht auf das Gemenge zu um sich nun ihrerseits an die Beute zu hängen. Am liebsten hätte Niyol seinen Kopf in den so reichlich vorhandenen Schnee steckt und gewartet dass er aus solch einem verrückten Traum aufwachte. So was konnte doch nicht wirklich passieren! Nun war es also an ihm zu versuchen irgendwas an der Situation zu ändern. Bis jetzt musste sich der Hirsch mehr oder weniger nur auf einer Seite verteidigen, somit war es wohl sinnvoll ihn von hinten an zu greifen. viel Zeit blieb jedoch nicht, wollte Niyol verhindern, dass das Tier noch mehr Unheil anrichtete. Zurecht natürlich, diese beiden Wölfe konnten doch nicht ernsthaft glauben, solch eine große Beute wäre so mir nichts, dir nichts erledigt. ~Hätte er sich nicht wenigstens etwas ohne Geweih aussuchen können?!~, dachte sich der Graue während er das geschehen schnellstmöglich, aber auch relativ leise zu umrunden versuchte. Schon so wäre es ein schwieriges Unterfangen geworden. Wegen des Zeitdrucks war er weniger leise, als er es sich gewünscht hatte, hier und da knackte ein Zweig, doch als er ankam hatte der Hirsch sich noch nicht gedreht. Lunara hing noch an ihm, somit war er wohl genug abgelenkt gewesen. Leider hatte er sich auch mehrmals gedreht, doch noch war Niyol versteckt. Als Lunara, jedoch nun auch das Geweih zu spüren bekommen sollte, konnte er nicht mehr warten. Somit stürmte er nun auch auf den Hirsch zu und ihm an einem seiner Hinterbeine weg zu ziehen und so aus dem Gleichgewicht zu bringen. Eine heikle Aktion, doch etwas anderes blieb ihm wohl nicht übrig. Er konnte nur hoffen dass seine Geschicklichkeit ausreichte, um nicht verletzt zu werden.



( Lunara, Asoka | am Sichelsee )



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Asoka




Immer noch seinen Blick auf seinen verletzten Hinterlauf gerichtet, wurde Asoka für einen Moment unachtsam. Er achtete weder auf die Geräusche, noch auf Gerüche. Es war, als ob sich etwas um ihn gelegt hatte. Eine Art Kuppel, die ihn vor allem Schützte. Mehr oder weniger.
Erst das Geräusch der Hufe, die in hohem Tempo auf den Boden aufschlugen, brachten Asoka wieder zurück in die Situation. Er warf seinen Kopf nach vorne und seine Gesichtszüge entglitten ihm als er sah, wie der Hirsch mit gesenktem Kopf auf ihn zu rannte und ihm mit seinem Geweih den Todesschlag geben wollte. Asoka hatte sich wieder in Griff, seine Gesichtszüge versteinerten sich wieder. Ohne jegliche Emotion blickte er zu dem immer näherkommenden Tier.
Asoka machte sich schon bereit zur Seite zu springen, wenn das Tier nah genug an ihm war, um es dann von der Seite anzugreifen, während es für einen Moment verwundert umher blicken würde. Es war ein hohes Risiko, doch nicht unmöglich.

Immer geringer wurde der Abstand… Asoka machte sich schon bereit… Dann in dem Moment als er Abspringen wollte, tauchte eine braune Silhouette auf, die er aus seinem Augenwinkel bemerkte. Asoka drehte abrupt den Kopf zur Seite und sah einen weiteren Wolf, der sich auf den Hirsch stürzte und seine Zähne in den Rücken des Tieres vergrub. Das Tier vergaß den schwarzen Rüden, stattdessen versuchte es nun den anderen Wolf abzuschütteln. Asokas Aufmerksamkeit lag ebenfalls auf der Fähe. Was machte sie denn hier?! Als ob dies ein Stichwort für seine Sinne war, kamen alle Gerüche wie ein Schlag ins Gesicht auf ihn zu.
Ein weiterer Duft, vermischt mit dem Geruch von Lunara… Asoka drehte seinen Kopf und blickte zu Niyol, der sich leise hinter das Tier schlich.
Wo aber war der andere Rüde? Sein Geruch war nicht da. Hatte er sich den beiden doch nicht angeschlossen?
Doch Asoka interessierte es herzlich wenig, was aus dem Schwarzen geworden war. Viel mehr fragte er sich jetzt, was die beiden hier taten?! Asoka hatte mit seiner unfreundlichen Art doch klar und deutlich gezeigt, dass er mit ihnen nichts zu tun haben will…
Asoka knurrte laut. In diesem Moment wusste der Schwarze selber nicht, wem dies mehr galt. Diesem widerspenstigem Hirsch oder den beiden Wölfen.

Er sah wie Lunara nun endgültig von dem Rücken des großen Tieres abgeworfen wurde. Sie knurrte und doch brachte es nichts. Der Hirsch hatte seine Angst abgelegt. Nun lief er auf die Fähe zu, um diese zu verletzten. In dem Moment, wo die Fähe ebenfalls den Schmerz spürte, dem Asoka schon bekannt war, rannte Niyol los. Der Hirsch hatte nicht auf ihn geachtet, obwohl der Rüde nicht gerade leise war. Doch seine Aufmerksamkeit galt in dem Moment einzig allein Lunara.
Der graue Rüde öffnete sein Maul gefährlich weit und verbiss sich in dem linken Oberschenkel. Durch die Kraft die Niyol aufgebaut hatte, brachte er das Tier zu Fall.

Asoka schnaufte und stürmte schließlich los. Jedes Mal wenn er auf seinen Hinterlauf trat durchzuckte Schmerz seinen Körper. Jedes Mal stärker. Doch er versuchte dies auszublenden. Mit hochgestrecktem Schweif und einem lauten Knurren warf er sich auf das Tier und verhinderte somit, dass es wieder aufstand. Seine Zähne gruben sich tief ins Nackenfleisch.


(Am Sichelsee | Lunara, Niyol )



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Pilgrim




Pilgrim lief wie er schon seit langer Zeit in seinem Leben nicht mehr gelaufen war. Er lief einer besseren Zukunft entgegen und folgte somit den Wölfen die Takata folgten, ihr völlig vertrauten und auf sie bauten. Die weiße Wölfin schien zu spüren, zu fühlen wohin sie gehen musste, auch wenn Pilgrim ihren Blick in den Nachtschwarzen Himmel nicht verstand.

Genauso wie der Rüde das vergangenen Gespräch zwischen Catori und Skadi nicht verstand. Er war viel zu beschäftigt gewesen die verwirrenden Spuren im Schnee zu deuten… Dennoch hatte er entfernt mitbekommen, was geschehen sein musste, als die verschreckte Wölfin (Catori) erzählt. Doch auch das änderte nichts daran, dass Pilgrim bestimmte Zusammenhänge noch immer nicht verstand.
Wie zum Beispiel die Sache mit dem Reh. Es konnte ja sein, dass das Reh in voller Panik in den Fluss gestürzt war, doch warum war dann der Schwarze Rüde dann ebenfalls an den Fluss gegangen?

Pilgrim schüttelte sich um nicht wieder in Vergangenes abzugleiten und lief einfach weiter.

Der Rüde lief, und es gab sogar einen recht langen Zeitraum in dem er wieder zu seiner alten Stärke zurückzufinden schien, in dem er wieder alle seine Muskeln unter Kontrolle hatte, in dem er genau spürte wie sich die Sehnen unter seinem schütteren Fell spannten und ihn nach vorne katapultierten. Pilgrim rannte, er sprintete förmlich hinter der kleinen Gruppe hinterher. Die Landschaft raste an ihm vorbei, Schemenhaft sah er hohe Schneewehen an sich vorbei schnellen.

Der Graue Rüde rannte…
Er spürte wieder die Kraft in sich, spürte wieder, dass er zum Laufen geboren war, spürte, dass er einst ein stolzer Wolf, ein prächtiger Alpha, ein Teil der Welt gewesen war. Er spürte sich wieder selbst… und er wusste, mit der eiskalten Luft die durch seine Lungen strömte, dass er ein Wolf war. Die Spitze der Nahrungskette, ein stolzes Tier.

Doch der Gegensatz zu all dem kam so plötzlich wie unerwartet.
Pilgrims Pfoten gehorchten ihm nicht mehr, der Rüde strauchelte und verlor das Gleichgewicht, doch irgendwie gelang es ihm nicht zu stürzen. Keuchend und schlitternd kam Pilgrim endlich zum Stehen. Seine Zunge hing ihm weit aus dem Maul und sein Atem kam nur Stoßweise.
Der Rüde brauchte lange um sich wieder einigermaßen zu fangen, doch schließlich trottet er wieder hinter der Gruppe her. Langsamer und unsicherer als noch vor wenigen Stunden.

Der Sprint jedoch hatte den Rüden viel seiner Kraft gekostet und auch seine noch immer gebrochene Rippe stach ihm nun wieder in die Lunge, was es Pilgrim fast gänzlich unmöglich machte sich überhaupt vorwärts zu bewegen. Immer wieder musst er anhalten und hechelnd nach Luft schnappen und sich strauchelnd seiner fast tauben und alten Pfoten erinnern, die schon lange nicht mehr so wollten wie er. Lang und immer länger wurde auch seine Zunge die ihm nun weit aus dem Maul hing.

Der Rüde fragte sich inzwischen schon, ob die Reise noch lange dauern würde, immer mühsamer wurden seine schleppenden Schritte im tiefen Schnee, als Takata sich schließlich abwandte und etwas sehr Spannendes zu untersuchen schien.

Aus vollem Lauf heraus ließ sich der Rüde voller Erschöpfung in den Schnee fallen, wobei erst seine Hinterhand unter ihm wegglitt und dann die Vorderläufe einfach umknickten. Mit einem stöhnenden Ächzen entwich die Luft aus Pilgrim´s geschundener Lunge als der Graue auf dem Schnee auftraf.

„Ruhig…Ruhig…Pilgrim…Ruhig alter Junge…“

Betete sich der Rüde immer wieder im Kopf vor und versuchte wieder zu Atem zu kommen und einen einigermaßen normalen Atemrhythmus zu finden. Nur ganz schwach nahm er das Rauschen eines Flusses war.
Die Vorderläufe weit vor dem mageren Körper ausgestreckt, um seine Brust möglichst zu entlasten und den Druck von der Lunge zu nehmen, lag er da.

„Atme… ganz ruhig… Pilgrim, atme…“

Befahl der Graue sich wieder, doch je tiefer seine Atemzüge wurden umso schmerzvoller stach wieder die gesplitterte Rippe in seine Lunge. Also versuchte Pilgrim flach zu atmen und dennoch genügend Sauerstoff in seine Lunge zu bekommen.
Es gelang ihm, mit größter Selbstbeherrschung.

Und gerade als er wieder einen recht flachen aber doch tiefen Atemzug nahm um endlich wieder aufstehen zu können, da witterte er es.

Der Geruch traf ihn wie eine dichte Nebelwand, kalt und unbarmherzig erkannte der Rüde was er da roch. Er kam schnell wieder auf die Läufe, ohne es wirklich gewollt zu haben und sah sich panisch um. Seine Augen nahmen einen wilden, gehetzten Ausdruck an und unsicher schwang sein Kopf in alle Richtungen. Pilgrim kannte diesen Geruch… Auch wenn er etwas „Nasses“ und Ungewohntes an sich hatte…und Pilgrim mochte diesen Geruch nicht.

Pilgrum…Pilgrum…Pilgrum…PILGRUM!

Mit jedem Atemzug schien ihn der Geruch anzuschreien und Unangenehme Erinnerungen in Pilgrim wachzurufen.

Stolpernd tappte der Graue an die Uferkante, sah in das dunkle Wasser, als riefe ihn dort etwas. Panisch hob Pilgrim den Kopf als ihm etwas Grausiges klar wurde und sein Herz zu rasen begann. Rochen es die anderen etwa nicht? Wieder schnellte sein Kopf zu der Gruppe, doch tatsächlich schienen sie nicht zu bemerken was den Rüden solche Angst bereitete. Takata war zu sehr mit einem umgestürzten Baum beschäftigt, Zita und Catori sahen besorgt aus. Aber wie… Der eisige Wind umwehte doch auch ihre Nasen!

Pilgrim winselte unsicher, sah erst wieder in den Fluss, ehe er ein paar ungeschickte Schritte auf die Gruppe zuging. Was sollte er ihnen sagen? Würden sie ihm überhaupt glauben? Ihm, einem Wolf der sonst so desinteressiert an seiner Umwelt war? Und war der Geruch wirklich da? Wenn sonst keiner außer ihm ihn zu wittern schien? Bildete sich Pilgrim das alles etwa nur ein?

„Da… da… Er ist…“

Pilgrim stotterte ein paar unverständliche Worte ehe er sich wieder ein wenig fing und weiter sprechen konnte.

„Pil…Pilgrum… Schwarzer… Schwarzer Wolf…“

Wieder trat Panik in seine Augen während er die Wölfe vor sich schüchtern ansah und inständig hoffte, dass sie verstehen mögen, was er ihnen ohne Worte zu erklären versuchte. Zu groß war Pilgrim´s Entsetzen über das gerade gewitterte, als das er es in Worten hätte erklären können…



( Skadi, Catori, Takata, Zita | Arkadia )



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Lunara





Für einen Moment versank Lunara hilflos in der Dunkelheit und ihr Blick trübte sich für einige Sekunden. Der Schreck saß ihr tief in den Knochen, da sie darauf vorbereitet war, dass sie das stolze Geweih mit aller Kraft zu spüren bekommen hatte. Der gefrorene Boden schien zu beben, als das kiloschwere Tier mit wütendem Getöse auf sie zurannte. Sie wollte weglaufen, doch es hätte nichts gebracht, sie hatte sich abwehrend in den Schnee geworfen und sich reflexartig zusammengezogen, so war sie am wenigsten schmerzempfindlich. Dies hatte sie als Welpe schon gelernt, also sie mit ihren Geschwistern spielerische die Kämpfe der Erwachsene nachgeahmt hatten.

Doch dies war kein Spiel, dies war bitterer Ernst und die Gefahr verletzt zu werden, war zu groß, als dass man es einfach so hinnehmen konnte. Doch Lunara konnte nicht einfach dabei zusehen, wie der wütende Hirsch mit all seiner Kraft auf Asoka losstürmte, er hätte ihn auch getroffen, soviel war sicher, der Schwarze wäre nicht im Stande gewesen noch rechtzeitig auszuweichen. Lieber begab sich die braune Fähe in Gefahr, als dabei zuzusehen, wie der verletzte Rüde hilflos im Schnee zu Grunde ging. Er hatte scheinbar schon genug durchgemacht.

Angsterfüllt kniff sie die Augen zusammen und spannte jeden Muskel ihres Körpers an, doch der erwartete Schmerz trat nicht ein. Stattdessen würde das trommelnde Geräusch der Hufen von dem drohenden Knurren eines Wolfes überdeckt. Im ersten Moment war sich Lunara nicht sicher, welcher der beiden Rüden sie nun auf den Hirsch gestürzt hatte, aber sie wusste, dass dieser Wolf ihr gerade das Fell gerettet hatte und das nicht zu knapp. Immer noch hatte sie die Augen geschlossen und horchte was passiert. Drohendes Knurren erfüllte die Nacht und ein schmerzerfülltes Blöken aus der Kehle des Hirsches zerriss die kalte Luft. Plötzlich bebte die Erde abermals und das Geräusch der wütenden Hufe auf dem Boden verschwand, der Hirsch war gefallen.

Langsam öffnete sie die Augen, und tatsächlich, das Tier lag verängstigt am Boden und schaffte es nicht sich wieder auf seine einst mächtigen Beine zu stellen, die nun blutverschmiert waren.
Das Tier verdrehte die Augen vor Angst und man konnte bereits das Weiße in ihnen sehen und sein nervöser Herzschlag schien selbst die Luft in Wallungen zu versetzen. Erst jetzt bekam Lunara mit, dass ihr ganzer Körper vor Nervosität zitterte und versuchte es zugleich zu unterdrücken.
Musternd ließ sie ihren Blick über ihren Körper gleiten, auf der Suche nach einer Verletzung, doch sie fand nichts, ein weiterer Grund sich nun zu beruhigen.

Der markante Geschmack von Blut haftete immer noch in ihrem Maul und sie spürte wie sie langsam die Klarheit erfassen konnte.
Mit einem Ruck rappelte sie sich auf und lief langsam zu dem verängstigten Tier, das den Kampf nur knapp verloren hatte. Schnaufend lag es am Boden und bewegte sich kaum. Die Nüstern waren geweitet und zogen die Luft schnappend ein, sein Brustkorb hob, und senkte sich ebenfalls schnappend und seine angsterfüllten Augen schienen die Situation nicht mehr erfassen zu könnten, ruckartig zitterten sie von einer Seite zur anderen.

Lunara war sich nicht sicher ob es den Schmerz noch wahrnahm, der ihm von den beiden Rüden beigefügt wurde, die nun das Leben des Hirsches zu beenden versuchten. Das Blut lief in gleichem Rhythmus aus der klaffenden Wunde an seinem Nacken in die Asoka noch immer seine Zähne gegraben hatte.


(Lunara, Niyol, Asoka / Sichelsee )



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Tihar LeNuit




What doesn't kill you makes you stronger
Time for revanche is near


[color=#FF6347]Eis, Eis, Eis. Die starre Kälte die ihn umgab, ließ ihn in Kombination mit seinen schon vor langer Zeit erstarrten Gefühlen ebenfalls zu Eis werden. Um ihn herum Eis, in ihm Eis und alles was von ihm noch kam war Kälte. Mit jedem Wort hauchte er Kälte, ja mit jedem Atemstoß. Der Dampf verwandelte sich ebenso in kleine Eiskristalle und sollte jedes Gegenüber mit den kleinen Kristallspitzen stechen und zwicken. Die Sonne war tot, sein Blut gefroren. Das kalte Bad im eisigen Fluss hatte ihm die letzte Wärme genommen, wie ein wandelnder Zombie – jedoch weit weniger hässlich – bahnte er sich seinen sicher bestimmten Weg durch den Schnee. Seine stelzenartigen Läufe, die vor Kälte zu Klumpen erstarrt waren, richteten nur noch durch höchste Willenskraft mühsam ihre Arbeit aus. Glücklicherweise hatte er einen achtlosen Hasen, (vielleicht war es ein Schneehase?) erlegen können um die notwendigen Kräfte wiederherstellen zu können. Ja, er saugte die Seelen der anderen auf und lebte davon, falls man das noch so nennen konnte. Von einem Wolf im normalen Sinne konnte bei ihm nicht mehr die Rede sein, eher von einem verbitterten Geist in einem Körper, der eigentlich schon drei Mal hätte gestorben sein müssen. Aber noch war es nicht zu Ende. Noch war nicht alles vorbei. Es gab noch Hoffnung, wieder in das warme Leben zurückzukehren, nicht in dankbarer Harmonie, mit Vögelgezwitscher und dem ganzen Tralala, das konnte ihm gestohlen bleiben, aber mit einem Sinn zum Leben.
Wo war sie? Er hatte ihr Schutz zugesichert und wenn er sein Wort gab, dann konnte man sich darauf verlassen. Sie hatte es verdient, dass sie sich darauf verlassen konnte. Sie hatte zu ihm gestanden, so war es doch. Yuka wurde von allen anderen verachtet, trotz dass sie ein zerbrechlicher Welpe war. Das war gut. Das war sogar sehr gut. Das war auch ihre einzige Gemeinsamkeit. Wenn man nach ihren Gemeinsamkeiten fragte, dann waren das weder ihr Geschlecht, noch ihr Alter und noch nicht einmal ihre zugehörige Rasse, sondern einzig, dass sie einsame, verhasste Wölfe waren, die mit Gewalt von ihrem bisherigen Leben getrennt worden waren und ein Dasein im ewigen, inneren Eis fristen mussten. Yuka vom Eissee. Jetzt hatte sie noch mehr gemein.
Eine bedrohliche Ruhe umgab ihn, bedrohlich durch ihn. Sein schwarzes Fell wurde nicht nur eins mit dieser anhaltenden Dunkelheit, es war der Schatten seiner selbst, der alle zu verschlucken drohte. Er wäre gestorben und das mit Recht, denn wer überlebte normal schon ein länger anhaltendes Bad, nein eine ganze Reise unter einem zugefrorenen See und stieg an einem günstigen Ufer einfach wieder heraus, um jagen zu gehen und die Wanderung fortzusetzen. Aber solange er sich nicht Gewissheit bezüglich seiner kleinen Begleiterin, oder viel mehr seiner geistigen Nachfolgerin verschafft hatte, durfte er nicht einfach sterben, nicht physisch. Außerdem gab es noch einen Grund, warum die Zeit zum Gehen nicht gekommen war: Er musste noch eine offenstehende Rechnung zu Ende bringen, jemand schuldete ihm was. Jemand mit seinem Leben. Denn die aufmüpfige Freundin des bereits besiegten Großmauls hatte sich ihr Ableben redlich verdient. Er durfte sie nicht warten lassen.

Ein Geruch. Eine erste Witterung. Sein Hunger nach Vergeltung schrie auf, das Adrenalin schoss, Leben kehrte zurück. Es wurde Zeit, dass er seine Ehre wiederherstellte. Sie hatten ihn zum Narren gehalten, hatten sicher im Kreis getanzt und seinen Abgang besungen. Aber zu früh der Freude, denn wer zuletzt lacht, lacht bekanntlich immer noch am besten. Nach einem kurzen Stehenbleiben lief er zügiger weiter. Der schwere Körper bahnte sich seinen Weg durch das Eis. Seine schweren, starren Pfoten zerquetschten die unberührten Schneekristalle, die zu einer dicken Schicht angesammelt waren. Es würde kein langer Kampf werden, denn es gab niemandem, der ihm etwas entgegenzusetzen hatte. Der einzige Rüde unter ihnen, fürchtete sich beim Anblick seines eigenen Schattens und die klugen Sprüche der cleveren Skadi sollten die Gruppe dieses Mal auch nicht retten. Es war vorbei. Vorbei für sie. Sobald er diese Ehrenwunde verschlossen hatte, machte er sich auf die Suche nach Yuka, denn sie konnte er, im Gegensatz zu den anderen, nicht wittern. Vielleicht hatten sie die Kleine gelyncht, weil ihr Beschützer nicht da war, als sie ihn gebraucht hatte. Dies hätte unweigerlich auch seinen Tod zur Folge – nach Beendigung des Rachefeldzuges natürlich –, denn ein weiteres Versagen nach dem Tod seiner geliebten Schwester konnte er sich selbst nicht zulassen. Womöglich war der Untergang der Welt auch ihr eigener und mit dem Tod dieser Catori schloss sich ein offener Kreis.
Dass es nur diesen und wirklich nur diesen einen Weg geben konnte, war nicht anzuzweifeln. Hatte Catori Yuka getötet, nachdem er in das Wasser gefallen war, wollte er sie in acht Stücke ziehen. Hatte sie Yuka dazu überredet, auf die Seite „der Guten“ zu kommen und ohne ihn als Beschützer und Betreuer weiterzuleben, so riss er sie beide jeweils in Stücke und vereinte ihr Blut. Aber nein, das war doch absurd! Was dachte er denn da? Das war ja Irrsinn. Tihar, Schande über dich! Wie kannst du so etwas nur aussprechen …
Yuka hatte sich niemals auf die Seite dieser Versager geschlagen, mit Catori als der netten Tante, Zita als weinerliche Freundin, Takata als zurückgebliebene Spielkameradin und Pilgrum als gammeliges Beißkissen. Yuka war eine gute Wölfin, eine kluge obendrein. Sie hatte von Beginn an erkannt, wer ihr als einziger bieten konnte, was sie brauchte. Sie hatte den verführerischen Lügen der Braunen getrotzt und war mit ihm gekommen. Sie hätte ihn niemals hintergangen, das war ausgeschlossen. Also war es nur Catori, die sterben musste und all jene, die sich einzumischen versuchten und womöglich an Yukas Tod mitschuld waren.

Die letzten Meter verlangsamte sich sein Schritt. Er war wieder beim Fluss angekommen. Die Wölfe dieses … „Rudels“ standen auch nicht zufällig hier herum. Sie hatten einen zugeschneiten Baumstamm ausgemacht, der ihnen vielleicht als Brücke dienen sollte. Ein waghalsiges Unterfangen, auf das sich nur die Besten und die Dümmsten einließen; mit dem Unterschied, dass die Besten (das war er), es nach drüben schafften und die Dümmsten jämmerlich ersoffen oder zum Eisblock gefroren. Er schnaubte verächtlich, als er sich vorstellte, wie diese Ansammlung von Dilettanten versuchten über dieses Hindernis zu gelangen. Catori, die vor lauter Übereifer den Kopf so hoch nahm, dass sie den Weg nicht beachtete und abrutschte, Takata, die vor lauter Naivität gleich drüberzuspringen versuchte und Zita, die so lange jammerte und flehte, bis das liebe Schicksal ihr vor lauter Mitleid einen sicheren Übergang bescherte, irgendwas, was das auch sein musste. Nicht zu vergessen Pilgram, der schon Kehrt machen würde, wenn er das Ding sah – das war schon fast wieder als klug zu bezeichnen – und Skadi, die endlich einmal beweisen konnte, ob hinter ihren Worten auch stand, was sie versprachen; bestenfalls drehte auch sie um. Ein nettes Schauspiel, das er nicht versäumen wollte. Letztlich verhungerten sie vielleicht auch alle nur, während sie sich den Kopf darüber zerbrachen, wie sie nach drüben kamen. Er hatte Zeit, er hatte schon gefressen. Aber ihm war genauso klar, dass sie seine Witterung längst eingefangen hatten. Aber Fliehen kam für sie nicht in Frage. Denn er war als einziger, als absolut einziger im Stande dieses lebensgefährliche Hindernis zu überwinden, um nach drüben auf die andere Seite zu kommen. Er ließ keinen entkommen, vor allem die breitspurige Graue nicht, die er bis auf die Knochen nach Yuka verhören wollte; was sinngemäß zu verstehen war, bedachte man seine langen, spitzen Reißzähne.
So positionierte er sich auf der anderen Seite des Ufers, widmete den sicher nicht weniger überraschten Wölfen und solchen, die es gern gewesen wären, aufmerksame, düstere Blicke, bevor er seine tiefe, grollende Stimme erhob, die vor Wut vibrierte. Besonders Catori galt dabei ein bohrender Blick.

„Wo-ist-Yuka?“


( Catori, Takata, Skadi, Zita, Pilgrim | am Fluss )

((@all; wie immer nicht persönlich nehmen...))



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Niyol




Es war ihm geglückt. Der Hirsch hatte tatsächlich nur noch auf die anderen beiden Wölfe geachtet und so hatte Niyol den einen Lauf des Tieres tatsächlich mit seinem gesamten Schwung unverletzt zu packen bekommen. Es lief beinahe schon zu gut und da der Graue nicht ausweichen musste oder sonst irgendwie an Geschwindigkeit abnahm, verlor er kurzzeitig sogar zusammen mit dem Hirsch das Gleichgewicht. Nicht besonders klug, er hätte es besser wissen müssen, doch darüber konnte er sich später ärgern. Schnell versuchte er wieder auf die Pfoten zu kommen. Nebenbei erhaschte er kurz einen Blick auf Lunara, die nun glücklicherweise doch nichts abbekommen zu haben schien, aber trotzdem noch in ihrer Schreck-Starre verharrte. Asoka jedoch hatte sich trotz seiner Verletzungen aufgerafft und auf den Hirsch gestürzt, sodass dieser nicht mehr so schnell aufstehen würde. Wahrscheinlich sowieso niemals mehr, denn dazu müsste schon ein Wunder geschehen. Dennoch galt es keine Zeit zu verlieren das Tier nun endgültig zu töten. Je länger das ganze dauerte, desto anstrengender wurde es und außerdem lockten sie so vermutlich auch noch andere an, die sich an der Beute vergnügen wollten. Da die Fähe aber immer noch nichts tat und Asoka gut damit beschäftigt war, den Hirsch fest zu halten, arbeitete sich Niyol nun in Richtung Kopf des Tieres. Dort angekommen, sah Niol nur noch eine Sekunde den angstvoll zitternden Körper an, dann schloss sich sein kräftiger Kiefer um den weichen Hals des Hirsches um seine schnappenden Atemzüge nun endgültig zu stoppen. Nur noch kurz bewegte sich der große Körper des Tieres, dann blieb es ruhig liegen. Seine Seele war fort, nur der Körper würde bleiben um ihnen das Leben zu sichern.
Eigentlich war Niyol gar nicht so hungrig gewesen, doch die Aufregung der Jagd und das Kosten des noch warmen Blutes, bewirkten auch bei ihm, dass er sich freute gleich seinen Magen füllen zu können. Vorher jedoch musste er einfach zu den anderen beiden Wölfen schauen. Beide hatten zwar an manchen Stellen ein wenig seltsam gehandelt, sodass Niyol erst mal den Kopf schütteln wollte, doch insgesamt, hatten sie es nun doch zusammen geschafft. Sollte das tatsächlich der Anfang für ein Rudel sein? Einerseits wollte Niyol gar nicht an so etwas denken, doch irgendwie war es doch verlockend nun nicht mehr von Rudel zu Rudel zu ziehen und festzustellen, dass man dort nicht hingehörte. Einige Sekunden stand er nun einfach nur mit ernster Miene da und ließ sich diese Gedanken durch den Kopf gehen, während der frostige Wind mit seinem Fell spielte. Vor allem aber Asokas Leistung sich trotz der Verletzungen darum zu kümmern, dass ihnen die Beute sicher war, beeindruckte ihn, denn der Schwarze hatte eindeutig Probleme mit einem seiner Läufe und vermutlich war das nicht nur das einzige, was er durch das Geweih des anderen Tieres hatte einstecken müssen. Wobei sich natürlich trotzdem noch die Frage stellte, wie er nur so etwas Kopfloses hatte tun können, wie alleine einen Hirsch anzugreifen. Vorerst jedoch würde der Schwarze ihm darauf sicherlich keine Antwort geben, also würde er sich Niyol diese Frage wohl für später aufheben.
Nach einer Weile zogen sich die Lefzen des Grauen nun zu einem leicht spöttischem Grinsen nach oben.

„Ich denke wir sollten diesem Hirsch die letzte Ehre erweisen und seinen hinterbliebenen Körper angemessen nutzen.“

Mit einem Nicken wandte er sich also dem Hirsch zu. Kurz zögerte er. Theoretisch gab es eine Rangfolge, würde er nun den Platz des Leittieres für sich beanspruchen, sollte er einfach anfangen zu fressen? Eigentlich waren sie doch eigentlich nur ein loser Bund dreier Wölfe. Andererseits: Wenn es zwischen ihnen Dreien einen „Alpha“ geben würde, wäre Niyol bereit sich einem der beiden unter zu ordnen? Das Lunara diesen Posten beanspruchte, nahm er nicht an, aber bei Askoa wusste er nicht, ob der Schwarze auf so etwas besonders viel Wert legte. Wenn, dann würde Niyol wohl doch erst mal Widerspruch einlegen müssen. Der Schwarze war zwar eindeutig ein starker Wolf, doch Niyol konnte sich nicht vorstellen ihm zu folgen. Dafür war sein Verhalten einfach an manchen Stellen doch ein wenig zu impulsiv und unüberlegt. Zusammengefasst bedeutete das also, dass es entweder vorerst keine feste Rangfolge gab: also war es egal ob er als erstes fraß, oder aber es würde eine geben, aber dann wäre Niyol erst mal nicht bereit sich unter zu ordnen: also war es hier ebenso egal ob er als erstes fraß. Nachdem er das ganze also im Kurzdurchlauf beschlossen hatte, stürzte er sich einfach auf das noch warme Fleisch. Wärme. Besonders in solch kalten Zeiten war es einfach wunderbar sich an frisch erlegter Beute zu laben und so genoss Niyol, wie die Lebenskraft dieses Tieres langsam in seinen Besitz überging.


( Lunara, Asoka | am Sichelsee )



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Skadi




Mit eiserner, undurchdringlicher Miene stapfte sie hinter den anderen her und schonte dabei ihre Kräfte, denn sie schritt durch die Spur, die die Wölfe vor ihr bereits mit ihren Körpern gebahnt hatten. All das kostete sie zusätzliche Kraft, Kraft, die die Sandfarbene nicht aufbringen musste. Es war kein Zufall, dass sie sich zurückfallen ließ, dennoch bildete sie nicht das Schlusslicht der Gruppe, denn Pilgrim war als einziger Wolf noch hinter ihr. Ihr Hinterbein schmerzte noch immer, doch konnte sie mittlerweile wieder einigermaßen auftreten. Es war keinesfalls voll belastungsfähig, aber ausreichend, um eben dies vorzutäuschen. Längst hatte sie es aufgegeben, noch aufmerksam nach Spuren Ausschau zu halten, stapfte nur noch diese endlose Spur im Schnee entlang. Ab und an blickte sie zurück, vergewisserte sich, ob Pilgrim ihnen noch folgte, was sonst kurioserweise niemanden zu kümmern schien, nicht einmal Takata, die sonst großen Wert darauf legte, ihre Großherzigkeit nach außen zu kehren.
Es war unglaublich. Ein Mal nahm sie die Sache nicht selbst in die Hand, einmal folgte sie den Anderen, und prompt wurde sie dafür abgestraft. Natürlich hatte Takata sie im Kreis herumgeführt. Schon länger hegte sie diesen bis dato unbegründeten Verdacht, nur um sich jetzt prompt bestätigt zu sehen. Mit einem bitteren Ausdruck schloss sie zu den Anderen auf, zu Takata, die bereits eine Pfote auf einen Baumstamm gesetzt hatte, der über den Fluss gestürzt war, zu Catori und Zita, die etwas bedröppelt wirkten und im Schnee herumsaßen oder standen.
Wenn die Weiße den Fluss auf diese Weise überqueren wollte, nur zu. Sie selbst würde abwarten und zusehen, und glücklicherweise hatte sich ja auch schon eine Freiwillige gefunden, die die Tragfähigkeit des Baumstamms erproben wollte. Sicherlich war er auch von einer feinen Eisschicht umhüllt, so dass das Ganze zu einer äußerst rutschigen und gefährlichen Angelegenheit wurde. Doch wenn Takata es schaffte, würde, nein, musste es auch ihr gelingen. Dennoch hoffte sie, dass ihr nichts zustieß. So unterschiedlich sie auch waren, sie hatte es nicht verdient, so zu enden. Sicherlich hatte sie sich alle Mühe gegeben, dass sie letztendlich gescheitert war, nagte vermutlich schon genug an ihrem Gewissen.
Stumm beobachtete sie das Schauspiel, gespannt, wie die Weiße sich anstellen würde, als Pilgrim hinter ihr heranschnaufte und prompt im Schnee zusammenbrach. Unschlüssig, ob er wieder auf die Beine kommen würde, war sie mit ein paar Schritten bei ihm und beschnüffelte den Kopf des erschöpften Rüdens, als er sich auch schon wieder aufrappelte und zum Ufer hinunterstolperte. Was hatte er vor? Erschrocken setzte sie hinterher, überzeugt davon, dass er jeden Moment in den Fluss stürzen würde. Wenn Tihar als nervendes Ärgernis im Fluss ertrank, war das eine Sache, aber für Pilgrim empfand sie so etwas wie Verantwortung. Sie hatte dafür gesorgt, dass er überlebt hatte, nicht mehr und nicht weniger. Sie hatte ihm Beute besorgt, als er sie bitter benötigte, hatte sie geführt, bis Takata die Sache übernommen und prompt vermasselt hatte. Doch Pilgrim fiel nicht in den Fluss, vielmehr blickte er zum anderen Ufer und schien vollkommen außer sich. Befürchtete er, den Fluss nicht überqueren zu können? Diese Angst war nicht ganz unbegründet, doch gab es niemandem, der ihm in dieser Sache helfen konnte. Da musste er allein durch und vermutlich würde er es sogar schaffen, denn bisher hatte er sich ganz gut geschlagen, wie sie zugeben musste. Erst sein Gestammel machte deutlich, dass da mehr sein musste.
Pilgrum? Langsam klingelten sämtliche Alarmglocken. In ihrem Kopf gab es nur diesen einen schwarzen Wolf, doch das konnte nicht sein. Tihar war abgetrieben worden, Fluten eiskalten Wassers hatten seinen Kopf unters Eis gedrückt, seinen leblosen Körper einem ungewissen Ziel entgegengetragen. Natürlich hatte sie nichts von all dem gesehen, schließlich war Catori die einzige Augenzeugin. Dennoch hatte die Graue ausführlich berichtet und es gab keinen Grund, daran zu zweifeln. Nicht einmal Tihar konnte den Fluten aus heiterem Himmel entstiegen sein, es war beinahe lächerlich zu glauben, jemand könne all dies überlebt haben.
Dennoch war es so. Pilgrim hatte recht, auch sie fing nun seinen Geruch auf. Beinahe erwartete sie, seinen leblosen Körper jeden Moment aus den Fluten auftauchen zu sehen, doch dann hörte sie den schnaubenden Atem, die knirschenden Geräusche von schweren Pfoten im Schnee, und sie wusste, dass er lebte. Tihar lebte. Sie erinnerte sich düster daran, dass sie traurig – nein, nicht traurig, eher enttäuscht über sein peinliches Ableben gewesen war. Dass es lediglich eines harmlosen Flusses bedurfte, um den Schwarzen zu brechen, den sie einmal als Gegner in irgendeinem abartigen Spiel betrachtet hatte. War sein 'Verlust' damals auch schade gewesen, so hieß das noch lange nicht, dass sie seiner Wiederkehr freudig entgegenblickte. Im Gegenteil. Er hatte verloren, also sollte er auch dort bleiben, wo der Pfeffer wächst. Ohne ihn hatte sie einige angenehm ruhige Stunden verbracht und sie sah nicht ein, dass sich das nun ändern sollte. Egal, ob er sich nun als Anführer dieser Gruppe oder als verlogener, schleimiger Lügner darstellen wollte, wie es scheinbar seine letzte Taktik war – er hatte hier nichts mehr verloren.
Pilgrims heftige Reaktion verstärkte die Abscheu in ihr nur noch. Sie wusste nicht, warum der Graue solche Angst empfand, dennoch war eines klar erkennbar. Tihar war der Feind, das hatte selbst Pilgrim erkannt, und wie erwartet tat er auch alles, um diesen Eindruck noch zu verstärken, als er ihnen seine dämliche Frage entgegen blaffte.

“Dein kleiner Lakai ist nicht hier!“

Obwohl sie es vollkommen ruhig und kalt aussprach, schäumte sie innerlich vor Wut. Konnte er seine Augen nicht aufmachen? Er schaffte es nicht einmal, sein kleines Anhängsel allein wieder zu finden. Nun stand er auf der andere Seite des Flusses und erschwerte ihnen die Überquerung noch zusätzlich. Ihre Selbstbeherrschung war allmählich dahin, dieser Wolf konnte sie zur Weißglut bringen wie sonst keiner. Warum das so war, war ihr schleierhaft. Irgendetwas an seiner Art reizte sie bis aufs Blut, obgleich sie auch seine Anerkennung wollte, wenigstens als Feindin sollte er sie nicht unterschätzen. Vielleicht hatte sie sich am Anfang zu nachgiebig gezeigt, schließlich hatte sie einen Kampf um jeden Preis vermeiden wollen. Nun glaubte er wohl, sich jede Unverschämtheit leisten zu können. Wenn dem so war, galt es dies nun zu ändern.
Ein dumpfes Grollen wurde laut, das rasch zu einem wüsten Knurren wurde. Der mächtige Tihar, der geschwächt und erschöpft am anderen Flussufer stand und es immer noch wagte, befehlshaberisch Antworten einzufordern. Beinahe musste man ihn dafür bewundern, aber nur beinahe. Betteln sollte er! Auf eine perverse Art bereitete ihr das Ganze sogar Freude – vielleicht hatte sie Tihar doch ein klein wenig vermisst.


[Catori, Takata, Tihar, Zita, Pilgrim | am Fluss]



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Mit einem gewissen Erschrecken fiel Takata auf, wie geschafft ihre Gruppe wirklich war. Ja … ihre Gruppe … sie hatte diese Wölfe dazu aufgefordert sie auf dem Weg zu einem besseren Ort zu begleiten, sie hatten ihr dafür vertraut und sie war, angetrieben von ihrem optimistischen Glauben, einfach nur gelaufen, ohne ein einziges Mal nach ihnen zu sehen. Genau genommen hätten ihre Begleiter längst weg sein können, gestorben in der Kälte, geflohen vor ihrem … Wahn? Sie hätte sich wohl nicht wundern brauchen. Mit einem tröstenden Lächeln sah sie auf den schwachen Grauwolf, der sich in Eigenforderung selbst wieder aufgerichtet hatte, nachdem er bereits einmal zu Boden gefallen war, wollte zu ihm gehen und ihm danken, dass er nach seiner anfänglichen Mutlosigkeit und dem Hang zum Alles-Aufgeben so weit gefolgt war. Doch dann sah sie, wie Skadi seinen Kopf berührte, wie sie ihn anstupste und ihren Part einer fürsorglichen Betreuerin übernahm, in mütterlicher Besorgnis und freundschaftlicher Gutmütigkeit. Unweigerlich entbrannte in ihr eine ganz außergewöhnliche Hitze, die einen krassen Kontrast zu dieser eisigen Kälte um sie herum darstellte. Ihre Blick versteifte sich, doch in ihren eben noch so müden Läufen brach die Spannung aus. Was wäre gewesen, wäre Takata jetzt vollkommen unversehrt und zudem gut genährt gewesen? Hätte sie Skadi harsch angefahren und sie zur Zurückhaltung aufgefordert, wie sie jetzt trotz aller Schwäche den Drang danach verspürte? Vielleicht wollte er das ja gar nicht. Vielleicht wollte Pilgrim nicht bemuttert werden und er hasste es, wie ihn alle Wölfinnen dieses Rudels umgaben und anstupsten. Auch ein Rüde hatte seine Intimität, nicht? Aber … was dachte sie denn da? Skadi war doch keine Gegnerin. Außerdem hatte sich Pilgrim bisher kein einziges Mal unzufrieden über diese Zuneigung gezeigt, viel mehr …
Aber was war das? Takata drehte den Kopf wieder in Richtung Fluss um und empfing eine Witterung, die ihr nicht ganz aber doch ein klein wenig bekannt vorkam. Sie hatte Pilgrims Reaktionen auf diese Tatsache gar nicht bemerkt, war viel zu sehr mit diesen höchst erschreckenden Gefühlen im Ringkampf mit sich selbst gewesen. Jetzt erst fiel ihr auf, dass sie nicht mehr allein schienen. Ja allein waren sie bisher gewesen. Zu fünft und doch allein in dieser Gegend. Jetzt kam jemand hinzu, jemand, der nach Rüde roch. Das konnte gut sein, vielleicht kannte derjenige bereits einen Zufluchtsort vor dieser Kälte und wusste, wo man sich kräftigen konnte? Hoffnung keimte in ihr auf. Es war ihr unerschütterlicher Optimismus und sie drehte ihren Körper zum Baumstamm, wollte jeden Moment darüberschreiten und dem Rüden entgegenlaufen, als ihr im letzten Moment auffiel, dass sie den Geruch sehr wohl kannte. Für einige Augenblicke hielt sie wie erstarrt inne. War es möglich, dass Tote zurückkehrten? Nein das war sogar gänzlich ausgeschlossen. Takata drehte sich sofort zu Catori um und warf ihr einen kritischen Blick zu. Sie verdrehte ihr Bild, hatte sie auf einen falschen Weg geschickt. Wie konnte es sein, dass die beiden noch am Leben waren, wenn sie doch erzählt hatte, wie aussichtslos ihre Lage nach dem Unfall gewesen war? Nein Moment … sie konnte ja nur den Rüden wittern. Es brauchte auch nicht lang' und aus der Masse an Schwarz schnitt sich ein Umriss heraus, ein großer, kräftig noch dazu, das war ganz unverkennbar. Es war Tihar LeNuit, der zweifelhafte Rüde mit den noch zweifelhafteren Absichten und Äußerungen. Überrascht und fassungslos aber auch offen und neugierig schaute sie den Wolf an. Erst nach einiger Zeit fiel ihr auf, dass sein Erscheinen nicht glücklich war, dabei musste er doch froh sein, dieses Unglück überlebt zu haben?! Takata versuchte zu lächeln – es war schön, dass er noch am Leben war. Aber es gelang ihr nicht einmal, seine hasserfüllten Worte, geraunt von einer tiefen Stimme, dass es in ihren Ohren vibrierte, überrollten jeden Funken Zuversicht.
Nervös sah sie sich um, als sie diese Frage hörte. Yuka … die kleine Welpin war das doch? Ja, wo war sie denn? Sie wusste es nicht. Catori musste es doch wissen? Catori konnte antworten und er sah auch zu dieser Fähe. Aber Takata fiel ein, wie unzuverlässig Catoris Aussage über Tihars Verschwinden gewesen war und sie rief sich ins Gedächtnis, dass es den Schwarzen nur noch wütender machen würde, weitere Unwahrheiten zu hören. Unwahrheiten, das bedeutete nicht zwingend eine Lüge, aber eben nicht der Wahrheit entsprechend. Skadi antwortete. Noch bevor Takata die Frage richtig durch ihren Kopf hatte gehen lassen, immerhin nahm sie sein Anliegen ernst, da hatte die Sandfarbene dem besorgten Wolf eine vor Hohn nur so strotzende Antwort an den Kopf geworfen. Merkte sie denn nicht, dass sie sich mit ihrer Art stets und ständig auf eine schmale Gratwanderung begab?
Takata sah sich gezwungen für Catori einzuspringen. Denn warum auch immer diese Fähe eine falsche Aussage getroffen hatte, mit Yuka wären es sogar zwei gewesen, sie durfte nicht allein gelassen werden mit dieser Verantwortung. Ebenso durfte der Schwarze nicht ohne Antwort bleiben. Die Weiße war bereit, das Risiko seiner Wut auf sich zu nehmen. Vielleicht gelang es ihr, die Situation in eine geordnete Bahn zu lenken, bevor sie deeskalierte. Vorsichtig sprach sie.

„Yuka … Yuka ist fortgegangen.“ Sie versuchte seine Augen im Blick zu behalten, damit ihre Aussage nicht unehrlich wirkte. „Sie hat nach dir gesucht!“

Spätestens letzterer Satz musste Catori von jeder Schuld befreien, sobald sie denn wenigstens damit Recht gehabt hatte. War es denn keine schöne Nachricht, dass eine besorgte Welpin nach ihrem Beschützer suchte, wenn dieser verschollen war? Takata empfand das als eine sehr rührende Angelegenheit. Sie plädierte an die Gefühle dieses Kräfteriesen, es auf eine ähnliche Weise zu sehen. Wenn er wiedergekehrt war, anstatt zu sterben, dann hatte Yuka ebenfalls noch alle Chancen.


(Zita, Skadi, Catori, Pilgrim - Arkadia)



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Asoka




Erst als der Rüde sich vollkommen sicher war, dass das armselige Leben aus dem Tier gewichen war, öffnete er sein Maul und ließ von dem Nacken ab, wo er davor seine Zähne tief rein gerammt hatte. Asoka schnaufte ein paar Mal tief ein und aus, bevor er einen kleinen Schritt zurück trat und seinen Kopf hoch hob. Sein Blick lag auf dem Blut, welches unaufhörlich aus der Wunde floss und den Schnee in ein tiefes Rot tränkte. Asoka spürte selber noch den Geschmack in seinem Mund. Bevor auch nur ein Tropfen Blut, von seinen Reißzähnen, auf den Schnee fiel, fing er diese mit seiner Zunge auf.
Er wendete seinen Blick von dem toten Tier ab und seine Aufmerksamkeit lag auf den beiden Wölfen. Starr blickte er sie an, wartete bis sie etwas sagten, schließlich waren sie ihm gefolgt. Ob sie wohl die Beute gerochen hatten und ihm deswegen gefolgt waren? Natürlich. Was für ein Grund sollte es denn noch geben? Asoka schnaufte und drehte seinen Kopf zur Seite. Der Charakter von den einzelnen Wölfen unterschied sich nicht besonders. Sie nutzen alles aus, zum eigenen Wohl. Was war denn falsch dran ihm zu helfen um dann einen vollen Magen zu bekommen? Fressen war in dieser Zeit sowieso sehr knapp. So nutzen auch sie wahrscheinlich jede Chance um an was zu kommen. Asokas Lefzen zuckten leicht nach oben, als er seinen Kopf wieder nach vorne drehte und gerade den Rüden beobachtete, wie er zuerst zögerte den Hirsch zu fressen, jedoch den Anfang tat. Er stellte sich höher als Lunara und höher als Asoka, so wäre es jedenfalls im Rudel gewesen. Doch was bedeutete dieser Name schon für Asoka? Es war nur ein belangloses Wort ohne jegliche Bedeutung. Ein Rudel waren doch sowieso nur ein paar Wölfe, die sich nicht alleine durchschlagen konnten oder den Schutz und das Fressen ausnutzten. Er hatte noch nie ein Rudel, deswegen interessierte es ihn auch nicht das Niyol den Anfang tat. Sie waren kein Rudel.

Der zarte Geruch stieg in die Luft und Asoka spürte den Hunger. Tage hatte er weder gefressen noch Schlaf gehabt. Es hat ihm nichts ausgemacht. Doch jetzt spürt er seinen Magen, der sich schmerzhaft zusammengezogen hatte. Asoka senkte seinen Kopf und schnüffelte an dem toten Tier, so als ob er sich vergewissern wollte, dass es keine Einbildung war. Als der starke Geruch den Weg zu seiner Schnauze gefunden hatte, konnte er sich nicht mehr zurückhalten. Große Stücke riss er vom Tier und schlang das zarte Fleisch schon fast gierig runter. Er merkte, die sein Magen von Moment zu Moment immer mehr gefüllt wurde. Und auch als er schon kein Hungergefühl mehr verspürte, zupfte er noch Stücke runter. Wer wusste, wie lange es dieses Mal dauern würde, bis wieder ein Tier ihm begegnete. Schließlich waren die meisten Tiere weg, weg von diesem dunklen Tal. Asoka hob den Kopf und leckte sich über seine blutbefleckte Schnauze, bevor er seinen Blick hob und in den pechschwarzen Himmel sah.

Ihm wurde klar, wenn er weiter überleben wollte, musste er den Tieren folgen. Doch er hat den Startschuss überhört und jetzt war es zu spät. Aber da war er, wie es aussah, nicht der einzige. Asoka senkte seinen Kopf wieder und sah zuerst die Fähe und dann den Rüden an.
„Warum seid ihr mir gefolgt?!“, stellte Asoka ihnen die Frage. Auch wenn er die Antwort in seinem Inneren schon längst wusste, wollte er es noch einmal aus ihrem Maul hören. Angelockt von dem Geruch von dem Hirsch... Wie immer sagte seine Körperhaltung nichts aus, was eigentlich in ihm vor ging. Mit erhobenem Haupt stand er da, während seine Augen wie zwei blaue Löcher, die keinen Funken Gefühl heraus ließen, sie ansahen.


(Am Sichelsee | Lunara, Niyol )



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Zita




Beständig schleppte sich die Fähe voran, Schritt für Schritt und Pfote vor Pfote ließ sie immer mehr Schneewehen und vereiste karge Bäume hinter sich. Mit jedem Schritt verließ sie dieses Tal ein wenig mehr, kehrte ihm langsam aber doch endgültig den Rücken zu.

Ein leises Seufzen entfuhr Zita als sie daran dachte, dass dieses Tal nicht immer so grausam, dunkel und lebensfeindlich für sie gewesen war. Sie war hier glücklich gewesen… eine ganze Zeit lang. Zaghaft drehte sie sich nochmals um. Natürlich konnte sie schon lange keine Konturen, keine Einzelheiten oder gar bekannte, vertraute Plätze mehr ausmachen. Dazu war ihr die Landschaft zu Unbekannt und der Schnee zusammen mit der grausigen Schwärze tat ihr Übriges.

Zita dachte an Stormy, dachte an Crying…
An Larka…
An Silver…
An Ryu…

Die Fähe schloss ihre dunklen grünen Augen für einen Moment. Ja, sie war hier glücklich gewesen… Bis Targas aufgetaucht war…

Targas…
Der Name hallte ihr durch den schweren Kopf. Targas… Wo er wohl war? Hatte er in dem Schneetreiben seinen Tod gefunden? Oder trotzte er noch immer allen Gefahren und Naturgegebenheiten?

Die Fähe schüttelte sich und beeilte sich wieder Anschluss an die Gruppe zu finden, die ein ganzes Stück voraus gelaufen war. Ja, sie hatte in diesem Tal auch glückliche Tage verlebt…

Ein heftiges Schnaufen und Hecheln holte Zita in das Hier und Jetzt zurück. Erschrocken sah sie sich um und erkannte den Grauen Rüden, der erschöpft am Boden lag, sich aber schnell wieder aufrappelte.
Zita war tief beeindruckt von diesem Geschöpf, dass wohl soviel mehr verloren, soviel mehr schon überstanden hatte als sie selbst und auch wenn er oftmals abwesend erschien und Dinge zu sehen schien die nur er sah, so beeindruckte er sie. Woher nahm er die Kraft, den Willen zum Weiterleben?
Zita beobachtete Pilgrim lange, bis sie durch Pilgrim´s Gestammel mitbekam, wo sie war und was der Rüde da gewittert haben musste.

Tausend Gedanken rasten der Fähe durch den Kopf als sie erkannte, dass sie wieder am Fluss standen. Und als ER dann auch noch auf der anderen Flussseite auftauchte und natürlich gleich wieder mit Beschuldigungen und Aggressionen um sich warf, da zerbrach etwas in Zita. Skadi´s Worte ließen Zita grimmig nicken und sie warf einen vielsagenden, zustimmenden Blick des tiefen Protestes auf Skadi.
Ohne ihren Körper darum beten zu müssen, ging sie einige Schritte auf den verschneiten Baumstamm zu. Ihr Nackenfell stellte sich steil auf, ihre Lefzen zogen sich zurück, entblößten ihr Gebiss, ein tiefes, grollendes Knurren bahnte sich seinen Weg aus ihrem Fang. Ja, er sollte wissen, dass er hier nicht willkommen war.

Wo war die Gerechtigkeit geblieben? Warum hatte er das eisige Bad überleben dürfen und Silver nicht? Warum durfte er weiterleben, während Cry nun seine letzte Ruhestätte auf dem Grund eines ruhigen Waldsees gefunden hatte?
Warum… ?!

Wieder zeigte Zita ihre Reißzähne als Skadi neben ihr auf seine bissige Frage antwortete. Blanke Wut stieg in der Fähe auf. Sie hatte es so satt sich von diesem Rüden als etwas abstempeln zu lassen, dass sie nicht war. Natürlich hatte sie getrauert und um ihre Freundin geweint, doch war sie deswegen gleich ein Jammerlappen? Trauer war etwas ganz Natürliches, ein Normales Gefühl, doch Tihar war eiskalt, wie der Fluss in dem er so sang - und Klanglos versunken war. Tihar war ein Lebewesen ohne Gefühle, ohne

Takata´s Worte drangen an Zita´s Ohren und klangen so unehrlich als hätte Takata gerade geschworen es sei Hochsommer.

„Du hast es wohl nicht geschafft auf deine Marionette aufzupassen, was? Und nun willst du wieder mal UNS für DEINE eigene Unfähigkeit belangen? Yuka kann von Glück reden, dass sie nun alleine ist, oder tot, doch beides ist tausendmal besser als DICH zum Mentor zu haben! Geh und such sie doch, hier ist sie nicht. Niemals hätte sie sich von uns aufnehmen lassen. „Deine“ Welpin hat ihr Schicksal selbst gewählt! Akzeptiere deine Unfähigkeit auf sie aufzupassen! Du hast versagt!“

Ein weiteres Knurren durchbrach das Heulen des Windes. Zita zitterte innerlich vor Anspannung, doch Tihar war für sie ein Hohnbild, eine Beleidigung aller Naturgesetze an die sie geglaubt hatte. Den letzten Satz schrie sie ihm förmlich entgegen und damit stand für sie eines fest. Nie würde sie sich die Blöße geben, auf dem gefährlich glatt verschneiten Baumstamm ihr Leben zu riskieren nur um auf einen Wolf zu treffen, der sich alleine für das Größte hielt. Lieber suchte sich die Fähe eine andere Übergangsstelle.

Tihar hatte bewiesen, dass er ein Nichts war, ein kleiner Wolf mit einer riesen Klappe, der nur Groß sein konnte in dem er andere erniedrigte. Yuka war Zita egal, ein Welpe der so verzogen war, war besser dran wenn er nicht weiterlebte. Niemals würde sie mit ihrem, von Tihar vergifteten Verstand alleine weit kommen. Kein Wolfsrudel würde so… Etwas… aufnehmen. Tihar hatte ihr Todesurteil gesprochen indem er sie so manipuliert hatte.

Ein böses Funkeln schlich sich in die Augen der Fähe als sie Tihar, mit allen möglichen Drohgesten beobachtete. Sollte er sie doch angreifen, sich hier herüber wagen und einen Krieg anzetteln, den er nicht gewinnen konnte. Nicht wenn er 4 Fähen und einen Rüden gegen sich hatte. Nicht, wenn es noch Wölfe gab, die sich gegen seine Worte wehren und sich nicht erniedrigen lassen würden.

Nicht dann!



(Skadi, Takata, Catori, Pilgrim, Tihar; Arkadia)



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Takata ist offline

Lunara






Nachdem Niyol es sich herausgenommen hatte als erster zu fressen, wollte nun auch Lunara ihren leeren Magen füllen. Misstrauisch spürte sie die abschätzenden Blicke der eisblauen Augen auf ihr ruhen, doch sie begegnete seinem Blick nicht, stattdessen lag ihr Blick auf dem toten Hirsch der leblos im Schnee lag und bereits von Niyol bearbeitet wurde. Die Fähe endschloss sich etwas abseits
das kräftige Hinterbein zu ergattern, da sie weder Asoka noch Niyol beim fressen in den Weg kommen wollte. Es war eine gelungene Jagt auch wenn die drei Wölfe nicht im geringsten aufeinander eingestimmt wahren hatten sie den Hirsch doch zu Fall gebracht.

Hastig schlang sie ein Stück Fleischt nach dem anderen hinunter und fühlte die Wärme die von ihnen ausging und ihren Körper zu neuer Kraft verhalf, fast hätte sie wieder rennen wollen, so wie zuvor mit Niyol doch das war die falsche Situation um an so etwas zu denken.
Während jeder der Wölfe an seinem Teil des Kadavers schlag, sagte keiner ein Wort.
Nicht weil jeder so mit fressen beschäftigt war und nicht sprechen könnte, sondern weil keiner wusste was er sagen sollte. Minuten vergingen und es fiel immer noch kein einziges Wort. Ab und zu hob einer der Drei den Blick um mit abschätzenden Blicken die anderen zu beäugen.

Schließlich ließ Asoka von seiner Beute ab und ergriff das Wort.
Seine Frage war für Lunara völlig unberechtigt und sie hatte wieder den Eindruck, das der Schwarze so viel Selbstvertrauen hatte wie jeder Stein der in diesem Tal lag. Warum konnte er nicht einfach das glauben was offensichtlich war, aber nein er hatte anscheinend ein derartiges Misstrauen gegen Alles und Jeden endwickelt das er es abgelegt hatte, das zu glauben was er sah.

Auch Niyol hatte zu fressen aufgehört und Lunara tat es ihm gleich.
Die Fähe überlegte kurz was sie antworten könnte und beschloss, auf einem ruhigen Ton zu belassen und den misstrauischen Rüden davon zu überzeugen dass sie ihm nichts Böses wollte.

Asoka“ mit Bedacht sprach sie seinen Namen aus „bevor du gegangen bist lagst du völlig entkräftet an einem Baum und warst kaum in der Lage zu stehen, wie wahren uns nicht sicher ob du im Stande währest alleine in dieser Einöde umher zu laufen. Ich habe mich um dich gesorgt
Standhaft aber freundlich blickte sie in die blauen Augen des Rüden doch seine Miene verriet nicht was in ihm vorging. In diesem Moment wirkte er nicht bedrohlich jedoch rechnete die Fähe bereits mit einer spöttischen Antwort. Doch Lunara war nicht bereit sich von dem Fremden diskriminieren zu lassen und blickte weiterhin standhaft in die unergründlichen Augen ihres Gegenübers.



Niyol/Asoka am Sichelsee



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