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Avon
Pas de chenille.
Just une mite laide. Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ


Alter
3 Jahre
Geschlecht
Rüde
Größe & Gewicht
67cm, 59kg

Charakterbogen
_

Dabei seit: 29.11.2012
Beiträge: 192

Avon ist offline
29.11.2025 11:43

Noch immer blickte er sie an, als war sie irgendetwas Fremdartiges, etwas, das nur vorgab, Wolf zu sein, in Wahrheit aber etwas Gefährliches war ... vielleicht ... ein Fisch im Wolfspelz? Avon schluckte und stieß bitter auf. Ihm war diese Cinisca nicht mehr geheuer. Er wollte so schnell als möglich so viele Schritte wie möglich hinter sich und dieses flossenlose Biest bringen, eh sie alles kaputtmachte.
Wie viel Fisch bekomme ich, wenn ich euch Avon und Valdis ausliefere?? Tot oder lebendig?!
Auf einmal wurde die Fischfähe richtig neugierig und wollte wissen, wieso sie auf der Flucht waren. Ach, nichts. Es gab neben einfachen Fischwölfen nämlich auch noch Haiwölfe und einer davon hatte es auf seinen prachtvollen Kopf abgesehen, weil er eine Wölfin mal vor dem Ertrinken gerettet und ihm damit die Schau gestohlen hatte, sonst nichts.
Oh doch, er hatte ihr sehr gut zugehört. Sie blubberte ja trotz ihrer fischigen Abstammung recht verständlich, nur hatte er das Gefühl, in ihrem Kopf sah es ganz anders aus. Sie war nicht normal. Sie fing frischen Fisch, erriet schwierige Rätsel und reagierte auf Entschuldigungen mit neuen Anschuldigungen und Provokation. Sie war doch die perfekte Braut für Roghir-Wolfplattmacher, oder nicht?!
Als sie dann meinte, es läge ihr nichts daran, sie zu verraten, nickte er ironisch. Das glaubte er ihr im Leben nicht! Sie würde auf den Platz stürmen, sich erkundigen, wer genau Roghir war und sie dann ausliefern wie alten, stinkenden Fisch. Darauf stand er gewiss nicht.

„Wir würden liebend gern noch etwas mit dir plau-“, wollte er sich gerade entschuldigen, als auf einmal Valdis ansetzte und bereitwillig alles hinausposaunte, was man wissen musste, um sie beide zur Strecke zu bringen. Braunbärenproblem. Sie hatten mehr als das gehabt, sie hatten ein Wolf-mit-schwarzem-Fell-Problem und das Problem, ausgebootet zu werden, wenn die anderen Wind davon bekamen, dass sie beide ... eins waren. Vermutlich war Cinisca einfach eifersüchtig? Er sah ungläubisch zwischen ihr und Valdis hin und her. Ach was, das bildete er sich ein! Um nichts in der Welt wollte er seine hübsche graue Begleiterin wieder eintauschen, nicht einmal gegen Ayjana. Sozusagen Aneina.
Cinisca-Fischfähe fabulierte dann noch von ihrem Heimatrudel und dass man Fremden nicht trauen durfte – sie hatte es gerade nötig! –, woraufhin Valdis gutmütig einsprang und meinte, auch ihr Rudel hatte aus Vater und Mutter bestanden (er lauschte sehr genau, als sie von ihrer Vergangenheit berichtete und legte den Kopf leicht schief), eh er eine sanfte Berührung spürte, die von Valdis herrührte und ihn zum Mitkommen aufforderte. Beruhigt wedelte er sacht mit der Rute und verzog die Lefzen zu einem Grinsen.
Bereitwillig folgte er seiner Angeherzten, stapfte an der Fremden vorbei und zischte ihr noch ungewöhnlich scharf zu.

„U- und denk d-dran ... keinen Wuff ... zu niemandem!“

Vor allem nicht zu Roghir ... von dem sie noch nicht einmal wusste, wie er roch und aussah. Aber das würde sie noch früh genug erfahren. Und sollte ... sollte sie bei ihm ebenso in Ungnade fallen, wie er es getan hatte, durfte sie gern zurück zu ihnen kommen und um Asyl bitten. Vielleicht waren sie so gnädig und erteilten es ihr .. als Fischfängerin ihres Rudels, oder so.

[Valdis & Cinisca / Silberfischchensee, entfernen sich]



Avatarbild © Oliver Matla

Signaturbild CC BY svenja81

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Avon am 29.11.2025 11:46.


IP
Eden
Eroberer


Alter
4 Monate
Geschlecht
Fähe
Größe & Gewicht
55cm & 30kg
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Dabei seit: 03.08.2023
Beiträge: 51

Eden ist offline
30.11.2025 19:04

Erst als Chester und Enaid sich gleichzeitig regten, hob Eden den Kopf. Ihr Blick huschte zwischen ihnen hin und her, neugierig, denn ihre Bewegungen waren anders als eben noch. Wach und gerichtet.
„Was ist da?“ , flüsterte sie leise, mehr zu sich selbst als zu den anderen und streckte ein Stück den Hals in Richtung Höhleneingang.

Als Chester sich vor den Eingang stellte, stellte Eden sich langsam auf die Pfoten, die Rute leicht wedelnd. Besucher? Auch sie hatte nun einen Hauch des unbekannten Geruches aufgeschnappt. Noch ein Wolf schien sich in das kalte Ödland verirrt zu haben. Ein kurzer, heller Funken aus Hoffnung und junger Unbekümmertheit flackerte in ihr auf, und sie drängte sich einen halben Schritt vor, um besser sehen zu können.

Doch als sich die fremde Gestalt klarer abzeichnete, erlosch das Flackern in ihr so abrupt, als wäre sie erneut in den eisigen Fluss gerissen worden. Die Silhouette, dunkles Fell, schmale Flanken, dieser bestimmte Zug in der Haltung. Konnte es sein, dass ihr Angreifer es doch irgendwie geschafft hatte, seinen zerstörten Körper aus den Fluten zu retten?
Edens Pupillen weiteten sich und das gerade erst getrocknete Fell in ihrem Nacken stellte sich auf. Haar für Haar. Unsicher huschte ihr Blick von Enaid zu Chester zu Venryn.

Ihr Atem stockte. Ein Bild schob sich dazwischen, hässlich und grell: der Schattenwolf, wie Enaid ihn genannt hatte. Das Maul voll tropfendem, stickenden Speichel, starre Augen, die Haut seltsam gespannt über den krummen Knochen.
Eden wich zurück, als hätte der Boden unter ihren Pfoten an Wärme verloren. Erst einen Schritt, dann noch einen. Das Wedeln war längst verschwunden. Ihr Rücken stieß leicht gegen Venryns Schulter, und sie zuckte kaum merklich zusammen, dann drückte sie sich instinktiv ein wenig seitlich zu ihm hin.

Ihre Ohren legten sich halb nach hinten. Nicht vollständig; sie versuchte, mutig zu bleiben, doch ihr Herz raste. Es kribbelte in ihren Pfoten, als wollten sie ihr erneute Fluchtbereitschaft signalisieren. "Enaid..?", rief sie leise nach vorn. Eine unausgesprochene Frage, die nach Sicherheit suchte.

[bei Venryn, Chester, Enaid | in der Nähe von Ayrin | Höhle]

signatur-leaves

IP
Kachnik
Doppel-As


Alter
1 Jahr
Geschlecht
Rüde
Größe & Gewicht
79cm & 46kg
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Dabei seit: 21.05.2016
Beiträge: 121

Kachnik ist offline
02.12.2025 22:33

Die ruhige und beschwichtigende Antwort ließ den jungen Wolf kurz überrascht die Ohren aufstellen. Er drehte die Worte ein paar Mal in seinem Kopf umher, blinzelte, und dachte, wie seltsam es für ihn war nach einem solchen Wortwechsel weder am hoffnungsfreien Tiefpunkt oder rasenden Hochpunkt der Gefühle festzustecken. Stattdessen fühlte er sich ... ungewohnt ausgeglichen. Die Argumente des anderen ergaben Sinn; sie hatten all seine ... Denklücken entblößt, ... aber trotzdem konnte er den Wortlaut, wie er ihn auch betrachtete, nicht als Anschuldigung sehen. War es in Ordnung, sich so zu fühlen? Obgleich seine Rute langsam und fast unmerklich von links nach rechts wischte und sich seine Schultern etwas entspannten, etwas Misstrauen an der Situation schwang doch noch mit.

Er lauschte versucht zurückhaltend, aber doch interessiert den, zugegebenermaßen viel gehaltvolleren, Ideen der anderen. Es schien ihm, dass fast jeder, ja selbst der Vogel, bereits eine eigene Rolle erteilt bekommen hatte, in der sie glänzen würden. Oh, wie sollte er hier mithalten? Wie sollte er sich beweisen? Wenn er hier als letzter rauskäme, wer würde ihn dann noch hier haben wollen? Würde es dann noch ein nächstes Mal geben? Er hob seinen etwas trüben Blick kurz in Reaktion auf Pans Worten. Davor hatte der gräuliche Wolf am meisten Angst. Was wenn er diesen unnatürlich netten Wolf enttäuschen würde?
Seine Ohren folgten sehnsüchtig dem Zug der Wölfe, als sie aufbrachen. Er atmete tief und hörbar ein und setzte sich ebenfalls tapsenden Schrittes in Verfolgung dieses Trupps. Bestimmt würde er noch die Gelegenheit haben ... Mit leichter Nervosität hielt er sich in der Nähe von Pan und dem Rabenwolf, deren leise Geräusche und Bewegungen am Rande seines Sichtfeldes seltsamerweise einen beruhigenden Effekt auf ihn hatten.

[Pan, Anouk, Karasu, Yarok | Rudelplatz Mondscheinsee]

IP
Roghir
Courageous Fighter


Alter
3 Jahre alt
Geschlecht
Rüde
Größe & Gewicht
80 cm & 58 kg

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Dabei seit: 06.01.2017
Beiträge: 604

Roghir ist offline
07.12.2025 18:19

Roghir's Blick glitt immer wieder Richtung der Bäume. Sah abwesend durch die grünen Blätter. Nur das Zucken seiner Ohren verriet, dass er seine Aufmerksamkeit halb auf den grauen Wolf gerichtet hatte. Seine Gedanken schweiften immer wieder ab. Ja, er machte sich Sorgen um die beiden Chaoten-Wölfe. Wenn auch Avon ihm zu welpenhaft war und im Körper eines erwachsenen Wolfes steckte, hegte er ein Verantwortungsbewusstsein ihm gegenüber. Und irgendwo tief in ihm, vermisste er diesen Charakter. Ein Chaot, welches sich in jede Schwierigkeit brachte – unwissend meistens – und es doch immer wieder schaffte, heil aus der Situation zu kommen. Jedoch, wenn er es recht bedachte, war er doch in Guter Gesellschaft, welches sich auf die graue Fähe bezog. Sie werden schon klar kommen. Roghir wandte sein bernsteinfarbenen Augen vom Wald ab und schaute zu Niyol. Dieser hatte sich auf die Hinterläufe gesetzt und grummelte. Weswegen der graue Rüde grummelte, bekam der schwarze Wolf nicht mit und konzentrierte sich stattdessen auf seine Worte. Er musste ein Schnauben unterdrücken, welches ihm in der Kehle steckte. Er stimmte dem Grauen zu. Das aktuelle Rudel war kein Rudel. Es war höchstens eine Gruppe ohne Anführer. Ohne Struktur, ohne Regeln und ohne Orientierung. Roghir nickte. Als Niyol die Frage stellte, warum der Bär plötzlich von den Wölfen abgelassen hatte, überlegte Roghir kurz. Ihm fiel keine Antwort auf seine Frage ein. Das Verhalten des Bären machte ab dem Zeitpunkt, wo die anderen Wölfe dazukamen, keinen Sinn. Wölfe und Bären waren Feinde, ebenso hatten Wölfe kaum eine Chance gegen einen ausgewachsenen Bären. Das der Bär sich zurückgezogen hatte, war mehr Glück als Verstand.

„Ich habe keine Ahnung, Niyol. Dieses Verhalten ist ungewöhnlich; ein Bär würde sein Territorium verteidigen und sich nicht zurückziehen. Daher verstehe ich dieses Verhalten selbst nicht.“

, antwortete Roghir und schaute ernst zu Niyol. Sein Blick jedoch wurde erst ungläubig, dann ernst und kalt. Sein Nackenfell sträubte sich und seine Rute stellte sich leicht auf. Er zog die Lefzen zurück und entblößte seine vorderen Fangzähne. Sein bernsteinfarbener Blick lag zornig auf der weißen Fähe an Niyols Seite. Ein Knurren entwich seiner Kehle. Takata bezichtigte ihn also als Lügner?

“Nun, du wirst meinen Ausführungen vertrauen müssen, denn du warst bewusstlos! Ayjana war die Einzige, die versuchte, dich aus der brenzligen Situation zu retten, während ich versuchte, die Aufmerksamkeit des Bären zu bekommen. Wir können froh sein, überlebt zu haben!“

, knurrte Roghir leise, während er innerlich versuchte, sich zu beruhigen. Er hatte natürlich den erschrockenen Ausdruck auf Takata gesehen, jedoch rückte es in den Hintergrund, ob ihres Wortes. Der schwarze Wolf konzentrierte sich wieder auf Niyol. Wenn Takata es nicht begreifen wollte, dann wollte sie es nicht begreifen. Er konnte sie nicht zwingen dazu. Nach ein paar Sekunden hatte er sich wieder beruhigt und leckte sich über die Lefzen.

“Takata und ich haben allerdings eine beunruhigende Entdeckung gemacht als ihr Freund in der Eiswüste starb. Und das würde ich gern mit allen aus dem Rudel besprechen. Es hängt mit der Krankheit zusammen.“

[bei Takata, Niyol und Ayjana | Rudelplatz | Mondscheinsee]


Lyrics by Visions of Atlantis
Wolf Picture by Lakela (dA), skyfever (dA) Wald (Pixabay, stevepb) & Schrift (Pixabay, ractapopulous)

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Roghir am 07.12.2025 18:20.


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Ayrin
Verbitterte Seele


Alter
4 Jahre
Geschlecht
Rüde
Größe & Gewicht
79 cm & 56 kg

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Dabei seit: 03.05.2025
Beiträge: 3

Ayrin ist offline
07.12.2025 18:22

Die Wolken zogen am Himmel vorüber, doch er nahm sie nicht wirklich wahr, starrte ins Leere. Fixierte einen unsichtbaren Punkt während sein Kopf durch die grelle Helligkeit schmerzend pochte. Doch er dachte nicht daran, nachzugeben. Nein, er begrüßte diesen Schmerz sogar mit einem leichten Lächeln. Denn dieser Schmerz erinnerte ihn daran, dass er existierte..dass er lebte. Dieser Schmerz hielt ihn im hier und jetzt fest.
Schließlich nahm er eine Bewegung aus dem Augenwinkel wahr, die sofort seine volle Aufmerksamkeit auf sich zog. Sein Blick glitt Richtung Höhleneingang, aus welchem sich gerade ein dunkelbraun-grauer Rüde schob. Waren die Wölfe darin jetzt endlich erwacht? Er beobachtete ihn, wie er die Umgebung absuchte und ihn dann endlich zu erblicken schien. Er trat noch einen Schritt weiter nach draußen und fragte dann beiläufig:
"Wer bist du denn?", daraufhin setzte er sich. Das belustigte ihn etwas, doch er behielt seine ausdruckslose Miene bei und entschied sich, dem Fremden zunächst etwas Verwirrung zu signalisieren, indem er den Kopf leicht schief legte. Der Rüde schien von seiner Anwesenheit in keinster Weise beunruhigt zu sein, was ihm nur recht war - das musste auch bedeuten, dass zumindest er nichts davon mitbekommen hatte, dass Ayrin der Gruppe schon einen kurzen Besuch abgestattet hatte, während diese noch schliefen. Während er die Antwort noch kurz hinaus zögerte musterte er den Fremden unauffällig. Er war gut gebaut und etwas größer als er selbst. War er der Aufpasser der Gruppe? Diese Rolle könnte er zumindest leicht einnehmen - so leicht war das aber nicht zu beurteilen solange er die Dynamik in der Gruppe noch nicht erlebt hatte. Dann schob sich, für ihn kaum sichtbar, ein anderer Wolf neben den großen Rüden - der helle. Wollte er sich jetzt auch wichtig machen? Dem großen gar beistehen? Wie auch immer - sein Augenmerk galt dem großen, so richtete er seinen Blick auch wieder auf diesen.
Doch bevor er nun endlich dazu kam, etwas zu sagen schob sich noch ein Wolf zwischen die beiden - eine Wölfin, weitaus jünger und kleiner, als die anderen beiden..quasi fast noch ein Welpe. Im ersten Moment strahlte sie eine ähnliche Unbekümmertheit aus, wie der große Rüde, nur, dass er bei ihr eher Leichtsinn oder Naivität vermutete, doch dann..versprühte sie etwas ganz anderes. Etwas, das ihm fast ein Grinsen entlockt hätte - Angst. Panik. Groß genug, dass er sie bis zu sich spürte, fast schon schmeckte. Sie wich zurück und er konnte gar nicht anders, als sich vorzustellen, wie die Welpin nun winselnd in der Höhle hockte. Doch was genau jagte ihr so viel Angst ein? Kurz sah er sich um, doch weit und breit war hier niemand, außer er selbst - dabei hatte er doch gar nichts gemacht. War es sein Erscheinungsbild? Vielleicht erfuhr er dazu noch näheres - jetzt richtete er den Blick aber wieder auf den großen Rüden.
"Bitte..habt keine Angst..", versuchte er es vorsichtig und ließ sich auf dem Bauch nieder, um diese und die nächsten Worte zu untermauern: "Ich..mag vielleicht etwas..abgeschlagen aussehen, aber..ich habe nicht vor, euch etwas zu tun.." Sein Kopf pochte weiter, während er sprach, doch er hieß den Schmerz auch jetzt noch Willkommen.
"Ayrin..", fuhr er dann schließlich nach einer kurzen Pause fort. "Ayrin lautet mein Name..und deiner?", endete er dann. Er konnte natürlich auch nach den Namen der anderen fragen, aber er sprach hier ja gerade mit diesem Rüden - und vielleicht gab das den anderen auch ein Gefühl von Sicherheit, wenn er sie zunächst außen vor ließ.

[In der Nähe von Venryn, Chester, Enaid & Eden | Zwischen Schimmersee & Höhle]

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Ayrin am 07.12.2025 21:12.


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Anouk
Gefangener des Schicksals [Mod.]


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3 Jahre
Geschlecht
Rüde
Größe & Gewicht
65 cm & 50 kg

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Dabei seit: 30.06.2024
Beiträge: 136

Anouk ist offline
12.12.2025 20:34

Seine Befürchtungen sollten sich nicht bewahrheiten - denn weder Pan, noch Yarok oder gar Kachnik reagierten negativ auf seinen Gegenvorschlag. Letzterer schien sich sogar zu entspannen - seine Schultern wurden lockerer und auch sein Schweif bewegte sich leicht hin und her. War es wirklich er, der das bewirkt hatte? So recht wollte er das nicht glauben. Zwar war ihm bewusst, dass ihn vor allem die Anwesenheit der anderen Wölfe beruhigen musste, doch..diese Änderung war erst eingetreten, nachdem er geantwortet hatte. Es musste also zumindest mit ihm zu tun haben, so schwer es ihm auch fiel, das zu glauben. Er fühlte sich mit einem Mal so erleichtert, wie schon lange nicht mehr. Als Pan ihn dann auch noch mit warmer, wohlwollender Stimme lobte war es, als fiele ein riesig großer Stein, den er die ganze Zeit mit sich herum schleppen musste und welcher ihn nieder drückte von ihm. Plötzlich fühlte er sich so..leicht, so..befreit.

Während er aufmerksam beobachtete und lauschte wandte sich plötzlich Yarok mit einem Vorschlag an ihn, der ihm im ersten Moment doch glatt die Sprache verschlug. Natürlich hatte er damit rechnen müssen, dass irgendwann jemand auf die Idee kam, das zu fragen, aber..jetzt in diesem Moment hatte er damit nicht gerechnet. Verdutzt blickte er dem Rüden entgegen

"Ich..äh..ich.." Kurz räusperte er sich und fing dann nochmal von vorn an. "Entschuldige! Also..erst Mal: An deiner Frage ist nichts unhöflich oder zu direkt, gewiss nicht! Das ist sogar im Gegenteil ganz naheliegend und.." Jeder andere Vogel, der nicht ich ist hätte das in der Situation sogar von selbst vorgeschlagen.. "..allgemein ist das eine ganz wunderbare Idee! Nur.. Was nun? Sollte er jetzt die Wahrheit sagen? "Nur weiß ich nicht, ob meine Flügel das mitmachen.." Oder sollte er vielleicht ausweichender antworten? "Nur weiß ich nicht, ob ich der richtige dafür bin.." Oder sollte er vielleicht eine Halbwahrheit erzählen? "Nur sind meine Flügel von der langen Reise ganz müde.." - Wenn er jetzt die Wahrheit sagte..würden sie ihn dann als schwach ansehen? Oder gar nutzlos? Würde er dann irgendwann auf ihrem Speiseplan landen? Nicht, dass er das einem Yarok oder einem Pan zutrauen würde, sie beide hatten sich äußerst freundlich ihm gegenüber gezeigt, ein Niyol hingegen..oder eine Takata! Wenn sie erst Mal hörten, dass es um einen seiner Flügel nicht mehr so gut stand..was würden sie dann nur machen? Vielleicht konnte er aber die Aufgabe auch einfach annehmen? Vielleicht schaffte er diesen Flug ja? Schließlich war das doch gar nicht so weit entfernt..oder? Schnell versuchte er, sich den Weg noch einmal ins Gedächtnis zu rufen, allerdings..hatte er den Großteil davon auf Anouks Rücken verbracht. Das war also nicht sehr hilfreich..

Bevor er jedoch irgendetwas erwidern konnte übte Pan mit seiner Aussage, wenn auch ungewollt, noch mehr Druck auf ihn aus. Er wäre ihm dankbar, wenn er sie von oben unterstützen wollte. Verflucht aber auch! Er hielt sehr viel von Pan und Yarok, und wenn diese beiden Wölfe ihn quasi baten, sie zu unterstützen..wie konnte er das dann ausschlagen? Nicht mal um Anouk musste er sich sorgen denn er war bestens in dieser Gruppe aufgenommen. Er wusste, dass er auf Pan und Yarok zählen konnte, dass sie sich um ihn kümmern würden. Und was sollte schon passieren, wenn er es versuchte? Wenn es zu viel wurde, konnte er immer noch eine Pause machen..

"..bin ich von den Strapazen der Reise etwas müde, aber..das bekomme ich natürlich hin!" Demonstrativ plusterte er sich auf und breitete seine prächtigen Flügel aus. "Andere Vögel beneiden mich um meine Flugkünste..ja, ganz genau! Ihr könnt auf mich zählen!" Mit einem Flügelschlag befand er sich dann auch schon in der Luft. Der See, an dem sie Niyol getroffen hatten also..nichts leichter, als das! Sich selbst motivierend flog er schonmal vor.


Er hatte den kleinen Austausch zwischen Yarok und Karasu mitbekommen und beobachtete diesen, wie er schließlich weg flog. Dann lächelte er Yarok zu. "Ich..kann Karasu da nur zustimmen - das war wirklich eine gute Idee!" Neue Energie, gewonnen durch Pans Lob und die angenehme Anwesenheit der anderen um ihn herum, durchströmte ihn. Doch nicht nur das..langsam, mochte es auch durch diese Flut an Positivität und Euphorie sein, kam so etwas wie..Hoffnung in ihm auf. Ja, da war Hoffnung. Hoffnung darauf, dass er jetzt vielleicht endlich seinen Platz gefunden hatte und darauf, dass er hier..glücklich wurde. Voller Tatendrang setzte er sich dann in Bewegung, als Pan aufbrach und es störte ihn nicht mal, dass er mit ihm die Spitze bildete. Freudig wedelte sein Schweif und er sah sich aufmerksam um, während er immer wieder die Luft prüfte. Er wollte nun endlich auch die anderen Gerüche des Waldes aufnehmen und vielleicht schon das ein oder andere Kraut erschnüffeln, das sie vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt mal brauchen könnten. Denn wenn es wirklich brenzlig wurde und etwas dringend benötigt wurde dann wollte er nicht erst überlegen müssen, wo oder ob er etwas fand.

[Bei Yarok, Pan & Kachnik | Vom Mondscheinsee Richtung Kristallsee]

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Cinisca
Vom Wind getragen


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3
Geschlecht
Fähe
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70 cm & 44 kg

Charakterbogen
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Dabei seit: 30.03.2025
Beiträge: 36

Cinisca ist offline
16.12.2025 20:34

Cinisca stand völlig perplex da, als Valdis und Avon mit erhobenen Schnauzen an ihr vorbeiliefen und sie... stehen ließen.

Cinisca hatte abermals das Gefühl, dass ihr Pelz nicht genug Platz für die Sturmflut an Gefühlen bot. Sie wollte lauthals heulen, knurren, nach den beiden schnappen und gleichzeitig mitgehen. Sie war tief verletzt von Valids' Worten, aber auf der anderen Seite... Was war das? Mitgefühl? Ja, sie hatte Mitleid mit Valdis... Unter anderen Umständen, mit einem besseren Start... Hätten sie vielleicht ganz gut zusammengepasst... Beide hatten anscheinend einen schweren Start in dieses Wolfsleben - nur umgeben von der eigenen Sippschaft, waren sie gezwungen das Rudel zu verlassen. Und anscheinend passte bei Valdis das erste Rudel auch nicht. Aber verdammt, warum musste Valdis so fies, gehässig und unterschwellig verletzend sein? Lohnte sich eine Reaktion? Wollte sie die beiden aufhalten?

'Ich bin der Wolf, von dem dich deine Eltern gewarnt haben' mischte sich mit 'Wir dürfen ihnen nicht trauen'... Sie knurrte leise, obwohl ihr nach winseln gewesen war. Dann schüttelte sie sich: Wo käme sie hin, wenn sie niemanden trauen würde? Würde sie dann so wie Valdis, die ihre Schnauze extra hoch zu tragen schien und wenn es nur war, um zu kaschieren, dass sie unsicher war? Aber was sollte es auch sonst sein, was sie war, wenn sie gar nicht so anders, als Cinisca selbst war?

Cinisca trat von einer Pfote auf die andere, wütend, mitfühlend, traurig und von einem Gefühl der Ohnmacht begleitet. Dann setzte sie sich hin, während sie Valdis und Avon nachsah. Für die beiden gab es also kein Platz und von einem Braunbärenproblem war die Rede... Cinisca legte den Kopf schief und rief ihnen nach:

"Ich wünsche euch alles Gute... Wirklich. Wir hätten uns verstehen können, gegenseitig etwas beibringen. Vielleicht irgendwann."

Dann stand sie auf und drehte sich in die von Valdis und Avon entgegengesetzte Richtung und lief los. Was für ein beschissener Start in dieses neue Wolfsleben, das unverhofft wieder einsamer geworden war.
Während Cinisca - ohne sich noch einmal umzudrehen- loslief, war sie von ihren versöhnlichen Worten überrascht. Vermutlich war das der über ihren Tod hinauswirkende Einfluss ihrer aufgeschlossenen, freundlichen und immer nur das Positive sehenden Schwester Trebe, vielleicht war es die Hoffnung eine Spur von Ruko zu finden, vielleicht war es Naivität und Unerfahrenheit oder einfach der letzte Versuch der Hoffnungslosigkeit keine Macht geben zu wollen. Aber sie hatte es gesagt und war ein bisschen stolz auf sich. Sie war der Wolf, der sie sein wollte. Trotz allem. Immer noch. Und wenn sie sich in einer Pfütze oder dem See in der Wasseroberfläche sehen würde, würde sie sich weiter in die Augen schauen können. Schade, dass Valdis und Avon nicht das Selbe sahen und schade, dass mit der Entfernung von den beiden die Einsamkeit präsenter wurde. Sie dachte an Valdis, die sie abschätzend und von oben herab ansah, aber in ihren Gedanken, wirkte sie viel kleiner als zur letzten Begegnung. Und sie dachte an Avon und bei seiner offensichtlichen Vernarrtheit in Valdis verzog sie lächelnd ihre Lefzen. Wenn sie erst ihr Glück gefunden hatten und falls sie sich wiedersehen würden, wäre alles vielleicht leichter. Sie wäre dann reifer und erfahrener und hoffentlich wäre mehr Platz für das große Spektrum an Gefühlen, dass sich kontinuierlich immer nur noch weiter auszudehnen schien, unter ihrem Pelz. Immerhin war sie Laufen gewohnt. Es war nach all den Unvorhergesehenem eine wohlige Routine. Desto länger sie lief, desto mehr verpuffte jeglicher Ärger auf Avon und Valdis. Ein gutes Gefühl.

[Cinisca allein im Nirgendwo]

IP
Avon
Pas de chenille.
Just une mite laide. Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ


Alter
3 Jahre
Geschlecht
Rüde
Größe & Gewicht
67cm, 59kg

Charakterbogen
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Dabei seit: 29.11.2012
Beiträge: 192

Avon ist offline
18.12.2025 14:08

Eine gute Beziehung kennzeichnete sich darin, Krisen zu überstehen. Und sie hatten ihre erste Krise gemeistert! Ihnen war ein Meeresungeheuer entgegengesprungen, bereit, sie zu schnappen und an den Grafen der Unterwelt auszuliefern, doch sie hatten zusammengehalten und sich nicht ausliefern lassen. Avon fühlte sich glücklich und entzückt über den Fakt, Valdis kennen gelernt zu haben und mit ihr auf einer Wellenlänge unterwegs zu sein. Wenn er so darüber nachdachte, hätte Cinisca ohnehin nicht zu ihnen gepasst! Er wollte sie auch nicht vorstellen, wie sie nur noch Fisch gefressen hätten ... Sie dagegen hier hatte sich als fähige Hasenfängerin bewiesen, was ihn ebenfalls stolz machte.
Er schwänzelte vergnügt neben ihr her, tapste wie ein graziles Reh und wuffte entzückt.

„Du bist also der Wolf, vor denen einen die Eltern gewarnt haben, ja?“

Törichte Eltern! Hätten sie mal lieber vor Roghir-Zerstörer und Takata-der-Filetiermeisterin gewarnt! Vielleicht waren sie ja nur neidisch gewesen, weil sie nicht so ein Glück hatten und selbst nur im Streit lagen.
Zwar hatte sie seiner Meinung nach ein bisschen zu viel über sie und das Rudel preisgegeben, was ihm noch immer einen leichten Stich versetzte, aber er tröstete sich mit dem Gedanken, dass sie nun weiter Abstand gewannen und die anderen sobald nicht wiedersehen mussten.

„Wollen wir uns eigenes Revier gründen? Wir könnten ja mal schauen, wo das Land hinführt!“

Je weiter sie vorankamen, desto windiger und kühler wurde es, obwohl die Gegend eisfrei blieb. Die Brise duftete nach Meer und er hatte das Gefühl, der feste Boden würde bald zu Ende sein. Wenn sie Glück hatten, blieben sie dort ungestört. Er wusste nämlich nicht, wie er ihr neu zu gründendes Revier gegen Eroberer wie Roghir verteidigen sollte. Wobei ... einer wie Valdis traute er schon zu, dass sie einem ungeliebten Gegenüber die Löffeln langziehen konnte. Ob sie ihm zeigen konnte, wie man das machte?

[Valdis - Richtung Käferwald]



Avatarbild © Oliver Matla

Signaturbild CC BY svenja81

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Delano
... of the Night


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82cm & 69 kg
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Dabei seit: 10.04.2025
Beiträge: 36

Delano ist offline
19.12.2025 20:14

Delano beobachtete, wie sich die Fähe mühsam aus dem Schlaf hervorkämpfte. Es war definitiv kein sanftes Erwachen, so wie sie zuckte und blinzelte. Auch ihr Atem ging ungewöhnlich hektisch, für jemanden, der gerade eine ganze Nacht durchschlafen hatte. Dennoch rührte er sich nicht, sondern gab ihr die Zeit mit der aktuellen Situation klarzukommen.

Als sie das Kaninchen erblickte und sich sofort darüber hermachte, ohne sich auch nur einmal umzusehen, wusste er kurz nicht, was er davon halten sollte. Hatte sie ihn überhaupt wahrgenommen? Wusste sie nicht, wie gefährlich es war, einfach so etwas zu fressen, ohne es begutachtet zu haben? Oder sich abzusichern, wer in der Nähe war? Delano war immer wieder erstaunt, mit wie wenig Überlebensinstinkt man ein gesundes Wolfsalter erreichen konnte. In seinem Geburtsrudel wäre die Fähe kein halbes Jahr alt geworden.

Erst nachdem sie aufgefressen hatte, schaute sie sich überhaupt zu ihm um und entschuldigte sich. Es störte ihn nicht, dass sie alles genommen hatte, er hätte es ihr eh angeboten. Was ihn mehr störte, war allgemein ihre fehlende Vorsicht. Aber das war kein Problem für hier und jetzt.

"Es freut mich, dass es Euch anscheinend geschmeckt hat."

Er machte eine kurze Pause, ehe er fortfuhr.

"Macht euch keine Gedanken, ich werde später sicher etwas finden. Würde aber zunächst die Gegend etwas erkunden und versuchen einen passenden Unterschlupf für Euch zu finden. Bevor ich aber gehe, benötigt ihr noch irgendwas von mir?"

Er war gespannt, ob es etwas gab, was sie wollte. Oder ob sie protestieren und mitgehen wollte. Vielleicht auch was ganz anderes. Die Fähe war in seiner Logik so unorthodox, dass es schwierig für ihn war, ihre Bewegungen vorauszuplanen.

Be a good boy
Push a little farther now
That wasn't fast enough
To make us happy
We' ll love you just the way you are...
If you're perfect

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Venryn
zwischen Licht & Schatten


Alter
5 Jahre
Geschlecht
Rüde
Größe & Gewicht
81cm & 54kg

Charakterbogen
_

Dabei seit: 29.11.2023
Beiträge: 48

Venryn ist offline
23.12.2025 15:10

Er beobachtete Chester, wie er aus der Höhle ging und Enaid ihm folgte. Die beiden hatten wohl auch bemerkt, dass etwas nicht stimmte. Er hatte also keine Hirngespinste, die herumgeistern und ihn paranoid machten. Der Schatten, den er gesehen hatte, war nicht eingebildet, sondern echt. Soweit so gut. Aber bewegen konnte er sich trotzdem immer noch nicht. Er sah auch nicht, was draußen vor sich ging, weil Chester und Enaid den Ausgang versperrten. Was wenn der Wolf dort draußen vorhatte, sie anzugreifen? Vielleicht war es derselbe, der Enaid und Eden abgegriffen hatte, ist ihnen bis hierher gefolgt und will jetzt das zu Ende bringen, was er vorgehabt hatte. Nur jetzt hatte er noch zwei Opfer mehr. Ihn und Chester.

Er konnte nicht verstehen, was draußen gesagt wurde, aber es schien ein normales Gespräch zu sein. Es lag keine Bedrohung, weder in Chesters Stimme noch in der des Fremden. Also war das alles vielleicht wirklich nur halb so schlimm. Wenn der Fremde böses vorgehabt hätte, dann wäre er dumm gewesen zu warten, bis sie alle wach waren. Er hätte sie sicher im Schlaf angegriffen.

Irgendetwas stieß gegen Venryns Seite und holte ihn aus seinen Gedanken und seiner Starre zurück ins Hier und Jetzt.. Er drehte verwirrt den Kopf und sah Eden, die völlig verängstigt aussah. Die Arme. Wie sehr er doch nachempfinden konnte, was sie gerade fühlte. Er stupste sie leicht mit der Nase an, um ihre Aufmerksamkeit auf ihn zu lenken.

“Hab keine Angst. Enaid wird dich beschützen. Wir sind hier sicher. Hör mal. Sie unterhalten sich ganz normal da draußen. Also will uns keiner was tun.”

Venryn versucht sie zu beruhigen und hoffentlich kamen seine Worte bei ihr an.

[bei Eden, Enaid, Chester und Ayrin | in der Höhle]

IP
Niyol
Und was, wenn ich fliegen kann?


Alter
4 Jahre
Geschlecht
Rüde
Größe & Gewicht
79cm, 61kg

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Niyol ist offline
03.01.2026 11:50

Am liebsten hätte Niyol geseufzt. Dieses Gespräch war schwieriger als erhofft. Ayjana hiel sich wie zu erwarten zurück, doch damit hatte er gerechnet, als Takata sich entschieden hatte ihnen beizuwohnen. Allerdings hatte er nicht damit gerechnet, dass Roghir derart verträumt sein würde. Hatte er vielleicht auch einen Schlag auf den Kopf bekommen? Der Schwarze schien auf jeden Fall Schwierigkeiten zu haben, sich zu fokussieren. Bevor Niyol sich dazu jedoch weitere Gedanken machen, geschweige denn weitere Fragen äußern konnte, funkte Takata dazwischen. Überrascht wandte er sich ihr zu und konnte grade noch ihr interessantes Mienenspiel beobachten. Zu gerne hätte er sie gefragt, worauf sie damit hinaus wollte, denn es schien ihm, als hätte sie soeben unfreiwillig das Thema angeschnitten, dass er wenige Momente zuvor noch aus ihr herausholen wollte.
Leider kam ihm Roghir zuvor und gab endlich mal ein interessantes Detail preis. Leider fing er im nächsten Moment schonwieder mit dem nächsten Thema an. Himmel, dieser Rüde musste dringend ein paar Konzentrationsübungen in seinen Alltag integrieren. Nicht, dass das noch schlimmer wurde, sie hatten schließlich genug verwirrte Wölfe hier.
Leicht genervt von der Situation und seiner Entscheidung zu versuchen, Skadis Rudel zusammen zu schubsen, erlaubte er sich nun doch einen Seufzer und einen tiefen Atemzug mit geschlossenen Augen. Eins nach dem Anderen. Wenigstens einen Mondlauf würde er sich an seinen Entschluss halten, aber wenn diese Chaoten -und damit meinte er nicht nur die zwei Abtrünnigen- sich dann nicht halbwegs selbst organisieren konnten, würde er nichtmehr versuchen zu helfen. Im Gegensatz zu Skadi hatte er nämlich wirklich keine Ambitionen, dauerhaft für Ordnung zu sorgen. Allein jetzt hatte er schon das Gefühl, vor lauter widerwillen Kopfschmerzen zu bekommen. Er musste unbedingt schnellstmöglich herausfinden, wen er in diesem Rudel als Leittier anstellen konnte.
Zurück zu seiner derzeitigen Aufgabe. Widerwillig öffnete er wieder die Augen. In Anbetracht seiner bisherigen Erfahrungen, die er bei seinem Versuch, die Geschichte mit dem Bären zu erfahren, gemacht hatte, sollte er sich diese Eis-Entdeckung definitiv erstmal erläutern lassen, bevor sie mit ihren Worten nochmehr Verwirrung stifteten. Zuerst wandte er sich diesbezüglich an Roghir:

"Ich möchte euch bitten, mir die Geschichte in der Eiswüste ersteinmal zu erzählen, bevor wir dafür alle zusammenrufen. Auf diese Weise können die Anderen erstmal ihre Aufgabe beenden." ...und ich kann mir überlegen, wie genau wir es ihnen sagen, damit nicht wieder ein Tumult ausbricht. Er erinnerte sich nur zu gut an das letzte Gruppengespräch über die Krankheit und er traute werder Roghir, noch Takata zu, solch ein Gruppengespräch zu führen. Eigentlich gab es natürlich niemand passenden. Selbst Skadi hatte die Gruppe zuletzt nicht bändigen können. Trotzdem wollte er in diesem Fall lieber selbst das Chaos verursachen, als es jemand anderen zu überlassen.

"Vorher jedoch müssen wir offensichtlich die Situation mit dem Bären aufarbeiten."

Bei diesen Worten wanderte sein Blick auffordernd zu Takata. Er sparte sich weitere Worte, denn er war es Leid, ihr alles aus der Nase zu ziehen. Entweder offenbarte sie endlich, was sie so sehr beschäftigte, oder sie musste damit leben, dass er diesen Teil ihrer Gefühlswelt nichtmehr ernst nahm. Sie konnte nicht erwarten, dass er sich nach einem dubiosen Geheimnis richtete, dass sie immer wieder zu unvorhersehbaren Ausbrüchen antrieb.

(Takata, Roghir und Ayjana | Rudelplatz Mondscheinsee)

"Der Wind wird dein Begleiter sein;
Und du wirst ihn vermissen, wenn völlige Ruhe herrscht."

IP
Takata
ώintersonne .:. ħerzensgut


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Takata ist offline
03.01.2026 19:30

Sie erschrak innerlich, als Roghir zu dieser Körpersprache überging, die Zähne entblößte und den Schnauzenrücken kräuselte. Soweit sie das erkennen konnte, sträubte sich auch sein Nackenfell und er wirkte unverhofft angsteinflößend. Es brauchte keine besondere Begabung, um zu verstehen, dass sich das auf ihren kleinen Ausrutscher bezog – dass sie gemeint war, als sie ihn der Lüge bezichtigt hatte. Die Weiße schluckte, legte die Ohren zurück und suchte unweigerlich etwas Deckung hinter dem Grauen. Sie mochte Roghir doch ... niemals hatte sie ihn so aus der Reserve locken wollen. Diese Geste hatte viel mehr das verwunschene Weib hinter ihm verdient! Unsicher sah sie hin und her, eh sie leise fiepte.

„... schuldige ..."

Natürlich hatte sie Roghir nicht als Lügner darstellen wollen! Vielleicht hatte er nur etwas falsch verstanden .. oder falsch verstehen wollen. Natürlich sah er Ayjana lieber als eine Heldin, eine, die ihr eigenes Haupt riskierte, um jemand anderen aus der Gefahrenzone zu bringen. Doch trogen ihn vielleicht seine Sinne und es war nicht viel mehr so gewesen, dass die hinterhältige Ziege sie erst in die Reichweite des Bären hatte ziehen wollen? Es hätte ihr eher zu Gesicht gestanden und sie nicht überrascht. Mochte sie dem braunen Rüden auch noch so gut den Kopf verdrehen – sie war immun gegen ihre Anwerbungs- und Turtelversuche. Ein Maikäfer war verlockender als dieses hinterlistige Weib! Als sie glaubte, dass Roghir abgelenkt war, entblößte sie für einen winzigen Augenblick ein, zwei Zähne in Richtung ihrer unfreiwilligen Fellschwester, die sich auffällig ruhig verhielt. Warum auch nicht? Es lief schließlich alles bestens für sie. Vermutlich würde sie Niyol auch noch um die Pfote wickeln. Sie sammelte Rüden wie andere frische Knochen.

Als nächstes begann Roghir wieder mit dem Thema der unbekannten Krankheit. Als ob das nicht schon furchtbar genug war – sie dachte dabei mit größtem Unbehagen an ihre verehrte Alpha Skadi – nutzte er dieses ohnehin grauenvolle Thema, um Takatas einzigen echten Freund Lynx in Mitleidenschaft zu ziehen! Sie musste sich sehr gut zwingen, nun nicht selbst den Fang zu entblößen. Sie mochte Roghir gern, war ihm dankbar für seine Hilfe in ihrem dunkelsten Moment und verzieh ihm, dass er nichts gegen die Avancen ihrer Geschlechtgenossin zu unternehmen im Stande war ... aber sie würde nicht zulassen, dass Lynx als abschreckendes Beispiel irgendwelche Krankheitssymptome herhalten musste! Zumal das unweigerlich bedeutete, dass sie ebenso betroffen gewesen wäre. Sie hatte nah an ihm gestanden, sich an den toten Rüden geschmiegt und sollte es stimmen, dass der Weiße unter der unbekannten Seuche gelitten hatte ... bedeutete das, dass sie am Ende gar selbst kontaminiert war ...

„Es ist nicht sicher, ob er krank war!“, fauchte sie und verließ dafür ihre Deckung, um sich wieder Roghir gegenüber zu stellen. „Außerdem könntet ihr alle genauso betroffen sein ... immerhin wart ihr mit Skadi, als es passiert ist. So weit mir bekannt, hat auch sie Anzeichen der Krankheit gezeigt, oder nicht?!“

Sie warf Roghir einen vorwurfsvollen Blick zu. Von ihr aus sollte Ayjana die Heldin des Tages sein, Von ihr aus sollte sie sie aus der Bärenzone geschleift haben ... egal. Aber auf keinen Fall würde sie zulassen, zusammen mit dem toten und daher hilflosen Lynx oder mit Skadi als potentiell gefährlich da krank abgestempelt zu werden.

„Wir sollten uns lieber zurückhalten mit voreiligen Schlüssen.“

Und dann kam der Graue neben ihr wieder mit der Bärengeschichte. Fast wäre sie ihm dankbar gewesen, immerhin war dieses Thema nicht ganz so brisant wie das mit den aus Nasen und Ohren blutenden, toten Wölfen. Aber wenn es dazu führte, dass die Stimmung noch weiter absackte, konnte sie darauf verzichten. Was gab es da herumzudeuten? Sie waren schließlich alle keine Bärenexperten.
Mit schlecht gelaunter Miene und einem leisen Grummeln, warf sie Niyol einen sträflichen Blick zu. Was hatte er nur mit seinem Bären? Wenn er so scharf darauf war, sollte er doch hingehen und ihn fragen! Sie hatte das Thema abgeschlossen. Sie würden keine zehn Elche mehr in die Nähe des Monstrums bringen – zwei Bärenbegegnungen hatten genügt – und damit sollte es gut sein.

[bei Roghir, Niyol und Ayjana | Rudelplatz | Mondscheinsee]



Hintergrund: Natalia_Kollegova, pixabay | Echoes © L'Âme Immortelle

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Valdis
Die Eiskönigin


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Valdis ist offline
04.01.2026 16:26

Valdis erwischte sich dabei, wie sie nervös auf ihrer Lefze herumknabberte. Sie war sich gerade nicht mehr ganz sicher, ob es richtig gewesen war, erst die anderen Rudelwölfe und nun auch Cinisca gegen sich aufzubringen. Damit hatte sie sich nicht gerade einen positiven Namen gemacht. Sie schwankte: zwischen dem Gedanken, unfehlbar und eiskalt zu sein, und dem Wissen, dass sie sich mehr Feinde gemacht hatte als sie an einer Pfote zählen konnte.
Und das sie so dumm gewesen war, Cinisca von dem Braunbären zu erzählen! Die Fähe würde sicher lauthals herausplappern was für böse, gemeine und zeitgleich feige Wölfe sie getroffen hatte - und Avon und sie quasi ins Exil schickten.
Nun war es zu spät ... und sie war mit Avon alleine.

Doch ihr letzter Satz Cinisca gegenüber wiederholte der Rüde und irgendwie war sie auf diese Abfuhr insgeheim stolz.

"Ja, das bin ich. Vielleicht solltest auch DU Abstand halten!", sagte sie grinsend und die trüben Gedanken verschwanden augenblicklich wieder.

Valdis bemerkte, dass mit jedem Schritt das Wetter wechselte und plötzlich ein kalter, schneidender Wind ihr Fell ergriff. Doch das dichte, graue Fell durchdrang die Brise nicht.

Sie liefen einige Schritte nebeneinander, als Avon die Frage stellte: ein eigenes Revier!

Valdis stoppte abrupt. Was hörte sie da?
Plötzlich fühlte sie sich wie ein unsicherer Welpe. Ein eigenes Revier - mit Avon? Dem Rüden ihrer Träume, aber auch eine einschneidende Entscheidung. Die Graue beantwortete diese Frage nicht, sondern stellte ihm die nächste.

"Warum hast du solche Angst, zu den Anderen zu gehen?" Ihre Augen blickten fest in seine. "Das liegt doch nicht nur an dem Braunbären...", ergänzte sie dann. Abertausend Fragen schwirrten ihr durch den Kopf.

Sie lief weiter und irgendwie fühlten sich ihre Läufe steif an. Was steckte hinter diesem Rüden?

[Avon / Richtung Käferwald]

✦•┈๑⋅⋯ ⋯⋅๑┈•✦
The world breaks everyone,
and afterward,
some are strong at the broken places.

IP
Chester
Nebelfänger


Alter
4 Jahre
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85cm & 62kg
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Chester ist offline
08.01.2026 15:19

Chester war wahrlich kein Empath und so entging ihm sicherlich einiges, was im Inneren des Fremden vorging. Doch das interessierte ihn auch nicht groß, aktuell war nur wichtig, ob der lädierte Wolf vor seiner Schnauze eine Gefahr darstellte. Zunächst fand Chester seine Unterwerfungsgesten reichlich übertrieben und er wollte ihm deutlich klar machen, dass er den einsamen Fremden sicherlich nicht fürchtete, doch dann fiel sein Blick auf Eden, der offenkundig diese Form der Besänftigung galt. Die kleine Fähe schien regelrecht Panik beim Anblick des Fremden und Chester fragte sich, ob dies wohl mit der fraglichen Begegnung zusammenhing, den sie und Enaid beschrieben hatten. War dieser hier vor ihm der Angreifer gewesen? Nein, dann würde Enaid wohl anders reagieren. Dessen ruhige Präsens sprach dagegen und Chester gab die unbewusst angespannte Haltung auf.

Venryn versuchte sich unterdes als Seelentröster an Edens Seite, was Chester ein belustigtes Schmunzeln entlockte. Na das war ja eine super Kombi. Nun ja, da er offensichtlich nun als Ansprechpartner des Fremden, der sich als Ayrin vorstellte sein sollte, richtete er sich etwas auf und musterte die unterwürfige Haltung des Rüden mit dezenter Strenge.

“Chester. Das hier sind Eden, Venryn und Enaid“ Kurz schwieg er und musterte den Fremden erneut, der für Chester nicht einzuschätzen war.

“Wie lauten deine Absichten? Was versprichst du dir von uns?“, fragte er also direkt und warf einen kurzen Blick auf Enaid, den er trotz anfänglicher Differenzen durchaus als zurechnungsfähig einschätzte.

IP
Yarok
Beschützer


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Yarok ist offline
10.01.2026 15:26

Glücklicherweise nahm Karasu ihm seinen Vorschlag nicht übel. Hätte Yarok mehr Erfahrung im Lesen Artfremder gehabt, so wäre ihm das Zögern des Raben möglicherweise nicht entgangen. Doch so atmete er nur erleichtert auf und nickte dem Raben dankbar zu. Auch Anouk schien keinerlei Problem damit zu haben, dass sein gefiederter Freund ihn hier am Boden zurückließ, im Gegenteil sogar, er lobte Yarok für dessen guten Vorschlag.

Der Braune schenkte seinem neuen Kumpel ein freundliches Wedeln und umso mehr freute es ihn, dass sich Anouk offensichtlich schon jetzt deutlich sicherer in Gegenwart des Rudels befand. Doch sicherlich lag das auch an der Art der Gesellschaft, in der auch Yarok sich sichtlich entspannen konnte. Nach seinem strapazenreichen Ausflug mit Kachnik und Avon, bei dem er sich ehrlicherweise wie ein Aufpasser gefühlt hatte und seiner anschließenden Verantwortung für den völlig verängstigten Anouk fühlte sich diese Gruppierung an, wie ein Segen. Sie hatten Pan, der die Führung bereitwillig annahm und ebenfalls Karasu nochmals in der Suche von oben bestärkte. Und sie hatten Kachnik, der sich schweigsam, aber deutlich angenehmer als in Avons Gesellschaft zeigte. Zusammen würden sie sicherlich Erfolg haben, auch wenn Yarok noch nie viel Notiz von den Planzen um sicher herum genommen hatte. Doch sie hatten schließlich einen Raben und Anouk, der genau wusste, wonach sie suchen.

Mit entspannt pendelnder Rute reihte sich Yarok am Ende der kleinen Gruppe ein und lauschte auf die Umgebung, währen sie sich allmählich Richtung Ufer bewegten.


[bei Anouk, Karasu, Pan und Kachnik | vom Mondscheinsee Richtung Kristallsee]

IP
Avon
Pas de chenille.
Just une mite laide. Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ


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Avon ist offline
13.01.2026 10:42

Eigentlich war es ja ausgeschlossen, dass Wölfe flogen oder schwob- eh, schwebten. Das konnten nur Insekten oder Vögel ... Raben zum Beispiel. Aber er hier, ja er! Dieser feuchtfröhliche Timberwolf, der schwebte! Und wie! Durch die Lüfte, über die Bäume hinweg, auf seiner Wolke #7. Und was sah er da unten? Uh, weites Land, das teils eisfrei war. Wasser, so weit das Auge blickte und ... zwei Wölfe! Ein Rüde und eine Fähe, ein richtig tolles Paar. Vor allem der Kerl wirkte glücklich wie kein zweiter. Und sie ... was war mit ihr? Das würde er beobachten müssen. Denn sobald sich andeutete, dass mit ihr was nicht stimmte, würde er eingreifen müssen. Sturzflug!

Avon warf verstohlene Blicke auf seine Begleiterin. Was tat sie da? Knabberte sie auf ihren Lefzen herum? Ieh. Er sah kurz betroffen woanders hin. Es gab ja Wölfe, die an ihren Krallen knabberten ... oder mit ihrem Schwanz spielen, aber Lefzen knabbern? Hm. Vielleicht war das so eine Marotte von ihr? Nicht schlimm. Avonasac hatte entschieden, dass er seine Angeherzte so nehmen würde, wie sie war. Auch Lefzen knabbernd! Gerade.
Der Rüde tat einen Sprung zur Seite, als sie ihm spielerisch drohte. Er warf etwas Sand auf und ging in die Ducke, während seine Rute verspielt schlug und er sich das Maul leckte. Er sollte sich vor ihr in Acht nehmen ...? Das ging leider nicht mehr.

„Zu spät“, krakeelte er fröhlich und kicherte. „Ich stecke längst zwischen deinen Klauen fest! Warum hast du mich nicht eher gewarnt, he?“ Die Gesundheitswölfe warnen: Valdis kann süchtig machen. Er schnappte spielerisch und wackelte auf den vier Läufen, sodass er fast die Balance verlor.

So glücklich war er nicht mal mit Thyca-Liebes oder Chihiro gewesen – mit Abstand nicht! Es fühlte sich ein wenig so an, wie wenn man von den leckeren Hutträgern naschte, die zur Herbstzeit überall herumstanden ... nur mit weniger bunten Farben und Einbildungen. Mit Valdis zu sein, war genau das Gegenteil, wie wenn Zerstörer-Roghir in seiner Nähe war ... sie war sozusagen sein Gegen-Roghir.

Und ausgerechnet bei diesem Stichwort begann sie, ihn auf seine ... Ängste anzusprechen! Avons Gesichtszüge erschlafften, die Rute fiel runter wie abgeschossen und seine ganze Haltung nahm die eines 15 Winter zählenden Seniorwolfs an. Oha. Da waren sie wieder. Seine vier Sorgen.
Nervös sah er sich um. Hatte jemand was geäußert? Worum ging es noch mal? Ach ja, was sie zum Abend verzehren wollten! Nun, Reh wäre doch mal ... nein, darum ging es natürlich nicht. Es ging wieder um sein Lieblingsthema: Roghir.

Er sah enttäuscht zur Seite und murmelte kaum verständlich. „Gibt ... gibt halt ... nicht nur ... bärige Bären.“ Sehr gut. Das verstand sie sicher! Thema abgehakt. Zurück zum Rehbraten. Also ... also nein. Er musste schon etwas konkreter werden. Gab es auch unbärige Bären? Gewissermaßen. „Gibt auch ... Wolfs...bären ...“ Kennst du einen? Natürlich kennst du einen, Dummkopf! Das Vorzeigeexemplar von Wolfsbär. „Ro- ...“ Ro-Takata zum Beispiel. Oder Ro-Shiro. Blödsinn. „Ro...ghir...“ Sein Haupt hing dicht über seinen langsam trottenden Vorderläufen. Jetzt gab es kein Zurück mehr. Er hasste es, den Schwächling zeigen zu müssen, der er war. „Roghir ist ... ungerecht ... ich ... mag ihn nicht ... wollte nur ... wollte nur helfen.“

Da war seine Stimme versagt. Der Blick trüb, die Ohren zurückgelegt, die Haltung wie die eines Rückgratlosen. Die ganze Freude war passé. Wenn sie jetzt nicht die richtigen Kommentare tat, war Avonasac-Wolke-#7-Wolf für den Rest des Tages zu nichts mehr zu gebrauchen ...

[Valdis - Richtung Käferwald]



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