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Niyol
Und was, wenn ich fliegen kann?


Alter
4 Jahre
Geschlecht
Rüde
Größe & Gewicht
79cm, 61kg

Charakterbogen
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Dabei seit: 22.12.2010
Beiträge: 370

Niyol ist offline
Ab in die Vergangenheit 09.07.2024 18:50

Ab in die Vergangenheit
(Kurzplay von Karu (als Karu) und Niyol,
vor Niyols erster Begegnung im HP der Wölfe der Nacht)

(Karu ist nicht der Charakter, welcher später im HP einsteigen soll)


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Patsch, Patsch....Platsch! Mit einem wohligen Brummen ließ sich Niyol in die seichte Stelle des Baches plumsen. Der Tag war unerträglich warm und irgendwie drückend. Da konnte es nicht schaden, diese Gelegenheit zu nutzen und in den Bach zu springen, der glücklicherweise seinen Weg gekreuzt hatte. Später würde er sicherlich ohnehin noch nass werden. Diese Spannung in der Luft schrie förmlich nach Gewitter, auch wenn der Himmel bisweilen ganz unschuldig kein einziges Wölkchen sehen ließ. Die Stelle war wirklich genial, so flach und mit so wenig spitzen oder großen Steinen versehen, dass er sich sogar einmal ganz rollen konnte... schnauf, gluck, gluck, gluck... hustend sprang er auf die Beine, während ihm der ungewollte Schluck Wasser auch Nase und Maul tropfte. Die ganze Rolle hatte ihn dann doch in den tieferen Bachlauf verfrachtet, wo er ungeplant einen kleinen Tauchgang hingelegt hatte. Nach einem Schütteln stapfte er zurück an die seichte Stelle und ließ sich erneut auf den Bauch nieder. Diesmal jedoch schloss er einfach nur die Augen und genoss die angenehme Pause seiner Reise zum nächsten Spiel.

"Der Wind wird dein Begleiter sein;
Und du wirst ihn vermissen, wenn völlige Ruhe herrscht."

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Karu
Jungspund


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Karu ist offline
09.07.2024 19:49

Das Gesicht der Sonne entgegen gestreckt trottete der braune Rüde über grasige Hügel und ließ sich dabei das Fell aufwärmen. Entspannt seufzte er, als ihm dann noch der kaum merkliche Wind sanft durch den Pelz strich. Für andere mochte es zu warm sein, doch auf seinen Reisen hatte er sich an alle Arten von Temperaturen gewöhnt. Zudem hatte er gelernt, dass man jeden Moment genießen musste, dem einen das Leben gab - war es doch oftmals viel zu kurz. Auch liebte er besonders die ruhigen, entspannenden Momente, die einen erwarteten, wenn man sich vor diesen nicht verschloss. Er richtete seinen Blick wieder nach vorn, um zu beobachten, wie der Wind nun die Gräser umspielte. Dabei erblickte er in nicht weiter Entfernung einen Wald, welcher still da lag. Seine Baumwipfel warfen ihre Abkühlung versprechenden Schatten auf den Boden. Im gleichen Moment hörte er auch ein krächzen über sich, welches verkündete:

"Hey, alter Flohpelz, ein Wald! Da vorn! Was hältst du von einer Rast? Diese Hitze versengt einem ja die Federn!"

Mit einem Schmunzeln auf den Lefzen blieb er stehen. Seine positive Einstellung auf das Leben bewahrte er sich nicht zuletzt, weil einer in diesem ungleichen Gespann aus einem Wolf und einem Raben ja einen kühlen Kopf bewahren musste - und um das Gemüt seines stets meckernden Reisebegleiters auszugleichen.

"Schon gut, schon gut..flieg doch schon mal vor, ja? Ich bin auch gleich da."

Rief der Rüde dann nach oben und das ließ der schwarz gefiederte sich auch nicht zweimal sagen. In beachtlicher Geschwindigkeit schoss er nach vorn, schnurstracks auf den Wald zu, und hatte diesen auch bald schon erreicht. Gerade richtig - denn so durfte er einem Schauspiel beiwohnen, welches er auf keinen Fall hätte missen wollen - wenn er gewusst hätte, dass sich so etwas hier abspielte oder gar möglich war. Vom Ast eines Baumes beobachtete er einen jungen Wolf dabei, wie dieser..ja..was machte er da eigentlich? Bekämpfte er den Bach? Hatte er eine Fehde mit dem Wasser? Dem musste er auf die Spur gehen! Elegant ließ er sich zu Boden gleiten und landete fast lautlos neben ihm. Doch lautlos sollte er sich nicht länger geben, er unterbrach die idyllische Ruhe, in welcher sich der Rüde bis gerade eben noch befunden hatte mit einem lauten krächzen. Dann legte er den Kopf schief und fragte belustigt:

"Ihr Wölfe seid ja ohnehin allesamt sehr seltsam..aber sowas? Das ist mir ja komplett neu! Bist du eine Art..Fischwolf und möchtest im Bach untertauchen? Denn dann muss ich dir wohl sagen, dass dieser wahrlich nicht tief genug ist!"

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Niyol
Und was, wenn ich fliegen kann?


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Niyol ist offline
09.07.2024 22:30

Kaum hatte er die Augen geschlossen meinte er einen leichten Luftzug zu spüren. Der Wasserlauf in welchem er sich befand war vielleicht nicht groß, doch er schaffte es dennoch Niyols Sinne zu verwirren,sodass er sich nicht sicher war, ob er nun wirklich mit einem -ja was eigentlich?- rechnen musste. Noch bevor jedoch Niyols Neugier siegte und er die Augen öffnete, um zu schauen, ob dort wirklich jemand war, hielt es der Fremde offenbar selbst nicht mehr aus. Die scheppernde Stimme ließ keinen Zweifel daran, welches Tier sich hier neben ihm niedergelassen hatte und wie so viele seiner Vertreter, sehnte er sich offenbar nach Aufmerksamkeit.
Froh, zuvor noch nicht die Augen geöffnet zu haben, ließ Niyol seine Ohren, welche bereits Vorher dem Lufthauch automatisch gefolgt waren, um zu ergründen, ob er sich neuerdings Dinge einbildete, weiter spielen, als hätte er soeben nichts spannendes vernommen. Diese Geste fiel ihm nicht sonderlich schwer. Kniffeliger war es eher, das Grinsen zu unterdrücken, welches sich ungefragt in sein Gesicht schleichen wollte. Innerlich hoch konzentriert, atmete er ruhig durch und fokussierte sich auf das Gefühl des vorbeispühlenden Wassers und der warmen Sonnenstrahlen, welche durch das lichte Blätterdach sein Fell erreichten. Außerdem horchte er tatsächlich, ob da vielleicht noch mehr von der schwarz gefiederten Sorte waren.
Mal sehen, wie viel Mut dieser Kollege hier besaß.

"Der Wind wird dein Begleiter sein;
Und du wirst ihn vermissen, wenn völlige Ruhe herrscht."

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Niyol am 09.07.2024 22:40.


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Karu
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Karu ist offline
10.07.2024 17:21

Der braune Rüde war nun mittlerweile dem Wald ein ganzes Stück näher gekommen, allerdings ließ er sich Zeit. Da er nun aber in Hörweite war - zumindest für das laute Organ seines Rabenfreundes - hörte er dessen lautes krächzen. Was war da denn los? Er war davon ausgegangen, dass ihm die Hitze sämtliche Energie genommen hatte - aber anscheinend hatte er für Schabernack noch genug davon. Doch mit wem trieb er seine Späße? Damit, jemanden zu treffen, hätte er nicht gerechnet, doch es sah so aus, als würde sich doch jemand hier herum treiben. Karu beschloss also, seine Schritte doch etwas zu beschleunigen - nur für den Fall, dass es der Rabe mal wieder etwas zu weit trieb.

Hörte er ihn nicht? Der schwarz gefiederte musterte den fremden Wolf verdutzt. Wenn man nun annahm, dass er wirklich mit den Fischen verwandt war..nun..da stellte ihm sich direkt die Frage - konnten Fische denn hören? Hatten sie überhaupt so etwas, wie Ohren?! Diese Frage brachte ihn zum grübeln und er versuchte, sich die glitschigen Genossen vor Augen zu rufen:

Hm..Schwanzflossen, welche völlig ungenießbar sind, die Schuppen, welche einem im Hals stecken bleiben, wenn man nicht aufpasst..dann diese..Augen..

In seiner Vorstellung vermischte sich das Bild eines Wolfes langsam mit dem eines Fisches, und dabei nahm der Wolf die so unliebsamen Augen des Fisches an.. Ugh..diese..Glubschaugen! Schnell schüttelte er den Kopf, um das Bild eines Glubschaugen-Wolfes, welches sich in seiner Gedankenwelt manifestiert hatte, wieder loszuwerden. Und gleichzeitig hoffte er nun für diesen Wolf, dass er nicht zur Familie der Fische gehörte - für ihn und für sich, denn die Ausgeburt seiner Fantasie musste nicht auch noch Realität werden. Doch gleichzeitig..musste er herausfinden, ob es so war. Doch warum reagierte der Wolf nicht? Moment! Fische..leben im Wasser! Genau! War das des Rätsels Lösung? Würde ein bisschen Wasser helfen? Flink hüpfte er zum Bach, schöpfte sich etwas Wasser in seinen Schnabel, transportierte dies mit äußerster Vorsicht zum regungslosen Fischwolf und blieb dann vor seinem Gesicht stehen. Danach drehte er sich seitlich, behielt den Fremden mit einem Auge im Blick - und schwenkte dann seinen Kopf zur Seite, wobei er den Schnabel öffnete sodass sich ein kleiner Schwall Wasser über das Gesicht des Fremden ergoss. Schnell hüpfte er dann noch ein paar Schritte zurück, um die Auswirkungen seines Rettungsversuches zu begutachten.

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Niyol
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Niyol ist offline
11.07.2024 08:03

Es brauchte schon etwas Durchhaltevermögen, nicht gleich aufzugeben, als er wahrnahm, dass der Rabe sich kurz zu entfernen schien. Immerhin, konnte er dabei trainieren, seine Sinne zu schärfen, damit beim nächsten mal schneller mitbekam, wenn sich jemand ungefragt an ihn heran wagte. Und immerhin: Seine Geduld lohnte sich. Nachdem der Vogel kurz im Wasser geplanscht hatte, kam er wieder zurück und diesmal, wie erhofft, näher als zuvor. Offensichtlich machte er sich keine Sorgen um sein Wohlbefinden.
Kurz bevor die Wassertropfen seine Nase erreichten, drehte Niyol bereits den Kopf und öffnete die Augen, um blitzschnell, nach dem schwarzen Federvieh zu schnappen. Raben achten hin oder her. Ja, viele nutzten diese Geschöpfe zur Erleichterung der Beutebeschaffung. Wenn man sie beobachtete, konnte man angeblich manchmal hinweise bekommen. Doch Niyol fand es lustiger, sie als Übungsobjekt selbst zu nutzen. Krachend schlugen seine Zähne aufeinander und hätten dem Frechvogel immerhin beinahe ein paar Schwanzfedern gekostet. Ohne lange nachzudenken, sprang Niyol ein weiteres mal hinter ihm her, auch wenn er sich bereits ausrechnen konnte, dass er damit nun nicht mehr vieler reichen würde. ... Schade eigentlich. Nicht, dass er sonderlich großen Appetit auf so ein Federvieh hatte. Vermutlich schmeckten die Dinger nichtmal.

"Hey Krähe, komm doch her, dann können wir zusammen baden gehen.",

rief er mit süffisantem Grinsen, bevor er sich Schüttelte. Einen Moment später jedoch, streifte ein fremder Wolfsgeruch seine Nase. Das Wasser, welches ihn zuvor mit seinen unzähligen Sinneseindrücken abgelenkt hatte, hatte er durch die kleine Verfolgungsjagt einige Meter hinter sich gelassen. Und hier bemerkte er es ganz deutlich. Neugierig spitzte er die Ohren und schaute sich suchend um.
Der Rabe war ohnehin kein erreichbares Ziel mehr und mit Artgenossen zu agieren wer definitiv spannender, als sich mit dem schwarzen Federvolk die Zeit zu vertreiben.

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Karu
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Karu ist offline
11.07.2024 13:51

Na das war doch das allerhöchste! Eine Frechheit! Die Frechheit aller Frechheiten! Dieser Fischwolf, welchem er gerade noch hatte helfen wollen, selbstlos wie er - natürlich! - war, entpuppte sich als nicht ganz so hilflos und erdreistete sich, nach ihm zu schnappen! Doch nicht mit ihm! Zwar musste er dem Fremden zugestehen, dass er ganz schön schnell war..zumindest für so einen trägen Zeitgenossen, denn er entkam ihm nur um eine Federbreite, doch das lag ganz bestimmt nur daran, dass er den Überraschungseffekt auf seiner Seite hatte! Jedenfalls schaffte er es, sich, elegant wie eh und je, - wie sollte es auch anders sein? - in die Lüfte zu erheben und sich schließlich auf dem Ast eines Baumes ganz in seiner Nähe niederzulassen. Belustigt beobachtete er den grauen Fischwolf nun aus sicherer Entfernung, denn auch, wenn er nur knapp den Beißerchen seines neu gewonnenen Freundes entkommen war, so hatte er doch seinen Spaß an der Sache. Denn er hatte sich absichtlich gehörlos gestellt, um sein Spielchen mitzuspielen. Trickreich war er! Das gefiel ihm sehr.

Gerade, als er ihn schon dafür loben wollte, dass er ihn so am Schnabel hatte herum führen können..da war es auch schon wieder vorbei mit der Freundschaft. Anscheinend genügte es ihm nicht, dass er gerade eben noch nach seinem Leben getrachtet hatte, Nein, jetzt warf er ihm zu allem Überdruss auch noch eine Beleidigung der übelsten Sorte an den Kopf!

"Krähe?!", krächzte er erbost und plusterte sich empört auf. "Na hör mal!" Der Rabe breitete seine Flügel aus und präsentierte ihm stolz in aller Pracht sein Federkleid. "Kein Wunder, dass du dich im Wasser suhlst, die Hitze muss dich wohl so weit ausgetrocknet haben, dass es selbst deine Augen getroffen hat wenn du nicht mal mehr einen feinen Raben von einer gar nicht feinen Krähe unterscheiden kannst!" Er legte die Flügel wieder an, schüttelte sich und hüpfte ganz aufgebracht auf seinem Ast hin und her, unglaublich war das! "Hast du dir diese Vögel - wenn man sie so nennen will - mal angesehen? Diese großen Köpfe, großen Schnäbel, großen Krallen, diese..seltsam unförmigen Körper..grausig! Das sind keine Vögel..das sind..Federklumpen! Und mit denen vergleichst du mich? Unerhört!"

Mittlerweile hatte er den Waldrand erreicht und hörte auch schon das Gezeter seines gefiederten Freundes. Er schien richtig eingeschätzt zu haben, dass der Rabe mal wieder etwas angestellt hatte. Nachdem er noch kurz die Luft geprüft hatte wusste er auch schon, dass der Leid tragende wohl ein Wolf sein musste. So machte er sich also auf den Weg dorthin, um den Streit zu schlichten - falls es einen seitens des Wolfes gab, denn er wusste, dass der Rabe nur zu gern über alles mögliche meckerte. Es dauerte auch nicht lange, bis er am Ort des Geschehens ankam. Bevor noch etwas passierte trat er zwischen den Bäumen hervor, setzte sich und fragte dann: "Was ist hier los?" Dem Fremden bot sich nun das Bild eines Rüden, dessen Fell eine Mischung aus braun und dunkelbraun war. Seine Schnauze war hierbei dunkelbraun und verlief als Maske bis zu seiner Stirn, seine Ohren waren ebenfalls dunkelbraun und diese Farbe setzte sich über den Rücken bis über seinen Schweif hin fort. Das Fell an seinen Wangen besaß einen normalen Braunton, dieser verlief über den Hals und den Bauch sowie der Unterseite seines Schweifes, seine Läufe hingegen trugen wieder das dunkle Braun. Auffällig war, dass sein rechtes Ohr auf der Außenseite eingerissen war und dass er auf der Oberseite seiner Schnauze eine quer darüber laufende Narbe besaß. Auch die linke Seite seines Halses zierten zwei Narben, andere waren aus diesem Blickwinkel nicht erkennbar. Sein letztes Merkmal waren seine Augen, sie trugen die Farbe hellgrün und wirkten sehr angenehm. Und mit ebendiesen Augen sah er nun Niyol an. Dabei wirkte er ruhig und legte auch eine angemessene Ruhe in seine Stimme, er wollte nicht wie eine Gefahr für den Fremden wirken. Aber allgemein hatte er eine ruhige, ja fast beruhigende Ausstrahlung, und auch seine Augen hatten bei näherer Betrachtung etwas besonderes, sie wirkten fast..Weise. Es waren Augen, die schon viel gesehen hatten. Augen, die viele Geschichten zu erzählen hatten.

Er war schon bereit, seinem nicht-mehr-Freund den nächsten Schwall aus Wörtern voller Empörung entgegen zu werfen, da unterbrach ihn eine Stimme. Normalerweise wäre er böse gewesen, so unterbrochen zu werden, wenn er jemandem, zurecht, die Meinung geigte, doch jetzt war er sogar froh, diese Stimme zu hören. Na jetzt konnte sich der Fischwolf aber auf was gefasst machen! Ein Blick nach unten bestätigte seine Annahme, Karu war zwischen den Bäumen hervor getreten, hatte sich gesetzt und blickte kurz zwischen ihm und dem Fremden hin und her. Genau, sag ihm, was hier los ist! Sag ihm, was du gerade versucht hast! Diesmal hielt er sich zurück und sagte mal nichts, denn es war viel zu spannend, zu sehen, was der Fremde nun sagen würde.

Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von Karu am 11.07.2024 17:07.


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Niyol
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Niyol ist offline
12.07.2024 22:10

Der Rabe zeterte los und bewies damit, dass Niyol es wirklich geschafft hatte, ihn zu ärgern. Der Graue war mit seiner Aufnerksamkeit allerdings ganz woanders. Neugierig beobachtete er das Grün, hinter welchem sich seiner Meinung nach der fremde Wolf näherte. Dieser machte offenbar keine Anstalten, sich zu verbergen und trat mit entspannter Körperhaltung aus dem Unterholz.
Allein schon die Haltung, aber spätestens seine seltsame Frage ließen Niyol den Kopf schief legen. Irgendwie schien der offensichtlich Ältere zu denken, er sei der verantwortliche Opi. Niyol konnte sich aber keineswegs erinnern, ihn schon einmal getroffen zu haben, geschweige denn irgendwie unter seinen Fittichen gestanden zu haben. Wieso nahm er also an, Niyol wäre ihm Rechenschaft schuldig? War er vielleicht einer dieser verrückt gewordenen Einzelgänger, die in ihrer eigenen verschobenen Parralelwelt lebten, weil sie zu wenig Kontakt zu ihren Artgenossen hatten?
Aber Niyol wollte nicht meckern. Ein verrückter Wolf war trotzdem spannender als ein Rabe. Mal schauen, was aus dem Braunpelz heraus zu holen war.

"Hallihallo, wer bist du denn?"

Einfach der Neugierhalber, hob Niyol dezent die Rute an und trat mit aufrechter Haltung einen direkten Schritt auf den Fremden zu. Endlich hatte wieder ein neues Spiel begonnen.

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Karu
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Karu ist offline
Heute, 12:28

Interessiert musterte er den grauen Rüden, dabei entwich ihm unweigerlich ein kurzes schmunzeln, gefolgt von einem amüsierten zucken seiner Ohren, denn er fühlte sich an einen anderen grauen Rüden erinnert, den er einst traf. Doch diese Gedanken würde er dem Fremden nicht mitteilen, hatte er ihn doch bereits durch sein Verhalten schon genug verwirrt - was ihm der schief gelegte Kopf des Grauen bestätigte. Es war wirklich etwas ungeschickt gewesen, hier so herein zu platzen und mit der Frage zu eröffnen, was hier los sei, das gestand er sich selbst ein. "Entschuldige bitte..ich muss wohl für einen Moment meine Manieren vergessen haben", antwortete er dann mit einem entschuldigenden Lächeln. Dabei wedelte seine Rute freundlich leicht hin und her. "Mein Name ist Karu. Und der Rabe..", damit deutete er mit der Nase kurz in die Richtung des Raben, der noch immer auf seinem Baum verweilte und richtete dann den Blick wieder auf den Fremden, "..das ist Pauro, mein treuer Freund und Reisebegleiter. Wir wollten hier eine Rast machen und in diesem schönen, schattigen Wäldchen Schutz vor der Hitze suchen." Davon, dass der Fremde mit aufrechtem Gang und erhobener Rute auf ihn zulief nahm er Notiz, doch er ließ sich nicht beirren, blieb sitzen und änderte auch sonst nichts an seinem Auftreten. "Aber wenn das hier dein Revier ist und wir nicht erwünscht sind, dann werden wir natürlich sofort wieder verschwinden." Eine besondere Taktik verfolgte er nicht, er hoffte nur, dass der Fremde seine lockere Art nicht als Provokation auffassen würde, denn nichts lag ihm ferner, als das. Es war nur so, dass der Graue nicht gerade Gefahr ausstrahlte, zwar wusste er, was seine Körpersprache aussagen sollte, doch seine Art, zu sprechen sagte etwas ganz anderes aus. So sehr konnte er sich doch nicht verschätzen, oder?

Ja was war das denn?! Der Rabe konnte gar nicht glauben, was sich hier vor seinen Augen abspielte! Erst ignorierte der Fischwolf Karus Frage, und dann tat dieser auch noch so, als wäre nichts! Aber gut, er wusste ja auch nicht, was passiert war! Zwar überkam ihn der Drang, dazwischen zu rufen bevor der Graue überhaupt die Möglichkeit bekam, etwas zu sagen, doch er hielt sich zurück. Kurz zog er sogar in Betracht, dass Karu nur gute Miene zum bösen Spiel machte, aber..da musste er wohl an irgendeinen anderen Wolf gedacht haben..ja, vielleicht an den Fischwolf! Denn das war so gar nicht die Art des Braunen. Geduld war zwar nicht seine Stärke, aber er übte sich jetzt in dieser und beschloss, die Situation weiter zu beobachten. Dabei behielt er ganz besonders den hinterlistigen Grauen im Blick, denn wie er ja nun wusste war dieser ganz besonders trickreich! Aber wenn jemand seine Tricks durchschauen konnte, dann ganz bestimmt er! Ja ja, Pauros aufmerksamen Augen entging nichts. Also..naja..nicht mehr!

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