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Ayjana
Herzenswärme


Alter
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Geschlecht
Fähe
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69cm || 55 kg

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Ayjana ist offline
22.01.2023 19:28

Wie in Watte gedämpft nahm Ayjana wahr, dass Aarinath sich in ihrer Nähe platziert hatte, um ihr den Rücken zu stärken. Dankbarkeit durchströmte die weisse Wölfin, sie war froh, nicht alleine zu sein, auch wenn es sich bei ihrem gegenüber um einen kleinen, schier unscheinbaren Rabenvogel handelte. Ihre Ohren zuckten nach hinten, als auch Aarinath einen schmeichelnden Klang anschlug und ihre Worte an den schwarzen Vogel richtete. Innerlich lächelte Ayjana, sie schätze es sehr, dass ihre Fellschwester sie tatkräftig unterstütze. Ein Gefühl der Stärke durchströmte die Wölfin und sie schien an den Worten zu wachsen.

Der schwarze Flattermann beantwortete ihre bitte mit einem neuerlichen Flugmanöver, die weisse verdrehte ihre Augen, vielleicht war es wirklich hoffnungslos. Hatte Shiro mit ihren Worten recht gehabt und es war einfach sinnlos? Die schwarze Wölfin hatte sich aber der Lage ergeben und hatte sich niedergelassen und schien abzuwarten.

Schnee stob auf, als der Rabe aus der Schneedüne hinausschoss und sich wieder in der Nähe der drei Wölfinnen niederliess. Er genoss seinen Auftritt definitiv und er machte auch keinen Hehl daraus. Beinahe schon arrogant inspizierte er ausgiebig sein Gefieder und schickte abermals sein missratenes Rufen in die endlose Eiswüste. Schliesslich aber blickte der Rabenvogel direkt Ayjana an. Die schwarzen kleinen Knopfaugen waren direkt auf sie gerichtet und man sah ihm an, dass er die Wölfin an sich betrachtete und nicht einfach desinteressiert durch sie hindurchblickte. Ayjana, die sich beinahe schon damit befasst hatte, ihrer Fellschwester zuzumurren, dass es keinen Sinn hätte und dass sie besser gehen würden, blickte einen Moment erstaunt als just diesem Moment die Stimme des Vogels erklang. Die Worte direkt an Ayjana gerichtet. Sie liess sich nicht anmerken, wie erstaunt sie darüber war, dass ihre Masche anscheinend funktionierte und führte innerlich ein Siegesgeheule auf.

Schönes Kind... Jana lachte innerlich, wer zum Teufel glaubte dieser Vogel zu sein? Die Worte des unbekannten Gesellen gingen nicht spurlos an ihr vorbei, er sprach von einem Geheimnis, einem furchtbaren Geheimnis. In dem Moment, als sich Jana zu ihren Gefährtinnen um drehte, mit einem unsicheren Blick, wandte sich der Rabe an die beiden. Jana sackte kurz das Herz in die Pfoten, es würde ihr nichts anderes übrig bleiben als näher an den unheimlichen Vogel zu treten, wenn sie wissen wollten, was er zu sagen hatte. Für Angst und Unsicherheit war hier kein Platz und so schob sie die aufkeimenden Gefühle weit weg von sich, straffte ihren Körper und machte sich gross.

”Zu gütig, der Herr. Du schmeichelst mir...” wohlüberlegt schienen ihr die Worte über die Lefzen zu kommen, ehe sie einen Schritt näher auf den Vogel zuging. Was wäre, wenn er ihr die Augen aushacken würde?! Ihr Blick fiel auf die scharfen Rabenklauen und es zauderte sie innerlich.

"Ich frage mich aber, was ist der Preis dafür, dass du mir dieses furchtbare Geheimnis verrätst?” sie hatte nach ihrer Annäherung innegehalten und den Kopf schief gelegt. ”Wir haben dir nichts zu geben, was für dich von Interesse sein könnte...” fuhr sie fort, ehe sie doch noch einen grossen Schritt auf den Raben zutrat, die scharfen Klauen in Gedanken und den langen ebenso scharfen Schnabel im Blick. Notfalls würden ihre Gefährtinnen ihr sicherlich helfen, es gab ihr Mut zu wissen, dass sie nicht alleine war.

[Shiro, Aarinaht, Reinhold Rabe | in der Polarwüste]




Lyrics © Maggie Stiefvater Buchreihe "Die Wölfe von Mercy Falls"
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IP
Roghir
Courageous Fighter


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Roghir ist offline
27.01.2023 22:41

Roghir hatte was erwartet. Eine Reaktion. Und er bekam sie. Doch nicht so wie er es sich vorgestellt hatte. Statt ihm zu antworten setzte sich die weiße Fähe in Bewegung und schritt zu dem leblosen Tier am Eisboden, wo sie ihre Zähne in das weiche Fleisch grub. Der metallische Geruch stieg ihm in die Schnauze und erinnerte ihn daran, dass die letzte Mahlzeit schon ein welchen her war. Seine bernsteinfarbenen Augen schauten zu Takata, sahen zu, wie sie sich durch das warme Fleisch fraß. Seine Ohren aufmerksam aufgestellt, wartete er jedoch ab. Er wagte es nicht, sich Takata zu nähern. Es war erst mal besser so. Sie musste allein sein. Roghir schaute zu Pan und der grauen Wölfin und sah, dass der Braune anfing sich mit ihr zu unterhalten. Kurz leckte er sich über die Lefzen. Vielleicht sollte er zurückgehen – Takata würde nicht weglaufen. Und der ihm unbekannte Rüde auch nicht.

Als er gerade den Rückzug antreten wollte, sah er, wie der sandfarbene Wolf ein längeres Stück des Darmes aus dem toten Tier herauszog. Mit dem blutigen Organ im Maul war der Sandfarbene auf ihn zugegangen und es ihm vor die Pfoten gelegt. Roghir schaute zu dem Organ; sein Blick wanderte weiter zum Gesicht des Rüden. Er machte ihm unausgesprochen ein Angebot. Roghir ging drauf ein und nickte:

„Dankeschön!“

, und wedelte kurz mit der Rute zurück. Anschließend sah er dem umkehrenden Rüden noch einigen Sekunden hinterher, eher sein Blick wieder zu dem Organ glitt,welches vor seinen Pfoten lag.

Hey! Ihr zuerst!“

, rief Roghir zu Pan und der grauen Wölfin, eher sich einige Meter entfernte. Er wollte die beiden nicht mit der unbekannten Krankheit anstecken, sollte diese an ihm haften. Da konnte er nicht gut vorsichtig sein. Daher wollte er, dass Pan und die Unbekannte zuerst ihren Hunger stillten. Der schwarze Wolf schaute sich um. Eis wohin das Auge schaute. Er leckte sich die eisigen Pfoten, um sie etwas zu wärmen. Waren schon fast taub. Roghir schaute zu der grauen Wölfin hinüber.

„Wer bist du?“

[Bei Valdis und Pan | In der Nähe von Lynx und Takata | Eisschlucht des Todes]


Lyrics by Visions of Atlantis
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Pantalaimon
Rabenfürst


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Pantalaimon ist offline
02.02.2023 11:08

Er wollte gerade etwas auf Valdis' sarkastische Bemerkung erwidern, als er ihrem Blick zu Takatas Begleiter folgte. Er trug einen Teil der frisch gerissenen Beute im Maul und legte ihn zu Roghirs Füßen ab. Ein Friedensangebot, so schien es. Unsicher huschte sein Blick zu dem cholerischen Weißpelz hinüber. Wäre sie tatsächlich damit einverstanden zu teilen? Zumindest im Moment schien sie selbst zu versunken ins Fressen zu sein, um sich darüber aufzuregen.

Pans Anspannung löste sich nun etwas und er schüttelte sich, um den Stress loszuwerden. Auf Roghirs Einladung hin trottete er zu ihm hinüber und signalisierte Valdis mit einem freundlichen Schnippen der Rute ihn zu begleiten. Nach Takatas Attacke würde ihr etwas nette Gesellschaft sicher gut tun und Pan hegte keinerlei Zweifel daran, dass der schwarze Rüde sie so offen empfangen würde, wie er es auch bei ihm getan hatte.

Der metallene Geruch des Fleisches ließ ihm das Wasser im Maul zusammen laufen. Er konnte kaum an etwas anderes denken, als daran wie warm und saftig es sich an seinen Gaumen schmiegen würde. Trotzdem senkte er prüfend die Nase herab und witterte eingehend; das ganze Gerede von Krankheit hatte ihn paranoid gemacht. Als er aber keinen Geruch von Krankheit oder Verderben feststellen konnte, warf er Roghir einen dankbaren Blick zu.

Pan hatte gerade das Maul geöffnet und wollte die Zähne in das weiche Organ schlagen, als er es auch schon wieder zu schlug. Nahezu peinlich berührt straffte er die Schultern und räusperte sich. Wo waren nur seine Manieren geblieben?

„Die Dame zuerst natürlich..“, sagte er dann und sah auffordernd zu Valdis. Auch Roghir wandte sich mit einer Frage an sie. Interessiert spitzte der Braunpelz die Ohren. Er würde wohl nie genug davon bekommen, den Geschichten anderer zu lauschen.

[bei Valdis und Roghir | in der Nähe von Lynx und Takata | Eisschlucht des Todes]

'You crave the applause, yet hate the attention, then miss it - Your act is a ruse.'

Dieser Beitrag wurde schon 3 mal editiert, zum letzten mal von Pantalaimon am 07.02.2023 16:49.


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Takata
ώintersonne .:. ħerzensgut


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Takata ist offline
02.02.2023 15:37

In der Tat öffnete Lynx den Kadaver wie ein Meister seines Faches und zog ein langes Stück Fleisch heraus, das sich als Darm zu erkennen gab. Anschließend begann er ... fortzulaufen? Verwundert sah sie ihm hinterher. Wollte er nicht in ihrer Nähe fressen? Doch wo lief er hin? Wenn er nicht Acht gab, erreichte er bald die anderen ... oder wollte er extra direkt vor ihrer Schnauze fressen, um sich ihrer ratlosen Mienen zu erfreuen? Das wäre ausgesprochen zynisch und hätte eher einem Tihar zu Angesicht gestanden als einem ... aber was tat er da? Er verschenkte es? An Roghir? Aber er kannte den Rüden doch noch weniger als sie?! Sie legte ein Ohr zurück und betrachtete die Szene voller Verwunderung, wenn nicht gar mit einer Spur Abneigung. Warum tat er das? Ohne einen Laut von sich zu geben, überließ er dem dunklen Rüden das Fleisch, eh er wieder auf sie zuhielt und damit auch zur Beute zurückkehrte. Warum hatte er das getan? War ihm nicht bewusst, dass Roghir das Fleisch vermutlich auch den anderen geben würde und damit auch der vorlauten Fremden, die bereits lange Zähne nach der Beute gemacht hatte? Natürlich tat er das. Roghir hatte noch nicht einmal daran geleckt, da verschenkte er es schon weiter und er forderte die fremde Graue auf, sich daran gütlich zu tun. Diese vergnügte sich unterweil mit dem anderen Fremden, der aber interessanterweise mit Roghir hier hergekommen war. Also kannten Roghir und sein Begleiter diese unverfrorene Jungfähe? Die Weiße legte die Ohren an und hielt den Kopf etwas tiefer, während sie leise in sich hineinknurrte. Man erkannte sofort, dass Roghir aus Skadis Rudel kam. Er handelte so, wie sie es vermutlich auch getan hätte. Hatten sie keinen Augenblick in Betracht gezogen, dass die zahlreichen Fremden, die sie so willkommen hießen, diese unbekannte Krankheit mit sich bringen konnten? Wer garantierte ihnen, dass die freche Jungfähe es nicht hatte? Wenn sie nun je an einem Ende des Darms fraßen und schlussendlich in der Mitte mit den Nasen zusammenstießen, hatte es die Krankheit vermutlich leicht. Aber das überstieg den Horizont einfach gestrickter Wölfe wie Roghir ... oder ... Skadi? Der dunkle Rüde hatte berichtet, dass ihre Alpha bei einem Jagdunfall ums Leben gekommen war? Wie konnte das sein? War sie nicht eine erfahrene Jägerin gewesen, die den Rauheiten der Wildnis stets getrotzt hatte?
Rasch vergrub Takata die weiße Schnauze in der Bauchhöhle des Beutetiers, um so viel von dem Fleisch zu fressen, wie möglich. Noch hatten sie beide das größere Stück Fleisch und sie würde es nicht hergeben, bis sie nicht vollends gesättigt war. Eine reiche Beute wie diese in einer öden Gegend zu finden, wie jener, in der sie sich hier befanden, war ein absoluter Glücksgriff. Das war nicht der richtige Ort und die richtige Zeit, um große Geschenke an Fremde zu machen. Wie wild zog und zerrte die Polarwölfin an den Gedärmen, sodass der gesamte Kadaver mitruckelte, schlang das Fleisch hastig und unzerkaut herunter, da man nie wissen konnte, wann es das nächste Mal etwas gab. Ihre weiße Schnauze und Teile ihres Gesichtes waren rot vom Blut. Es machte den Eindruck, als versuchte sie selbst Lynx möglichst viele Organe wegzunehmen. Mehr und mehr davon schaufelte sie in sich hinein, zwang sich auch dann noch zum Fressen, als sie fürs Erste gesättigt war. Sie würde doch keinen Fremden etwas abgeben ... Skadi war tot. Niemand wusste, wie es jetzt weiterging. Was wurde aus dem Rudel? Welchen Einfluss hatte die Krankheit? Was machte sie aus ihnen und hatten sie eine Zukunft? Sie hatte sich zurückgezogen, um der Gefahr der Krankheit zu entkommen. Aber nun waren sie hier versammelt, selbst schon in Rudelstärke. Jeder konnte es in sich tragen ... sogar Lynx ..., selbst sie. Was würde es für sie bedeuten, wenn sie diejenige war, die die anderen letztlich damit infizierte? Welche Symptome hatte die Krankheit oder gab es überhaupt immer welche?
Irgendwann konnte Takata nicht mehr. Sie hatte den Magen des Rehs verspeist, die Leber, die Milz und eine Niere. Sie war so satt, vom Völlegefühl geplagt, dass sie kaum mehr stehen konnte. Dennoch setzte sich an Lynx und dem Reh vorbei, um in Richtung Roghir zu gehen. Sie kam sich vor wie aufgebläht, hatte Mühe das Gleichgewicht zu behalten, trotzdem wollte sie nicht, dass man ihr ihre Selbstüberschätzung ansah. Takata hielt direkt auf Roghir zu, denn eine Sache schwebte ihr vor, die weit höhere Priorität genoss als ein totes Reh, das sie nun Lynx und den anderen überließ.

„Du ...“, hechelte sie geschafft und blinzelte ihn an. „Wer ... wer ist jetzt ...“ Sie musste sich setzen, hielt zwar Distanz, doch sollte dem Rüden klar sein, dass er gemeint war. „Wer leitet das Rudel ... jetzt ...?“

Diese Frage war nicht ohne Belang, denn würde sie schlussendlich ausschlaggebend dafür sein, ob sie je wieder zurückkehrte oder nicht. Sie hatte einen ganz bitteren Verdacht, denn wenn Roghir so handelte, wie er es tat, war nicht ausgeschlossen, dass er ... Das Gefühl von Magenkrämpfen trennte sie von ihrem akuten Gedanken. Die Vorstellung, irgendein Taugenichts hatte die Leitung der Gruppe übernommen, spielte überraschend keine Rolle mehr, als sich eine Welle von Krämpfen durch ihren Körper arbeitete. Die Magenwand rebellierte gegen die schiere Menge an Fleisch und es dauerte keinen Atemzug mehr, da trat alles wieder zum Vorschein, was sie so hastig hinuntergewürgt hatte. Takata spuckte die Wunschvorstellung von Überlegenheit unweit Roghirs Pfoten auf den Boden ... das Gefühl von Schwäche und Erleichterung zu gleich legten sich über sie und ließen sie neben dem Ergebnis ihres Affektfressens auf den Boden sinken ...

(Lynx, Valdis, Pantalaimon & Roghir | Eisschlucht des Todes)



Hintergrund: Natalia_Kollegova, pixabay | Echoes © L'Âme Immortelle

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Valdis
Die Eiskönigin


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Valdis ist offline
05.02.2023 14:49

Valdis reckte ihren Kopf nach oben und sog die frische, eisige Luft ein. Noch immer rumorte es in ihr und der Hunger war stark. Sie senkte ihren Kopf daraufhin wieder und blickte über die Ansammlung von Wölfen, die sich in der Eisschlucht versammelt hatten.
Da waren sie, mitten im Eis: die weiße Wölfin, Takata, und ihr Begleiter, der sich aus dem Geschehen heraus hielt. Und die beiden Rüden, die im Gegensatz zu Takata nicht darauf aus waren, ihr den Kopf abzureißen.
Verwundert betrachtete Valdis, dass sich Takatas Begleiter mit einem Stück des Rehs näherte. Ihre Ohren schnippten nach vorn und sie konnte nicht verhindern, dass Speichel ihre Lefzen benetzte. Sie schleckte mit er Zunge über ihren Fang und ihre Augen schienen größer und größer zu werden.

Der Rüde neben ihr bedankte sich für die Gedärme des Rehs. Freundlich war er ja. Aber sie konnte ihn und den anderen Rüden nicht einschätzen.
Ohnehin fiel es der Fähe schwer, andere Wölfe zu begutachten. Es war nicht ihre Stärke, sich ein Bild zu machen, gerade wenn die Situation so angespannt war.

Doch, was passierte da?
Der Rüde bot ihr doch tatsächlich den ersten Bissen an!
Valdis Augen wurden größer und größer und der Speichel floss nur so aus ihrem Maul. Sie blinzelte den Rüden zu und vergrub die scharfen Zähne im Fleisch.
Was für ein Genuss! Sie überkam förmlich ein Rausch, doch hob sie den Kopf, als die Rüden mit ihr sprachen.

Sie antwortete mit vollem Maul. "Mein Name?", ihre Stimme kippte leicht. "Valdis heiß ich. Und ihr?"

Dankbar blinzelte sie den beiden Dunklen zu. Dann schleckte sie sich über das Maul und nickte den Beiden zu.

Nach ein paar weiteren Bissen war ihr Hunger fürs erste gestillt.
"Ganz nach euch", und grinste leicht, "ich will ja nicht das ihr verhungert."

Fast hätte Valdis Takata vergessen - fast. Diese war mittlerweile blutrot verschmiert, und ihre Augen sprühten immer noch von Wahnsinn.
Sie näherte sich, nachdem sie fast im Alleingang das Reh zerrissen hatte.

Ihre Stimme klang brüchig und geschwängert von Unsicherheit. Ihre Fragen keuchte sie beinahe und Valdis Ohren schnippten. Das war tatsächlich interessant - diese ganze Konstellation war für Valdis nicht einschätzbar.

Was war denn mit dem Rudel?
Wie viele andere Wölfe gab es in dieser Gegend noch?
Und wie würde sich die Situation noch entwickeln?

Valdis wusste es nicht - aber sie war gespannt darauf zu erfahren, was hinter alledem steckte. Und immer noch fragte sie sich, was es mit der mysteriösen Krankheit auf sich hatte.

(Takata, Pantalaimon & Roghir | Eisschlucht des Todes)

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Aarinath
it's still snowing in my heart


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Aarinath ist offline
05.02.2023 14:57

Shiro war die einzige Wölfin im Bunde, die direkt zum Aufbruch bereit war und den skurrilen Fremden einfach hier stehen lassen wollte. Aarinath hingegen beschlich irgendein Gefühl, als würde er ihnen doch noch irgendetwas Brauchbares an Informationen zukommen lassen. Oder er spielte nur mit ihrer Gutgläubigkeit und stahl ihnen wertvolle Zeit bei der Beschaffung von Nahrung. Ein Mittelweg musste her! Das Rotauge würde dem Raben noch eine Chance geben, sich endlich klar auszudrücken und dann sollten sie wirklich den Rückzug antreten bevor sie noch festfroren oder vor Hunger umfielen. War das etwa die Intention des Gefiederten? Grausam clever.

Aarinath nickte ihrer Wegbegleiterin mit dem dunklen Fell zu, sie hatte schließlich Recht. „Gib uns bloß noch einen Moment“, sprach sie ruhig zu ihr und wandte sich dann wieder dem verrückten Vogel zu.

Eigentlich hätte es ihr selbst schon klar sein müssen, dass sie diese wirklich ekelhaften Schmeicheleien nicht glaubhaft rüberbringen konnte. Nachdem er abermals eines seiner wahnsinnigen Flugmanöver gestartet hatte und schließlich einen Moment mit sich selbst beschäftigt war, schenkte er ausschließlich Ayjana seine Aufmerksamkeit. Was für ein äußerst berechnender und heimtückischer Selbstdarsteller! Allmählich mangelte es auch Aarinath an Geduld und Willen, ihm noch mehr Zeit zu schenken. Er lullte Ayjana mit seinen Worten förmlich ein, wollte sie zu sich locken um was auch immer für einen Irrsinn zu treiben.

„Na gut, wir haben glaube ich genug gehört“, meldete sich Aarinath leise an ihre Fellschwester gewandt. Eigentlich ging es hier bloß um einen mickrigen Vogel, der herumflog und stolzierte als sei er auf den Kopf gefallen, doch irgendwie hatte er auch etwas Bedrohliches an sich. Die Wölfin konnte es sich nicht erklären, was es mit diesem Gefühl auf sich hatte.
Die nächsten Worte des durchgeknallten Gefiederten musste sich das Rotauge nochmal durch den Kopf gehen lassen. Einen Moment, drohte er ihnen etwa? Und am Liebsten wollte er ihnen auch noch die Augen aushacken? Wie hätte der feine Herr sie denn am liebsten? Tot oder lebendig?
Einen Moment der Gedanken später konnte es die Wölfin kaum glauben, dass ihre Fellschwester Schritte auf den Vogel in Schwarz zumachte. Das war viel zu gefährlich und Aarinath würde das nicht zulassen können!

„Genug!“, ertönte die Stimme des Rotauges plötzlich laut und durchdringend. Um ihren Ärger zu untermalen, donnerte sie mit diesem Wort ihre linke Vorderpfote in den Schnee und wirbelte dabei einige der Schneeflocken auf. Sie machte einige selbstbewusste Schritte auf den dreisten Sturzpiloten zu und baute sich vor ihm auf. Ihren Zorn konnte sie mit Mühe zurückhalten, doch zuckte ab und an ihr Nasenrücken als ihr beinahe ein Grollen entwich. Ihre Augen verengten sich zu Schlitzen und ihre zischende Stimme brachte ein drohendes „Verschwinde, Vogel!“ hervor.

Sie sollten abhauen. Gleich – jetzt! Am besten noch bevor das Ganze eskalierte.

[Ayjana, Shiro, Rabe Rheinhold | in der Polarwüste]


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Kachnik
Doppel-As


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Rüde
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79cm & 46kg
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Dabei seit: 21.05.2016
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Kachnik ist offline
08.02.2023 22:15

Es kam eine ... ehrfurchtsvolle Stille von seinem Gegenüber her, und er fühlte, wie seine Brust vor Stolz jeden Augenblick, die sie andauert weiter anschwoll. Bevor seine Brust noch zerplatzen würde legten sich ein paar Zweifel in Kachniks Blick. Welch komische Reaktion! Während sein neu erkorener Untertan scheinbar schon so berührt war, dass er den Blick von Kachniks imposantem geistreichen Antlitz aus Scham abwenden musste ... warum starrte er den stummen Yarok so an? Kommunizierten sie so ohne Worte ihren Putsch gegen ihn selbst? Er wollte gerade etwas total Imponierendes einwerfen, um die verwirrende Situation aufzulösen und seine Position deutlich zu machen, und das ihre beiden Herzen vor Angst zum Schlottern bringen würde ... aber ja ... Avon unterbrach diesen formidablen Moment mit einem unappetitlichen Geräusch aus seinem Rachen. Wenn du schon einen Frosch verschluckt hast, kannst du ihn ruhig in deinem Bäuchlein lassen, dachte er zu sich.

Mehr und mehr unbeeindruckt sah er den Rüden an. Er wurde nicht schlau, was der andere nun von seinem Plan hielt, aber dass er, Avon, der das Niveau der letzten Jagd so tief auf den Grund des Sees gezogen hatte, so kriecherisch ... Kachnik runzelte Stirn ... der Tollpatschwolf war nicht in der Position ihn wieder an die Situation um die anderen zu erinnern! Der Graue fühlte sich als hätte er aus Versehen in einen verrottenden Kadaver gebissen, als er sich an seine eigenen Worte entsinnte. Er wollte dem anderen ein "Aber das ist doch alles sowieso deine Schuld!" an den Kopf werfen, aber er hatte auch nicht wirklich Lust ausgerechnet mit dem Hohlkopf dort zu diskutieren. Als er fertig war seine hohlen Gedanken auszuspucken, starrte Kachnik ihn mit verengten Augen an. Er wusste nicht, was sein Plan war hinter diesem Unsinn. Was war mit Kachniks Augen? Irgendwie kaufte er ihm diese besorgt erscheinenden Worte nicht vollkommen ab.

"Sch ... scherzt du etwa in Anbetracht der Ernstha ...?", fing er an mit gerunzelter Nase den anderen anzuzischen, als in seinem anderen Ohr Yarok mit seiner zugegebenermaßen klaren Stimme seinerseits Einwürfe hatte. Er fühlte seltsame Genugtuung, dass der Rüde wenigstens Avon ebenfalls anzweifelte. Ihr zwietrachtiges Bündnis war wohl doch nicht so stark! Doch Kachniks Ohren fühlten sich seltsam warm, als Yarok mit seinem Vorschlag endete ... na ... na ja, für einen ordinären Wolf gar nicht mal so schlecht ... aus dem Plan konnte ja noch was werden. " ... Genau das meinte ich doch von Anfang an!", murrte er in die Runde und warf seine Schnauze leicht beleidigt wieder Richtung Reh, welches seine Nase förmlich anschrie.

[Yarok und Avon | Mondscheinsee]

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Roghir
Courageous Fighter


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3 Jahre alt
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Rüde
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Roghir ist offline
09.02.2023 21:24

Aufmerksam und mit einem kurzen Lächeln beobachtete der schwarze Wolf wie Pan sich dem blutigen Gedärm näherte. Beobachtend hatte er die Ohren gespitzt und wartete darauf, dass sich Pan und die graue Wölfin ihren Teil der Beute nahmen. Er würde als letzteres Fressen. Etwas irritiert drehte er ein Ohr zur Seite als der braune Wolf mit seiner Schnauze versuchte eine Witterung aufzunehmen; Roghir ahnte nach wenigen Sekunden, warum. Schließlich hatte Pan und auch die graue Wölfin die Unterhaltung mitbekommen. Aber noch hielt er es nicht für nötig bzw. sinnvoll den beiden Wölfen etwas davon zu erzählen. Die Zeit erschien ihm noch nicht passend. Roghir schob fragend den Kopf ein wenig vor als Pan das Organ nicht anrührte stattdessen die Unbekannte aufforderte, den ersten Bissen zu nehmen. Was diese mit großen Augen und erstauntem Gesichtsausdruck dann auch tat. Der schwarze Rüde lächelte erneut; sehr zuvorkommend von Pan. Und er bekam eine Antwort auf seine Frage wie die ihm unbekannte Wölfin hieß: Valdis.

Roghir nickte. Da Valdis nun ihren Teil bereits fertig gefressen hatte, wartete er darauf, dass sich Pan seinen Teil nahm. Unerwartet hörte er ein Keuchen zu seiner linken Seite und als er seinen Kopf drehte stand dort Takata, ihr Maul blutig verschmiert vom toten Reh und fragte ihn abgehakt, wer nun die Leitung im Rudel innehatte. Roghir fragte sich, weshalb ihr das wichtig zu sein schien. Sie hatte das Rudel verlassen, um der Krankheit aus dem Weg zu gehen bzw. ihr zu entkommen. Und hatte es etwas genützt? Der schwarze Rüde wollte gerade eine Antwort geben, da verzog die weiße Fähe ihr Gesicht und ein Schwall von Blut, Magensäure und noch unverdauter Fleischbröckchen kam aus ihrem Maul und landete wenige Meter vor seinen Pfoten.
Roghir kräuselte im leichten Ärger seinen Nasenrücken und wich einige Schritte zurück; sie erbrach sich wortwörtlich vor seinen Pfoten! Knurrend besah er sich die erschöpfte Takata, welche nun auf dem Eis zusammensackte. Der schwarze Rüde tat einige Schritte in die eine und dann in die gegenteilige Richtung; sein Schweif war leicht aufgerichtet vor Aufregung. Ob absichtlich oder unabsichtlich, dass ein Artgenosse sich vor seinen Pfoten entleerte, war ihm noch nicht oft untergekommen. Außer bei seiner Mutter. Aber damals waren er und seine Geschwister noch Welpen und hungrig gewesen.

„Vielen Dank, Takata!“

, knurrte er ironisch und antwortete erstmal nicht auf ihre Frage, wer nun die Leitung im Rudel hatte. Stattdessen wandte er sich an Pan; sollte sie ein wenig auf ihre Antwort warten. Er hatte jegliches Recht dazu.

„Pan, iss bitte. Wir sollten uns auch bald auf dem Weg machen und die anderen suchen.“

, bat er den braunen Rüden und seine Stimme verriet, dass es ihm auch darum ging aus dieser Eiswüste zu kommen. Seine Pfoten waren taub vor Kälte und selbst sein Fell würde die Kälte nicht lange aufhalten. Dann wandte er sich wieder der am Boden liegenden Takata zu:

“Keiner hat die Führung. Als bald nach dem tödlichen Angriff auf Skadi, hatten wir uns aufgeteilt. Niyol und ich waren auf der Suche nach dir; der Rest brach auf um neue Beute zu finden.“

[bei Takata, Valdis, Pan & Lynx | In der Nähe des toten Rehs | Eisschlucht des Todes]


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KuroShiro
Kämpferherz


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KuroShiro ist offline
16.02.2023 21:24

Unwillig betrachtete sie die Szenerie. Den Raben ließ sie dabei keine Sekunde aus den Augen. Er mochte verrückt sein, doch verrückt hieß bei weitem nicht harmlos. Vor allem der scharfe Schnabel konnte einem Wolf durchaus gefährlich werden, ein unerwarteter Angriff konnte - wortwörtlich - ins Auge gehen.
Als Aarinath um ein wenig Geduld bat, zuckte Shiro unwillig mit den Schultern.
"Wenn ihr meint...." brummte sie missmutig und verfolgte das, wenn man es denn so nennen konnte, Gespräch zwischen den beiden weiße Wölfinnen und dem schwarzen Raben. Doch der Vogel brachte weiterhin keine sinnvollen Sätze zustande. Schon fast erleichtert nickte die Schwarze daher Aarinath zu, als auch die endlich erkannt hatte, dass diese Unterhaltung zu nichts führen würde.

Doch gerade, als sie gehofft hatte, den Pechvogel endlich hinter sich zu lassen und sich der wichtigeren Frage, wo sie etwas fressbares finden konnten, zuwenden zu können, da auch Ayjana wohl endlich einsah, dass sie hier nur ihre Zeit und Worte verschwendeten, öffnete der Bruchpilot wieder den Schnabel, um weitere, unzusammenhängende und wenig freundliche Worte herauspurzeln zu lassen.
"Mach so weiter und ich beiße dir gleich ein Auge aus... oder den ganzen Kopf ab. Und darauf kannst du vertrauen.", grollte Shiro leise, nur für Aarinath hörbar, während sich ihre Nackenhaare aufrichteten. Ihre Geduld nahm zusehends ab.

Und was tat Ayjana?
"Wirst du wohl hierbleiben!", zischte sie der Weißen zu, die doch wirklich wie ein unartiger Welpe ein paar Schritte auf den Raben zuging.

Und Aarinath, mit laut donnernder Stimme, gleich hinterher.
"Das darf doch alles nicht wahr sein...", murrte Shiro in sich hinein. Diese Chose hatte schon lang jegliche Komik eingebüßt.
"Färbt der Wahnsinn etwa ab? Wir gehen jetzt! Sofort!", erhob nun auch sie die Stimme, wandte sich brüsk um und machte zwei Schritte zurück in Richtung Wald. Einen Moment zögerte sie, um zu hören, ob die anderen ihr folgen.
"Fehlt nur noch, dass ich sie gleich anzähle...", dachte Shiro. "Wenn ihr jetzt nicht mitkommt, geht Mama ohne euch jagen. Ich zähle bis Drei. Eins..."
Ein merkwürdiger Laut aus Lachen und verärgertem Schnauben verließ ihr Maul, während sie da so stand.

[Ayjana, Aarinath, Rabe Rheinhold, allen abgewandt| in der Polarwüste]




Still the seeing eye is useless, if you haven't a feeling heart.


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Pantalaimon
Rabenfürst


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Pantalaimon ist offline
17.02.2023 20:15

Noch immer ruhte Pans goldener Blick auf der graubraunen Wölfin, die sich hungrig an dem ihr gebotenen Fleisch gütlich tat. Für einen Augenblick schien sie sich darin zu verlieren und er verstand es nur zu gut. Schließlich war der Hunger in früheren Zeiten sein treuer Begleiter gewesen. Bis er sich mit den Rabenvögeln eingelassen hatte jedenfalls. Apropos.. Wo steckten die Schwarz-gefiederten überhaupt? Vorhin noch, zu Beginn dieser hitzigen Unterhaltung hatte er einen von ihnen erspähen können. Doch nun? Weit und breit konnte er keinen der Vögel ausmachen und das, obwohl hier momentan vielversprechende Beute auf sie wartete. Vermutlich hatte Takatas Tobsuchtsanfall sogar sie in die Flucht geschlagen.

Die Vorstellung der Unbekannten zog schließlich wieder seine Aufmerksamkeit auf seine beiden Gegenüber. Höflich neigte er den Kopf vor ihr.
„Freut mich, Valdis. Mein Name ist Pan.“, sagte er und zog die Mundwinkel wohlwollend nach oben. Mit einem Seitenblick auf Roghir fuhr er fort: „Und dieser Schwarzpelz hier ist Roghir.“

Gerade als er Valdis Aufforderung zu fressen nachkommen wollte, hörte er Schritte aus der Richtung des restlichen Kadavers und fürchtete kurz um eine weitere Attacke der leicht zu reizenden Takata. Als sich jedoch zuerst Pans Ohren in ihre Richtung drehten und sein Blick einen Moment später folgte, war deutlich zu erkennen, dass sie nichts dergleichen vorhatte; geschweige denn hätte bewerkstelligen können. Schwankend und mit prall gefülltem Bauch kam sie auf ihre Dreierkonstellation zu. Ein Wunder, dass sie nicht augenblicklich dem Fresskoma verfallen war.

Unter angestrengtem Hecheln brachte sie schließlich eine Frage nach der jetzigen Führung des Rudels heraus, welche nur an Roghir gerichtet sein konnte.
Doch noch bevor dieser zu seiner Antwort ansetzen konnte, ergoss sich Takatas Teil der Beute schwallförmig in ihrer Mitte. Verdutzt wechselte Pans Blick von einem Wolf zum anderen und war froh, als sein Begleiter ihm mit seiner Bitte einen Grund gab, nicht auf dieses Ereignis eingehen zu müssen. Eingehend widmete er sich somit dem Fleisch zu seinen Füßen. Je schneller sie hier wieder weg konnten, desto besser, dachte er.

[bei Roghir, Valdis, Takata und Lynx | Eisschlucht des Todes]

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Avon
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Avon ist offline
19.02.2023 18:45

„Her-vor-ragende Idee“,
stimmte Avon dem Neuling zu und wedelte. Eigentlich war seine plötzliche Motivation viel mehr durch den Hunger angefeuert, der seinen Magen belastete. Yarok hätte auch den Vorschlag unterbreiten können „Avon, du wirfst dich von hier auf das Reh und hältst es fest, während ich die Raben abwehre und Kachnik über dem Geschehen kreist“ - es wäre ihm einerlei gewesen ... so lange sie nur endlich an-fing-en! Ungeduldig tippelte er auf seiner Stelle und leckte sich die Nase, sah immer wieder auf das fragile Rehlein am anderen Ufer. Wie lange würde es dort noch bleiben? Wie lange wollten sie ihr weiteres Vorgehen noch diskutieren? Wollten sie warten, bis das Reh jeden Grashalm einzeln zermahlen hatte?

„Du hast - wie immer - Recht. Du mit Kachnik, als ... Verstärkung. Und jetzt los!“

Damit drehte er um und lief in seine Richtung los ... wobei, was bedeutete in seine Richtung? Und welche war die andere? Ganz klar, wenn sie das Beutetier wie im Zangengriff von zwei Seiten packen wollten, musste eine Richtung die seine sein, während die anderen beiden Rüden von der anderen Seite herkamen. Irgendwer sollte dann noch aus dem Wald kommen, aber das würden die Zwei unter sich ausmachen. Avon beneidete Yarok nicht, der nicht nur jagen, sondern auch noch Kindermädchen für einen milchäugigen Riesenwelpen spielen musste. Wären Rehe Fleischfresser gewesen, hätte man den Müffelpelz als Köder anbieten können, doch stand zu befürchten, dass das in diesem Fall eher den gegenteiligen Effekt ausgelöst hätte. Ob man Lerio als abschreckendes Beispiel verwenden konnte? Es bestand Hoffnung, dass sich das Reh freiwillig in Avons und Yaroks Mäuler „rettete“, wenn es ihn erblickte. Hach, welch köstlicher Gedanke! Apropos köstlich. Jetzt aber los, ihm hing die Sabber schon bis zu den Pfoten. Also beschleunigte Avonasac immer mehr, umrundete den See, setzte dabei über Stock und Stein. Der See war größer, als erwartet, zumal es keinen wirklich direkten Weg gab. Er beschleunigte, stolperte dabei, hielt sich aber noch auf den Pfoten. Der Hunger trieb ihn zu Höchstleistungen an. Wenn Yarok und Kachelnik einmal was richtig taten, kamen sie jetzt von der anderen Seite. Er würde verhindern, dass das Rehlein irgendwelche Dummheiten tat ... zum Beispiel ... überleben. Mit wässrigem Maul und schlagender Rute näherte er sich der Stelle, wo das Reh stehen musste. Er konnte es jedoch durch die Sträucher nicht sehen, aber seine Nase verriet ihm, dass es dort drüben sein musste. Rasch ging er in Deckung und wartete ab, dass auch die anderen Zwei ihre Positionen bezogen, eh die eigentliche Jagd begann ...

[Yarok und Kachnik (etwas entfernter) | am anderen Ufer des Mondscheinsees]



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NPC ist offline
19.02.2023 19:04





Die Ankunft der fremden Wölfe - obgleich er sie noch nicht kannte - tat seinem Geist gut. Zwar hatte er selbst die Einsamkeit gesucht, ihm war aber auch bewusst geworden, dass er so auf Dauer nicht leben konnte. Der Selbstzweifel hatte an ihm genagt, hatte ihm die Schuld für so vieles gegeben und in ein vermeintliches inneres Zwiegespräch mit seinen Meister treten lassen. Nun aber wurde ihm bewusst, dass dieser Austausch nichts als ein Rauf- und Runterexerzieren alter Erinnerungen war, die nicht mehr in diese Zeit passten. Hier waren - teils sehr junge - Wölfe, die unvoreingenommen schienen und nicht mit den alten Wunden zu kämpfen hatten, die ihn oder Takata plagten. Sie kannten Teyjen nicht, während Takata und er einen Schmerz teilten. Ihm war aber auch klar, dass die Weiße das ganz offensichtlich anders sah. Sie war nicht gerade begeistert von der "Störung" durch die anderen, besonders schien sie etwas gegen die junge Fähe zu haben, die sich als Valdis vorgestellt hatte. Lynx war unsicher, wie begeistert er von der Ankunft der anderen Wölfe sein durfte, wenn er Takata nicht das Gefühl geben wollte, sie im Stich zu lassen. Das war absurd, denn er würde an ihrer Seite bleiben und ihr Kraft geben, aber das wusste sie nicht. Lynx verzehrte einen kleinen Teil der Beute, bis ihn erneut ein schrecklicher Hustenreiz überkam. Er hustete etwas ab, das in ihm zu stecken schien, dabei hatte er sich nicht verschluckt. Das fühlte sich schmerzhaft an und er wusste nicht, was er sich zu Schulden kommen lassen hatte. Doch es verschwand wieder so schnell, wie es gekommen war und Lynx sah auf das, was sich vor ihm abspielte. Seine Begleiterin schlang die Beute in sich hinein, als gäbe es kein Morgen. Gewiss, sie waren Schlinger und gerade in dieser Eiswüste wusste man nie, wann es die nächste Mahlzeit gab. Aber was sie tat, war ein Fress-Exzess. Trotzdem hielt er sich zurück und versuchte stattdessen, selbst noch etwas zu fressen. Nun, nachdem Takata gesättigt war, kamen auch die anderen und nahmen davon, denn sie hatte glücklicherweise nicht alles geschafft. Er wollte sich um seine eigene Sättigung kümmern, als er aus den Augenwinkeln sah, wie seine Freundin über den Platz wankte. Was hatte sie? War ihr nicht gut? Fast entfloh ihm ein kleines Grinsen, das nahe der Schadenfreude war, hoffend, dass sie es nicht sah. Doch schon wenige Augenblicke später wurde ihm der Ernst der Lage bewusst. Takata übergab sich und spuckte alles oder einen Großteil der Beute wieder aus und eine Mischung aus Verärgerung und Mitleid keimten in ihm auf. Es war wohl nur Glück, dass der fremde Dunkle, der sich als Roghir vorgestellt hatte, nichts abbekommen hatte. Die Weiße dagegen fiel schlapp auf den Boden, was nach dem Ausbruch kein Wunder war. Roghir war - das überraschte nicht - wenig amüsiert und auch sonst waren die Blicke eher betreten. Takata hatte sich heillos übernommen - ob ihr das auch bewusst war? Andererseits tat sie ihm Leid, denn sie war gerade nicht mehr als ein Häufchen Elend. Lynx entschied daher, von der Beute abzulassen und zu ihr zu traben. Entschuldigend sah er dabei zu dem Dunklen auf. Ob er ihm eine Mitschuld geben würde? Aber er hielt seinen Ärger in Grenzen, was eher für ihn sprach. Lynx sah ein bisschen angeekelt auf das Ergebnis, dann aber auf die Polarwölfin, die schlaff und matt zu seinen Pfoten lag. Lynx näherte sich ihr und leckte ihr zwei, drei Mal das rechte Ohr, eh er leise meinte.

„Du solltest dich entschuldigen ... bei ihm.“

Dann sah er mit einem beschwichtigenden Grinsen, wie nur er es beherrschte, auf zu dem Dunklen, den er selbst noch fast gar nicht kannte. Takata schien ihn zu kennen und es wirkte, als war sie wenig erfreut darüber, dass ausgerechnet er hier aufgekreuzt war. Aber war das ein Grund, sich und ihn mit so etwas zu demütigen? Der Weiße holte tief Luft, er er die Weiße nochmals ermutigend anstupste und ermunterte, aufzustehen und wieder ein Stück Würde anzunehmen.

(Takata, Valdis, Pantalaimon & Roghir | Eisschlucht des Todes)

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Takata
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Takata ist offline
19.02.2023 19:23

Diese Schwäche ... diese allumfassende Schwäche, die sie zu Boden drückte und ihr kaum die Kraft zum Atmen ließ. Es war nicht so, dass sie eine gute Freundin der Sandfarbenen gewesen war, doch hatte sie beide etwas verbunden, dass es so zwischen keinen anderen Wölfen im Rudel gegeben hatte ... sie hatten damals als erste kennen gelernt, Skadi hatte seinerzeit sie zum Sterben zurücklassen sollen. Sie lebte noch, doch Skadi war tot. Das war ungerecht, denn im Gegensatz zu ihr hatte die selbstbewusste Fähe das Rudel zu führen gewusst. Auch wenn sie ihre Entscheidungen angezweifelt hatte, zum Schluss immer öfter, sie hatte ihr Bestes getan, hatte sich selbst zurückgestellt und stets an andere gedacht. Es tat ihr weh, ausgerechnet im Streit mit ihr auseinander gegangen zu sein. Was man besaß, wurde einem immer erst bewusst, wenn es nicht mehr war.
Takatas Ohren spielten etwas, als sie das Husten hörte. Es drang nur langsam zu ihrem Bewusstsein vor. Das kam von Lynx, vermutlich hatte er sich an der Beute verschluckt. Verfluchtes Reh ...
Die kleine Maßregelung des dunklen Rüden über ihr bekam sie kaum mehr mit. Die Fähe trieb in ihrem Selbstmitleid und wusste nicht, wie sie sich befreien sollte. Es war gerade das Einzige, was sie noch in Bewegung hielt, denn an Laufen war nicht zu denken. Erst, als der Wolf auf ihre zuvor gestellte Frage einging, die sie für den Moment ganz vergessen hatte, nahm sie die Anwesenden wieder richtig wahr. Keiner ... hat die Führung. Ein Rudel im Chaos, pure Anarchie. Das war nicht das, was ihre Gruppe verdient hatte, nicht das, was Skadi gewollt hätte. Doch wer sollte ein geeigneter Führer sein? Wer sollte in die großen Pfotenstapfen einer Skadi treten können? Plötzlich spürte sie etwas Feuchtes an ihrem rechten Ohr und zuckte unwillkürlich. Erst, als ihr bewusst wurde, dass es sich um Lynx handelte, der zu ihr gekommen war, um ihr beizustehen, breitete sich wieder so etwas wie Lebensgeist aus. Natürlich ... Lynx ... wäre weise genug, diese Rolle zu übernehmen. Trotzdem bezweifelte sie, dass er diese Aufgabe übernehmen wollte, denn sie kannte ihn als bescheidenen Wolf, der keinem Befehle erteilte, sondern sich selbst untergeben fühlte. Er hatte sie als seine Leitwölfin betrachtet ... und da lag sie nun. Umso überraschender kam es, als Lynx sie zum ersten Mal zu etwas aufforderte. Sie horchte auf und rollte mit den Augen zu ihm. Entschuldigen ... ? Ach ja. Erst durch sein Einwirken wurde ihr überhaupt klar, wie unwürdig ihr Verhalten war, ganz besonders auch für den Rüden, der ihr die Nachricht überbracht und ihre Frage beantwortet hatte,. Nicht, dass ihr an diesem Semi-Fremden viel lag, aber sie verstand schon, dass auch er sich nicht wie einen Deppen behandeln lassen wollte. Er kannte sie ja nicht einmal, er wusste nicht, was sie bereits durchgemacht hatte, wofür sie ... verantwortlich war. Das stellte diesen Wolf auf eine ganz andere Ebene als eine Skadi oder eine ... Shiro. Pflichtbewusst und unter größtem Gehorsam ihrem einzigen Freund gegenüber, setzte sie über das Erbrochene hinweg und begann, sich zaghaft den Pfoten des Dunklen zu nähern. Sie streckte die lange Zunge hinaus und tat alles, um seine starken Pfoten lecken zu können. Das versuchte sie mit beiden Pfoten, obgleich sie keine Beschmutzung erkennen konnte, die sie verursacht hatte. Es hatte mehr einen symbolischen Wert, während sie zaghaft winselte.

„Entschuldige ...“, ihr entferntes Gedächtnis rief ihr seinen Namen in Erinnerung, „... Roghir“ und erstmals nannte sie ihn bei seinem Namen.

Takata nahm Abstand und sah noch einmal ehrfürchtig auf. Ob er ihr vergeben würde ... war im Grunde nicht wichtig. Es machte das Geschehene nicht rückgängig, es würde eine Skadi nicht wieder lebendig machen und ihre Schmach nicht hinfortfegen. Doch sie hatte Lynx' Bitte oder Order ausgeführt und sah kurz zu ihm, während sie sich aufrichtete und schüttelte. Als nächstes begann sie damit, Schnee auf das unschöne Bild unverdauter Nahrung zu scharren, begleitet von einem geradezu apathischen Blick ins Nichts.

(Lynx, Valdis, Pantalaimon & Roghir | Eisschlucht des Todes)



Hintergrund: Natalia_Kollegova, pixabay | Echoes © L'Âme Immortelle

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NPC ist offline
19.02.2023 19:53

Reinhold Rabe



OhohOoohoOhh ... turtelte er hier etwas gerade mit einem ...... WOLF? Das gab es nicht! Die Rabenahnen wären mächtig beschämt bei diesem Frevel. Aber ihre Augen ... ihre wunderschönen Augen. Ob sie so weich waren, wie sie aussahen? Er hielt sich stark zurück, etwas zu tun, das ihn den ein oder anderen Flügel kosten konnte. Außerdem hatte er den Vierfüßigen doch etwas versprochen ....... was noch gleich? Hatte es mit dem Wetter zu tun? Oh, die Winde wehten furchtbar und immer aus der falschen Richtung. Es empfahl sich, den Flug stets mit dem Wind ... Moment. Das war unwichtig - sie waren ja an den Boden gefesselt! Die Armen! Die armen Schweine ... Wölfe ... Schwölfe?! Er hüpfe ungeduldig auf und ab. Nun lag es an ihm, dem armen, unschuldig weißen Geschöpf ein furchtbares Geheim- Moment mal. Konnte das Publikum auf den billigen Plätzen mal den Schnabel halten? Und was hieß hier „verschwinde, Vogel?“ Kurz bevor er seinem Lieblingswolf die bittere Wahrheit hinter dem ganzen Geschehen offenbaren konnte, packte ihn die durchgreifende Erregung und er flatterte ein Stück auf das Rotauge zu.

„Pah! Selber Vogel! Verschwinde selber! Pah!“

Damit sprang er eifrig wieder zu seiner Angeherzten zurück, eh sie ihm noch entflüchtete und kehrte zu einer ruhigen Pose zurück. Er wollte das zarte Ding ja nicht unnötig verängstigen. Ohhh, diese Augen! Kristallklare Augen. Aber ausgeglubschte Augen blieben eh nicht lange schön ... wurden stumpf und madig, sahen nur im Kopf so hübsch aus. Also gut, für heute durfte sie ihre Steinchen behalten. Aber ... wenn sie ihn fragte, welchen Preis er dafür wollte ... da fiel ihm durchaus etwas ein. Er fuhr mit dem Schnabel ganz dicht an ihr Halsfell und ... schnappte sich zwei, drei dünne weiße Härchen und rupfte sie aus.

Das da! Nicht mehr!“

Freudig über seinen kleinen Preis sprang er im Kreis und legte sie sorgfältig ab. Als nächstes versuchte er so leise zu gurren, wie es nur ging, damit es nicht die falschen Ohren, die missgünstigen Hirne erreichte, die in ihm nur schmackhaftes Geflügel sahen.

„Nicht weit von hier ... in der Eisschlucht des Todes ... ja, so nennt man sie. Da wohnen welche, die den Wahnsinn für sich gepachtet haben. Die wirklich Irren, die wirren Irren ... sie sind so toll, das selbst die Raben nicht über ihren Köpfen zu fliegen wagen." Er sah kurz prüfend zurück auf ihre beiden Gefährten. Der Dunkelpelz schien mehr sagen zu haben als der Rest - oder vielleicht glaubte die das auch nur. Er flatterte daher kurz auf, reckte den Hals und krähte verärgert zu ihr herüber.

„Genau ja, gehen, sofort! Geh doch! Geh nur. Geht, giftgrüne Augen!“

Damit wandte er sich noch ein letztes Mal an seine Auserwählte und flatterte vor ihr, als versuchte er sie, für das Rabenreich abzuwerben.

„Weißt du, was das macht?“ Er flatterte ungeduldig. „Komm näher!“ Er fuhr mit dem Schnabel ganz dicht an das schöne Pelzohr. „Das Wasser. Das Wasser aus den Flüssen. In ihm ist Gift! mehr als in deinen Freunden noch! Krah!“

Damit flog er ein Stück auf und nahm wieder Abstand. Die Drohung der Fremden weiter hinten war an ihm nicht vorbeigegangen. Er mochte vielleicht wahnsinnig sein, ein klitzekleines Bisschen, aber noch nicht lebensmüde.

„Nehmt euch in Acht“, meinte er zu den Dreien. „Mit denen ist nicht gut Vogelbeeren essen! Sie sind irre ... ja irre sind sie ... krah ... und ... gefährlich!“, raunte er und stieß einen irren Blick aus seinen kleinen schwarzen Äuglein, eh er die Härchen auflas und die Wölfe verstohlen von der Seite ansah.

[direkt bei Ayjana, etwas abseits: Aarinath, Shiro| in der Polarwüste]



Rabenfoto - © Kytalpa [klick]

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Yarok
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Yarok ist offline
27.02.2023 12:54

Die beiden schienen Feuer und Flamme, vor allem Avon konnte in Anbetracht einer Jagd kaum noch stillstehen. Seinen durch Unerfahrenheit und Unsicherheit in Yaroks Augen etwas schwachen Plan nahmen seine Gefährten mit geradezu überschwänglicher Euphorie auf. Skeptisch legte der junge Rüde kurz den Kopf schief. War sein Plan wirklich so gut? Oder waren die beiden zu sehr in ihre albernen Fehden vertieft, um mögliche Schwachstellen darin zu entdecken? Unsicher trippelte Yarok einen Moment lang auf der Stelle, doch viel Zeit blieb ihm nicht, seinen Plan erneut zu hinterfragen, da bezog Avon bereits Position und machte sich ohne Umschweife davon, um den See von einer Seite zu umrunden. Yaroks Kiefer klappte herunter, im Versuch dem Grauen etwas nachzurufen, doch ihm fehlten schlichtweg die Worte. Also schloss er sein Maul wieder und wandte sich zu Kachnik um.

“Dann also wir von der anderen Seite. Auf geht’s!“, verkündete er und trabte los, um mit Kachnik zusammen den See von der anderen Richtung zu umrunden. Während seines lockeren, leicht geduckten Trabes, wandte er sich kurz seinem Begleiter zu.

“Mit welcher Position fühlst du dich wohler? Möchtest du das Reh aus dem flachen Wasser heraus Richtung Wald treiben, oder es lieber am Waldrand abfangen?“, fragte Yarok den anderen, während seine Augen über die spiegelglatte Oberfläche des Sees hinweg abwechselnd sowohl das Reh als auch die sich stetig fortbewegende Silhouette von Avon im Blick behielten. Seine Pfoten prickelten voller Erwartung und leicht öffnete sich sein Maul, um die Gerüche der Umgebung besser einfangen zu können. Sein Jagdfieber war geweckt, auch wenn er immer noch fürchtete, dass irgendwas an ihrem Plan entsetzlich schief gehen könnte. Kurz flammte der reglose Körper Skadis vor seinem inneren Auge auf, doch er blinzelte dieses Bild hastig weg.
Der Weg um den See zog sich deutlich in die Länge, doch Yarok behielt sein stetes Tempo bei und erlaubte Kachnik und sich selbst keine Pause. Wenn das Reh ihnen zuvorkam und in den Wald floh, würde es deutlich schwieriger sein, es erneut aufzuspüren. Doch nach einiger Zeit kam es in der Ferne wieder in ihr Blickfeld und auch wenn Avon für die beiden Rüden im Moment nicht zu sehen war, so ging Yarok davon aus, dass er auf der anderen Seite ihrer Beute in Ufernähe Stellung bezogen hatte.


[bei Kachnik, Avon etwas entfernt | Mondscheinsee]

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Yarok am 27.02.2023 12:54.


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Ayjana ist offline
28.02.2023 10:28

Ayjana war froh, dass ihre Fellschwester ihr beigepflichtet hatte, als Shiro äusserte, dass die Unterhaltung mit dem Rabenvieh nur verschwendete Zeit sein würde. Der Wölfin entging aber nicht, dass Shiro nur mit Unmut zustimmte und ihnen die Momente gab, um sich mit dem Vogel auszutauschen. Der Schwarzen ging es aber definitiv zu weit als Jana sich dem Raben näherte, nur wie durch Watte gebauscht nahm, sie die zischenden Worte der Schwarzen Wölfin wahr.

"Nur kurz Shiro, bitte…" murmelte sie in ihren dichten Pelz, wahrscheinlich wurden die Worte verschluckt so leise brummelte sie diese vor sich hin. Ayjana hatte sich dem Vogel bereits genähert, wohlwissend ihre Mitstreiterinnen im Rücken zu haben. Gleichzeitig aber beschlich sie das schlechte Gewissen, widersetzte sie sich doch den Worten Shiros welche hier schon so viel länger weilte als sie selbst. Aber Jana fühlte sich als wäre sie auf einer Zielgerade, irgendwas in ihrem Innern schien ihr zu sagen, dass es wichtig war, was der Vogel vielleicht wusste.

Aarinaths Reaktion auf die One-Man-Show des Rabens äusserte sich darin, dass sie nun für sich selbst entschied, dass es nun genug zu sein schien. Leise hatte sie sich an Ayjana gewandt mit der Aufforderung, dass es reichen würde und sie zu der wartenden Shiro zurückkehren sollten. Der Vogel hatte sich indessen Ayjana noch weiter genähert und ehe sie sich versah, hatte der flinke Geselle der Wölfin einige Haare stibitzt, weh tat es nicht, doch Ayjana erschrak sichtlich über die Dreistigkeit des Vogels und wich ein, zwei Schritte zurück. Anscheinend schien dies der Preis zu sein, welchen er für seine Auskünfte verlangte. Innerlich musste Ayjana lächeln, als sie die Freude des Vogels über seinen Preis beobachtete, merkte aber im nächsten Moment, dass es durchaus auch sprichwörtlich ins Auge hätte gehen können!

Schliesslich näherte er sich ihr wieder und wisperte ihr einige Sätze zu, diese hinterliessen noch mehr Fragezeichen als sie eh schon hatte. Er machte eine kurze Pause, in der er sich an Shiro wandte, ehe er sich schnell wieder der Wölfin mit den Bernsteinfarbenen Augen zuwandte und ihr weitere Worte schier ins Ohr flüsterte… das Wasser?! Ayjana sträubte sich der Pelz und ihre Augen weiteten sich, sollte wirklich das Wasser schuld sein, so wären sie des Todes, allesamt. "Das Wasser!? " keuchte sie leise und gequält.

Der Rabe hatte sich nur ihr zugewandt und mittlerweile hatte wohl auch Aarinath genug von der Farce, welche sich abspielte Ihre Fellschwester befand es für Genug. Jana zuckte zusammen, als die Weisse ihre energische Aussage mit einem kräftigen Tritt in den Schnee untermalte. Schnee stob auf und sie trat einen Schritt auf den Vogel zu, Jana ihrerseits trat schnell einige Schritte rückwärts. Aarinath drohte dem schwarzen Vogel, ihre Stimme schien sie mühsam im Zaum zu halten und beinahe gleichzeitig ertönte die Stimme Shiros hinter ihnen. Die Worte energisch, schon fast befehlend. Mittlerweile befand sich Ayjana zwischen ihrer Fellschwester und Shiro, welche sich den Geräuschen nach umgedreht hatte und wieder Richtung Wald zu schreiten schien, ehe sie wohl wartete, dass ihre beiden Weggefährten ihren Worten Folge leisteten.

Ihr Blick lag noch eine Weile nachdenklich auf dem Vogel, sie glaubte ihm. Vielleicht war es naiv aber welchen Grund hatte er sie anzulügen? Aus der Entfernung wuffte sie ihm ein lautes "Danke der Herr! " entgegen. Sie würde sich nicht für das Verhalten ihrer Rudelgenossinnen entschuldigen, das käme einer Meuterei gleich, dennoch war sie dem Vogel äusserst dankbar, dass er sich ihr geöffnet zu haben schien. Mit leichtem Widerwillen drehte sie sich schliesslich um und eilte zu der Schwarzen Wölfin.

"Halt mich für verrückt Shiro aber ich glaube dem Vogel! " Janas Stimme war leise und ihr Blick lag auf der Schwarzen Wölfin, ihre Worte laut genug, um sie auch Aarinath zu Ohren zu tragen.

Sie wusste nicht, wie viel Shiro und Aarinath gehört hatten, als der Rabe ihr die Worte ins Ohr gesäuselt hatte, so fühlte sie sich in Erklärungsnot.

"Der Rabe meinte, dass in der Eisschlucht des Todes Wahnsinnige hausen, selbst die Vögel wagen sich nicht dorthin… Was auch immer das heissen mag. nachdenklich hielt sie inne. Ayjana war sich über die Aussage des Vogels nicht sicher, diese Worte schienen wieder voller Rätsel und Fragezeichen gewesen zu sein, vielleicht hatte er sich auch nur in die Irre geführt, wollte sie noch weiter in die Polarwüste führen, bis sie hier verenden würden? Aber hätte der schwarze Vogel sie dann gewarnt, davor dass diese Irren gefährlich waren?! Jana war hin und her gerissen.

"Vielleicht sollten wir uns dort umsehen, ehe wir umkehren und wieder zurückkehren? " fragend blickte sie die beiden Wölfinnen an, sie mochten sie für verrückt halten. "Ausserdem… Jana machte eine Pause, holte tief Luft, ehe sie weitersprach … sei das Wasser in den Flüssen vergiftet. " ihre Stimme war noch leiser geworden, sie war sich der Last und der Ausmasse dieser Worte durchaus bewusst, doch es musste schliesslich ausgesprochen werden!

Verstohlen blickte sie nochmals zurück, dort wo der Rabe immer noch sass, seine schwarzen Äuglein auf ihnen ruhend mit seiner Siegestrophäe im Schnabel. Verzagend schüttelte sie den Kopf.

"Haltet mich für verrückt, aber ich glaube dem Vogel wirklich…" diese Worte hatten der Wölfin einiges an Mut gekostet und nun stand sie neben Shiro abwartend, was die Reaktion ihrer beiden Artgenossinnen sein würde.

[Zuerst bei Reinhold Rabe danach direkt bei Shiro und Aarinath | Polarwüste]




Lyrics © Maggie Stiefvater Buchreihe "Die Wölfe von Mercy Falls"
Bild © Elli S. Dawnthieves

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Valdis
Die Eiskönigin


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2 Jahre
Geschlecht
Fähe
Größe & Gewicht
79 cm & 54 kg

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Valdis ist offline
01.03.2023 11:51

Valdis Hunger war vorerst gestillt. Sie schleckte sich mit ihrer Zunge über ihren Fang und erstmalig seit langer Zeit knurrte ihr Magen nicht mehr. Die junge Graue hatte sich vorgestellt und ihren Namen genannt. Die beiden Rüden schienen nicht ganz abgeneigt zu sein, sie kennengelernt zu haben. Zumindest waren sie weder abweisend noch aggressiv und feindlich.

"Pan und Roghir also", wiederholte Valdis die Namen der Rüden. Auf ihren Lefzen entstand ein süffisantes Lächeln.

Als Takata jedoch ihr Essen Retour brachte, musste Valdis sich ablenken. In ihr stieg der Ekel hoch und sie musste sich zusammenreißen nicht ebenfalls zu Erbrechen. Sie drehte ihren Kopf beiseite und hielt die Luft an. Roghirs ironischer Kommentar ließ sie jedoch leicht Lachen. Dann forderte er Pan auf, ebenfalls etwas zu Fressen.

Roghir berichtete der Weißen dann über den Stand des Rudels. Soweit hatte Valdis mitbekommen:
die Leitwölfin, die Skadi hieß, war tot. Und irgendwie gab es keine klare Führung. Wie viele andere Wölfe es hier noch gab, wer sich wo aufhält, dass hatte Valdis noch nicht in Erfahrung bringen können. Deswegen sagte sie nichts und blieb vorerst im Hintergrund. Sie war verwirrt - eindeutig. So viele neue Gesichter, ein Rudel ohne Leitung, mysteriöse Krankheiten und verschiedenste Charaktere. Wer sieht denn da noch durch?

[Roghir, Pan, Takata und Lynx | Eisschlucht des Todes]

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Roghir
Courageous Fighter


Alter
3 Jahre alt
Geschlecht
Rüde
Größe & Gewicht
80 cm & 58 kg

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Roghir ist offline
06.03.2023 21:10

Roghir war – nachdem er zu Pan gesprochen und Takatas Frage beantwortete hatte – noch einmal hin und her getigert, um seine Angespanntheit zu mildern. Der Duft des Erbrochenen schwebte schwach vor seiner Schnauze und er versuchte diese so gut es ging, zu ignorieren bzw. zu verdrängen. Es wusste nicht, ob er wirklich Mitleid mit Takata empfand. Obwohl sie gerade nichts Gutes durchmachte. Aber auch sein Ärger über sie hielt sich in der Waage, in der Hoffnung, dass sich diese Situation besserte. Der schwarze Rüde blieb stehen und begegnete den Blick des hellfarbenen Rüden, welches auf Takata zugegangen war und ihr beistand. Resigniert schloss Roghir seine Augen. Er hatte andere Probleme und die Probleme von Takata gingen ihn nichts an, sie würde sich so oder so nicht helfen lassen wollen. Was wiederum traurig war. Doch, war sie ja nicht allein; der Hellfarbene war bei ihr und ihm schien sie zu vertrauen.

Plötzlich spürte der dunkle Rüde etwas Warmes und Nasses an seinen Pfoten. Erschrocken öffnete er seine bernsteinfarbenen Augen und blickte ungläubig auf den Kopf der weißen Fähe hinunter. Er war irritiert; warum leckte ihm Takata die Pfoten? Fassen konnte er die Aktion nicht; er widerstand dem Impuls, zurückzuweichen. Seine Ohren stellten sich nach vorn als er die zaghafte Stimme der weißen Fähe hörte. Sie… entschuldigte sich. Takata entschuldigte sich bei ihm. Aber für was? Für welche Handlung? Dafür, dass sie ihn und die anderen schuldig sprach für den Tod von Skadi? Dass die Krankheit ausgebrochen war? Oder dass sie sich vor ihm erbrochen hatte? Roghir verfolgte mit versteinerter, ungläubiger Miene das Gesicht von Takata, welche sich nun aufrichtete und ihn beinah ehrfürchtig ansah. Und dieser Blick bewegte etwas in ihm; seine Ohren legten sich zurück und sein Blick wurde teils ärgerlich, teils sanft. Er mochte es nicht; es war ihm unangenehm. Und er konnte genau sagen, warum; Er war kein Anführer! Er war niemand, dem Ehre gebührte!

Roghir sah weg; schaute zu Boden. Schloss erneut seine Augen und richtete sein Haupt. Ihm kam die Krankheit wieder in den Sinn; hoffentlich war die Situation nicht diese, die er befürchtete. Er hoffte wirklich, dass sich Takata nicht angesteckt haben könnte. Er öffnete die Augen und sah, wie Takata Schnee über das Erbrochene schob. Der schwarze Rüde sah eine Weile zu, bevor er sich in die Bewegung setzte und mit der Schnauze voran Schnee an die Seiten schob. Gefolgt von seinen Pfoten. Schweigend. Als der Inhalt ganz mit Schnee bedeckt war, schaute er entschuldigend zu Takata hinüber. Anschließend schob er sich an ihr und dem hellfarbenen Rüden vorbei und ging zu Pan und Valdis. Als Pan sich gütig getan hatte an dem Darm, fraß Roghir den Rest. Als der Rest verschwunden war, leckte sich Roghir über schwarze Schnauze und schaute zu Takata hinüber:

„Werdet ihr mit uns kommen?“

, fragte Roghir ernst. Allein würden sie nicht lange überleben. Sein Blick wanderte zur Valdis; die Frage war ebenso an sie gerichtet, jedoch stumm. Er würde sie nicht zurücklassen – sie alle nicht, ganz egal, was für ein Problem sie miteinander hatten.

[bei Valdis, Pan, Takata, Lynx | In der Nähe des Rehs | Eisschlucht des Todes]


Lyrics by Visions of Atlantis
Wolf Picture by Lakela (dA), skyfever (dA) Wald (Pixabay, stevepb) & Schrift (Pixabay, ractapopulous)

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Aarinath
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Aarinath ist offline
13.03.2023 22:02

Dem Rotauge war der Missmut ihrer Begleiterin mit den grünen Augen nicht entgangen – doch sie selbst hatte sich von der Situation viel zu sehr verlocken, ja sich von dem Raben fast willenlos in den Bann ziehen lassen. Sie hatte Shiro noch leise murren gehört, wie sie der verrückten Schwarzfeder zu gerne nur ein Auge ausbeißen würde, doch dann durschlug sie den wilden Dialog zwischen eben dieser und der beiden Fellschwestern. Wer Aarinath ganz genau beobachtet hatte, sah sie vielleicht ein klein wenig zusammenfahren.

Sie akzeptierte die Ermahnung Shiros und nahm es nur noch stillschweigend hin, dass der Wahnsinnige abermals auf und ab hüpfte während seine krächzende Stimme ihre eigenen Worte reflektierte. Wenn sie noch länger zögern würden, ginge das noch ewig so weiter wie der Zyklus von Tag und Nacht. Also wandte sich Aarinath ab – doch was war das? Ihr Herz machte einen erschreckten Hüpfer, als sie den Raben plötzlich ganz dicht bei Ayjana sah und bemerkte, wie er ihr einige Haare aus ihrem Fell herauszupfte. Was für ein unverschämter Lästling! Das Rotauge hatte noch versucht, nach dem Vogel zu schnappen, doch war er trotz seines geistigen Wahnsinns erstaunlich agil. Mit fast gierigen Blicken verfolgte die Fähe die Bewegungen des Schwarzgefiederten und für einen Moment schien dieser ganz still an Ayjanas Ohr zu verharren um dann wieder mehr Abstand zu gewinnen. Diese Chance nutzte Aarinath, um sich zwischen Ayjana und dem Blickfeld des Vogels zu schieben.

Während die Aufmerksamkeit des Rotauges ganz auf ihrer Fellschwester lag, begann diese zu erzählen. Angeblich wusste der Verrückte, dass in einer namhaften Schlucht noch mehr Wesen von seiner geistigen Verfassung lauern würden und die Flüsse von Gift verschmutzt seien. Auf Aarinath machte das ganz den Eindruck, als wollte der Rabe für Panik sorgen und die kleine Gruppe mit den verschiedenen Meinungen in zwei Lager spalten.

„Ich hätte seinen Worten ja eine Chance gegeben, wenn er nicht so außerordentlich wahnsinnig wäre.“ Aarinath atmete kurz durch und hoffte mir ihren weiteren Worten die Gemüter nicht zu erhitzen. „Wir sollten uns nicht von ihm verrückt machen lassen, vorsichtig sein können wir auch auf ganz normale Weise. Und mir ist ehrlich gesagt gar nicht danach, noch mehr mindestens genauso verrückte Wesen anzutreffen. Wir sollten uns jetzt besser auf den Rückweg machen.“

Aarinath war sehr beunruhigt über die Wahnsinnigen in der Eisschlucht. Wer konnten sie bloß sein und was taten sie hier? Wahrscheinlich wäre es besser, auf diese Fragen nie eine Antwort zu bekommen.

[Ayjana, Shiro, Rabe Rheinhold | in der Polarwüste]


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Pantalaimon
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Pantalaimon ist offline
15.03.2023 13:53

Während er fraß, beobachtete Pan das skurrile Schauspiel zwischen Roghir und Takata aus dem Augenwinkel. Sie wirkte unheimlich verloren, wie sie da am Boden kauerte und unbeholfen versuchte dem Schwarzpelz ihren Respekt zu erweisen. So sehr es ihn erleichterte, dass die Fähe scheinbar nicht mehr drauf aus war sie alle in die Nachwelt zu befördern, so wenig traute er dem Frieden. Immerhin schlug der Gemütszustand der weißen Wölfin scheinbar ebenso schnell um, wie der einer frisch gebackenen Elchmutter. Wer konnte schon sagen, wie lange sie ihnen wohlgesonnen war?

Pan konnte Roghirs Unbehagen gerade zu riechen. Umso überraschter war er, als Roghir, der sich soeben über den letzten Rest der Beute her gemacht hatte Takata, ihren Begleiter und selbst Valdis fragte, ob sie sie mit zurück begleiten wollten. Zwar waren sie los gezogen um Takata zu finden und ihr vom Tod der Alpha zu berichten, doch nach allem, was in der kurzen Zeit ihres Aufeinandertreffens geschehen war, hätte der braune Rüde sich nicht gewundert, wenn sich ihre Wege hier wieder getrennt hätten. Gespannt sah er in die Runde, wartete auf die Antworten der drei Angesprochenen.

Gleichzeitig regte sich ein wenig Aufregung in ihm. Dass sie nun ihren Rückweg antraten, bedeutete, dass sie schon bald auf den Rest des zerstreuten Rudels treffen würden. Pan konnte nur inständig hoffen, dass sie ihnen so friedfertig entgegensehen würden, wie Roghir es getan hatte.

[bei Roghir, Valdis, Takata, Lynx | Eisschlucht des Todes]

'You crave the applause, yet hate the attention, then miss it - Your act is a ruse.'

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