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Roghir
Courageous Fighter


Alter
3 Jahre alt
Geschlecht
Rüde
Größe & Gewicht
80 cm & 58 kg

Charakterbogen
_

Dabei seit: 06.01.2017
Beiträge: 607

Roghir ist offline
16.10.2025 12:54

Roghir schüttelte sich einmal kräftig, wobei er sein Lauftempo verlangsamte und am Ufer des Mondscheinsees stehen blieb. Zufrieden leckte er sich über die Lefzen. Seine Ohren waren nach hinten gerichtet, um mitzubekommen, ob die weiße Fähe die Verfolgung aufgenommen hatte oder nicht. Als er nach hinten schaute, bemerkte er, dass Ayjana tatsächlich keine Anstalten machte, ihm nachzulaufen. Irritiert schaute er sie aus seinen bernsteinfarbenen Augen an. Innerlich begann er, sich sorgen zu machen. Hoffentlich hatte er es nicht zu übertrieben. Roghir drehte sich herum und ging vorsichtig auf Ayjana zu, streckte die schwarze Schnauze vor und leckte ihr sanft über den Nasenrücken. Beide Körper trieften vor Nässe, jedoch Roghir fühlte keine Kälte. Der schwarze Rüde sah sich um und bedeutete Ayjana ihm zu folgen. Vielleicht ein anders Mal. Wenn sie wirklich keine Sorgen mehr hatten. Ihm kam der Gedanke an die Krankheit wieder auf; hatte Takata eigentlich schon etwas erzählt? Sein Blick fiel auf Niyol und der neben ihm liegenden Takata. Anscheinend schienen sie sich angeregt zu unterhalten. Zumindest wirkte es so auf ihn.

Der schwarze Wolf beugte sich vor und nahm noch ein paar Schlücke vom Wasser des Mondscheinsees mit, eher er wieder festen Erdboden unter seine Läufe spürte. Der feine Sand der Erde haftete an seinen Pfoten und Hinterläufen, deswegen er sie in kurzen Abständen zügig schüttelte. Am liebsten wäre es ihm, wenn das ganze Rudel sich auf dem Rudelplatz aufhalten würde, damit Takata und er ihnen von den Symptomen, welches sie entdeckten, erzählen konnten, so dass Alle informiert waren! Dann hätten sie schon mal 2 Sinne abgedeckt, worauf sie achten mussten: Den Geruch und das, welches man sehen konnte. So konnten man zumindest Obacht geben, sollte etwas an der erlegten Beute auffällig sein. Roghir verlangsamte seine Geschwindigkeit und kam ganz zum stehen. Sein Blick glitt weiterhin über den Rudelplatz. Anouk, Kachnik, Pan, Yarok, und dieser Rabe waren Kräuter suchen gegangen, Niyol, Takata, Aarinath, Shiro waren hier bei ihm und Ayjana auf dem Platz.

Nur das Weglauf-Duo war seit dem Bärenangriff abkömmlich. Und irgendwie schien es ihm, als ob Valdis und Avon nicht vorhatten, zurückzukehren. Nicht gut. Es war ihr gutes Recht, wenn sie etwas anderes wollten, jedoch... Der schwarze Wolf grübelte, sein linkes Ohr zuckte zur Seite. Er konnte den beiden nicht vorschreiben, was oder wie sie sich zu verhalten hatten oder ob sie überhaupt beim Rudel bleiben wollten. Er wusste ja noch nicht einmal, wie weit weg sie waren und ob er sie überhaupt jemals wiedersah. Aber ein Hühnchen hatte er dennoch mit ihnen zu rupfen, sollte er irgendwann wieder auf sie treffen. Leise seufzend drehte Roghir seinen Kopf, da er eine Bewegung aus dem Augenwinkeln bemerkt hatte. Niyol war aufgestanden und steuert nun zielstrebig auf ihn und Ayjana zu. Neugierig wartete Roghir bis der graue Wolf sie erreicht hatte. Auch Takata war aufgestanden.
Der schwarze Wolf wartete ab und blieb an Ort und Stelle.

[bei Ayjana in der Nähe des Sees | Wartet auf Niyol & Takata | Mondscheinsee]


Lyrics by Visions of Atlantis
Wolf Picture by Lakela (dA), skyfever (dA) Wald (Pixabay, stevepb) & Schrift (Pixabay, ractapopulous)

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Roghir am 18.10.2025 11:28.


IP
Kachnik
Doppel-As


Alter
1 Jahr
Geschlecht
Rüde
Größe & Gewicht
79cm & 46kg
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Dabei seit: 21.05.2016
Beiträge: 123

Kachnik ist offline
18.10.2025 01:13

Jedes einzelne Wort musste er fest an seinen Kopf nageln, auf keinen Fall etwas verpassen, vergessen, oder missverstehen. Hinschauen war der erste Schritt, dann das Ruhighalten der Ohren, und ja nicht von den anderen Geräuschen ablenken lassen!
Angespannt folgte er der Selbstvorstellung des Neuen, der anscheinend ... das scheinbar benamte Geflügel als seinen Freund ansah? Etwas riss der Gedanke ihn aus seinem Fokus. Er blinzelte. Wie sollte man sich das vorstellen - ein Wolf und ein Vogel gemeinsam durch die Lüfte schwirrend, sich gegenseitig ankrächzend?
Kurz schüttelte er sich bei dem Gedanken, versuchte sich aber nicht weiter ablenken zu lassen und lauschte weiter fasziniert der Beschreibung der "Kräuter", die der seltsame Wolf so ängstlich, ja vielleicht sogar ehrfürchtig beschrieb. Was genau konnten die nochmal machen? Waren die wirklich so beeindruckend? Sie waren also ... flauschig und weiß ... wie ein Schneehase? Aber Schneehasen rochen ganz bestimmt nicht nach diesem klebrigen Bienenzeugs. Oh, und an einem See waren sie ja gerade! Was für ein Zufall! Erwartungsvoll hob er den Kopf, als würde das Kraut ihnen jetzt wie aufs Stichwort vor die Pfoten springen.
Ah, nein, Kachnik musste dazu natürlich erst einmal ... was noch gleich? Ach ja, flauschiger Honig am Wasser! Er riss sich zusammen, atmete tief ein, tief aus. Diese Mission musste ihm gelingen, das nahm er sich vor. Nichts durfte schief gehen. Noch immer nervös aber entschieden nickte er. Er wollte den Worten des dunkelfelligen Rüden vertrauen. Langsam drehte er sich um sich selbst und horchte seine Position aus. Fast wollte er schon in eine Richtung losrasen, doch stoppte sich selbst im letzten Moment, bevor er fast vornüber fiel.
"W ... wo fangen wir an ... ? Sollten ... sollten wir dort ...", Kachnik gestikulierte etwas ungeschickt mit eifrig zuckendem Schwanz vage in Richtung Ufer, legte aber plötzlich verunsichert die Ohren an und stolperte etwas zurück, und reihte sich hinter den anderen drei Wölfen und dem Geflügel ein ...

"Ah ... äh ... ich meinte nur ...", murmelte er, den Blick über die anderen schweifend, ohne jemanden wirklich anzusehen, hoffend wieder im Erdboden zu versinken. Er hatte das Gefühl, in seinem Eifer nicht als nutzloser Wolf unterzugehen, wieder etwas Vorlautes oder Törichtes von sich gegeben zu haben. Er wusste zwar noch nicht viel von dem kuriosen neuen Wolf, der solch mysteriöse, unwölfische Worte von sich gab, fast schon wie ein ehrfurchtgebietendes höheres Wesen, aber Kachnik wünschte auf keinen Fall gleich wieder von dieser Gruppe zurückgelassen oder gar vergejagt zu werden.

[Pan, Anouk, Karasu, Yarok | Rudelplatz Mondscheinsee]

IP
Chester
Nebelfänger


Alter
4 Jahre
Geschlecht
Rüde
Größe & Gewicht
85cm & 62kg
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Dabei seit: 13.11.2023
Beiträge: 29

Chester ist offline
19.10.2025 15:00

Ein Alptraum also. Chesters Blick blieb ausdruckslos, als er Venryn noch einen Moment lang betrachtete. War nicht das ganze Leben dieses rückgratlosen Außenseiters ein Alptraum? Wenn man hinter jedem Busch den Tod erwartete und nicht einmal im Schlaf Ruhe vor seiner paranoiden Art fand? Traurig. Der Rüde erhob sich gähnend und streckte sich ausgiebig, während Venryns Blick sich starr auf den Höhleneingang richtete. Und auch Chester nahm die Veränderung wahr, kein Geruch, keine Bewegung aber irgendwie eine Ahnung. Er trottete zurück zum Eingang und schob sich hinaus, nicht vorsichtig oder zaghaft, sondern wie ein Fels, dem Krallen und Zähne nichts anhaben konnten.

So stand er nun im Eingang und suchte die Umgebung mit den Augen ab, bis sie auf dem schwarzen Wolf liegen blieben, der nicht weit entfernt vom Höhleneingang verharrte und ihm direkt entgegen starrte. Chester starrte zurück und trat noch einen Schritt hinaus, wollte er die anderen schließlich nicht im inneren der Höhle einsperren. Dennoch blieb er vor dem Eingang stehen, blockierte ihn nicht nur mit seiner körperlichen Präsens sondern auch mit dem unmissverständlichen Ausdruck in den Augen.

“Wer bist du denn?“, fragte er, nicht bedrohlich oder fordernd, auch nicht verwirrt oder vorsichtig. Viel mehr als wären er und der Fremde schon länger in belanglose Plaudereien verwickelt gewesen und als hätte er bisher versäumt, sich nach dessen Namen zu erkundigen. Chester ließ sich träge auf den Hintern fallen, der Schlaf hatte ihn noch nicht völlig verlassen. Doch vielleicht konnte der Fremde ihn ja aus seiner Trägheit befreien.


[bei Ayrin, Venryn, Enaid, Eden | an der Höhle]

IP
Anouk
Gefangener des Schicksals [Mod.]


Alter
3 Jahre
Geschlecht
Rüde
Größe & Gewicht
65 cm & 50 kg

Charakterbogen
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Dabei seit: 30.06.2024
Beiträge: 140

Anouk ist offline
19.10.2025 20:18

Yarok sowie Pan bekräftigten Anouk darin, dass seine Beschreibung ausreichte und Ersterer stupste ihn sogar noch in einer unterstützenden Geste an während Letzterer zuvor aber noch etwas äußerte, das nun seine ganze Aufmerksamkeit auf sich zog. Pan hatte sich ja zuvor schon interessiert an ihm gezeigt, doch nun bezeichnete er ihn sogar als guten Begleiter! Damit hatte er ja nun wirklich nicht gerechnet, so fühlte er sich direkt geschmeichelt und plusterte sich aufgrund dem wohligen Gefühl der Anerkennung leicht auf.
"Oh, danke, danke! Das ist zu viel der Ehre - aber ich schätze deine Worte sehr, lieber Pan!" Erwiderte er dann, noch ganz durch den Wind durch dieses plötzliche Kompliment. Bisher war er ja hier, bis auf Yarok, noch nicht auf so viel Wohlwollen gestoßen, und vielleicht würde das auch etwas rarer bleiben. Denn allzu üblich war es ja nicht, dass ein Rabe einen Wolf begleitete, und noch viel unüblicher, dass beide eine solche Bindung hatten, wie er sie mit Anouk hatte. Eigentlich war er also schon eher auf seltsame Blicke eingestellt, aber Pan schien das nichts auszumachen, und noch mehr als das, er strahlte eine regelrechte Zuneigung aus - war er vielleicht selber schon mit Raben unterwegs gewesen? Er konnte es kaum erwarten, mal etwas mit ihm zu reden! Jetzt hatten sie aber erst Mal etwas wichtigeres vor, auch wenn er nicht wusste, ob diese Suche wirklich etwas brachte. Nicht, dass er daran zweifelte, dass sie die Pflanze fanden - gar nicht! Aber das Ziel von alldem? Takata mit ihren Schmerzen zu helfen? So, wie er sie erlebt hatte ahnte er schon, dass sie das ablehnen würde..aber vielleicht besann sie sich auch eines besseren, während sie weg waren, wer wusste das schon?


Nachdem er mit seiner Beschreibung geendet hatte versicherten ihm Pan und Yarok, dass diese genug war und Yarok stupste ihn dann sogar an. Ein Anflug wohliger Wärme durchströmte ihn und er rang sich dazu durch, den Kopf wieder zu heben. Seine Ängste waren völlig unbegründet gewesen - natürlich. Diese Wölfe verspotteten ihn nicht, machten sich nicht über ihn lustig..oder schlimmeres. Sie waren nicht so. Pan hatte dann sogar positive Worte für Karasu übrig, was ihn, und sicherlich den Raben selbst, überraschte und zum lächeln brachte. Karasu entgegnete Pan etwas und zum ersten Mal, seit er hier war, zum ersten Mal seit langer Zeit, keimte ein Gefühl auf von dem er dachte, dass es lange dauern würde, bis er dieses wieder finden würde: Hoffnung. Wenn diese kleine Szene ein Ausblick darauf war, was ihn hier erwarten könnte, wenn er wirklich beim Rudel blieb..dann hatte er hier den perfekten Platz für sich gefunden. Sein Schweif begann leicht, zu wedeln und er blickte schließlich zu dem Wolf, den er für Kachnik hielt als dieser sich gerade um sich selbst drehte und dann plötzlich zum Stillstand kam. Stockend fragte er dann etwas, das Anouk nicht ganz einordnen konnte, doch seinem eifrig zuckendem Schweif folgend glaubte er dann doch zu wissen, was er fragen wollte - natürlich gab es hier im Lager auch einen See!
Nach seiner Frage schien er aber sehr verunsichert und reihte sich hinter ihnen ein. Als er an ihnen vorbei ging konnte Anouk das erste Mal einen Blick aus der Nähe auf ihn erhaschen und er sah, dass seine Augen..außergewöhnlich waren. Trüb. Was war mit ihm? Hatte er Probleme mit dem Sehen? Das würde erklären, warum er so unbeholfen wirkte. Und wenn Anouk so darüber nachdachte..erinnerte er ihn an sich selbst, zumindest, was die Unsicherheit und auch etwas die Unbeholfenheit anging. Kurz warf er einen Blick zum Seeufer - das war eine gute Idee, doch gab es da ein Problem..Niyol, Takata und die anderen beiden Wölfe befanden sich gerade dort und er konnte sich denken, dass die vier ungestört reden wollten. Zudem sah er von hier aus keine der Blumen. Zur Sicherheit prüfte er noch kurz die Luft, aber der gesuchte Geruch kam ihm nicht in die Nase - nur die der verschiedenen Wölfe und..der der Überreste der Beute. Kurz schüttelte er sich, um auch alle Gedanken daran schnell wieder abzuschütteln, denn er musste jetzt mit seinen Gedanken hier bleiben. Also lenkte er sie in eine andere Richtung und er atmete tief durch, bevor er sich zu Kachnik wandte und ihm dann zulächelte.
"Das..ist eine fantastische Idee! Aber..zumindest von hier sieht es aus, als würden die Kräuter dort nicht wachsen und..ich wittere sie auch nicht, außerdem..befinden sich gerade Takata, Niyol und zwei andere Wölfe dort und ich..ich glaube..sie wollen ungestört reden.."
Er war schon ein Mal in ein Gespräch der beiden geplatzt, so gern er auch helfen wollte..das wollte er jetzt nicht nochmal, da suchte er lieber nach einem anderen See oder Fluss und versuchte sein Glück dort. Doch dann fiel ihm etwas ein.
"I..Ich bin zwar noch neu hier, aber..nicht weit von hier gibt es..noch einen anderen See, dort bin ich auf Niyol getroffen..und vielleicht..naja..könnten wir stattdessen zuerst..dorthin?"
Fragend und nun seinerseits verunsichert sah er dann zu Pan und Yarok und hoffte, dass sie eine Entscheidung treffen würden. Denn er wollte auf keinen Fall Kachniks Idee in den Wind schlagen, aber er selbst wollte auf keinen Fall die vier Wölfe in ihrem Gespräch stören. Vielleicht traute sich also einer von ihnen dorthin..oder sie stimmten seinem Vorschlag zu, zunächst am anderen See zu suchen.

[Bei Yarok, Pan & Kachnik | Am Mondscheinsee]

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Catori
Gefühlswelten


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4 Jahre
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78cm, 50kg

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Catori ist offline
21.10.2025 19:17

Sie bemerkte es kaum, doch ihr Sichtfeld schrumpfte seit geraumer Zeit immer mehr auf den einen Punkt zusammen, den sie fixierte. Den schwerfällige Rhythmus zu halten kostete sie alle Kraft. Selbst über Delanos überraschend sanfte Worte hatte sie nicht weiter nachdenken, geschweige denn auf sie reagieren können. Alles was sich in ihrem Kopf fest gesetzt hatte, waren 'Bäume'.
Also war ihr Ziel gesetzt. Es war leichtsinnig zu glauben, dass sie bereits beim ersten Baum ausruhen konnte, doch wenn sich ehrlich war, wusste sie mittlerweile nichtmal, ob sie es wirklich bis zu den Bäumen schaffen würde, die sie mittlerweile ansteuerte. Sie wusste nicht mal, ob Delano grade links, rechts oder hinter ihr lief. Selbst wenn er sich abgesetzt hätte, wäre ihr dies wohl entgangen.
Schnaufend schleppte Sie sich vorwärts und am Ende kam es wie es kommen musste: kaum hatten sie den ersten Baum erreicht, fiel sie erschöpft in sich zusammen. Sicherlich war dies nicht der beste Platz, aber zu mehr war sie einfach nicht in der Lage. Die Schmerzen, welche sie zuvor noch irgendwie durch den Rhythmus und ihre Fokussierung mehr oder weniger ausgeblendet hatte, kehrten in immer größeren Wellen zurück und raubten ihr, nach einem letzten entschuldigendem Blick zu Delano, der tatsächlich noch da war, alle Sinne.

(Delano | südlich der Polarwüste, an einer Waldgrenze, außerhalb der Karte)

*aktuelle Besonderheit im Aussehen:*
frische Kratzspuren an Ohren&Hinterhaupt / leicht eingerissen Ohr rechts / zerbissener rechter Vorderlauf


"Denn tief im Inneren
schlägt mein Herz."

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Cinisca
Vom Wind getragen


Alter
3
Geschlecht
Fähe
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70 cm & 44 kg

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Dabei seit: 30.03.2025
Beiträge: 37

Cinisca ist offline
21.10.2025 20:34

Cinisca war verwirrt. Da war so viel Hass in den Worten der Alpha-Wölfin des Mini-Rudels...
"Dann geh doch und 'leb dein Leben'!", hallte es in Ciniscas Schädel nach. Lag es Cinisca? Erkannte Valdis nicht die Stärke in ihr? Hatte
sie ihr überhaupt zugehört? Verachtete sie sie so sehr? Verdiente sie trotz - oder vielmehr wegen allem - nicht etwas Respekt? Verdiente sie nicht, dass man ihr aufrichtig zuhörte. Sie war Avon und Valdis von Beginn an respektvoll begegnet, unterwürfig sogar... Sie hatte getan, was sie sollte. Aber was hatte ihr das gebracht? Warum wurde sie trotz ihrer mit Bedacht gewählten Worte, nach den Prüfungen, nach der offensichtlichen Traurigkeit immer noch mit Pfoten getreten? Was hatte sie falsch gemacht? Oder lag es ihnen? Hatten Ciniscas Eltern letzten Endes tatsächlich Recht und man konnte niemanden trauen?

Wieder schwankte Cinisca zwischen Trauer und Wut, zwischen Zuversicht, Hoffnung und... Und... Was war das? Sie wollte den Mond anheulen, ein Rudel rufen, das es nie gab. Sie wollte aus dem Fell fahren. Wollte aufhören zu existieren und sehnte sich gleichzeitig nach Wärme. So viel Gefühle in einem Pelz hielt sie kaum mehr aus. Cinisca wusste nicht, wie sie reagieren, was sie tun sollte.

Cinisca wollte eigentlich nur irgendwo dazugehören. Sie wollte... Ja, sie wollte geliebt werden... So wie... einst von ihrer Mutter, ihrem Bruder, zuletzt ihrer kleinen Schwester. Jetzt war sie allein. Wie lange war sie allein gewesen? Wie viele Monde streifte sie mit diesem zarten Keim irgendeiner Hoffnung durch das Land? Waren es 1,2 oder doch 3 oder gar 4 Vollmonde gewesen? Und jetzt - obwohl sie nicht allein war, fühlte sie sich so einsam wie nie zuvor. Und nicht nur das... Sie fühlte sich klein, so elendig klein, wie sie sich zuletzt gegenüber ihrem von der Krankheit gezeichneten Vater gefühlt hatte. Sie fühlte sich unwissend, macht- und hilflos und all die Cleverness, auf die sie ach so stolz war, nützte ihr rein gar nichts. Das Gefühl der Enge in ihrem Brustkorb wurde nicht besser, als Valdis mit Avon tuschelte.

Dann drangen Avons unsicheren und gestotterten Worte endlich zu ihr vor. Es war, als hätte der hübsche Rüde eine Maske fallen lassen. Cinisca legte den Kopf schief, als er mit ihr sprach. Es gibt also ein Rudel. Und alles, was Avon und Valdis mit ihr getan hatten... Diente es wirklich nur ihrem Amusement?

"Ich soll also nicht erzählen, wie ihr euch als etwas ausgeben habt, dass ihr eigentlich nicht seid? Ich soll nicht erzählen, dass ihr mit mir gespielt habt? Warum? Warum habt ihr das getan? Vor allem: was hab ich euch getan?", ohne, dass Cinisca es beabsichtigt hatte, knurrte sie bei den Worten leicht und hatte nicht nur sich, sondern auch ihr Fell entlang des Rückens zu einem Kamm aufgestellt. Sobald sie das bemerkte, fuhr sie sich mit der Zunge über die Lefzen und bedeckte ihre Zähne wieder. Sie setzte sich. Auch ihre Haare legten sich wieder an.

Cinisca fühlte sich benutzt. Sie war belogen worden. Und auch wenn Aggression ihrem naturell nicht entsprach, kostete es sie Mühe sich wieder zu kontrollieren. Wie sollte es weiter gehen? Warum hatten sich Valdis und Avon abgesetzt und noch viel wichtiger, warum sollte sie deren Rudel nicht davon berichten? Waren die anderen Wölfe wohl auch so?

"Wir können ihnen nicht trauen..." - Ruwers Stimme war lange nicht mehr so laut in ihrem Kopf gewesen.

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Niyol
Und was, wenn ich fliegen kann?


Alter
4 Jahre
Geschlecht
Rüde
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79cm, 61kg

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Dabei seit: 22.12.2010
Beiträge: 466

Niyol ist offline
24.10.2025 08:50

Möglich unauffällig, versuchte er während seines Abgangs Takatas Reaktionen im Auge zu behalten. Ihr Mienenspiel hatte er nicht deuten können, aber nun, als er schon ein paar Schritte gegangen war, erhob sie sich ebenfalls. Nicht sicher, ob sie ihm wirklich folgen, oder woanders hingehen würde, ging er zunächst einfach weiter, doch als er sich sicher war, dass sie ihm hinterher lief - wenn auch seltsamerweise wie ein Welpe, der etwas im Schilde führte- schaute er sie kurz mit einem Lächeln direkt an und wedelte leicht mit der Rute. Auch wenn er sich nicht sicher war, wie es ausgehen würde, freute er sich, dass Takata am Geschehen teilhaben wollte.
Roghir hatte sie offenbar bereits bemerkt und schaute ihnen bereits erwartungsvoll entgegen. Auch ihn und Ayjana begrüßte Niyol rutewedelnd und versuchte sich nebenbei so hinzustellen, dass Takata sich auf seine rechte Seite dazugegeben würde. Auf die Weise, wären beide Fähen möglicht weit voneinander entfernt, ohne dass es groß auffiel.

"Danke, dass ihr gewartet habt.",

Eröffnete Niyol das Gespräch und war sich nicht sicher, ob dies der beste Einstieg war. Da er Roghir und Ayjana ein wenig verärgert zurückgelassen hatte, hatte er jedoch das Bedürfnis sich für ihre Zurückhaltung zu bedanken. Er hoffte nur, dass Ayjana die Anwesenheit von Takata nicht falsch deutete. Den was das Berhältnis der beiden zueinander anging, brauchte er definitiv etwas mehr Zeit. Das Ayjana sich eher im Hintergrund hielt, kam ihm diesbezüglich also entgegen.

"Ich wollte auch euch fragen wie es zu dem Gerangel mit dem Bären kam, bei welchem euch das restliche Rudel seltsamer Weise nur beobachtet hat."

Besonders der letzte Punkt irritierte ihn einfach immernoch. Von Takata hatte er diesbezüglich nichts herausbekommen. Aber immerhin wusste er, dass zwei Chaoten einfach geflüchtet waren, um ihr Fell zu retten. Er war gespannt, wie Roghir und Ayjana über diese beiden sprechen würden.

( Takata, Roghir und Ayjana | Rudelplatz Mondscheinsee)

"Der Wind wird dein Begleiter sein;
Und du wirst ihn vermissen, wenn völlige Ruhe herrscht."

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Takata
ώintersonne .:. ħerzensgut


Alter
4 Jahre
Geschlecht
Fähe
Größe & Gewicht
70cm und 52kg

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Dabei seit: 28.04.2010
Beiträge: 4656

Takata ist offline
28.10.2025 17:13

Seit einer gefühlten Ewigkeit war sie dem dunklen Riesen, Roghir, nicht mehr so nahe gekommen. Das entsprang einer Ironie, denn sie hatte weder Furcht vor ihm, noch fand sie ihn irgendwie abstoßend. Was sie störte, war viel mehr sein Anhängsel: Ayjana. Sie folgte ihm wie ein Schatten und verbiss sich in seiner Zuneigung fest wie eine Zecke im Fleisch des Wirts. Gern hätte sie dem stolzen Rüden geholfen, das Untier loszuwerden, doch anders als bei richtigen Zecken, schaffte es diese durch ihr Äußeres und lieb blinzelnde Augen, seinen Wirt zu umgarnen, sodass er gar nicht genug von ihrem Sog bekommen konnte. Und was saugte diese Zecke mit Namen Ayjana? Nicht sein Blut, das der Körper neu generieren konnte, wenn man von einem solchen Tier gebissen wurde, sondern seine Zuneigung. Sicher, ein bisschen Zuneigung konnte man auf alle verteilen, doch hier bestand ernstlich die Gefahr, dass die Zuneigungszecke alle Liebe, all seine Sympathie aus ihm sog, bis für die übrigen Wölfe des Rudels – auch für sie – nur noch Verachtung übrig war ... Doch was konnte sie schon dagegen tun? Ihm auch hübsche Augen machen, sich also mit an Roghir hängen und ebenfalls aus ihm saugen? Nein, sie wollte keine Zecke sein, auch keine Liebeszecke. Wenn sich Roghir für die Weiße entschied, dann war es eben so. Zwar hatte sie nicht den Eindruck, dass er noch zu freien Entscheidungen im Stande war, seitdem sie ihn einhüllte wie eine Spinne, doch würde sie sich nicht die übrig bleibende Verachtung Roghirs nehmen, wenn sie mit der Zuneigung keinen Erfolg hatte. Sollten sie doch saugen ... sollte sie doch an seiner Zuneigung ertrinken!

Takata beantwortete Niyols kurzes Lächeln ebenso mit einem solchen. Es ehrte sie, dass er ihr diese Chance gab und sie würde alles tun, um sich zusammenzureißen. Auf keinen Fall wollte sie eine Szene riskieren, sodass sie auch noch die Zuneigung des Grauen verlor – wenn diese auch anderer Natur war. Es war ein offenes Geheimnis, dass sie beide auf unterschiedlichen Frequenzen agierten, was mitunter zu kleineren Unstimmigkeiten führte, etwa, als ihr kleiner „Handel“ eben geplatzt war. Nichtsdestotrotz wollte sie auch seine Verachtung nicht, denn es war immer gut, Verbündete zu haben. Oder anders ausgedrückt: Sie wollte nicht schuld sein, wenn es zum Eklat kam. Das sollte Ayjana mal schön allein ausleben.

Interessanterweise kam Niyol noch einmal zum Thema Bär zurück, was die Polarwolffähe unweigerlich wieder an ihre Kopfschmerzen erinnerte. Sie wischte sich mit der weißen Pfote über die Schädeldecke und versuchte, es irgendwie loszuwerden. Dafür hatte sie in respektvollem Abstand neben Niyol Halt gemacht und sah nun aus der mittleren Distanz auf den stattlichen Kerl Namens Roghir. Wieder fragte sie sich, weshalb er nicht die Rolle des Leitwolfs einnehmen wollte. Wer – seit Skadis Ableben – war dieser Rolle besser gewachsen als er? Seine ganze Haltung, sein Auftreten, sein Verhalten ... er spiegelte den Prototypen des weisen Anführers wider ... nur er sah das nicht. Sollte es jedoch so weit kommen, dass er Zecken-Ayjana zur Nummer zwei an seiner Seite erkor, dann würde sie dem Rudel schneller den Rücken kehren, als man die drei Silben Ta-Ka-Ta ausspucken konnte!
Sie hielt sich zurück, denn Niyol hatte den Wuff offensichtlich zuerst an den Dunkeln gewendet. Ja, weshalb hatte niemand außer ihr eingegriffen, als Roghir angegriffen worden war? Ach, stimmt. Es würden sicher keine drei Herzschläge vergehen, eh die Geschichte von der Erretterin Ayjana ausgegraben wurde, die sie angeblich aus der Gefahrenzone geschleift hatte. Aber sicher doch. Und den Bären hatte sie mit einem Nasenstupser zurück in die Höhle geboxt, oder wie?!
Die Fähe vermied es auffallend, ihrer Fellgenossin weiter ab in die Augen zu sehen. Sie würde sie wie Luft behandeln, das war das einzige, was man mit ihr machen konnte ... wenn man sie nicht wegboxen durfte, natürlich nur.

( Niyol, Roghir und Ayjana | Rudelplatz Mondscheinsee)



Hintergrund: Natalia_Kollegova, pixabay | Echoes © L'Âme Immortelle

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Yarok
Beschützer


Alter
2 Jahre
Geschlecht
Rüde
Größe & Gewicht
82cm & 60kg

Charakterbogen
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Dabei seit: 16.10.2018
Beiträge: 149

Yarok ist offline
02.11.2025 17:04

Pan schien ungewöhnlich interessiert an Anouks gefiedertem Begleiter. Yarok spitzte neugierig die Ohren. Ihm war bisher nicht in den Sinn gekommen, dass eine Freundschaft mit Anouk auch eine engere Bindung mit seinem Rabenfreund bedeuten könnte. Es passte einfach noch nicht in das Weltbild des jungen Rüden, sich artfremde Individuen zum Freund zu suchen. Doch das konnte sich ja noch ändern. Er legte einen Moment lang zögernd den Kopf schief und sah dann Karasu direkt an.

"Ich will nicht unhöflich sein, der Umgang mit deiner Art ist mir bisher fremd. Aber könntest du nicht die gesuchte Pflanze aus der Luft noch besser finden, als wir? Verzeih meine Direktheit.", sprach Yarok ein wenig vorsichtig und warf auch Anouk einen knappen, fragenden Blick zu. Er wollte den Raben nicht kränken, indem er ihn als Botenvogel denunzierte. Doch ihm kam diese Idee schlüssig vor und er hoffte, er zerstörte hier nicht die zarten Bande, die er zu Anouk aufgebaut hatte.

Dann wanderte sein Blick weiter zu Pan, dem er ein knappes Nicken schenkte das sagen sollte: ich schließe mich deiner Führung an. Yarok hielt es nur für Vernünftig, wenn Pan diese Rolle übernahm, denn er war älter und erfahrener als Yarok. Und Kachnik hatte mit seiner Geste sehr deutlich gemacht, dass er sich lieber im Hintergrund hielt. Abwartend sah Yarok Pan an. Sollten sie sich aufteilen? Oder würden sie alle gemeinsam losziehen?


[Pan, Kachnik, Anouk, Karasu | Mondscheinsee]

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Yarok am 02.11.2025 17:04.


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Delano
... of the Night


Alter
6 Jahre
Geschlecht
Rüde
Größe & Gewicht
82cm & 69 kg
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Dabei seit: 10.04.2025
Beiträge: 36

Delano ist offline
04.11.2025 00:12

Delano hatte schon die Anzeichen erkannt, dass auch die letzten Reserven der grauen Fähe ihrem Ende zugingen. Irgendwann konnte auch ein starker Geist einen schwachen Körper nicht mehr voran zwingen und diesem Punkt näherten sie sich rapide. So unsicher, wie die Fähe ging, war es für ihn ein Wunder, dass sie es immer wieder schaffte eine Pfote vor die andere zu setzen.

Der Graue unterstütze, wo er konnte, stemmte immer wieder seine Flanke gegen ihre, oder schob sein Haupt unter ihren Hals. Aber er wusste, dass ihre Grenze nun erreicht war. Zum Glück hatten sie auch eine andere Grenze erreicht und zwar das Ende der Eiswüste. Er versuchte die Graue sanft gen Boden gleiten zu lassen, als sie das Bewusstsein verlor. Es war definitiv nicht der beste Platz, aber es war allemal besser, als auf der offenen Fläche, wo er sie das erste Mal gefunden hatte.

Jetzt wo die Nacht hereinbrach kam der Wind immer noch aus dem Wald in Richtung Eiswüste, das hieß, dass aus dem Wald raus, vermutlich niemand sie hat wittern können. Und es wird auch niemand so einfach den Standort der Fähe ausmachen können, wenn er sie nun hier zurück ließ. Delano spulte im Kopf seinen Plan ab, er könnte jetzt zwar einen noch sichereren Ort für die Fähe finden, aber die Priorität lag auf der Versorgung der Fähe. Damit sie ihre Kräfte zurück erlangen konnte, war es wichtig, dass sie Nahrung bekam und für die musste er nun einmal sorgen.

Mit einem letzten Blick zurück, trabte er tiefer in den Wald hinein. Da ihm der Wind entgegen kam, war er guter Hoffnung, dass er etwas erwischen konnte. Nachdem er sich etwas von der Fähe entfernt hatte, blieb er stehen. Er war nicht sehr weit von dem Ort entfernt, wo er das letzte Mal Beute gerissen hatte. Er legte sich hin und wartete. Es war wichtig die Umgebung wieder zur Ruhe kommen zu lassen, vergessen lassen, dass er, der Jäger, da war.

Es dauerte nicht allzu lange, bis eine Haselmaus nichts ahnend vor seiner Nase lang lief. An so einem Tier war nicht viel dran, aber es war dennoch besser als nichts. Er ließ sie näherkommen und wagte dann einen Sprung, aber die Maus war schnell wieder in ihrem Loch verschwunden. Missglückte Jagdversuche gehörten dazu und er verschwendete keine Kraft sich darüber zu ärgern.

Er legte sich einfach ein Stück weiter wieder auf die Lauer und ließ mehrere Mondbreiten vorüberziehen. Kurz darauf kam ein abgemagertes Kaninchen seines Weges, welches sich immer wieder nervös umsah. Auch an dieser Beute war nicht viel dran, aber es blieb dabei, dass magere Beute besser war als keine. Hier schlich Delano sich langsam Schritt für Schritt an und packte das junge unerfahrene Tier dann im Nacken. Es war glücklicherweise keine anstrengende Jagd gewesen, aber Delano blieb ein paar Atemzüge liegen und atmete durch. Die Reise durch die Eiswüste war für ihn jetzt keine riesige Herausforderung gewesen, aber spurlos war sie auch nicht Vorüber gezogen. Dennoch war es Zeit zur Fähe zurückzukehren und seine Beute abzuliefern. Für sich selbst würde er später sorgen müssen.

Als er zurück bei der Fähe war, war die Nacht fast vorüber und näherte er sich vorsichtig. Da er aus der Richtung nichts wittern konnte, musste er durch Sicht feststellen, ob irgendwer die Fähe gefunden hatte, oder ob die Gegend weiterhin sicher war. Zum Glück konnte er nichts feststellen. Die Graue lag immer noch an genau derselben Stelle, wo er sie zurück gelassen hatte. Schnell näherte er sich und kontrollierte, ob sie noch lebte. Als er dies mit ungewohnter Erleichterung festgestellt hatte. Legte er das tote Kaninchen neben ihrer Schnauze nieder und leckte ihr einmal vorsichtig über die Nase. Diese Methode zum Wecken hatte den Vorteil, dass er auch gleichzeitig ihre Temperatur überprüfen konnte. Sie schien weder tödliches Fieber zu sagen, noch erfroren zu sein. Daher hoffte er, dass er sie wecken konnte.

„Wacht auf, Dena! Ihr müsst etwas zu euch nehmen um wieder zu Kräften zu kommen.“

Er hoffte, dass die Fähe stark genug war um die Beute selbstständig zu verzehren, so dass er sich als bald auf den Weg machen könnte um einen geeigneten Unterschlupf für sie beide zu finden.

Be a good boy
Push a little farther now
That wasn't fast enough
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Valdis
Die Eiskönigin


Alter
2 Jahre
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Valdis ist offline
06.11.2025 17:14

Avon drehte sich zu Valdis und seine Stimme klang leise, auf einmal fast schüchtern. Er stotterte leicht und sein Blick hatte etwas, was Valdis nicht ganz deuten konnte. Hatte er Angst? Was befürchtete er? Er hatte doch die achso starke Valdis an seiner Seite! Wovor hatte er Angst, wenn er doch die Graue hatte! Das er ihr dann jedoch widersprach, zeugte von Mut - besser als sein vorheriges Gestotter. Und ja - sie musste zugeben - er hatte Recht. Es wäre für die beiden nicht besonders gut, wenn Cinisca zu den Anderen lief und ausplauderte, wie schlecht sie sie behandelt hatten. Valdis kaute und knirschte unruhig mit den Zähnen. Verdammt...er hatte recht, und ein Teil von ihr wollte es nicht zugeben. Cinisca sollte zu den anderen Wölfen in diesem Land gehen - Valdis hatte kein Interesse daran, weiter mit ihr zusammen zu sein. Sie hoffte sie würden es schaffen, dass Cinisca tatsächlich Stillschweigen bewahrte. Es würde sonst vermutlich nicht gut für sie enden...

Avon strich mit seiner Schnauze durch das Fell an ihrem Kopf und für einen kleinen Augenblick schloss Valdis die Augen und genoß die kleine Geste. Valdis wurde von einem anderen Wolf noch nie so gut behandelt. Jede Zuneigung, jeder kleine Blick, jede sanfte Berührung fühlten sich besser an als alles andere auf dieser Welt.

Der Rüde neben ihr stotterte Cinisca erneut etwas zu und Valdis setzte sich stumm neben ihren Gefährten und lauschte. Er ruderte deutlich zurück und entschuldigte sich für ihr Verhalten - was vielleicht zuträglich war, damit Cinisca sie nicht bei den anderen Wölfen verriet.

Unerwarteterweise bot ihnen die Dunkle die Stirn! Valdis Augen weiteten sich und auf einmal empfand sie Bewunderung für Cinisca. Sie hatte in wenigen Wörtern so viel Stärke gezeigt, dass die Graue völlig verwundert war. Valdis biss die Zähne fest aufeinander. Was sollte sie sagen? Sie war sich vollkommen unsicher.

Ja? Warum hatte sie und Avon das getan? Ihr Blick schweifte zu Avon herüber und in ihrem Kopf sammelte sie die Worte der Antwort. Aber sie hatte keine Ahnung, was sie sagen sollte. Entschuldigung? Du hast recht? Wir sind schlechte Wölfe?

Valdis verspannte sich und wurde immer unruhiger.

"Tut- ...", ihre Stimme brach, "tut mir Leid." Sie knurrte leicht und blickte weg, damit sie Cinisca nicht sehen musste - und dass Cinisca nicht in ihren Augen sah, wie klein und schwach sich Valdis eben fühlte.

"Ich hoffe...die anderen nehmen dich besser auf...", war alles, was sie rausbrachte. Dann sah sie Cinisca in die Augen und der Groll wich langsam. Vielleicht würde sich ein neues, ein richtiges Rudel finden, in dem Cinisca aufgenommen und akzeptiert würde. Nicht das Zweimannrudel was gerade vor ihr stand und was sie so benutzt hatte...

[Avon, Cinisca / Silberfischchensee]

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Roghir
Courageous Fighter


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Roghir ist offline
07.11.2025 10:53

Roghir legte den Kopf leicht schief, um an Niyol vorbei zu der weißen Wölfin zu blicken. Diese schlich den grauen Rüden nach wie eine Großkatze der anvisierten Beute. Misstraurisch geworden schaute er wieder zu Niyol zurück. Takata machte es einem nicht leicht mit ihrem Verhalten, vorallem nicht, wenn man sie nicht einzuordnen wusste. Dieses Schleichen ihrerseits verursachte bei ihm einfach ein ungutes Gefühl - als wäre etwas in Luft. Roghir konzentrierte sich auf Niyol, behielt die weiße Wölfin aber im Blick. Niyol hatte sich bewusst vor ihm positioniert, seine Körpersprache deutete daraufhin. Wollte wohl eine Konfrontation der beiden weißen Fähen vermeiden. Niyol bedankte sich bei ihm und Ayjana und fragte nun nach Details des Bärenangriffes. Roghir sah währendessen nachdenklich zur Seite. Grübelte, wie er es Niyol am Besten erklären sollte. Zwei Chaoten, welches wahrscheinlich noch nicht mal wussten, das ein Bär in der Höhle seinen Schlaf gefunden hatte. Die Flucht der beiden und seit dem nichts mehr gehört. Einem moment lang dachte er noch nach, bevor er Niyol antwort gab:

"Takata und ich waren zurück aus der Eiswüste, wo wir ihren Freund... zurücklassen mussten. Ich hatte gehofft, die Zusammenführung würde anders verlaufen. Valdis... eine graue Wölfin, welches Takata zuvor getroffen hatte, fand ihren Weg mit Pan zu euch. Wir rochen Valdis und Avon. Allerdings befanden die beiden unglücklichweise vor der Bärenhöhle."

, erzählte der schwarze Wolf mit bedächtiger Stimme und sah dabei zum Wald am Rande des Rudelplatzes. Dabei hatte er sich auf die Hinterläufe gesetzt.

"Und aus mir unergründlichen Gründen haben sie den Bären aus seinem Schlaf geholt. Die beiden flohen, während ich und Takata blieben. Da der Bär seinen Zorn auf uns richtete, versuchte ich den Bären wegzulocken. Ich überließ es Takata, ob sie mir half oder nicht. Jedoch attackierte der Bär Takata und schlug sie bewusstlos. Der Rest des Rudels tauchte auf. Ayjana sprang als Einzige Takata zur Hilfe und versuchte sie vom Bären wegzuziehen. Nach einer Weile zog sich der Bär zurück."

, Roghir schaute bei seinen letzten Worten Takata eindringlich und ernst an. Ihm fehlte immer noch, dass Takata sich für Ayjanas Hilfe bedankte. Er schaute zurück zu Niyol und erhob sich.

"Die beiden Chaoten... ich denke nicht, dass sie zurück zu uns wollen. Jedoch bin ich mir nicht sicher, ob sie allein überleben können..."

Der schwarze Wolf sah kurz zu Ayjana hinüber. Vielleicht war sie bereit etwas zu sagen oder hinzuzufügen.

[Bei Takata, Niyol und Ayjana | Rudelplatz | Mondscheinsee]


Lyrics by Visions of Atlantis
Wolf Picture by Lakela (dA), skyfever (dA) Wald (Pixabay, stevepb) & Schrift (Pixabay, ractapopulous)

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Avon
Pas de chenille.
Just une mite laide. Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ


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Avon ist offline
08.11.2025 18:38

Wunderfein! Nachdem sich Avon - es war nicht leicht gewesen - kleinlaut bei der fremden Fähe entschuldigt hatte, nahm diese an, versicherte, dass alles halb so schlimm gewesen war und sie sicher niemandem von ihnen berichten würde, ganz so, wie er es sich wünschte. Was konnte man mehr verlangen?
In einem anderen Universum vielleicht!
Diese Cinisca hier war auf einmal ganz auf Krawall gebürstet, lief zur neuen Hochform auf und sogar ihr Nackenfell richtete sich auf (von wegen gebürstet!). Der Timber tippelte ein paar Schrittchen zurück, bis er fast mit Valdis zusammenstieß. W- was war denn mit der auf einmal los? Sie hätte den Fisch nicht fressen dürfen! Er wusste es. Fisch machte aggressiv! Ob Roghir als Welpe in einen Fischteich gefallen war ...?
Zum Glück intervenierte seine Herzensdame. Ha! Jetzt würde sie ihr den Kopf waschen. Im übertragenen Sinne. In wenigen Herzschlägen würde es keine Cinisca mehr geben, wie sie sie bis eben gekannt hatten. Sie würde ihr die ... Moment. Was bitte? Sie entschuldigte sich!? Hatte sie etwa Angst vor der Fremden? Avon sah seine Angebetete entgeistert an. Warum der Sinneswandel? War sie nicht sonst von der kessen Sorte? Was war mir ihrem Schwur? Cinisca durfte sie nicht verraten, sonst wurden sie beide Roghirfutter!
Der Graue trat langsam ab und sah unsicher in der Gegend herum. Jetzt war er völlig am Ende. Anstatt, dass Cinisca seine Entschuldigung annahm, machte sie ihnen weiter Vorwürfe? Avon hätte sich vielleicht sogar breitschlagen lassen, die Fischfängerin zu den anderen zu führen, falls Valdis mitkam. Doch wenn sie sie dort schlechtmachte und bei Roghir ankreidete, PETZTE!, dann konnte er darauf gut und gern verzichten. Er hing nämlich sehr an seinem Pelz.

„K-komm ... Valdis“, stotterte er und mied den Blickkontakt zu der plötzlich mutierten Fischfängerin. Ein richtiger Haifisch war sie geworden! „G- gehen ... w-wir besser ...“ Er schluckte. „Noch .. ha- haben wir ... Vorsprung.“

Er sah sich schon in der Ferne um, fragte sich insgeheim, wie weit sie diesem Stück Land folgen konnten, bis sie ins Wasser fielen. Aber selbst wenn: Alles war besser, als von der Fremden, die eben noch die Emotionale gemimt hatte, denunziert und dann von den Roghirs und Takatas des Rudels in Stücke gerissen zu werden!
Er stupste Valdis an und lief schon mal ein paar Schritte vor. Cinisca jedenfalls konnten sie vergessen. Sie befand sich gerade voll auf ihrem Rachefeldzug. Da wollte er besser nicht im Wege stehen ...

[Valdis & Cinisca / Silberfischchensee]



Avatarbild © Oliver Matla

Signaturbild CC BY svenja81

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Cinisca
Vom Wind getragen


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Cinisca ist offline
09.11.2025 01:25

"Tut mir leid"..."Ich hoffe... die anderen nehmen dich besser auf..." Hallten Valids' Worte in ihrem verwirrten Schädel nach.

Ciniscas Entgleisung sorgte für die anscheinend aufrichtigste Interaktion zwischen ihr und den zwei Fremden, die es bisher gegeben hatte.

Avon wirkte plötzlich unsicher und selbst Valdis schien jedwede Feindseligkeit fallen zu lassen. Sollte Cinisca in Zukunft vielleicht öfter und kraftvoller für sich einstehen?

Ebenso wie Cinisca von sich überrascht war, war sie es von denen, die offensichtlich mit ihr gespielt hatten. Einzig und allein all die offenen Fragen trübten diesen Moment der Aufrichtigkeit.

Dann sprach Avon davon mit Valdis gehen zu wollen... Als hätte es einen Kampf gegeben, ohne, dass es einen gegeben hatte, wollte er geschlagen von dannen ziehen. Mit Valdis. Ohne, dass es irgendwelche Antworten gab. Ohne, dass Cinisca herausfinden konnte, ob ihre Eltern schlussendlich Recht hatten.

"Halt...", sagte Cinisca daher. Sie wollte diesen Moment der Ehrlichkeit nutzen. Deshalb lag in ihrer Stimme keine Wut mehr, sondern eine Bitte.

"Warum seid ihr vor eurem Rudel geflohen und warum wollt ihr nicht zurück? Was ist euch dort passiert, dass ich eurer Abregung dienen sollte?", es war nur noch die Neugier, die aus Cinisca sprach. Sie musste abwägen, ob sie weiter allein, zu einem unbekannten Rudel mit zwei offensichtlich verängstigten Ausreißern, oder mit den Wölfen ziehen wollte, die sie bisher nur benutzt hatten.

"Ich weiß nicht, ob ihr mir bisher überhaupt zugehört habt, aber ich komme aus einem besonderen Rudel. Es bestand nur aus meinen Eltern und meinen Geschwistern. Meine Eltern meinten, dass man anderen Wölfen nicht vertrauen kann. Das war überhaupt der Grund für diese Isolation von anderen, die... eben kein gutes Ende nahm...", begann Cinisca und hoffte, dass Valdis und Avon sie verstehen würden.

"Mir liegt nichts daran euch zu verraten. Ich bin nur ein einsamer Wolf, der den Kontakt zu anderen nicht gewohnt ist und seit etlichen Vollmonden nur auf sich allein gestellt gewesen ist. Ich habe mich von euch durch die Aufgaben bloßgestellt gefühlt... Irgendwie vorgeführt. So, als hatten meine Eltern Recht. Ich habe keine Ahnung wie es in einem richtigen Rudel ist. Also... Könnt ihr es mir bitte verraten? Wie ist es in eurem Rudel gewesen?", Cinisca hoffte inständig, dass sowohl Avon, als auch Valdis ihr jetzt wirklich zugehört hatten. Und wenn sie dies taten, so hoffte sie, dass sie ihr antworten würden.

Einerseits war Cinisca stolz auf sich, dass sie beharrlich blieb, auf der anderen Seite aber hatte sie großen Respekt, vielleicht Angst, wie es weitergehen würde.

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Pantalaimon
Rabenfürst


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Pantalaimon ist offline
14.11.2025 20:11

Pans Ohren zuckten leicht, als Kachnik vor ihnen fast ins Stolpern geriet. Für einen Moment beobachtete er den jungen, unsicheren Rüden nur. Nicht miteidig, eher mit einer geduldigen Ruhe. Als der Jüngere sich wieder zurückzog, ließ Pan seine Rute kurz über den Boden streifen.
Sein Blick glitt zu Anouk, der den anderen Rüden sanft korrigiert hatte, ohne ihn zu beschämen. Ein zustimmendes Summen vibrierte tief in Pans Brust. „Gut gesehen.“, murmelte er leise, warm, an Anouk gewandt. Dann hob er den Kopf ein Stück und folgte der Richtung, in die der helle Wolf gedeutet hatte.

Doch als Yarok schließlich seinen Blick suchte, offen, fast schon vertrauend, zuckte etwas in Pans Brust. Ein altes, längst verstaubtes Gefühl - Verantwortung. Es fühlte sich nicht schlecht an, aber ungewohnt. Wie ein Pelz, der ihn wärmte, aber nicht ganz der seine war.
Er räusperte sich unmerklich, richtete den Blick auf Anouk, dann auf das Tal hinter ihnen. "Ich denke auch, dass der See, von dem du gesprochen hast, eine gute erste Anlaufstelle ist."

Um sich nicht länger im Mittelpunkt zu fühlen, wandte er sich zu Karasu. Der Rabe hatte Yaroks Frage mit einer Mischung aus Neugier und Skepsis kommentiert, die Pan fast zum Lächeln brachte. „Wenn du uns von oben unterstützen möchtest,“ sagte er leise, und diesmal klang seine Stimme weicher, sicherer vielleicht sogar, „wäre ich dankbar dafür.“

Dann setzte er sich langsam in Bewegung, etwas zögerlich, als müsse er sich erst daran erinnern, wie man sich natürlich an die Spitze einer Gruppe setzt. Schließlich entschied er sich aber ohnehin dazu sich, statt nach vorn zu gehen, leicht versetzt neben Anouk zu positionieren. Immerhin war der schüchterne Rüde irgendwie das Kernelement ihres Suchtrupps.
"Lasst uns erstmal zusammen gehen, am Ufer können wir uns dann aufteilen." Erneut blieb sein Blick an dem trübäugigen Kachnik hängen und er stieß ein ermutigendes Schnaufen aus, bevor er los lief. „Dein Gedanke war gut. Am Wasser werden wir fündig.“

[Kachnik, Anouk, Karasu, Yarok | Mondscheinsee]

'You crave the applause, yet hate the attention, then miss it - Your act is a ruse.'

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Catori
Gefühlswelten


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Catori ist offline
21.11.2025 22:15

Ihr Geist hatte sich tief in ihr Innerstes zurückgezogen. Die Schwere fühlte sich so stark an, als wäre sie in den Boden eingesunken. Leider war auch die Kälte erneut in sie hineingekrochen. Genau das war nämlich die erste Feststellung, als eine fremde Stimme und ein seltsam warm-feuchtes Gefühl an ihrer Nase, ihr Bewusstsein langsam an die Oberfläche zogen. Ihr Körper fühlte sich ihr nicht zugehörig an. Wie ein undefinierbarer Fleischklumpen, mit dem sie zwar irgendwie verbunden war, aber der ihr längst nichtmehr gehörte. Selbst ihre Augenlieder wollten ihr nicht gehorchen. Immer wieder stellte sie sich vor sie zu öffnen, doch das fehlende Gefühl ließ die inneren Befehle ins Leere laufen. Je länger dieser Zustand anhielt, umso unruhiger wurde sie. Sie wollte sehen wo sie war, wer da war. Sie musste sich doch bewegen! Langsam aber sicher schlugen ihre Gefühle in Panik um. Doch als ihr der Gedanke kam, sie könnte ersticken, wenn sie es ebenfalls verlernt hatte zu atmen, stellte sie fest, dass sie genau das bereits hektisch tat. Und jetzt, wo sie endlich irgendein Gefühl für ihren Körper gefunden hatte, öffnete sich auch der Zugang zum Rest. Ein schmerzhafter Ruck ging durch ihren Körper und im nächsten Moment konnte sie endlich die Augen öffnen. Blinzelnd versuchte sie sich zu orientieren. Den Kopf Anheben war noch eine zu große Hürde. Ihre Muskeln zuckten zwar, waren aber nicht zu koordinierteren Bewegungen in der Lage. Insgesamt fühlte sie sich einfach, als wäre sie von einem gigantischen Felsen plattgewalzt worden.
Ein tiefes Seufzen entwich ihrer Kehle und einen Moment später wurde ihr bewusst, was da vor ihr lag. Ohne lange nachzudenken fiel sie über das Kaninchen her. Erst als es verschwunden war, stellte sie erstaunt fest, wie schnell sie sich soeben doch bewegen konnte. Im nächsten Moment kam ihr der erschreckende Gedanke, dass Fleisch für gewöhnlich nicht mal eben vor der Nase auftauchte. Schließlich war sie auch geweckt worden und entgegen einigen Momenten zuvor, war ihr nun nur allzu bewusst, wessen Stimme sie da gehört hatte.
Suchend sah sie sich um und fand den Blick des Grauen, der zu ihrem Glück nochimmer da war. Entschuldigend legte sie die Ohren leicht zurück.

"Tut... Tut mir leid, dass ich alles aufgefressen habe."

Verlegen schaute sie sich um, als wäre es möglich, dass spontan ein anderes Beutetier in ihr Maul hüpfen würde, damit die dem Rüden etwas zurück geben konnte.
Dabei stellte sie fest, dass offensichtlich ein neuer Tag angebrochen war.
Wieder einmal sausten tausend verschiedene Fragen durch ihren Kopf. Glücklicherweise war sie nach ihrer Pause davon nicht wieder hoffnungslos überfordert. Ihr Körper mochte nicht ganz in dem Zustand sein, den sie gerne hätte, aber immerhin funktionierte ihr Kopf wieder. Deswegen konnte sie bewusst entscheiden, zunächst Delanos Reaktion abzuwarten, bevor sie eine ihrer Fragen äußerte.

(Delano | südlich der Polarwüste, an einer Waldgrenze, außerhalb der Karte)

*aktuelle Besonderheit im Aussehen:*
frische Kratzspuren an Ohren&Hinterhaupt / leicht eingerissen Ohr rechts / zerbissener rechter Vorderlauf


"Denn tief im Inneren
schlägt mein Herz."

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Enaid
Doppel-As


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Enaid ist offline
23.11.2025 16:44

Irgendetwas hatte sich verändert, das spürte er als wäre es eine Bewegung in der Luft, ein Geruch, ohne das er es festlegen konnte. Er warf Venryn einen beruhigenden Blick zu, Alpträume hatten sie alle mal - er selbst war sich sicher das der Schattenwolf ihn noch lange in seinen Träumen verfolgen würde. Anschließend richtete Enaid den Blick wieder zum Höhleneingang ohne jedoch tatsächlich etwas wahrnehmen zu können. Und doch war das Gefühl beobachtet zu werden da, nicht alleine zu sein. Er wollte gerade etwas anmerken als er sah wie Chester sich in Bewegung setzte und sich in Richtung Höhleneingang bewegte.

Der helle Rüde warf erneut einen kurzen Blick auf Venryn und Eden bevor er sich vollständig aufrichtete und das Fell kurz ausschüttelte. Chester und er hatten keinen guten Start, das wusste er und auch wenn er dabei blieb das seine Skepsis berechtigt war, würde er Chester nicht alleine lassen falls es gefährlich war sondern ihm den Rücken freihalten - hoffentlich war er dafür wieder fit genug. Er hoffte das Eden bei Venryn blieb, der wie festgefroren schien und schob sich seinerseits näher zum Eingang und blieb seitlich hinter Chester stehen sodass der Durchgang in die Höhle nun vermutlich gänzlich versperrt war. Mit schief gelegtem Kopf und angelegten Ohren blicke er in die Richtung in die auch Chester blickte - und sprach - und wartete ab ob es eine Reaktion des dunklen Schattens gab.

[bei Chester, Venryn, Eden und Ayrin | Höhle]

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Niyol
Und was, wenn ich fliegen kann?


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Niyol ist offline
23.11.2025 18:12

Im ersten Moment funktionierte Niyols Versuch, die beiden Fähen auf Abstand zueinander zu halten. Erfreut huschten seine Augen nocheinmal zu den beiden Fellschwestern, bevor er sich wieder auf Roghir konzentrierte. Es kam ihm zwar irgendwie komisch vor, die beiden Fähen in diesem Gespräch gewissermaßen eine zweite Reihe besetzen zu lassen, aber in der derzeitigen Lage wollte er sie nicht gegen ihren Willen in den Fokus ziehen.
Roghir dachte noch einen Moment nach und holte dann erstaunlich weit in der Vergangenheit aus. Sie hatten einen Freund von Takata zurücklassen müssen? Niyol warf ihr einen Fragenden Blick zu, das musste sie ihm dann später nochmal erklären.
Als er wieder den schwarzen ansah, löste dieser grade das Rätsel um den Namen der fremden Fähe. Valdis hieß also der weibliche Part des Chaotenduos. Insgesamt war allerdings auch Roghirs Herleitung der Situation ein wenig konfus. Konzentriert runzelte Niyol die Stirn und versuchte sich aus den Erzählungen Takatas und Roghirs einen roten Faden zusammen zu basteln. Kurzzeitig wurde er jedoch von Roghirs Formulierung abgelenkt, die ihn schmunzeln ließ: er hatte Takata also nicht befohlen ihm zu helfen? Eine interessante Beziehung hatten die beiden, wenn er das als erwähnenswert empfand.
Als Roghir nun jedoch erwähnte, dass außer Ajyana niemand aus dem Rudel mitgeholfen hatte, wurde Niyol augenblicklich wieder ernst und ein besorgter Ausdruck schlich sich in seine Zuüge. Er hatte natürlich soetwas befürchtet, aber immernoch gehofft, dass die anderen wie er erst aufgetaucht waren, als der Bär bereits fort war.
Normalerweise hätte Niyol auch über Roghirs offensichtliche Aufforderung an Takata, sowie über die gemeinsame Bezeichnung von Avon und dieser Valdis als "Chaoten" gegrinst. Leider war ihm nach dieser Erklärung nicht wirklich zum lachen zu mute. Mit einem Seufzen setzte er sich hin und ging noch einmal das gesagte durch. Auch wenn sich Niyol mehr Details erhofft hatte, so hatte Roghirs Beschreibung der Lage einige Lücken von Takatas Erzählung gefüllt.
Seine Sorge um die beiden Flüchtigen kommentierte Niyol zunächst nur mit einem verärgerten Grummeln.

"Wenn es ihnen schlecht geht, werden sie schon zurück kommen. Wir müssen uns erstmal um den Haufen kümmern, der wenigstens anwesend, aber scheinbar keinen Rudelsinn und unzureichendes Verantwortungsgefühl besitzt."

Zu gerne hätte er sich sofort mit jemandem aus der Gruppe unterhalten, um herauszufinden, warum sie der Meinung gewesen waren, nicht einschreiten zu müssen. Allerdings war es vielleicht sogar besser, sie gemeinsam zur Rede zu stellen. Da er den Kräutertrupp allerdings grade erst losgeschickt hatte, musste er sich wohl oder übel gedulden. Ihre Suche mit einem Ruf abzubrechen würde keinen Vorteil bringen.

"Hast du eine Idee, warum euh der Bär plötzlich wieder in Ruhe gelassen hat?",

stellte er die nächste Frage. Nicht nur die Wölfe hatten sich seltsam verhalten. Auch die Aktion des Bären machte in seinen Augen keinen Sinn. Ob er auch irgendwie krank war?

(Takata, Roghir und Ayjana | Rudelplatz Mondscheinsee)

"Der Wind wird dein Begleiter sein;
Und du wirst ihn vermissen, wenn völlige Ruhe herrscht."

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Takata
ώintersonne .:. ħerzensgut


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Takata ist offline
26.11.2025 23:14

Mussten ihren Freund zurücklassen ... Wieder kamen die brennenden Bilder des toten Lynx vor Augen. Natürlich hatte sie ihn zurücklassen müssen ... er war schließlich tot gewesen. Der Gedanke daran, dass dem nicht so war, dass sie ihn dort zurückgelassen hatte in irgendeiner Art Sopor, machte ihr unheimliche Angst. Sie sah nachdenklich vor sich, vergaß alles andere um sich herum und erinnerte sich daran, wie es Roghir gewesen war, der sie auch diesem tiefen Loch geholt hatte. Erst hatte sie von ihm nichts wissen wollen, hatte ihn fortgeschickt doch er ... hatte nicht locker gelassen und alles daran gesetzt, dass sie sich dem Leben zuwandte, statt dem Tod. Ja, Roghir war ihr heimlicher Held, den sie nur ungern hergab.
Als nächstes berichtete er von dem Timberwolfrüden Namens Avon und von ... Valdis, das war der Name der impertinenten jungen Schreckschraube, die es gewagt hatte, ihr im Angesicht des sterbenden beziehungsweise toten Lynx frech zu kommen. Ihr Nasenrücken legte sich in Falten, während sie nur an dieses Scheusal dachte ... vielleicht eine abtrünnige Schwester Ayjanas? Wer wusste das schon.
Diese beiden, die Bonny und Clyde verkörperten wie das Laub den Herbst, waren also verantwortlich gewesen für das Erscheinen dieses zotteligen Ungeheuers. Erneut keimte Wut in ihr auf und sie nahm sich vor, mindestens einem der beiden den Hals umzudrehen, vielleicht konnte man auch ihrer beider Hälse ineinander verzwirbeln ... es wäre nur gerecht, nachdem, was sie durchgemacht hatte.
Der Gipfel seiner Erklärung aber war die Geschichte von der heldenhaften Ayjana! Oh ja, natürlich, wie hatte sie dieses Märchen nur so schnell vergessen können? Sie hatte sie gerettet! Ayjana hatte den Bären zurück in die Höhle gejagt und sie vor dem Sterben bewahrt – weil sie sie so gut leiden konnte!

„Lüge“, zischte sie viel zu laut und erschrak selbst von ihrem emotionalen Ausreißer.

Ein ehrfürchtiger Blick glitt auf die einzigen beiden Rüden, die noch Hirn hatten und lebendig genug waren, um hierzu zu zählen. Sie wollte weder Niyol verärgern, der ihr gegenüber Mitgefühl und Geduld bewiesen hatte und noch viel weniger Roghir, ihrem Retter aus der Nacht. Er, der er sich längst von diesem weißen Unschuldsengel den Kopf hatte verdrehen lassen, würde es nicht hinnehmen, wenn sie seine neue Freundin als Lügnerin abstrafte. Und doch .. würde sie es nicht über die Lefzen bringen, sich dafür zu entschuldigen. Sie hatte Roghir geholfen! Nicht Ayjana. Und selbst wenn es stimmte, dass sie ihren giftmäuligen Fang an ihrem weißen Fell verewigt hatte, solange Roghir den Bären verprügelte, dann hatte sie das doch nur getan, um ihm zu gefallen! Ja, er dankte ihr dafür, dass sie so eine Heldin war, während er ihr Opfer gar nicht sah. Es machte sie rasend und sie stand kurz davor, zu gehen, als ihr Blick noch einmal feindselig vorbei an Roghir auf die Weiße glitt, bereit, ihr das Tauchen beizubringen.

(Roghir, Niyol & Ayjana | Mondscheinsee)



Hintergrund: Natalia_Kollegova, pixabay | Echoes © L'Âme Immortelle

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Valdis
Die Eiskönigin


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Valdis ist offline
27.11.2025 17:11

"Halt!", rauschten die Worte Cinisicas in ihrem Kopf. Valdis rollte leicht die Augen und unterdrückte ein ärgerliches Knurren. Was war denn jetzt schon wieder? Hatte Valdis sich nicht anders gezeigt, sich sogar entschuldigt!, und nun nervte die Dunkle erneut? Valdis wusste nicht, ob sie lachen oder weinen soll, oder ärgerlich antworten oder ausnahmsweise nett sein...aber Cinisca erstaunte sie doch - wie sie sich entwickelt hatte in der kurzen Zeit ihres Gesprächs. Sie hatte wirklich Stärke bewiesen, was Valdis total gegen den Strich ging - lieber hätte sie sie weiter als Schwächling abgestempelt und dann alleine gelassen.

"Es war kein Platz für uns beide...". War es eine Lüge oder Wahrheit? So richtig kennengelernt hatte Valdis ja niemanden. Es waren alles flüchtige Bekannte. Von der weißen Takata die sie in der Eisschlucht traf, Roghir und auch Pan. Auch die Namen Yarok und Kachnik hatte sie gehört, aber ein großartiger Kontakt war nicht Zustande gekommen.

Cinisca fragte nun erneut, warum sie zum Spielball der beiden gekommen war und Valdis zögerte eine Antwort heraus. "So richtig im Rudel war ich ja gar nicht", antwortete sie und bereute es sofort, "dann hatten wir ein kleines...Braunbärenproblem und sind eben hier angekommen - dann kamst du und den Rest...kennst du ja", knurrte sie.

"Mein Heimatrudel war ebenso ein reines Familienrudel", begann sie sich zu öffnen, "nur meine Eltern und meine vier Geschwister. Soooo besonders ist dein Rudel eben auch nicht!"

"Alles....Gute dir", in ihrer Stimme lag ein Hauch Feindseligkeit und sie blickte die Dunkle scharf an. "Die Antworten auf deine Fragen findest du - vielleicht - bei den Anderen. Deine Eltern hatten Recht. Ich bin der Typus Wolf, vor dem dich deine Eltern gewarnt haben." Sie lächelte süffisant und fühlte sich wieder überlegen.

"Komm. Avon", sagte sie dann, drehte sich um und steckte kurz die Schnauze in Avons Halsfell. Valdis warf Cinisca einen letzten Blick zu und versuchte ihr nonverbal klar zu machen, dass ihre gemeinsame Konversation hiermit beendet war.

[Cinisca, Avon / Silberfischchensee]

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