Anouk
Gefangener des Schicksals [Mod.]
Alter
3 Jahre
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Geschlecht
Rüde
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Größe & Gewicht
65 cm & 50 kg
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Charakterbogen
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Dabei seit: 30.06.2024
Beiträge: 99
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Sich hier zu verstecken, war eine gute Entscheidung gewesen - zumindest für den Moment. Denn hier fühlte er sich sicher, vor allen Blicken geschützt solange niemand genauer hinsah, war das hier ja nicht gerade das beste Versteck. Doch es war besser, als nichts und so lag wenigstens der Fokus nicht gleich auf ihm..dem Neuen. Wie würden die Wölfe wohl auf ihn reagieren? Diese Frage wollte ihn einfach nicht loslassen. Vor allem, da man sein erstes Zusammentreffen mit Niyol ja nicht gerade gut verlaufen war. Wenn alle Wölfe so waren, wie er, oder zumindest nur annähernd, dann..
Nein. Er schüttelte den Kopf und fokussierte sich wieder auf die Wölfe vor ihm. Anstatt darüber nachzudenken sollte er lieber seine vorteilhafte Position nutzen, solange er diese hatte. Es würde sicher nicht lange dauern, bis ihn die anderen Wölfe bemerkten und wenn das hier wirklich die Höhle eines Bären war..dann wollten sie sicher auch so schnell wie möglich wieder von hier verschwinden. Es war also schlauer, die Zeit zum beobachten zu nutzen, die ihm noch blieb.
Zuerst fiel sein Blick dabei auf einen hellgrauen Rüden welcher, soweit er das von seinem Punkt aus einschätzen konnte, etwas verwirrt wirkte. Ein schwarz-brauner Rüde in seiner Nähe versuchte dann, ihn zu beschwichtigen woraufhin dieser allerdings Niyol mit einem fremden Namen ansprach.
Pilgrim.., wiederholte er diesen erneut in seinen Gedanken, so, als könne er ihm dadurch irgendeine Bedeutung geben, doch..da war nichts. Natürlich nicht, kannte er diesen Wolf doch gar nicht. Doch wieso hatte er Niyol so angesprochen? Schließlich fügte er noch etwas hinzu, das sich so anhörte, als hätte er ihn gewittert..oder vielleicht sogar gesehen? Schnell duckte Anouk sich etwas tiefer in den Busch, auch, wenn er wusste, dass das unnütz war sobald man ihn erst Mal gesehen hatte.
Der schwarz-braune Rüde sagte dann an Niyol gewandt, dass Roghir das am besten erklären könne und dass sie am besten verschwinden sollten. Der erste Teil seines Satzes bezog sich wahrscheinlich auf etwas, das der Graue gesagt hatte, kurz bevor er hier eingetroffen war. Doch er sah bei seinen Worten zu dem schwarzen Rüden, der weißen und der cremeweißen Wölfin. Er schätzte, dass das der Name des Rüden war, so kannte er also wenigstens schon mal einen Namen mehr.
Als nächstes sprach der hellbraune Rüde, welcher, bei näherer Betrachtung, eher grau-braun erschien. Er pflichtete dem schwarz-braunen zu und nannte dabei einen weiteren Namen - Pan - und erkundigte sich dann bei Niyol nach seiner Begleitung, um sich dann suchend umzuschauen. Am liebsten würde Anouk sich nun noch tiefer ducken und im Erdboden verschwinden, doch das war leider nicht möglich. Stattdessen wich er instinktiv einen Schritt zurück und legte sogleich die Ohren an. Er wollte nicht so ängstlich sein, doch konnte er auch nicht anders, war doch die Angst sein ständiger Begleiter. Ob das wohl jemals anders sein würde? Nein, viel mehr..ob das wohl jemals wieder anders sein würde? Denn es war ja noch nicht allzu lange her, dass er unbesorgt hatte leben können. Die Angst hatte ihn verlassen und an ihre Stelle war ein viel besseres, schöneres Gefühl getreten..Geborgenheit. Und Ruko war es, der sie verkörpert hatte. Würde es jemals wieder so sein können?
Plötzlich wurde er aus seinen Gedanken gerissen, als eine weiße Wölfin vor Niyols Pfoten plumpste. Er blinzelte ein paar Mal um den Tränenschleier zu vertreiben, der sich wieder hatte bilden wollen und schluckte den Schmerz hinunter. Er musste jetzt stark bleiben und durfte nicht wieder abschweifen. Trotz ihrer unglücklichen Landung begrüßte sie ihn freudig, was er dann erwiderte und sie mit dem Namen Takata begrüßte. War das die vermeintlich verletzte Wölfin? Prüfend blickte er zu der Stelle, wo sich diese bis gerade eben noch befunden hatte und stellte fest, dass sie nun weg war - sie musste es also sein. Was war ihr passiert? Von hier aus konnte er keine Verletzung erkennen, aber vielleicht hatte sie wirklich etwas was auch der Grund sein könnte, warum ihre Pfoten den Halt verloren hatten. Sogleich verspürte er den Drang, sein Versteck zu verlassen und nach ihr zu sehen. Seit seine Mutter ihm ihr Wissen über heilende Pflanzen vermittelt hatte hatte er es sich zur Aufgabe gemacht, zu helfen, wo er konnte - wenn man ihn ließ. Denn die meisten Wölfe aus seinem einstigen Rudel zogen es entweder vor, von ihr behandelt zu werden oder sie kümmerten sich nicht um ihre Verletzungen. Doch wenn er helfen konnte dann hatte er stets gemerkt, wie viel Freude ihm das bereitete. Es war ein erfüllendes, schönes Gefühl gewesen, eine Aufgabe zu haben.
Niyol schlug schließlich auch vor, dass sie diesen Ort verlassen sollten und Anouk wusste nun, dass es langsam Ernst wurde. Sein Versteckspiel neigte sich dem Ende und er musste sich entscheiden - wollte er sich zeigen oder wollte er lieber den Rückzug antreten, solange er noch konnte? Die Wölfe hier machten einen ganz normalen Eindruck auf ihn..jedenfalls nach seinem Maßstab. Denn sehr viele Vergleiche dafür, wie sich normale Wölfe verhielten, hatte er ja nicht.
Der Graue war, während er sprach, im Kreis um die Wölfe gelaufen und kam nun schließlich, in den Wald und damit in seine Richtung schauend, zum stehen. Seine nächsten Worte ließen ihn allerdings so stark zusammenzucken, dass er sich unweigerlich aufrichtete - damit war sein Versteck wohl auch hin. Er fragte Yarok - wieder ein neuer Name - ob dieser ihm und Karasu dabei helfen konnte, den anderen den Weg zum Rudelplatz zu weisen. Hätte er selbst sein Versteck nicht schon verraten, dann wäre es spätestens jetzt zwecklos gewesen, sich noch weiter zu verstecken oder gar zu planen, wieder zu verschwinden. Doch nicht nur das..er sollte die Wölfe zurückführen? Ein Rudel ihm völlig fremder Wölfe? Er, Anouk, sollte die Verantwortung übernehmen? Die ganze Welt um ihn herum schien sich plötzlich zu drehen und er torkelte mehrere Schritte zurück, weg von den Wölfen, bis er mit seinem Hinterteil unsanft an einen Baum stieß, an welchem er dann zum sitzen kam. Mehrmals versuchte er, durch kräftiges Schütteln des Kopfes die Welt um ihn herum wieder zum Stillstand zu bringen, bevor er noch umkippte, doch..das wollte nicht so richtig funktionieren. Deswegen legte er sich schließlich auf den Bauch, vergrub die Schnauze unter den Pfoten und schloss die Augen. Was war, wenn er sie in die Irre führte? Wenn er den Weg nicht zurück fand? Natürlich hatte er noch Karasu, er hatte aus der Luft einen besseren Überblick und könnte dann sicherlich noch aushelfen, aber was war, wenn sie sich aus den Augen verloren? Leicht fing er an, zu zittern. Diese vermeintlich kleine Aufgabe schien ihn zu erdrücken.
Eine Sache, die er immer schon gern gemacht hatte war es, andere Tiere zu beobachten. Denn wenn sich Tiere unbeobachtet fühlten legten sie manchmal die kuriosesten Verhaltensweisen an den Tag - anders war es auch nicht bei den Wölfen. Und schon gar nicht bei diesem Rudel. Gleich der erste Rüde, der sprach, machte einen ziemlich seltsam verwirrten Eindruck. Was war denn mit ihm? noch dazu sprach er dann den Grauen mit einem völlig falschen Namen an. Mit Vermutungen, was ihm fehlte, etwa, wie groß der Tannenzapfen gewesen sein musste, der ihm wohl auf den Kopf gefallen war, hielt er sich zurück - schließlich wollte er sich nicht über andere lustig machen, ohne die Hintergründe zu kennen. Aber..waren solche moralischen Überlegungen überhaupt nötig, wenn er sich schon seinen Spaß daraus machte, andere zu beobachten?
Vielleicht hätte er sich ja solche Überlegungen doch leisten sollen, denn die nächsten Wölfe boten leider keinen Unterhaltungsfaktor. Interessant war höchstens, dass er ein paar Namen aufschnappte. Doch diese Flaute sollte nicht lange anhalten, denn aus dem hinteren Bereich machte sich eine weiße Wölfin auf den Weg zu Niyol. Dass irgendetwas mit ihrem Gang nicht stimmte merkte er gleich - das musste die verletzte Wölfin sein, die zuvor noch auf dem Boden gelegen hatte. Ungelenk wankte sie herüber und erhöhte dann sogar noch ihr Tempo. War sie wirklich so froh, den Grauen zu sehen? Das konnte er sich irgendwie kaum vorstellen. Hätte sie sich lieber die Energie gespart, denn kurz darauf legte sie eine Bruchlandung hin, wie er sie sonst nur von Jungvögeln kannte, die sich das erste Mal im fliegen erprobten, nur um dann - wortwörtlich - Bekanntschaft mit dem harten Boden der Realität machen zu müssen. Als sie dann noch welpenartig zu ihm aufblickte konnte er ein lachen nur schwer unterdrücken. Das war einfach zu ulkig!
Kurz darauf sollte er aber wieder daran erinnert werden, dass die Lage ja eigentlich ernst war. Schließlich befanden sie sich hier bei der Höhle eines Bären! So war er Niyol auch dankbar, dass dieser endlich einen Aufbruch ankurbelte. Eine plötzliche Bewegung von Anouk erschrak ihn dann allerdings, sodass er sofort in die Luft flatterte und dem kleinen Wolf dabei zusah, wie dieser nach hinten torkelte und an einem Baum zum stehen kam, der nur ein paar Schritte entfernt war, um sich dann auf den Bauch zu legen und die Schnauze unter den Pfoten zu vergraben. Was hatte er denn? Schnell landete er vor ihm und stupste seine Schnauze mit dem Schnabel an.
"Anouk? Hey, hörst du mich? Was ist denn los?" Doch keine Reaktion. Er ließ sich Niyols Worte nochmal durch den Kopf gehen - Anouk und er sollten mit Unterstützung durch Yarok die anderen zum Rudelplatz führen. Mehr hatte er doch nicht gesagt, oder? Vorsichtig drückte er seinen Körper an die Seite seiner Schnauze.
"Ganz ruhig, ja? Es kann nichts passieren..ich bin doch schließlich bei dir", versuchte er es dann. Hatte er Angst vor den anderen Wölfen? Denkbar war es bei allem, was er durchgemacht hatte..allerdings hatten sich alle recht normal verhalten. Oder war er vielleicht einfach überfordert, weil es so viele waren?
"W..Was..wenn ich..etwas falsch mache?" Brachte Anouk dann schließlich brüchig hervor und Karasu ahnte, was das Problem war. Sachte rieb er den Schnabel am Fell seiner Schnauze und gab dabei ein leises, tschirpendes Geräusch von sich.
"Ach, Anouk..was soll denn passieren? Der Rudelplatz ist nicht so weit weg..und selbst, wenn wir uns verlaufen - ihr seid Wölfe, ihr habt gute Schnüffler! Und zusammen mit Yarok schaffst du das bestimmt, er kennt sich sicher gut hier aus. Tja, und außerdem habt ihr mich - bisher habe ich immer den Weg zurück gefunden!"
Karasu schaffte es, ihn mit seinen Worten etwas zum schmunzeln zum bringen. Auch ebbte sein Zittern langsam ab, sodass er sich kurz darauf auch wieder aufrichten konnte.
"Danke, Karasu..ich..weiß nicht, was ich ohne dich machen würde", sagte er dann lächelnd und wartete noch einen Moment, bis der Rabe wieder seinen Platz auf seinem Rücken eingenommen hatte. Dann lief er auf noch etwas wackeligen Pfoten auf die Wölfe zu und verließ dann schließlich den schützenden Wald. Nun würden ihn die Wölfe das erste Mal richtig erblicken, es gab nun kein verstecken mehr. Doch er versuchte, sich nicht darauf konzentrieren. Stattdessen sah er zu Yarok und schenkte ihm ein vorsichtiges, flüchtiges Lächeln. Sich nur auf einen Wolf zu fokussieren war fürs erste das einfachste, so fügte er an ihn gewandt, aber eigentlich für alle Umstehenden gedacht, hinzu:
"H..Hallo..Niyol hat mich zwar schon vorgestellt, aber..ich..heiße Anouk..und..der Rabe auf meinem Rücken..ist mein Begleiter und bester Freund, Karasu."
Mehr brachte er zunächst nicht hervor und wandte dann den Blick ab, Richtung Boden. Es fühlte sich an, als würden sämtliche Blicke, unzählige Augen, nun auf ihm liegen und ihn durchbohren. So brachte er für den Moment auch nicht den Mut oder die Kraft auf, wieder nach oben zu sehen. Doch dennoch war es ein gutes und auch befreiendes Gefühl, den ersten Schritt gemacht zu haben. Den Schritt in einen neuen Abschnitt seines Lebens..wie auch immer dieser aussehen mochte.
[Bei Niyol, Shiro, Aarinath, Yarok, Pantalaimon, Kachnik, Roghir, Ayjana, Takata | Bärenhöhle, Nähe Mondscheinsee]
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Valdis
Die Eiskönigin
Alter
2 Jahre
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Geschlecht
Fähe
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Größe & Gewicht
79 cm & 54 kg
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Dabei seit: 24.09.2022
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Avon auf den ersten Blick: couragiert...wortgewandt...offenherzig...
Doch in seinem Kopf schien noch mehr zu passieren, als er zeigte oder sagte. Valdis wünschte sich in diesem Augenblick, in seinen Kopf hinein zu schauen. Was dachte er wohl? Meinte er das alles wirklich ernst? Sie hatte tief in sich eine Verwirrung und eine Angst, dass alles war entweder ein Traum oder eine List. Ihr Bauch rumorte erneut leise und sie blickte starr über das Wasser des Silberfischchensees. Der Wind ließ kleine Kräusel auf der Oberfläche entstehen und ein Blatt, von irgendeinem Baum, tanzte über dem Wasser.
Avons Worte lenkten sie jedoch schnell ab. Er erzählte, dass er hier schon etwas länger verweilte, was Valdis interessant fand. Sie hatte großes Interesse diese neue Gegend auszukundschaften...mit ihm an ihrer Seite. Zwei gegen den Rest des Rudels...Auch die Information, dass die anderen so peut-à-peut dazukamen, verwunderte sie nicht.
"Mh, zurück?", fragte sie, mehr sich selbst. "Oder kennst du noch andere...schöne...Orte?", murmelte sie.
Ihr fiel es gerade schwer, sich zu konzentrieren. Unsicherheit, Angst und Sorge kamen in der Eiskönigin hoch. Was, wenn das alles eine Farce war? Wer hatte es denn schon ernst mit ihr gemeint?
Zu Vertrauen - das war das schwerste auf der Welt für Valdis. Und das hinderte sie daran, diesen Moment einfach zu genießen.
Sie richtete sich auf und schüttelte ihren Pelz, einige daran hängende Blätter wirbelten umher.
"Was ist dein Lieblingsort in diesem Land?", fragte sie dann und musste leicht lächeln. Vielleicht lenkte er sie erneut ab...und sie konnte ihm glauben, dass das alles kein Traum war.
[Avon / Silberfischchensee]
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Takata
ώintersonne .:. ħerzensgut
Alter
4 Jahre
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Geschlecht
Fähe
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Größe & Gewicht
70cm und 52kg
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Dabei seit: 28.04.2010
Beiträge: 4589
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Das alles war sehr viel für sie gerade. Sie hatte vom Bären eins auf den Schädel gedonnert bekommen und träumte nun, Niyol wäre zurück. Außerdem berichtete er von einem Wolf Namens ... Anouk? Und was war mit dem? Er hatte einen Vogel? Die Weiße schüttelte sich und versuchte langsam wieder auf alle Viere zu kommen. Das war das Merkwürdigste, was ihr seit langem untergekommen war. Roghir hatte ihr versucht klar zu machen, dass nicht er allein für das Verschwinden des Untiers, des Bären, verantwortlich war, sondern dass Ayjana ihr geholfen hatte, aus der Schusslinie zu gelangen. Wenn sie ihre schwarze Nase an ihrem weißen Fell entlangfuhr, erkannte sie den Geruch der Weißen. Ihr nächster Blick fuhr herüber zur besagten Fähe, die auf sie immer einen leichtfüßigen, flatterhaften Eindruck gemacht hatte. Sie ... sollte ihr Leben, ihre Gesundheit riskiert haben, um sie zu retten? Sie kannte nur einen Grund, der dafür sprach. Vermutlich ... weil sie ebenso scharf auf Roghirs Segen war. Ebenso? War sie denn scharf auf sein Wohlwollen? Oh doch, durchaus. Es machte ihr etwas aus, was der Schwarze von ihr hielt, war ihr nicht egal. Hatte sie nun unverhofft Konkurrenz? Waren sie am Ende gar ein Paar, schon seit der Zeit vor dem Zusammentreffen mit ihrem Rudel? Ein Knurren braute sich in ihr zusammen bei dem Gedanken, dass die Weiße ihr am Ende etwas ... wegnehmen mochte.
Jetzt aber hatte sie andere Sorgen. Niyol war wieder hier - es war kein Traum - und er erwiderte ihre Begrüßung ungewöhnlich freundlich, was sie mit einem schwachen Lächeln beantwortete sowie einem leichten Ruteschwenken. Fast stupste sie ihn an, doch da wandte er sich schon wieder den nächsten zu. Er erteilte ausgerechnet Shiro den Auftrag, auf sie alle Acht zu geben, damit sie nicht ,von hinten gebissen wurden'. Ob diese Fähe die Richtige dafür war, blieb zweifelhaft. Am Ende war es die Schwarze selbst, de hier jemanden biss. Unter der Obhut Niyols und mit Roghir in der Nähe, so hoffte sie, würde sie aber nicht all zu fest zubeißen. Außerdem rief der Graue dazu auf, dass sie besser das Feld räumten, eh der Bär seinen zweiten Akt hinlegte, worauf besonders sie überhaupt nicht scharf war. Wer wurde schon gern von einem Bären geknutscht, zumal das dritte Mal? Sie stimmte dem Grauen zu und setzte ihren geschwächten Leib in Bewegung.
„K-kannst du ... mich stützen?“
Ihr Blick ging herüber zu Roghir, der gewiss ebenso in Frage gekommen wäre, ihr eine Hilfe beim Laufen zu sein. Sie musste ihn im Blick behalten, da sie fürchtete, dass er am Ende öfter hilflosen Fähen seine starke Schulter anbot. Bei dem Anblick Ayjanas kräuselten sich einmal mehr kaum sichtbar ihre Lefzen zusammen. Selbstlose Retterin? Darauf fiel sie nicht herein. Sie hätte sie dem Bären zum Fraß überlassen, wäre Roghir nicht dabei gewesen. Aber sie würde nicht zulassen, dass sie diesen fähigen und zum Anführer geeigneten Wolf für sich beanspruchte wie ein Stück Beute.
[direkt bei Niyol; Aarinath, Pan, Ayjana, Shiro, Roghir, Kachnik & Anouk/Karasu in der Nähe | entfernt sich von der Bärenhöhle, Nähe Mondscheinsee]
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Yarok
Beschützer
Alter
2 Jahre
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Geschlecht
Rüde
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Größe & Gewicht
82cm & 60kg
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Dabei seit: 16.10.2018
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Zaghaft kam Takata schließlich endlich auf die Pfoten, wenn auch mit deutlich sichtbaren Schwierigkeiten. Yaroks Augen legten sich einen Moment auf Niyol, der sichtlich verwirrt über die aktuelle Situation wirkte. Kein Wunder, schließlich hatte zuvor auch Pan schon zum Aufbruch gedrängt und doch war die Gruppe immer noch hier. Yarok schüttelte sich den Pelz, um die Anspannung abzuschütteln und spitzte dann die Ohren Richtung Niyol, der das Wort ergriff. Dankbar nickte der junge Rüde dem Grauen zu, erfreut darüber, dass er für den Moment die Führung übernahm.
“Klar, mache ich. Danke Niyol!“, antwortete der Rüde und neigte respektvoll den Kopf. Seine Augen suchten die Umgebung ab und entdeckte schnell den fremden Rüden, der sich etwas unbehaglich aus seinem Versteck aufgerichtet hatte und furchtsam in seine Richtung starrte. Yarok machte mit leicht gesenktem Kopf und freundlichem Wedeln einen Schritt auf den Neuling zu, blieb dann jedoch irritiert stehen, als der weiße Rüde ein paar unsichere Schritte zurückwich, bis sein Hintern stumpf gegen einen Baum prallte. Yarok senkte den Kopf weiter, blickte den Fremden beschwichtigend an, doch dieser schien ihn kaum wahrzunehmen, schüttelte sich mehrfach und sackte dann quasi zusammen und vergrub den Kopf unter den Pfoten. Yarok hob verwundert den Kopf und sah sich einen Moment lang hilfesuchend zu Niyol um. Doch der hatte alle Pfoten voll damit zu tun Takata zu stützen und so wandte Yarok zögernd den Blick wieder zurück zu seinem Schützling. Er staunte nicht schlecht, als ein Rabe neben dem fremden Wolf landete und ihm etwas ins Ohr krächzte. Fasziniert beobachte Yarok das Schauspiel, sah erstaunt, wie das Zittern von Anouk immer mehr nachließ und er schließlich den Kopf hob. Der Vogel landete wie selbstverständlich auf dem Rücken des Weißen, der sich auf unsicheren Beinen erhob und langsam auf ihn zukam.
Yarok versuchte weiterhin freundlich und beschwichtigend auszusehen, doch er kam nicht umhin verwundert die Stirn zu runzeln. Er hatte viel Zeit mit Kachnik und Avon verbracht, doch das Verhalten dieses Wolfes toppte sogar die beiden Sonderlinge noch. Fasziniert hob er kurz den Blick und betrachtete den Raben, der offensichtlich so einen starken Einfluss auf den unsicheren Wolf hatte. Das war etwas völlig Neues für Yarok.
Er unterbrach seine Grübeleien, als Anouk das Wort erhob und sich und den Raben vorstellte. Yarok erwiderte sein freundliches Lächeln und auch wenn der Rüde kurz darauf wieder den Kopf senkte und es nicht länger schaffte, ihn anzuschauen war er doch froh, dass er trotz seiner offensichtlichen Angst diesen Schritt gewagt hatte. Vorsichtig näherte sich Yarok ein wenig dem Neuling, sorgfältig darauf bedacht ihn nicht zu verschrecken.
“Freut mich euch kennenzulernen“, antwortete er freundlich und blieb ein paar Wolfslängen vor den beiden stehen. “Ich bin Yarok. Dann lasst uns mal die anderen von hier wegbringen. Bist du soweit, Anouk?“
Er sah über die Schulter zurück zu den anderen und straffte die Schultern. Sie würden das Rudel wohlbehalten zum Rudelplatz führen, doch vorher lag ihm noch etwas anderes auf dem Herzen. Er legte seine Augen auf Niyol, der in diesem Moment für Yarok die Aufgabe des Anführers angenommen hatte.
“Niyol, Avon und Valdis sind noch da draußen irgendwo. Sollte jemand nach ihnen suchen?“, fragte er den Grauen über die Schulter.
[bei Anouk, Niyol, Takata, Shiro, Aarinath, Ayjana, Pantalaimon, Kachnik, Roghir | Bärenhöhle, Nähe Mondscheinsee]
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Anouk
Gefangener des Schicksals [Mod.]
Alter
3 Jahre
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Geschlecht
Rüde
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Größe & Gewicht
65 cm & 50 kg
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Dabei seit: 30.06.2024
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Zwar war er froh, den Schritt auf die Wölfe zu gemacht zu haben, doch pochte sein Herz in seiner Brust immer noch im Angesicht der Tatsache, gleich so viele, neue Gesichter vor sich zu haben - Gesichter mit Augen, die ihn ansehen würden. Augen, die ihn prüfend und neugierig beobachteten. Augen, die sich ihr eigenes Urteil bildeten..wie auch immer dieses aussehen würde. So kam er nicht umhin, sich zu fragen, was die anderen wohl über ihn dachten. Wie sein erster Auftritt auf sie wirkte. Er war sich bewusst, dass er nicht gerade vor Selbstbewusstsein strotzte, doch ändern konnte er das auch nicht einfach so. Würden sie Verständnis für ihn zeigen? Oder würde es wie bei Niyol laufen? Oder noch schlimmer..waren sie gar, wie die Wölfe seines ehemaligen Rudels?
Um diesen Gedanken, alle Gedanken, loszuwerden, zwang er sich, wieder aufzusehen..und sah direkt in das Gesicht von Yarok. Auf ihn hatte er schon aus seinem Versteck einen guten Blick erhaschen können, was er von da aber nicht gesehen hatte, waren seine Augen. Sie trugen einen warmen, bernsteinfarbenen Ton - und diese Wärme schien für einen Moment in ihn einzudringen. Er merkte deutlich, wie er sich entspannte, wie die Anspannung in ihm sich löste, wie die Angst verschwand. Es fühlte sich an wie ein warmer Sonnenstrahl, der in all der Kälte sein Fell küsste und ihn erwärmte. Ohne, dass er es merkte, schlich ein leises Lächeln auf seine Lefzen.
Dann drangen die Worte des hellbraunen Rüden an sein Ohr und er blinzelte ein paar Mal. Was war gerade passiert? Schnell löste er den Blick von Yaroks Augen und hörte den Worten des Rüden zu. Seine Sorgen waren unbegründet, er war freundlich zu ihm und stellte sich nochmal vor. Diese Freundlichkeit wollte er erwidern und ihm ein Lächeln schenken, doch merkte er dann, dass er bereits lächelte. Leicht peinlich berührt legte er die Ohren an und war dann froh, dass Yarok nach seiner Frage, ob er soweit war, nach hinten zu den anderen sah. Er hatte ihm also nicht nur in die Augen gestarrt, sondern auch noch ganz automatisch gelächelt. Insgeheim hoffte er, dass der andere Rüde davon nichts mitbekommen hatte..denn erklären würde er das nicht wirklich können, wusste er doch selbst nicht, was in diesem Moment geschehen war. War er vielleicht einfach nur froh, einem freundlichen Wolf, einem freundlichen Gesicht, zu begegnen?
Er hörte dann zu, wie er Niyol sagte, dass zwei andere Wölfe, Avon und Valdis, noch da draußen waren und wie er dann fragte, ob man vielleicht nach ihnen suchen sollte. Da draußen? Hieß das, sie waren irgendwo im Wald..oder vielleicht sogar..in der Eiswüste? Bei diesem Gedanken stellten sich ihm die Ohren auf, denn er dachte wieder an den weißen Wolf, den er da draußen gefunden hatte. Er hatte Niyol von ihm berichtet, wenn das also einer dieser beiden Wölfe war..dann musste er das doch wissen, oder? Schnell verbannte er den Gedanken daran wieder..er wollte nicht erneut daran denken müssen..noch nicht. Vielleicht würde es zur Ansprache kommen, wenn sie am Rudelplatz waren..spätestens dann musste er sich dieses Bild wieder vor Augen rufen. Und nicht nur das - die Wölfe würden sicher noch mehr Fragen an ihn haben. Er wusste, dass das nicht einfach werden würde..das war es schon bei Niyol nicht. Mit einem leichten, mulmigen Gefühl im Magen, welches von der Angst, aber auch seinem Hunger stammte, seufzte er leise. Wie würden sie wohl reagieren, wenn er ihnen nicht die gewünschten Antworten geben konnte? Würden sie sauer werden? Ihn davon jagen? Er hoffte, dass das nicht der Fall war, und wenn da noch mehr Wölfe waren, die so freundlich waren, wie es bei Yarok zumindest den Anschein machte, dann..gab es sogar einen Grund, zu hoffen.
"Es..freut mich auch, Yarok", entgegnete er dann und lächelte wieder zaghaft. Dann folgte er seinem Blick zu Niyol, welcher die verletzte, weiße Wölfin bei sich hatte. "Ich..bin soweit, ja, aber..was ist mit der Wölfin bei Niyol? Wird sie..den Weg schaffen?"
Er hatte gesehen, dass sie Schwierigkeiten dabei hatte, zu stehen. Jemand würde sie stützen müssen, weswegen sie wohl bei Niyol war. Doch er wusste ja nicht wirklich, was ihr passiert war, so konnte er auch nicht abschätzen, ob das schon reichte oder ob sie auf dem Weg nicht doch wieder zusammen brach. Andererseits..hatten sie denn eine andere Wahl? Wenn das hier die Höhle eines Bären war, worauf alle Zeichen deuteten, dann mussten sie hier dringend weg.
Anders, als Anouk konnte er oftmals die Dinge etwas genauer betrachten. So entging ihm auch nicht, dass Yarok über ihn und Anouk verwundert zu sein schien, jedenfalls machte es den Anschein, als würde der Anblick eines Wolfes in Begleitung eines Raben sein Köpfchen ziemlich anstrengen. Ihn so nachdenklich zu sehen fand er ja schon irgendwie putzig, aber er konnte es ihm auch nicht ganz verdenken, denn er selbst musste zugeben, dass ein solches Gespann nicht ganz üblich war. Doch falsch war daran ja auch nichts - nein, sogar ganz im Gegenteil! Wolf und Rabe ergänzten sich wunderbar, der eine hatte eine gute Nase und scharfe Zähne und der andere konnte fliegen, hatte somit also einen guten Überblick, hatte scharfe Krallen, einen spitzen Schnabel, ein wunderschönes Gefieder..ja, wer wollte schon nicht mit einem solch schönen Geschöpf unterwegs sein? Einen guten Begleiter gab er ganz obendrauf auch noch ab! Der hellbraune Rüde schien sie aber nicht zu verurteilen, sondern sich nur zu wundern, und das rechnete er ihm hoch an. So begrüßte er sie freundlich und wechselte noch ein paar Worte mit Niyol, welcher sich mittlerweile der Wölfin, die so ungelenk vor ihm auf dem Boden gelandet war, angenommen hatte. Zwei Wölfe wurden also vermisst? Na das fing ja gut an! Würde er die beiden schon kennen, dann hätte er sich jetzt vielleicht sogar angeboten, nach ihnen zu suchen, aber selbst wenn man ihm beschrieb, wie die beiden aussahen war das, als würde man ein Blatt im Laubhaufen suchen! Noch dazu kam, dass er Anouk nur ungern verlassen wollte, schon gar nicht, wenn er gleich mehreren fremden Wölfen entgegen stand. Außerdem war er sich sicher, dass die beiden den Weg wieder zurückfinden würden solange ihnen ihre Nasen nicht einfach so abgefallen waren - und dass so etwas passieren konnte, hatte er noch nie gehört, das war also sehr unwahrscheinlich!
[Bei Yarok; Niyol, Shiro, Aarinath, Pantalaimon, Kachnik, Roghir, Ayjana, Takata | Bärenhöhle, Nähe Mondscheinsee]
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Niyol
Und was, wenn ich fliegen kann?
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Rüde
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Größe & Gewicht
79cm, 61kg
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Dabei seit: 22.12.2010
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Yarok war sofort mit Niyols Vorschlag einverstanden. Er schien regelrecht erleichtert, Anweisungen zu bekommen. Normalerweise hätte Niyol bei seinem Danke eine kleine Nachfrage angehängt, aber in Anbetracht der Lage, schluckte er den Kommentar hinunter und begnügte sich damit, kurz den Kopf schief zu legen. Im Endeffekt war er schließlich ziemlich froh, dass die Anderen sich ohne zu murren seinen Vorschlägen fügten. Er bekam nur zur Hälfte mit, was Anouk hinter den Büschen trieb, doch er ahnte schon, dass der Kleine wieder einen Rückfall hatte. Ob er sich alleine fing, oder würde es jetzt problematisch werden? Die Aufgabe war ohnehin eher dazu gedacht, jemanden zu haben, der vorausgeht und um den anderen Anouk nicht vorzuenthalten. Jeder hier wusste schließlich wo der Rudelplatz war. Falls das zulange dauerte, würde er wohl doch umorganisieren müssen. Dachte er noch in dem Moment, als Anouk endlich aus dem Gebüsch hervortrat und sich und seinen Freund nocheinmal selbst vorstellte. Erleichtert, atmete Niyol aus und merkte dadurch erst, dass er soeben den Atem angehalten hatte.
Takata hatte sich inzwischen bereits wieder aufgerappelt. Undzwar ohne, dass er ihr dabei großartig helfen musste, was er als überaus positives Zeichen im Bezug auf ihren Zustand wertete. Trotzdem bemühte er sich sofort, ihre Hüfte mit seiner Schulter zu stabilisieren. Wenn der Hintern nicht wegknickte, würde sie sich vorne schon irgendwie organisieren können. Und im Notfall konnte er sie so mit der Nase in die richtige Richtung stupsen, oder aber im schlimmsten Fall am Nackenfell festhalten. Dass er in diesem Revier nun schon das zweite Mal über diese Option nachdenken musste, war wirklich kurios. Entweder, dieses Gebiet hier war verflucht, oder Takata einfach ein echter Pechvogel.
Bevor Sie sich jedoch wirklich in Bewegung setzten, kam Yarok einmal mehr mit einer Frage um die Ecke. Bisher hatte Niyol noch nicht genug Zeit mit ihm verbracht, um ihn besonders gut einzuschätzen, hier jedoch zeigte sich, dass der hellbraune Rüde wie ein naiver Welpe einen Hang zu situationsunpassenden Fragen hatte. Er war eben erst zurück zum Revier gekommen. Woher sollte er nun wissen, was mit diesen beiden war? Wenn sie wirklich 'da draußen irgendwo' waren, waren sie vermutlich weit genug weg, um nicht durch den Bären in Gefahr zu geraten. Und zumindest in den letzten Minuten, hatten sie offenbar nicht nach Hilfe gerufen. Wenn es vorher der Fall gewesen wäre, hätten die anderen doch hoffentlich bereits darauf reagiert oder? Oder Yarok hätte es zumindest in seiner Frage erwähnt? ~Himmel, ist das eine seltsame Situation.~, dachte er mit einem Kopfschütteln, was gleichzeitig die Einleitung zu seiner Antwort gegenüber Yarok diente.
"Erstmal müssen wir hier weg."
Er sparte sich eine Erwähnung von Eventualitäten, die eine sofortige Suche nach den beiden notwendig machen könnten. Wenn dem so war, würde irgendeiner der Anwesen doch wohl protestieren, wenn er einfach so über dieses Thema hinwegging. Sie hatten schließlich alle ihre eigenen Köpfe zum Denken.
Takata war zum Glück hochmotiviert und schon halb am losgehen, sodass er kurz aufgrund seiner Gedanken den Anschluss verlor. Sogleich bat sie ihn nocheinmal direkt, sie zu stützen. Ich wusste gar nicht, dass es zu meinem üblichen Verhaltensrepertoire gehört, uneingeladen mit den Hüften eines anderen Wolfes zu kuscheln.~ Niyol verkniff sich aufgrund der Situation einen weiteren Kommentar und nickte, während er bereits seinen Platz seitlich versetzt neben ihr einnahm. Hierbei entging ihm Takatas Gesichtsausdruck nicht, als sie sich zu Roghir und Ayjana umsah. Schon vorhin hatte er kurzzeitig ein Grollen neben sich vernommen, es allerdings als Einbildung abgetan, da es für ihn keinen Sinn ergab. Nun jedoch kam ihm dieser leise Laut wieder in den Sinn. Einmal mehr fragte er sich, was in der Weißen vorging. Roghir und Ayjana waren doch sicherlich bei ihr gewesen um zu helfen. Oder verstand er die ganze Situation völlig falsch? Es wurde wirklich Zeit, dass sie zum Rudelplatz kamen und er Zeit hatte, Fragen zu stellen. Immerhin waren sie jetzt endlich auf dem Weg.
"Geht es? Oder soll ich dich irgendwie anders stützen?",
fragte er nach ein paar Schritten. Neben dem eigentlichen Sinn der Frage, war er hierbei auch auf ein paar andere Details ihrer Antwort gespannt.
Nebenher zuckte sein linkes Ohr dennoch immer mal wieder zu den anderen. Noch immer irritierte ihn einiges an dieser Situation.
(Aarinath, Yarok, Pan, Kachnik, Anouk, Shiro, Takata, Ayjana und Roghir | Bärenhöhle, nahe Mondscheinsee)
"Der Wind wird dein Begleiter sein;
Und du wirst ihn vermissen, wenn völlige Ruhe herrscht."
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Niyol am 15.02.2025 20:43.
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Yarok
Beschützer
Alter
2 Jahre
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Geschlecht
Rüde
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Größe & Gewicht
82cm & 60kg
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Charakterbogen
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Dabei seit: 16.10.2018
Beiträge: 137
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Es schien, als hätte Anouk seine anfängliche Panik überwunden. Er lächelte freundlich auf Yaroks Begrüßung hin und der graubraune atmete erleichtert auf. Er hatte sich bereits gefragt, wie er das Nervenbündel auf die Pfoten bekommen sollte. Doch der Rabe schien eine große Rolle zu spielen und so nickte Yarok auch dem Vogel kurz zögerlich zu.
Auf Yaroks Frage an Niyol schüttelte der Graue entschieden den Kopf und befand, dass sie erst einmal verschwinden sollten. Einerseits war Yarok nicht böse darum, schnell zu verschwinden und er war wirklich nicht scharf darauf, noch mehr Zeit mit Avon zu verbringen. Andererseits machte er sich Sorgen um die beiden. Valdis kannte sich hier nicht aus und Avon neigte zur gefährlichen Selbstüberschätzung, zumindest nach Yaroks Einschätzung. Doch er würde nicht widersprechen, die beiden wussten selbst, wo der Rudelplatz war. Vielleicht warteten sie dort bereits auf das restliche Rudel.
Er wandte den Kopf zurück zu Anouk, der besorgt Takata betrachtete und äußerte, dass er nicht sicher war, ob sie den Weg schaffen würde. Yarok selbst hatte da so seine Zweifel, aber jeder Meter, der sie von dem Bären trennte, wäre schon ein Gewinn.
“Wir gehen langsam und behalten sie im Blick. Wenn sie zurückfällt, bemerken wir das schon“, versuchte er Anouk zu beruhigen und warf erneut einen Blick auf den Vogel. Wenn er ihn besser gekannt hätte hätte er ihn vielleicht sogar gebeten, die Strecke aus der Luft zu sichern, doch er wollte auf keinen Fall, dass seine positive Wirkung auf Anouk gefährdet wurde. Nein, sollte er lieber auf dessen Schultern hocken, so lange das dazu führte, dass der Rüde nicht wieder der Panik verfiel.
Yarok schob sich an die Seite seines Schutzbefohlenen und nickte ihm aufmunternd zu. Langsam setzten sie sich in Bewegung, wobei der Rüde immer wieder einen Blick zurück warf, ob das restliche Rudel ihnen folgen konnte.
[bei Anouk und Karasu, Niyol, Takata, Roghir, Pan, Kachnik, Ayjana, Aarinath und Shiro | Mondscheinsee]
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Enaid
Foren As
Alter
2 Jahre
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Geschlecht
Rüde
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Größe & Gewicht
79 cm & 55 kg
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Dabei seit: 05.08.2023
Beiträge: 75
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Es war so schwer, fand Enaid, wach zu bleiben, sich auf Chester und Venryn und Eden zu konzentrieren. Auch wenn er Chester nicht unbedingt ins Herz geschlossen hatte, Enaid war froh nicht alleine zu sein mit Eden, er glaubte nicht das einer von ihnen noch genug Energie hatte um die Umgebung wirklich vollständig überblicken zu können. Als Eden vom Geruch des Schattenwolfes berichtete erschauderte es den hellen vor Ekel, nicht vor Kälte - auch wenn diese tief in seine Knochen biss.
Einen Moment in dem nur ihr Atem zu hören war bevor sich Venryn erstmals beteiligte. Enaid schaute ihn an, ein leichtes lächeln in den Augen. "Ich weiß es nicht, halte es jedoch nicht für unwahrscheinlich. So etwas habe ich noch nicht erlebt, keine Geschichten darüber gehört. Es war ... als wäre er in seinem Körper gefangen, nicht verstehenden das sein Körper eigentlich nicht mehr funktionierte. Schon vor unserem Kampf wirkte er als sei er eigentlich gar nicht in der Lage aufrecht zu stehen und doch..." Seine Gedanken glitten erneut zu dem dunkel Wolf, Mitleid fras sich erbamungslos in sein Herz. "Ich wünschte... wir hätten ihm helfen können.", murmelte er so leise vor sich hin, dass er nicht wusste ob es überhaupt jemand verstand.
Chesters erste Worte quitierte er nur mit einem schnauben, nicht so sehr ob des Inhalts, sondern ob der Tatsache das der bunte offenbar nur Interesse daran hatte ihn zu reizen. Enaid verstand ja, dass seine erste Reaktion vielleicht überspitzt war, doch nach dem was sie erlebt hatten - war es da verwunderlich? Einen Augenblick dachte er nach, ließ die Begegnung vor seinem inneren Auge ablaufen. "Beschwören könnte ich es nicht, der Geruch war ... alles überdeckend. Aber wir haben niemanden gesehen und es schien auch niemand gewillt sich in den Kampf einzumischen. Ich denke er war alleine - zumindest zu dem Zeitpunkt als er auf uns traf. So wirkte er auch." Einsam, verloren, verlassen. "Chester... meinst du, es gibt vielleicht noch mehr die hier rumlaufen?", entsetzen bedeckte seine Stimme.
Ein leichtes seufzen entrang ihm bei den weiteren Worten von Chester und doch, er konnte ihm seine Skepsis nicht vorhalten, hätte er es nicht selbst erlebt, wäre er bei der Geschichte wahrscheinlich selbst angefangen zu zweifeln. "Mir war sowas auch nicht bekannt aber ... es schien als wäre er regelrecht besessen davon Eden zu erwischen, ich war nur ein leidiges Übel was ihm seine Beute streitig machte."
[bei Eden, Chester, Venryn | Kältesturmhalbinsel]
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Avon
Pas de chenille. Just une mite laide. Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
Alter
3 Jahre
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Geschlecht
Rüde
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Größe & Gewicht
67cm, 59kg
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Charakterbogen
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Dabei seit: 29.11.2012
Beiträge: 174
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Am besten waren immer die Antworten, die keine richtigen Antworten waren. Der Timber sah seine Angeherzte abwartend an und nickte bedächtig. Zurück ... und auch nicht. Damit konnte er jetzt auch nicht viel anfangen. Ob er noch einen besseren Ort kannte ... das war schwierig zu sagen, und auch nicht. Zuerst wollte er aber eine volle Dröhnung Schleim absondern, damit sie ihm nicht mehr so schnell entwischte, ohne sich dabei ordentlich auf die Schnauze zu legen!
„Ja ... da, wo du bist.“ Uff. Das war so derbe kitschig, dass es selbst für Avon-Verhältnisse schon grenzwertig war. Hoffentlich reichte sie nicht sofort die Scheidung ein!
Das beantwortete ihre Frage natürlich ebenso wenig wie umgekehrt, womit sie kein Stück weiter waren. Was sollte der denn erwidern? Er kannte keinen besseren Ort als den, wo sie sich ungestört lieben konnten. Naheliegend war ja wohl, dass zwei Wölfe - einer weiblich, einer männlich - ein eigenes Revier gründeten und dort ... noch mehr Wölfe machten. Diese Halbinsel gab das vermutlich sogar platztechnisch her, die Frage war nur immer, ob auch ausreichend Beute vorhanden war. Apropos. Sein Magen knurrte und er hatte Sorge, sie würde es für ein Knurren seinerseits halten.
„Wollen wir erstmal schauen, wo wir was zwischen die Kauleisten bekommen?“ Er sah sie wedelnd an.
Irgendein Häschen, ein Füchschen oder ein Dachs war doch sicher aufzutreiben, oder nicht? Im Zweifelsfall tat es auch ein Vogel, der flügellahm war oder keine Scheu vor Wölfen kannte. Mhh, lecker!
[Valdis / Silberfischchensee]
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Avon am 17.02.2025 12:05.
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Eden
Mitglied
Alter
4 Monate
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Geschlecht
Fähe
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Größe & Gewicht
55cm & 30kg
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Dabei seit: 03.08.2023
Beiträge: 39
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Es war still um sie herum. Abgesehen von ihren knirschenden Schritten und ihrem leisen Gespräch, war nichts zu hören. Doch das war auch wenig überraschend, wenn man bedachte, wo sie sich befanden - in einer Einöde, in denen Schneestürmen die Vorherrschaft oblag. Es gab nur sehr wenige Tiere und Pflanzen, die sich hier überhaupt aufhielten und wenn war die Fläche der Schneedecke so groß, dass man ihnen nicht begegnete.
Venryn, der zurückgezogenere der beiden neuen Wölfe, reagierte äußerst besorgt auf ihre Schilderungen zu dem Angriff, der sie letztendlich in den Fluss verfrachtet hatte. Vorsichtig äußerte er eine Vermutung. Eden überlegte. Der körperliche Zustand des Schattenwolfs hatte denen ihrer verstorbenen Rudelmitglieder zwar geähnelt, allerdings waren diese bei Erreichen dieser Phase längst tot gewesen und hatten nie derartiges Verhalten gezeigt. Trotzdem konnte sie nicht von der Pfote weisen, dass sein beißender Gestank ihr in Teilen bekannt vor gekommen war. Es war nur schwer genauer zu definieren was, da er in der Nase gebrannt hatte wie Feuer.
"Ja, vielleicht.", sagte sie nachdenklich. "Manche Krankheiten sind schlau und können sich anpassen." Gerade mangelte es ihr an den richtigen Worten, um besser zu erklären, was genau sie meinte.
Ein Krächzen zerriss die Stille, als ein Rabe über ihre Köpfe hinweg zog, in seinen Krallen baumelten Reste einer Wühlmaus. Der schwarzgefiederte Vogel ließ sich unweit von ihnen auf einer Felsformation nieder, die wie alles andere auch von einer dicken Schneeschicht überzogen war.
Der Blick der jungen Wölfin folgte ihm neugierig, hatte man ihr doch beigebracht, dass es sich häufig lohnte ihnen etwas Aufmerksamkeit zu schenken. Und tatsächlich öffnete sich der Fels unter den dürren Vogelbeinen zu einem schmalen Höhleneingang.
"Eine Höhle!", rief sie erfreut und erleichtert zugleich und blickte begeistert in die Runde, bevor sie losstürmte, um ihren Fund zu inspizieren. Der Rabe sah unterdessen argwöhnisch auf sie herab und hatte sich daran gemacht sein Beutestück feinsäuberlich in schnabelgerechte Happen zu reißen.
[bei Enaid, Venryn und Chester | Höhleneingang | Kältesturm-Halbinsel]

Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von Eden am 19.02.2025 15:35.
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Ayjana
Herzenswärme
Alter
4 Winter
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Geschlecht
Fähe
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Größe & Gewicht
69cm || 55 kg
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Dabei seit: 21.01.2017
Beiträge: 560
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Aus dem Augenwinkel nahm Ayjana wahr, dass Takata sich zitternden Schrittes in Bewegung setzte, Roghir an ihrer Seite. Wie hatte es Roghir wohl geschafft, Takata zur Rückkehr zum Rudel zu bewegen. Sie würde ihn fragen, wenn es sich ergeben würde. Die Weisse Schritt neben ihrer Fellschwester vorbei und wandte sich freudig an Niyol, Roghir hinter sich lassend. Undankbares Weib. Mit einem kräftigen Kopfnicken setzte sich Ayjana in Bewegung als Niyol vorschlug, die Senke endlich zu verlassen. Ehe sie dies aber taten, bemerke Ayjana wie Takatas Blick schwer auf ihr lastete. Unwillkürlich klappten ihre Ohren zur Seite und die Rute erschlaffte gegen den Boden. Was hatte sie der Weissen nur getan? Takatas Blick hätte sie getötet, wäre das möglich gewesen. Unwillkürlich tat sie einen Schritt nach hinten und rempelte dabei den Schwarzen Rüden an, welcher sich immer noch in ihrer Nähe befunden hatte.
»Tut mir leid Roghir. Ich, ich… habe keine Ahnung was ich Takata getan habe, sie scheint nicht erfreut mich zu sehen.»
Janas Stimme war leise und von Selbstzweifel erfüllt. Ihr Blick war gegen den Boden gerichtet und sie trottete mit den anderen mit, darauf achtend genügend Abstand zwischen ihr und ihrer Fellschwester zu schaffen.
»Wie hast du sie eigentlich dazu bewegen können mit dir zu gehen? Sie war doch sehr aufgebracht, als sie uns verlassen hat?»
Ayjanas Neugierde überwog, als sie sich dazu entschloss, Roghir diese Frage zu stellen. Gespannt wartete sie auf die Antwort, obwohl sie wusste, dass Roghir ein Pfötchen für andere Wölfe hatte. Ihr niedergeschlagener Blick lag abwartend auf dem schwarzen Wolf.
[Direkt bei Roghir hinter Anouk ,Karasu, Niyol, Takata, Roghir, Pan, Kachnik, Aarinath, Shiro und Yarok zum Mondscheinsee trottend.]
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Pantalaimon
Rabenfürst
Alter
5 Jahre
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Geschlecht
Rüde
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Größe & Gewicht
85cm & 55kg
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Dabei seit: 21.11.2021
Beiträge: 86
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Pan warf einen Blick zu Kachnik, der sich noch immer neben ihm befand - gefangen in etwas, das Pan von außen nur als Kurzschluss identifizieren konnte. Wie der Rest des Rudels, setzten auch sie sich in Bewegung und der braune Rüde achtete darauf, dass der verstrahlte Jungwolf mit ihm lief - oder besser gesagt, sich mit einer Mischung aus Unsicherheit und dumpfer Erschöpfung vorwärts bewegte. Die Vorstellung, Takata sei gestorben, schien ihn in einen Strudel aus alten Ängsten zu reißen, und Pan wusste nicht so recht, wie er ihn da herausholen sollte. Er war ein Reisender, jemand, der mit Worten umgehen konnte, doch für das Hier und Jetzt fehlte ihm die Erfahrung. Er war es nicht gewohnt, jemandem Halt zu geben, war er doch stehts allein oder umgeben von Raben gewesen.
Deshalb führte sein Weg ihn fast instinktiv zu Roghir und Ayjana, die bereits ein Stück vor ihnen gingen. Es war naheliegend. Er kannte den Schwarzen am Besten von allen hier anwesenden Wölfen. Immerhin waren sie eine ganze Weile zusammen durch den Schnee gezogen um Takata zu finden und nur ihm war es zu verdanken, dass Pan nun hier war - inmitten eines fremden Rudels, das ihm freundlicherweise nicht sofort den Pelz über die Ohren gezogen hatte.
Und Ayjana … nun, Pan hatte bislang nur wenige Worte mit ihr wechseln können, aber vor der Bärenattacke hatte sie Kachniks Gedankenwirrwarr gut zu händeln gewusst. Vielleicht wäre ihre Anwesenheit auch jetzt wieder von Vorteil, wenn der trübäugige Rüde sich nicht bald aus seiner Trance reißen ließ.
„Komm“, sagte er leise zu Kachnik und schob sich ein wenig näher an den jüngeren Rüden heran, um ihm subtil zu signalisieren, dass er nicht allein war. Dann schloss er mit ihm zu Roghir und Ayjana auf.
Pan hielt sich bewusst etwas zurück, als er merkte, dass die Weiße in ein Gespräch mit Roghir verwickelt war. Ihr Tonfall ließ erahnen, dass Unsicherheit in ihr nagte, und für einen Moment musterte Pan sie aus dem Augenwinkel. Er hatte sie bislang nur am Rande wahrgenommen, aber jetzt fiel ihm auf, wie sehr ihr Blick den Boden suchte, als würde sie sich kleiner machen wollen.
Er gab einen kurzen Laut der Begrüßung von sich, blieb danach aber still um das Gespräch der beiden nicht zu stören. Stattdessen trabten Kachnik und er mit etwas Abstand hinter ihnen her.
[neben Kachnik, bei Roghir und Ayjana | in der Nähe von Niyol, Karasu, Anouk, Takata, Aarinath, Shiro und Yarok]
'You crave the applause, yet hate the attention, then miss it - Your act is a ruse.'
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Anouk
Gefangener des Schicksals [Mod.]
Alter
3 Jahre
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Geschlecht
Rüde
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Größe & Gewicht
65 cm & 50 kg
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Dabei seit: 30.06.2024
Beiträge: 99
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Er lauschte dem Gespräch von Yarok und Niyol und hörte, wie letzterer entschied, dass sie erst Mal hier weg mussten. Hieß das, dass keiner der beiden Wölfe derjenige war, den er im Eis gefunden hatte? Gern würde er aufatmen, doch er war sich unsicher. Vielleicht hatte Niyol diese Entscheidung getroffen, damit sie endlich von hier weg kamen. Doch wieder schob er diesen Gedanken beiseite, er wollte vermeiden, dass ihn die Dunkelheit, die hinter jeder Ecke auf ihn lauerte ihn wieder einnahm und seine Gedanken vernebelte. Er wollte jetzt hier, an diesem Ort sein..und nicht an jenen anderen, dunklen Orten, die sich so in seiner Erinnerung festgesetzt hatten. Allerdings war es kein leichter Akt, diesen zu entkommen und war viel mehr so, als wolle man auf einem dünnen Ast, der kaum Platz für auch nur eine Pfote bot über einen Abgrund balancieren, dessen Schlund geradezu nach einem zu greifen schien. So klammerte er sich an das Hier und Jetzt und sah zu Yarok, als dieser sich wieder ihm zuwandte. Er ging auf seine Frage ein und sagte, sie würden langsam laufen und die verletzte Wölfin im Blick behalten. Dann richtete er den Blick nach oben, vermutlich zu Karasu, und schien etwas sagen zu wollen, hielt sich dann aber zurück. Anouk nickte auf seine Antwort hin und lächelte etwas, zwar würde er gern mehr tun können, doch war es jetzt wichtig, von hier weg zu kommen - so war das vorerst das mindeste, das sie tun konnten. Zumindest..fast. Denn er konnte noch etwas weiteres tun. Er nahm sich vor, auf den Weg zum Rudelplatz schon Mal nach Pflanzen Ausschau zu halten, die der Wölfin helfen könnten. All seine Aufmerksamkeit würde er darauf nicht richten können, musste er ja auch auf den Weg achten, aber ein bisschen konnte er darauf schon achten.
Als Yarok sich dann an seine Seite schob wurde er etwas aus seinen Überlegungen gerissen. Dem hellbraunen Rüden so schnell so nah zu sein hatte er nicht erwartet und für einen Moment fühlte es sich an, als würde er an Ort und Stelle festfrieren. Um sich irgendwie abzulenken musterte er den Rüden für einen Moment und stellte fest, dass sein Fell nicht einfach nur hellbraun war, sondern auch einige graue Stellen besaß. Damit es nicht zu sehr auffiel, was in ihm vorging ließ er den Blick wieder zu Yaroks Gesicht schweifen..und blieb dann abermals bei seinen Augen hängen. Ihr warmer, bernsteinfarbener Ton fing ihn wieder kurz ein, schaffte es aber gleichzeitig, ihn aus seiner Starre zu lösen und seine Muskeln, die sich etwas angespannt hatten, dazu zu bringen, sich zu wieder entspannen. Der graubraune Rüde nickte ihm dann schließlich aufmunternd zu, was dazu führte, dass Anouk ein seltsames Kribbeln in seinem ganzen Körper spürte. Ob dieses guter, oder schlechter Natur war konnte er gar nicht bestimmen. Um der Situation endgültig zu entkommen senkte er den Kopf und nahm mit seiner Nase die Gerüche am Boden auf, während sie sich langsam in Bewegung setzten. Das würde ihm einerseits helfen, den Weg zurück zu finden, andererseits konnte er so aber auch die Gerüche von ein paar der Pflanzen hier aufnehmen. Doch..wonach sollte er überhaupt Ausschau halten? Er wusste ja gar nicht, was der Wölfin fehlte. So hob er seinen Kopf leicht, traute sich aber nicht, diesen ganz zu heben und hoffte, es wirkte so, als wäre er zu beschäftigt, die Fährte aufzunehmen und blickte dann nach oben zu Yarok.
"W..Was ist der Wölfin..denn eigentlich genau passiert?"
Ausnahmsweise, und darüber war er selbst überrascht, war er mit Niyol mal einer Meinung. Sie mussten hier weg, das war wichtiger. Anschließend antwortete Yarok dann noch auf Anouks Frage und er erwischte den Rüden dabei, wie er ihm danach einen Blick zuwarf. Das amüsierte ihn sofort wieder und er legte leicht belustigt den Kopf etwas schief und betrachtete nun wiederum den Rüden.
Wie lange es wohl dauern wird, bis er irgendetwas sagt?, fragte er sich dann und befand es für einen guten Zeitvertreib, ihn einerseits weiter zu beobachten und andererseits gespannt darauf zu warten, wann er sich wohl trauen würde, ihn anzusprechen. Vielleicht würde er auch selbst Yarok zuerst ansprechen, aber noch fand er zu viel Belustigung daran, seine verwirrten Reaktionen zu beobachten. Zwischendurch warf er aber auch einen Blick zur verletzten Wölfin, aber ebenso zum Rest des Rudels, so, wie es Yarok auch tat. Denn vier Augen sahen ja schließlich mehr, als zwei! Und so konnte er auch seiner anderen Aufgabe, nämlich bei Anouk zu bleiben, weiter nachgehen.
[Bei Yarok; Niyol, Shiro, Aarinath, Pantalaimon, Kachnik, Roghir, Ayjana, Takata | Auf dem Weg zum Mondscheinsee]
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Roghir
Courageous Fighter
Alter
3 Jahre alt
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Geschlecht
Rüde
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Größe & Gewicht
80 cm & 58 kg
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Dabei seit: 06.01.2017
Beiträge: 579
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Roghir schaute wachsam auf die zitternde, weiße Fähe in seiner Nähe. Er war erneut stehen geblieben, jedoch ohne es wirklich zu registrieren. Beobachtete die Reaktionen der Weißen. Alles in ihm sehnte sich nach Ruhe, nach einem Platz zum Ausruhen. Das Adrenalin verschwand langsam und somit auch ihre Wirkung, machte Platz für die Müdigkeit und Erschöpfung. Und ihm reichte es für heute. Er sah, wie Takata den Kopf leicht schüttelte, als könnte sie es nicht glauben, was er ihr flüsternd mitgeteilt hatte. Als wäre es so abwegig und absurd. Roghir's bernsteinfarbenen Augen wurden schmal; in ihm wuchs das Bedürfnis, sie dafür zurechtzuweisen. Was war so flüchtig oder falsch, dass eine schüchterne, zurückhaltende Fähe Mut zeigte und einer Artgenossin zur Hilfe eilte? Entsprach es nicht der Vorstellung und Erwartungshaltung von dem, was ihr Charakter war? Wie sie sich gab? Roghir schloss müde und genervt seine Augen und schüttelte betrübt den Kopf. Er war zu erschöpft, um sich darüber Gedanken zu machen. Allerdings würde er es im Hinterkopf behalten. Der schwarze Wolf sah, wie Takata Niyol freudig begrüßte und ihm vor die Pfoten fiel wie ein ungeschickter Welpe. Besorgt klappte eines seiner Ohren zur Seite, immer noch abwartend. Niyol nahm sich nun seinerseits Takata an, worüber er mehr als froh war. Auch verkündete der graue Wolf, dass sie alle vom diesem Ort verschwinden sollten und schickte sich an, die Führung zu übernehmen. Roghir nickte müde, er bekam mehr und mehr den Drang allein zu sein und sich erst mal auszuruhen. Dem schwarzen Rüden wurde jedoch auch ein ihm unbekannter Name in den Gehörgang geschickt, wodurch er sich leicht aufrichtete, um zu sehen, wen Niyol da mitgebracht hatte.
Sein bernsteinfarbener Blick schaute einem Rüden mit sandfarbenem Fell und fast gelblichen Augen ins Gesicht. Er schien sich zurückhaltend im Dickicht der Sträucher versteckt zu haben und kam nun – motiviert von Niyols Worten – aus seinem Versteck. Neugierig betrachtete Roghir den Neuankömmling, schnupperte leicht, um den Geruch des Neuen in sich aufzunehmen. Bei all der Aufregung war er ihm glatt entgangen. Es dauerte ein paar Sekunden bis Roghir auch den schwarzen Vogel entdeckte, der den hellen Rüden begleitete. Sein Fell sträubte sich leicht bei seinem Anblick, sein Nasenrücken kräuselte sich ebenso. Seine Ruter richtete sich etwas auf. Und das nicht im positiven Sinne. Schwarze Vögel verhießen nie etwas Gutes. Zumindest nach seiner Erfahrung nicht. Offenbar gehört der Vogel zum Neuankömmling. Wann und wie kam es eigentlich dazu, dass Vogel und Wolf eine Art „Gemeinschaft“ gebildet hatten? Ungläubig schaute er zum Raben hinüber, konnte es nicht wirklich fassen, was er da sah. Nach ein paar weiteren Sekunden ebbte seine Aufgeregtheit ab. Roghir sah, wie sich Takata, Niyol, Yarok und der Neuankömmling zum Gehen anschickten. Die Frage von Takata an Niyol – wohl auch an ihn gerichtet – überhörte er absichtlich. Er hatte keinen Nerv mehr für sie. Nicht in der jetzigen Situation und nicht in diesem Moment. Sollten sich andere um sie kümmern.
Als er loslaufen wollte, wurde er von Ayjana unabsichtlich aufgehalten, die offenbar ein paar Schritte rückwärts getätigt hatte und ihn dabei anrempelte. Fragend sah er hinunter auf ihren Hinterkopf und spitzte die Ohren. Und er fragte sich erneut; was war passiert, das Ayjana nur so voller Angst war? Oder interpretierte er es einfach nur anhand ihrer Körpersprache, dass es Angst war? Es konnte auch etwas anderes sein. Roghir beschloss, neben Ayjana her zu laufen. Vielleicht konnte er sie ein wenig aufmuntern.
“Bitte entschuldige dich nicht, Ayjana. Ignoriere sie am besten erst Mal. Wir bringen es schon in Erfahrung. Aber für's Erste gehen wir ihr aus dem Weg.“
, flüsterte Roghir freundlich zurück und stupste sie leicht lächelnd an ihrem Nasenrücken an. Er passte sich dem Lauftempo der kleineren, weißen Fähe an. Die Unsicherheit war deutlich aus ihrer Stimme zu vernehmen. Es stimmte ihn ein wenig Traurig, Ayjana so zu sehen. Aber viel machen konnte er nicht; außer ihr beizustehen. Als Freund. Während sie zum Mondscheinsee zurückkehrten, bemerkte Roghir, wie der braune Rüde Pan zusammen mit Kachnik zu ihm und Ayjana aufschloss. Lächelnd nickte er dem Rüden zu und blickte kurz zu Kachnik hinüber. Ihm kam es vor als hätte ihn schon seit Jahren nicht mehr gesehen. Und zum ersten Mal registrierte er auch die milchigen Augen des Rüden. War er blind?! Roghir seufzte innerlich, ärgerte sich über sich selbst, dass er es nicht vorher gesehen hatte. Kachnik konnte sich – obwohl er wahrscheinlich blind war – trotzdem gut orientieren. Zumindest erinnerte sich der schwarze Rüde nicht an einen völlig hilflosen Kachnik. Und gejagt hatte er ja auch. Vermutlich war ihm das nie richtig aufgefallen, weil Kachnik sein Verhalten sehr gut anpassen konnte. Naja, die Blindheit blieb eine Theorie von ihm – ob sie sich bestätigte, stand noch in den Sternen.
Roghir konzentrierte sich wieder auf Ayjana. Ihre Frage darüber, wie er Takata dazu überredet hatte, mit ihm zu kommen, stimmte ihn nachdenklich. Wie erklärte er es am besten...
“Nun...Takata traf einen alten Freund. Sie war vermutlich eine Weile mit ihm unterwegs und aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen, hielten sie sich in der Eiswüste auf. Keine Ahnung, wie sie dort hingelangt waren. Doch...ihr Freund... verstarb. Er stand ihr offenbar sehr nahe. Ich... konnte sie nicht einfach dort lassen. Sie wäre bei ihm geblieben und hätte auf den Tod gewartet. Nein.“
, erzählte Roghir mit ernster Stimme und blickte zu Niyol und Takata. Dann nahm er Bezug auf Ayjana's Fragen:
“Auch Takata verdient es zu leben. Und ich denke, dass ihr Freund es wollte, dass sie lebt, egal, was für Taten sie begangen hatte und wie ihr Charakter ist.“
Der schwarze Wolf sah Ayjana dabei ernst an. Jeder verdient es zu leben, musste jedoch mit den Konsequenzen seines Handelns und seiner Taten klar kommen. Und mit ihr Leben. Als er den See erkennen konnte, verlangsamte er seine Schritte. Seine bernsteinfarbenen Augen suchten nach einem geeigneten Platz, um nicht gleich wieder im Mittelpunkt zu stehen. Etwas weiter weg.
“Kommst du mit mir? Ich könnte etwas ruhigere Gesellschaft gebrauchen.“
, fragte Roghir Ayjana warm lächelnd und setzte sich in die Richtung, wo er ein schattiges Plätzchen unter einer hochgewachsenen Tanne ausgemacht hatte. Er wollte Pan und Kachnik nicht abhängen, aber im Moment wollte und konnte nicht noch mehr kräftezerrende Szenarien gebrauchen. Er bedeute ihnen jedoch mit einem Kopfnicken an, dass auch sie mitkommen könnten, falls sie wollten. Als er angekommen war, schnupperte kurz über den Boden, bevor er sich auf seine Läufe niederließ. Müde legte er sein Kinn auf seine Vorderpfoten. Von diesem Platz aus, hatte er den See im Blick. Und den Rest des Rudels.
[Bei Ayjana, Pan & Kachnik | Rest des Rudels in der Nähe| Am Mondscheinsee]
Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von Roghir am 26.02.2025 11:28.
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Ayjana
Herzenswärme
Alter
4 Winter
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Geschlecht
Fähe
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Größe & Gewicht
69cm || 55 kg
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Dabei seit: 21.01.2017
Beiträge: 560
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Kurz huschte ein Lächeln über die Züge der Wölfin, als Roghir sie aufmunternd aufforderte, dass sie Takata vorerst aus dem Weg gehen sollten. Schnell aber wurden ihre Züge wieder vom Kummer bedeckt. Ayjana mochte solche Disharmonien nicht, ihr Wesen war auf ein harmonisches Miteinander eingestellt. Sie waren ein Rudel, eine Familie, eine Einheit. Sehen aber nicht alle so mein liebes kleines Wölfchen! murrte ihre innere Stimme. Die weisse trottete weiter neben Roghir her, ab und an streiften sich die beiden an den Schultern. Sie fühlte sich wohl in seiner Nähe, schien er ihr doch eine gewisse Sicherheit zu vermitteln.
»Weisst du, aus dem Weg gehen finde ich eine großartige Idee.» ihre Stimme klang rau und der Tonfall war immer noch gesenkt. » Ich befürchte nur, dass ich mich auf Dauer nicht von ihr verstecken kann und ich weiss wirklich nicht, was sie eigentlich von mir will.» murmelte sie schliesslich abschliessend. Kurz flackerte das Szenario am See wieder hoch, als Takata Ayjana ebenfalls schon harsch angegangen war.
Die weisse Wölfin wandte kurz den Kopf, als hinter ihr ein leiser Gruss erklang. Pan hatte sich ihnen gemeinsam mit Kachnik angeschlossen. Ein warmes Gefühl durchdrang sie. Mit Pan hatte sich zwar noch nicht viel zu tun gehabt, doch fand sie es äusserst sympathisch von dem schwarz-braunen Wolf, dass er sich Kachnik angenommen hatte und diesen mit sich zog. Kachnik wirkte immer noch, als wäre er nicht ganz auf dieser Erde und immer noch stieg das Gefühl von Mitleid in ihr auf. Was hatte der Jungwolf bloss? Sie schob ihre bedrückte Mimik beiseite und warf den beiden Rüden ein warmes Lächeln zu. »Geht es euch beiden gut?»
Gottchen, weshalb zum Teufel sorgst du dich denn eigentlich immer um die anderen du Dummschädel?!
Es war eine kleine Weile vergangen, ehe Roghir zur Antwort auf ihre Frage ansetzte. Nachdenklich blickte sie den Rüden, während sie weitergingen und er zu sprechen begann, an. Ganz, ganz kurz nur flammte ein kleiner böser Gedanke auf. Wäre sie doch besser dort geblieben! Als hätte der Schwarze ihre Gedanken gelesen, schien er ihr zu antworten. Innerlich beschämt pflichtete sie Roghir bei.
»Du hast Recht, was auch immer war. Niemand hat solch einen Tod verdient und zudem auch noch einen solch einsamen Tod.» seufzte sie schliesslich leise. »Weisst du, sie hat Glück, dass du sie gefunden hast.» lange warf sie dem Schwarzen einen warmen Blick zu. Sie war dennoch froh um jede Pfote Abstand, welche sich zwischen Takata und ihr bildete.
Leises Wellengeplätscher drang an ihre plüschigen Ohren und verriet ihr, dass sie sich bereits nahe dem See befanden. Sie war kurz stehen geblieben, während der Schwarze bereits weiter gelaufen war nach seiner Frage. Kurz blickte sie sich nach Pan und Kachnik um, sie würden sicher auch mitkommen, wenn sie dies wollten.
Dankbar dafür, dass sie sich Roghir anschliessen durfte, trabte sie dem grossen Wolf hinterher. Ihre Pfoten schwebten beinahe über den weichen Boden und schliesslich setzte sie sich neben den Schwarzen in den Schatten der hochgewachsenen Tanne. Hier schien alles friedlich und ruhig zu sein. Genauso wie sie es mochte.
»Geht es dir gut Roghir?» es hatte ihn bisher niemand nach seinem Befinden gefragt und er hatte schliesslich einen anstrengenden Marsch mit anschliessendem Kampf mit dem Bären hinter sich. Nun wirkte der Rüde müde und kraftlos. Kurz stupste sie den Schwarzen sanft Hals an. »Ich hoffe, es wird nun etwas ruhiger.» meinte sie und legte sich schliesslich neben den schwarzen auf den Boden. Langsam verschwand ihr schlechtes Gefühl und machte wieder einer wohligen Geborgenheit Platz.
Eine Weile war es still.
»Weisst du, als ich klein war, war ich oft mit meinen Geschwistern am See. Wir sind an einem aufgewachsen.» bei den Worten und der Erinnerung an ihre Geschwister breitete sich unweigerlich ein Lächeln auf ihren Zügen aus. Nachdenklich blickte sie bei ihren Worten auf den See. »Es erinnert mich an zuhause, wenn ich am Ufer eines Sees liegen kann und diesen flüstern höre.» verträumt blickte sie auf das Wasser, schien zurück in ihrer alten Heimat. Ehe sie ein eiskalter Gedanke einholte.
Mizzi…!
[Bei Roghir, Pan & Kachnik | Rest des Rudels in der Nähe | am Mondscheinsee]
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Ayjana am 27.02.2025 15:49.
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Takata
ώintersonne .:. ħerzensgut
Alter
4 Jahre
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Geschlecht
Fähe
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Größe & Gewicht
70cm und 52kg
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Charakterbogen
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Dabei seit: 28.04.2010
Beiträge: 4589
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Schlaff und entkräftet hing sie da, nur gehalten von ihrem alten Bekannten, Niyol. Sie war ihm dankbar dafür, die Hilfe nicht abzulehnen, auch wenn es auf die Umstehenden komisch wirken musste. Als er nachfragte, ob er anders stützen sollte, verneinte sie schwach. Das würde nicht nötig sein.
Nach einiger Zeit kamen sie beim alten Rudelplatz an. Schreckliche Erinnerungen an Skadis gewaltsames Ableben wurden wieder wach und ein kalter Schauer fuhr ihr durch das Mark. Im Grunde hätten sie nach einem neuen Platz suchen sollen, doch wenn ihnen überall neue schreckliche Erlebnisse drohten, brachte das nicht viel. Entkräftet und müde ließ sie sich am Ufer des Sees nieder und strich sich mit der Pfote den Kopf. Dieser tat ihr immer noch weh und sie sehnte sich nach etwas Ruhe und Schlaf. Vorerst jedoch sah sie zu dem ungewöhnliche kavalierhaften Niyol auf und piepste ein vorsichtiges Danke. Sie wusste, dass sie sich in der Vergangenheit nicht unbedingt nahe gewesen waren. Doch in Tagen wie diesen war sie über alles froh, dass noch aus der ,guten alten Zeit’ stammte und nicht neu und ungewohnt – unsicher – wirkte wie … wie etwa der Wolf mit dem Vogel. Wollte der etwa mit zu ihrem Rudelplatz? Gehörte er überhaupt dazu? Sie überlegte, wie Skadi darüber gedacht hätte. Ein Vogel im Rudel. Konnte ihre Meute mehr verkommen? Leicht verstört, unzufrieden hierüber, schwenkte sie den Blick woanders hin. Das war ein Fehler. Sie sah gerade noch, wie Roghir weiter ab mit Ayjana verschwand. Er hatte ja keine Gelegenheit ausgelassen, sie in einem guten Licht dastehen zu lassen. Ayjana die Retterin. Dafür sah sie aber reichlich unversehrt aus. Doch wie hatte sie ihn dazu bringen können, das zu glauben? Dieses Weib verdrehte dem Rüden den Kopf! Ein tiefer Groll kam in ihr auf, der sich in einem Gesicht widerspiegelte, das dem nicht unähnlich war, wenn man auf etwas sehr Saures biss. Besser, sie blendete die verwunschene Fee schnell aus und sah wieder zu dem Kavalier über ihr auf.
„Wo … wo warst du … Niyol? Wo bist du gewesen?“
Er war einige Zeit fort gewesen. Sie auch. Doch sie hatte einen guten Grund gehabt, dem Rudel fern zu bleiben, hatte es nicht anstecken wollen. Wusste nicht, dass die Gefahr längst unter ihnen weilte. Ihr wollte es egal sein. Wenn die unbekannte Gefahr sie einholte, würde sie sich ihrem Schicksal ergeben. Es hatte selbst ihre große Leitwölfin dahingerafft warum nicht auch sie. Dabei hatte sie schon eine Menge Wölfe sterben sehen. Tihar. Welch unrühmliches Ende er doch durchgemacht hatte. Jetzt war sie froh über alle, die aus der Zeit von früher noch hier waren, an deren Flanke sie sich noch schmiegen konnte, weil sie vertraut rochen. Ob es zu viel verlangt war, ihn zu fragen, ob er ihren Kopf lecken würde, der Schmerzen wegen?
„Mein Kopf … es schmerzt noch immer.“
Sie deutete an, ihr Haupt gegen ihn drücken zu wollen, als war es allgemein bekannt, dass von einem Niyol, heilende Kräfte ausgingen.
„Kannst du nicht was dagegen tun?“
Sie lächelte, dabei fiel es ihr schwer, denn im Grunde war es nicht er, den sie begehrte. Ein flüchtiger Blick hinüber zu dem dunklen Wolf, der, als sie allein gewesen waren, eine heldenhafte Figur gemacht hatte. Jetzt war er wieder ganz unter der Fuchtel der Weibchen des Rudels. Am Ende warf sich selbst Shiro noch auf ihn … brrr. Zum Glück war diese Ungewitterziege noch nicht am Rudelplatz angekommen. Dafür trudelten immer mehr andere Wölfe ein. Der ruhige schwarze Rüde, dessen Name ihr gerade entfallen war. Er kam in Begleitung des Milchauges, dessen Pelz wie gebraucht wirkte. Wo waren eigentlich die Zimtzicke und der unbeholfene Timberwolf hin? Hatte der Bär sie gefressen und daher von ihr abgelassen? Es wäre nicht das schlimmste zu erwartende Ende gewesen, urteilte sie. Ganz im Gegenteil. Zwei Ärger-Macher, die ihr sicher nicht fehlen würden.
(Roghir; Pan, Yarok, Kachnik, Roghir, Ayjana, Anouk & Karasu in der Nähe / Mondscheinsee)
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Pantalaimon
Rabenfürst
Alter
5 Jahre
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Geschlecht
Rüde
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Größe & Gewicht
85cm & 55kg
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Beiträge: 86
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Pan war froh, dass er sich der kleinen Gruppe bestehend aus Roghir und Ayjana anschließen konnte. Es war ihm nicht entgangen, dass Kachnik immer noch in seinem eigenen Kopf gefangen war, das Fehlen von klaren Gedanken und seine innere Unruhe spiegelten sich in jedem unsicheren Schritt, den der Jungwolf tat. Pan hatte sich neben ihm gehalten, in der Hoffnung, etwas Halt zu bieten. Doch auch er wusste, dass er nicht der richtige war, um das wütende Wirrwarr in Kachnik zu entwirren. Dieser Zustand war neu für den braunen Rüden, ein Zustand, in dem er keine Worte fand, um zu helfen, weil er sich selbst in so vielen Situationen niemals auf andere verlassen hatte. Er war ein Wanderer, ein Einzelgänger. Doch hier, inmitten dieses Rudels, musste er etwas anderes lernen.
Als sie sich dem Schatten der hohen Tannen näherten, in dem Roghir und Ayjana bereits Platz genommen hatten, nahm Pan die Gelegenheit wahr, einen Moment innezuhalten und Kachnik ein wenig Ruhe zu gönnen. Es war nicht seine Art, sich direkt in Gespräche einzumischen, aber er hatte das Gefühl, dass der jüngere Wolf momentan nichts mehr hörte als das Pochen seiner eigenen Angst.
Er wusste, dass er nicht der Anführer des Rudels war, nicht der, der die Rolle des tröstenden Freundes übernehmen konnte, aber er wollte ihm trotzdem ein Gefühl von Sicherheit geben. Kachnik war ein bisschen wie er – auf der Flucht, zurückhaltend, aber tief in sich selbst gefangen. Pan war sich nur nicht sicher, wie er den anderen helfen konnte, sich wieder zu finden.
Leise vernahm er Ayjanas Stimme, die sanft, aber besorgt klang, und Roghirs beruhigendes Murmeln. Er hatte das Gefühl, dass hier etwas Wichtigeres geschah, als das, was sie gerade in diesem Moment durchmachten. Die Gespräche um ihn herum verflossen wie das Wasser eines Baches, aber Pan hörte in jedem Wort ein Stück von dem, was er selbst suchte: eine Ruhe, die er vielleicht nie gekannt hatte, ein Verständnis, das jenseits seiner eigenen Erfahrungen lag.
Pan nahm wahr, wie tief das Gespräch zwischen den dem schwarzen Rüden und seinem hellen Gegenüber ging. Etwas in der Atmosphäre sagte ihm, dass es wichtig war, ihnen den Raum zu lassen, den sie brauchten. Ohne ein Wort folgte er der freundlichen Einladung, doch er hielt Abstand – wollte sich nicht aufdrängen, nicht in etwas eingreifen, das ihn nichts anging. Statt sich näher an die beiden zu setzen, blieb er etwas zurück, in der Nähe, aber nicht zu nah. Kachnik war noch immer in seiner eigenen Welt gefangen, und Pan spürte die schwere Unsicherheit, die den jungen Rüden umhüllte.
Er ließ sich neben ihm nieder, legte vorsichtig seinen Blick auf den erschöpften Jungwolf und versuchte, in der Stille eine Art von Trost zu spenden. Die Gespräche der anderen gingen an ihm vorbei, doch er hörte zu, einfach um die Präsenz der Gruppe zu spüren. Es war ein Moment der Ruhe, der sich wie ein zartes Band der Verbindung über alle legte, der sie für einen Augenblick aus der Erschöpfung und dem Schmerz herauszog.
[neben Kachnik, bei Ayjana und Roghir | Rest des Rudels in der Nähe | Mondscheinsee]
'You crave the applause, yet hate the attention, then miss it - Your act is a ruse.'
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Pantalaimon am 03.03.2025 18:45.
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Niyol
Und was, wenn ich fliegen kann?
Alter
4 Jahre
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Rüde
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Größe & Gewicht
79cm, 61kg
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Da seine Priorität darauf lag, schnell vom Bären weg und mit allen am Rudelplatz anzukommen, sprach er Takata nach ihrer Verneinung kein weiteres Mal an. Insgesamt legten sie den Weg erstaunlich schnell und ohne jegliche Unterbrechung zurück. Niyol hatte erwartet, dass Takata zwischendurch eine Pause brauchen und generell, dass die Anderen sie abhängen würden, doch dem war erstaunlicherweise nicht so.
Als sie an dem Ufer des Mondscheinsees ankamen, ließ sich Takata zu Boden sinken, strich sich einmal mit der Pfote über den Kopf und ließ dann ein kurzes "Danke" verlauten. Sie schien mittlerweile erstaunlich verhalten, als wäre ihr die Situation peinlich. Gleichzeitig war ihr einmal mehr der Argwohn gegenüber den anderen anzusehen. Mit einem Schnaufen ließ sich der Graue auf die Hinterläufe sinken und gönnte sich den Moment, die anderen ebenfalls kurz zu mustern. Die Lage war nicht gut. Und damit meinte er nicht unbedingt den vergangenen, äußerst gefährlichen Vorfall. Das Rudel, wenn man sie denn so nennen wollte, war bereits vor der Ankunft auf der Storchenhalbinsel gespalten gewesen. Nun waren in ziemlich kurzer Zeit so viele neue Wölfe gekommen, die sich zwar alle dem Gedanken eines Rudels unter Skadi gefügt hatten, aber zwischen welchen nur spärlich irgendwelche Bindungen entstanden waren. Ohne Skadi fielen sie auseinander, denn nur sie war die anerkannte Verbindung zwischen ihnen gewesen. Es gab weder genügend emotionale Bindungen, noch ein stabiles Rudelgefüge -abgesehen von der offensichtlich fehlenden Leitwölfin- , auf dass sie sich verlassen konnten. Generell befürchtete Niyol aufgrund der Situation, in welcher er sich beim Auftauchen wiedergefunden hatte, dass Vertrauen etwas war, dass in ihrem Rudel grundlegend an mehreren Ecken fehlte. Skadi hatte mit ihrer Stärke so viel kompensiert. Seufzend schloss Niyol die Augen, als er bei diesen Gedanken wieder von Trauer überspühlt wurde. Mit einem tiefen Atemzug versuchte er diese Gefühlswelt niederzuringen und lenkte seine Gedanken schwermütig zurück in die Gegenwart.
Takatas Frage mutete beinahe etwas vorwurfsvoll an, doch besonders bei Takata würde er sich nicht in emotionale Interpretationen verstricken lassen.
"Ich war sowohl auf der Suche nach dir, als auch nach ...meiner inneren Balance."
Ein halbherzig Grinsen schlich auf sein Gesicht und er schaute sich einmal mehr auf dem Rudelplatz um, einfach nur, um sich nicht erneut in Vergangenem zu verlieren. Die Situation des 'Rudels' machte ihm seine eigene Zerissenheit aufgrund Skadis Fehlen ziemlich bewusst. Allein schon, wie sich die Wölfe hier verteilten. Er wollte, dass Skadis Einsatz nicht umsonst war. Aber er bekam immer mehr das Gefühl, dass sein erster Eindruck bei der Bärenhöhle sich bestätigte.
"Takata,...",
Weil die Weiße ebenfalls angefangen hatte zu sprechen, hielt er inne und hörte ihr zuerst zu und stutzte. Takata schien seit jeher eine völlig andere Denkweise als er zu haben. Eben noch hatte er das Gefühl, dass ihr seine Hilfe und damit verbundene Nähe irgendwie unangenehm war und jetzt sollte er sie trösten? Ausgerechnet er, der sich immer möglichst vor derart emotionaler Kommunikation drückte. Sie musste wirklich verzweifelt sein, denn er war stets darauf bedacht, in niemandem die Idee nach Nähe zu ihm aufkommen zu lassen. Und das nicht nur auf romantischer Ebene.
Takata verfolgte bereits wieder das Geschehen auf dem Platz, während Niyol mit sich rang. Er würde eine Entscheidung treffen müssen. Er spürte es tief im Inneren, dass er genau jetzt damit begann auszuloten, ob er einen Grundsatz seiner selbst für eine neue Wahrheit aufgeben würde. Takatas Kopf zu berühren würde seine Grenzen gegenüber der Gemeinschaft verschieben, die er bisher gesetzt hatte. Auch wenn es vielleicht zunächst niemand sonst bemerkte.
Mit einem tonlosem Seufzen ließ er die angehaltene Luft aus seinen Lungen fließen, bevor er tatsächlich etwas holprig mit der Zunge über Takatas Kopf fuhr.
"Ich befürchte du wirst noch eine Weile etwas von dieser Begegnung haben.",
Puh, an sowas musste er sich wohl gewöhnen, denn leider sah er momentan keinen anderen Weg.
"Kannst du mir sagen, was passiert ist? Ich weiß, du warst kurz weggetreten, aber mich interessiert vor allem, was ihr überhaupt dort bei einem Bären zu suchen hattet."
Diese Frage interessierte ihn wirklich brennend, denn sie und wie es daraufhin zu der Lage gekommen war, die er vorgefunden hatte, war entscheidend dafür, wie es weitergehen würde. Im Endeffekt würde er anhand dieser Situation vermutlich die Lage ihrer Gemeinschaft ganz gut einschätzen können.
Leider hatte er hierbei überhaupt kein gutes Gefühl.
(Takata | Aarinath, Yarok, Pan, Kachnik, Anouk, Shiro, Ayjana und Roghir | Rudelplatz Mondscheinsee)
"Der Wind wird dein Begleiter sein;
Und du wirst ihn vermissen, wenn völlige Ruhe herrscht."
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Niyol am 07.03.2025 19:34.
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Venryn
zwischen Licht & Schatten
Alter
5 Jahre
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Geschlecht
Rüde
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Größe & Gewicht
81cm & 54kg
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Charakterbogen
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Dabei seit: 29.11.2023
Beiträge: 35
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Chesters Fragen zu einem weiteren Wolf beunruhigten Venryn insgeheim. Würde sie es schaffen, mit mehreren kranken, aggressiven Wölfen fertig zu werden? Er blickte zu Eden, der mittlerweile völlig erschöpft aussah. Er würde einen weiteren Angriff vermutlich nicht überstehen; Venryn selbst würde es danach wahrscheinlich genauso gehen wie Eden; Chester konnte es vermutlich mit jemandem aufnehmen; und Enaid konnte er beim besten Willen nicht einschätzen. Er hatte zwar den einen Angriff gut überstanden, aber hieß nicht, dass er auch weitere schaffen würde.
Venryn schüttelte den Kopf, um die düsteren Gedanken zu verdrängen. Immerhin meinte Enaid, der Angreifer war alleine gewesen. Also gab es vorerst keinen Grund, sich deswegen Sorgen zu machen. Chester schien über seine Frage allerdings nicht erfreut zu sein, sah ihn streng an, so als ob Venryn nicht hätte fragen dürfen. Sofort bereute er überhaupt etwas gesagt zu haben. Auch Enaids Antwort beruhigte ihn nicht wirklich. Wenigstens war Enaid nicht ganz so verärgert über seine absurde Frage und stimmte ihm sogar zu. Es war trotzdem ziemlich seltsam. Doch er traute sich nun nicht mehr weiter nachzufragen, um die angespannte Stimmung nicht noch mehr zu reizen.
Seine Aufmerksamkeit wurde in diesem Moment auf etwas anderes gelenkt. Ein Rabe flog über sie hinweg. Er hatte eine Maus in seinem Klauen, das bedeutete, man konnte hier doch etwas Essbares auftreiben. Als sich der Vogel schließlich niederließ und Venryns Augen dem Vogel folgte, konnte er ihnen kaum trauen. Eden hatte es auch gesehen. Da war tatsächlich eine Höhle!
“Na endlich!”, entfuhr es ihm, bevor er noch einen kurzen Blick zu Enaid warf, um sich zu vergewissern, dass er den Weg noch schaffte. Dann lief er Eden in einem gemächlichen Tempo nach, damit Enaid auch mitkam.
[bei Enaid, Eden und Chester | Kältesturmhalbinsel]
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Roghir
Courageous Fighter
Alter
3 Jahre alt
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Geschlecht
Rüde
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Größe & Gewicht
80 cm & 58 kg
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Charakterbogen
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Dabei seit: 06.01.2017
Beiträge: 579
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Das Kinn auf seine Vorderpfoten gelegt, drehten sich seine schwarze Ohren horchend umher. Vor allem in die Richtung von Ayjana, Pan und Kachnik. Seine bernsteinfarbenen Augen waren währenddessen auf den Punkt am Mondscheinsee gerichtet, allerdings leicht abwesend. Er registrierte nicht wirklich, was dort vor sich ging, mit den anderen Mitgliedern des Rudels. Im Moment interessierte es ihn auch nicht. Leise atmete er einen entspannten Seufzer aus – er war sehr froh darüber, etwas Ruhe und Entspannung gefunden zu haben. Die letzten Stunden waren nervenaufreibend und anstrengend. Er nahm wahr, wie sich Ayjana, Pan und Kachnik zu ihm gesellten und sich ebenfalls neben ihm auf den Erdboden niederlegten. Der schwarze Rüde blickte hinüber zu Ayjana als er ihren Stupser an seinem Hals bemerkte. Roghir dachte über Ayjana's Aussagen bezüglich seiner Antworten nach: “Weisst du, sie hat Glück, dass du sie gefunden hast.“ Roghir wusste nicht wirklich, wie er mit diesem Satz umgehen sollte. War es wirklich Glück? War es Zufall? Vielleicht. Vermutlich war es wirklich Glück, dass er zusammen mit Pan, Valdis, Takata und den beigen Wolf in der Eiswüste gefunden hatten. Sonst wäre nur Valdis aus dem Eis gekommen, Takata wäre bei ihrem Freund geblieben. Daher war er schon froh, Takata nicht dort gelassen zu haben. Nicht, nachdem sie beim toten Lynx etwas über die unsichtbaren Krankheit herausgefunden hatten.
“Nicht wirklich. Ich bin müde. Waren ein paar anstrengende Stunden.“
, beantwortete er Ayjanas Frage aufrichtig, ohne auf die Details einzugehen. Er hatte Pan getroffen, sie haben sich zusammen in die Eiswüste gewagt, um auf Takata, Valdis und den sterbenden Lynx zu treffen. Valdis und Pan zum Rudel geschickt, Takata aus der Eiswüste begleitet und auf Avon und Valdis zu treffen vor einer Bärenhöhle. Roghir's Ohren legten sich nach hinten als ihn die Erkenntnisse traf, dass Avon und Valdis ja noch da draußen und nicht mit ihnen zurück zum Mondscheinsee gekommen waren. Der schwarze Rüde drehte seinen Kopf in die Richtung, die sie bei ihrer Rückkehr genommen hatten. Hoffentlich handelten sie sich nicht noch mehr Ärgern ein. Oder dem Rudel. Den beiden Welpen würde irgendwann eine Lehrstunde erteilen müssen, damit sie überhaupt Zugehörigkeitsgefühl entwickelten. Aber, ob das genügte? Würden sie sich überhaupt dem Rudel zugehörig fühlen und helfen? Mhmm.... Roghir blickte wieder zu Ayjana, die von ihren Erlebnissen mit ihren Wurfgeschwister erzählte. Neugierig hörte er zu. Es schien eine schöne Erinnerung gewesen zu sein. Anders als bei ihm. Irritiert legte er ein Ohr zur Seite als Ayjana stockte und nicht weiter sprach. Leicht besorgt hob er den Kopf und leckte ihr vorsichtig an einer Stelle hinter ihrem Ohr.
“Was war passiert?“
, wollte er wissen und sah sie besorgt aus seinen bernsteinfarbenen Augen an. Der Ausdruck von Schrecken deutete daraufhin, dass es nicht gut ausging. Aus den Augenwinkel sah Roghir, wie Pan sich weiter Kachnik annahm. Er empfand Respekt für Pan, vor allem wuchs seine Anerkennung ihm gegenüber, da Pan sich um Kachnik kümmerte. Er half den Hilfsbedürftigen und das rechnete Roghir ihm hoch an, obwohl der braune Rüde noch nicht lange beim Rudel war.
[bei Ayjana, Pan und Kachnik | In der Nähe des Rudels | Mondscheinsee]
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Roghir am 15.03.2025 23:21.
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