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Cinisca
Vom Wind getragen


Alter
3
Geschlecht
Fähe
Größe & Gewicht
70 cm & 44 kg

Charakterbogen
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Dabei seit: 30.03.2025
Beiträge: 2

Cinisca ist offline
Cinisca - Vom Wind getragen 30.03.2025 16:54

=|= Grundlegendes =|=


• Bild •

Quelle

• Name •
Cinisca

• Geschlecht •
Fähe

• Alter •
3 Jahre

• Rasse •
Timberwolf

• Größe & Gewicht •
70 cm & 44 kg

• Herkunft •
Kap der Verzweiflung

• Eltern •
Elandor, w, verstorben; Ruwer, m, verstorben

• Geschwister •
Ruko, m, verschollen; Trebe, w, verstorben

• Welpen •
Keine


=|= Aussehen =|=


• Körperbau •
Schlank, mittelgroß, für mehr Muskelaufbau und Gewicht fehlte es bisher an verlässlichen Futterquellen

• Fell- und Augenfarbe •
Grauschwarzes, buschiges Fell und bernsteinfarbene Augen

=|= Beschreibung =|=


• Vergangenheit •
„Wir können ihnen nicht trauen“ – Ein Satz der Ciniscas Leben prägte, seitdem sie denken kann. Eine Pfote vor die andere setzen, aber immer auf der Hut sein. Das war ihr Leben gewesen. Niemanden zu vertrauen war die Essenz und das Wesen ihres Rudels gewesen. Einsamkeit war deshalb ein stetiger Begleiter. Von Missgunst, Verrat und Mord über Generationen hatte Cinisca Geschichten gehört. Nun war das Rudel klein und eine Erweiterung schwer, wenn man denn niemanden trauen konnte. Cinisca verstand es nicht. Versteht es nicht. Da ist so viel mehr auf Welt, als Misstrauen, Missgunst und Verrat. Und wohin hatte ihr Rudel die Abgeschiedenheit von anderen gebracht?
Einer nach dem anderen ist gestorben. Verschwunden. Am Ende waren sie nur noch zu fünft. Elandor, Ruwer, Trebe, Ruko und sie. Das Leben war rau und nur erträglich, wenn die tosenden Wellen mit ihrer Gischt auch Meeresgetier anspülten. Dann war das Leben für einen Moment leichter. Das Meer gab, aber es nahm auch. Wer zu ungeduldig war, riskierte sein Leben.
Trebe, ihre Schwester, war gestorben. Ertrunken. Der quälende Hunger und unbarmherzig kalte Wind trieb sie an den Strand, dann in das Wasser. Dort trieb etwas auf die Küste zu. Cinisca roch es auch. Aber Cinisca hatte Geduld, sie konnte warten. Trebe nicht. Nicht mehr. Cinisca rief ihr hinterher, aber der Wind schluckte ihre Worte, wie wenig später die Wellen ihre Schwester. Elandor hatte schon 3 Mal Junge geworfen, doch aus jedem Wurf überlebte nur ein Kind. Trebe war die jüngste. Dann kam sie, der älteste war Ruko. Das Leben war hart, die Stürme waren härten. Das Meer war rau und die nächsten fruchtbaren Lande eigentlich nur einen Steinwurf entfernt. Cinisca roch sie. Die anderen Wölfe. Das andere Leben. Sie roch Hoffnung. Sie hörte Stimmen gegen den Wind.
„Wir können ihnen nicht trauen“ – so hielt man sie zurück. Doch mit jedem tragischen Todesfall und Rukos Aufbruch in eine hoffentlich bessere Zeit und ein schöneres Leben, wollte sie auch ausbrechen. Aufbrechen. Doch Cinisca war geduldig. Ihre Zeit würde kommen. Und bis es soweit war, kümmerte sie sich um ihre Mutter, die bald neben ihr die Einzige war, die lebte. Oder vielmehr existierte, an einem Ort, der Leben höchstens erduldete, aber oft genug auch unbarmherzig nahm.
Die Stürme waren zuletzt rauer und gnadenloser als alles, was Cinisca in ihren 3 Jahren schon erlebt hatte. Das buschige Fell wurde aufgewühlt und die Kälte kroch tief in den Körper. Das einzig Gute war, dass Stürme auch Nahrung bedeuteten. Viele Fische wurden angespült. Fische bedeuteten Leben. Sie waren das einzig Gute an Ciniscas Leben gewesen. Der salzige, raue Geschmack des zarten Fischfilets hatte es ihr angetan. Als Ruwer noch lebte, brachte er – selten zwar – Kaninchen, Eichhörnchen, Mäuse und anderes Getier von Land. Die Rüden zogen damals zur Jagd. Das eigene Jagen war auf geschwächte Fischer in übriggebliebenen Salzlachen am Strand beschränkt und auf die Theorie. Ruko spielte Jagd mit ihr nach. Doch Tiere, wie Ruwer und Ruko sie manchmal brachten, hatte Cinisca noch nicht erlegt. Wenn sich ein Vogel verirrte, oder gegen den tosenden Wind erschöpft zu Boden ging, erbeutete sie ihn. Doch Schuppen waren ihr lieber als Federn, lieber als Fell. Denn während Elandor, Trebe und Ruko Beute mit Fell jederzeit dem Wassergetier vorgezogen hatten, war es bei Cinisca anders herum. Nichts war besser, als das fette Fleisch der Fische! Nur durch sie überlebte Cinisca. Und durch sie – bildete sie sich ein – überlebte sie alles. Und alle.
Trebe ertrank, Ruko verschwand. Ruwer veränderte sich, wurde aggressiv, Elandors Herz war gebrochen. Sie hatte zu viele Verluste erlebt. Zu oft geliebt und verloren. Ruwer wurde wahnsinnig. Elandor wurde lethargisch. Cinisca hatte ihre Mutter gegen den verrückten Vater verteidigt. Eine der wenigen Kämpfe, den sie bestritten hatte, war nur ein strategischer gewesen. Sie hatte sich die Kenntnis des Strandes, jedes Steines und Treibholzes darauf zu Nutze gemacht, Ruwer in eine Falle zu locken und mit den Strömungen ins Meer hinaus zu jagen – bis nichts blieb außer dessen verhallendes Geheul gegen den Wind.

• Charakter •
Doch trotz allem, trotz der grauen, schier endlosen Tage voller Sturm, Verzweiflung, salziger Luft und weißer Gischt, trotz Kälte, Einsamkeit und Hunger an vielen Tagen, trotz Wahnsinn… Trotz allem: Cinisca war nicht verzweifelt, war nicht hoffnungslos. Wenn sie etwas war, dann war sie vielleicht gleichgültig geworden. Das Einzige, das gewiss war, war der Wind. Das Leben war so flüchtig wie die Gezeiten, schnelllebig wie die Zyklen des Mondes und es stand darüber nur fest, dass es endlich war. Hier war es vielleicht endlicher als überall sonst. Doch sie war anders, als die anderen ihrer Sippschaft. Sie war bereit, anderen zu begegnen, Vertrauen zu fassen und dafür vielleicht sogar den salzigen Fisch hinter sich zu lassen, und Jagd auf Fell- und Vogelvieh zu machen. Sie kam mehr nach Ruko. Wo mochte er nur sein? Vielleicht würde sie ihn finden? Sie suchte die Veränderung. Und an dem Tag, als Elandor, die - nach dem Tod vieler Welpen, dem Ertrinken ihrer Jüngsten, dem Verschwinden ihres Sohnes und schließlich ihres Mannes - ihren Appetit gänzlich verloren hatte und ihren letzten Atemzug tat, war Cinsica frei. Endlich frei.

Cinsica ist ruhig. Sie beobachtet genau und denkt viel nach. Sie ist geduldig und genügsam und absolut begeistert vom Geschmack von Fischen, Aalen, Seesternen und größerem Meeresgetier, insofern sie das Glück hat, dass der Sturm und das Meer ihr diese Leckerbissen überlässt oder sie an seichten Stellen Fische erbeuten kann. Bisher war sie aber auf die Stürme am Kap oder ihren Vater angewiesen gewesen - denn jagderfahren ist sie nicht, wenn auch sehr intelligent und lernfähig.

• Stärken und Schwächen •
+ genügsam
+ geduldig
+ hoffnungsvoll
+ intelligent
– bisweilen gleichgültig
– unterernährt
– unerfahren im Jagen
– mitunter einsam

• Charakterzitat •
Das Einzige, das gewiss ist, ist der Wind. Das Leben ist so flüchtig wie die Gezeiten, schnelllebig wie die Zyklen des Mondes und es steht darüber nur fest, dass es endlich ist.

• Sonstiges •
Sie liebt Fisch, kennt bisher aber nur Salzwasserfische
Titel: Vom Wind getragen
Farbe: 00d55e

• Regeln gelesen? •
Nein


Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Cinisca am 30.03.2025 17:08.


IP
Takata
ώintersonne .:. ħerzensgut


Alter
4 Jahre
Geschlecht
Fähe
Größe & Gewicht
70cm und 52kg

Charakterbogen
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Dabei seit: 28.04.2010
Beiträge: 4589

Takata ist offline
31.03.2025 22:34

Hallo Cinisca smile

Das ist ja mal ein gelungener Steckie! Aber eeiiiiinen Fehler hab ich dann doch noch gefunden (puh großes Grinsen )

anders herum andersherum oder andersrum (hab im Duden nachgeschaut Zunge raus ). Sonst ist mir nichts aufgefallen.


Zitat:
an einem Ort, der Leben höchstens erduldete, aber oft genug auch unbarmherzig nahm.


Auf jeden Fall schön geschrieben!

Dann willkommen an Bord. grins

Edit. Wegen des Titels und der Farbe bitte noch etwas Geduld. Die Konfiguration will gerade nicht so wie ich ..



Hintergrund: Natalia_Kollegova, pixabay | Echoes © L'Âme Immortelle

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