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Thema: Kapitel XI – Unsichtbare Gefahr
24.05.2020 18:05 Forum: Das Tal

Es dauerte nicht lange, ehe sich alle Rudelmitglieder am Rande des Mondscheinsees versammelt hatten. Als schließlich gespanntes Schweigen einsetzte und sich alle Augen erwartungsvoll auf sie richteten, konnte und wollte sie es nicht länger aufschieben. In diesem Moment traf sie ihre Entscheidung – es wäre falsch, bis nach der Jagd zu warten. Falls jemand direkt aufbrechen und das Revier verlassen wollte, so wollte sie ihn nicht unter Vorspiegelung falscher Tatsachen daran hindern. Sie alle sollten wissen, woran sie waren.

„Eigentlich hatte ich eine gemeinsame Jagd geplant. Der Wind steht günstig, und in der Nähe haben wir Spuren von Rotwild entdeckt. Es gibt aber noch einen weiteren Grund, warum ich euch zusammengerufen habe. Denn wir haben etwas gefunden, von dem ihr alle wissen solltet.“

Sie machte eine kurze Pause und ließ den Blick über das Rudel schweifen. Die meisten schienen ihr mehr oder weniger interessiert zu lauschen, stellenweise machte sich womöglich auch schon etwas Unruhe breit. Allerdings konnte sie nicht umhin zu bemerken, dass sich nicht alle hier eingefunden hatten.

„Hat jemand Zita oder Pilgrim gesehen?“

Es betraf schließlich auch die beiden. Gerade Pilgrim. Seltsam, normalerweise folgten sie ihrem Ruf.

[Rudelplatz am Mondscheinsee | alle außer Zita & Pilgrim]
Thema: Kapitel XI – Unsichtbare Gefahr
20.04.2020 19:31 Forum: Das Tal

Vor der Jagd, nach der Jagd – wie sollte sie es nun am besten anfangen? Niyol war ihr nun wirklich keine besondere Hilfe, auch er wirkte unentschieden, auch wenn er immerhin versuchte, ein Lächeln aufzusetzen, das wohl aufmunternd wirken sollte. Am Ende würde ihr nichts anderes übrigbleiben, als einfach zu improvisieren und eine halbwegs passende Gelegenheit abzuwarten.

„Jeder, der sich zutraut, mitzuhelfen“, erwiderte sie auf seine Frage hin schlicht.

Pilgrim und Zita würden damit vermutlich rausfallen, der Rest wirkte allerdings fit genug. Sie würde allerdings niemanden zur Teilnahme an einer Jagd zwingen, der noch zu müde und erschöpft von der Reise war. Ein solcher Wolf wäre ihnen ohnehin keine große Hilfe und würde das Wild womöglich noch verschrecken. Die Jagd machte ihr allerdings noch die geringsten Sorgen. Wenn sie heute keine Beute machen sollten, dann würden sie es eben morgen nochmal versuchen müssen. Keiner hier stand kurz vor dem Hungertod, auch wenn sie ihre Kräfte natürlich nicht sinnlos vergeuden sollten. Doch nicht jede Jagd war auch erfolgreich, das lag nun mal in der Natur der Dinge. Weitaus größeres Kopfzerbrechen bereitete ihr da die Krankheit und wie die übrigen Wölfe diese Nachricht wohl aufnehmen würden.

Mit einem Heulen rief sie das Rudel am Ufer des Mondscheinsees zusammen. Dann warf sie Niyol einen kurzen, schiefen Blick zu, atmete tief durch und schritt dann mit gestrafften Schultern und ohne sich etwas anmerken zu lassen zu dem kleinen Grüppchen rund um Avon, das gerade recht animiert über irgendwas zu diskutieren schien. Gemeinsam würden sie warten, bis auch der Rest des Rudels sich einfand.

[Niyol, Ayjana, Aarinath, Avon, Kachnik]
Thema: Kapitel XI – Unsichtbare Gefahr
30.03.2020 19:36 Forum: Das Tal

Sie ignorierte seine Anspielung darauf, ob Pilgrim sie noch alle ins Grab bringen würde, und konzentrierte sich zunächst auf die einfachere seiner beiden Fragen. Die, auf die sie eine Antwort wusste.

„Auf seinem Streifzug mit Shiro, Marrok und Zita.“

Das war nun schon eine ganze Weile her. Lange genug jedenfalls, um sie alle anzustecken. Was dagegen die zweite Frage betraf … abermals hatte sie keine vernünftige Antwort, was sie vermutlich selbst deutlich am meisten ärgerte. Sie hätte so ziemlich jedwede andere Gefahr einer ominösen Bedrohung wie dieser vorgezogen – etwas, das man greifen, anpacken, lösen konnte. Die Krankheit war dagegen momentan noch so wenig greifbar wie ihre Schatten, die hinter ihnen zu einem einzigen verschmolzen und sich im Gras verloren.

„Als er diese Wölfin kennenlernte, war die Krankheit wohl bereits in fortgeschrittenem Zustand“, erwiderte sie schließlich. „Er sprach von einem gewissen Eigengeruch, den die Krankheit in diesem Stadium zu haben schien. Was allerdings die ersten Anzeichen betrifft, ist deine Vermutung genauso gut wie meine.“

Sie versuchte gar nicht erst, es irgendwie schönzureden. Zu diesem Zeitpunkt hatten sie noch keinen blassen Schimmer, das war nun mal die nackte, hässliche Wahrheit. Auch darüber, wie es nun weitergehen sollte, war sie sich noch im Unklaren. Sie wollte zunächst abwarten. Sie würde niemanden einfach so verstoßen, der dann dort draußen allein sein Ende finden musste, schon gar nicht aufgrund bloßer Panikmache und womöglich vollkommen umsonst. Noch war Pilgrim so wohlauf wie immer. Und selbst wenn nicht, dann hatte sich die Krankheit in der Zwischenzeit sowieso schon ungehindert verbreiten können. Wie Niyol schon sagte – ihn jetzt fortzuschicken, machte ohnehin keinen Sinn mehr.

„Du kannst Yarok nachher selbst fragen“, ergänzte sie schließlich mit einem stummen Seufzen. „Ich hatte vor, zur Jagd zu rufen, und ihnen anschließend von unseren Entdeckungen zu berichten. Dann soll auch Yarok sprechen. Sie werden sicher einige Fragen haben.“

Mit bemüht neutraler Miene wartete sie auf seine Reaktion. Würde er ihr gleich sagen, dass es dumm war, nun noch gemeinsam zur Jagd aufzubrechen? Sollte man lieber gleich den Notstand ausrufen und jeden vor die Wahl stellen, zu fliehen, wenn sie wollten? Aber wohin? Und wozu, wenn es ohnehin schon zu spät war? Durfte sie diese Entscheidung überhaupt treffen? Oder war es richtig, sich vorerst weiter um Normalität zu bemühen, so wie sie es ursprünglich geplant hatte? Nicht zum ersten Mal schoss ihr durch den Kopf, wie viel einfacher alles wäre, wenn sie nicht an dieses Rudel gebunden wäre. Wenn sie wieder ein stinknormaler Wolf wäre, eine Wanderin, die sich um niemanden kümmern musste außer um ihre eigene Haut. Aber diese Zeiten waren vorbei. Und sie hatte nicht vor, ausgerechnet jetzt nun die Flucht zu ergreifend – weder vor der Krankheit, noch dem Rudel, noch vor sich selbst.
Thema: Kapitel XI – Unsichtbare Gefahr
15.03.2020 20:12 Forum: Das Tal

Ein wenig ungeduldig spielte sie mit den Ohren, während Niyol genau die Fragen stellte, die sie selbst an Yarok gerichtet hatte. So albern der Graue mitunter auch tat, er bewies immer wieder, dass er nicht auf den Kopf gefallen war. Nur dass man damit einer Gefahr wie dieser ominösen Krankheit, die sich weder greifen noch völlig erfassen ließ, leider auch nicht beikam.

„Er sei in ihrer Nähe geblieben, bis sie gestorben ist. Ich weiß, was du jetzt denkst – “,

fuhr sie hastig fort, um ihm vorsichtshalber direkt das Wort abzuschneiden. Um dem Einspruch vorzubeugen, der jetzt kommen musste.

„Denn genau das Gleiche dachte ich mir auch. Wenn die Krankheit wirklich so ansteckend ist, hat er sie sich längst geholt. Aber es spielt keine Rolle mehr. Pilgrim hat den Kadaver berührt, und viele andere anschließend Pilgrim. Wir haben die gleiche Luft geatmet und das Wasser getrunken, in dem er gebadet hat. Es ist zu spät.“

Sie verstummte und versuchte in Niyols Miene nach Anzeichen aufkeimender Panik zu forschen. Noch hatte sie keine Idee, wie einer wie er auf diese Nachricht reagieren würde. Sie wusste im Grunde ja noch nicht mal selbst, was es nun zu tun galt. Vermutlich konnten sie lediglich Ruhe bewahren.

„Die meisten von uns sind jung und kräftig. Vielleicht steckt sich überhaupt niemand an und das alles ist nur blinde Panikmache. Aber wenn doch … nun, dann können wir nur auf unsere Körper vertrauen und darauf, dass möglichst viele gesund bleiben, die sich dann um die Kranken kümmern. Und dieser Yarok wirkt zumindest für den Moment noch putzmunter“, endete sie schließlich trocken. „Wir brauchen möglichst viele Wölfe, die im Notfall auch allein kleinere Beute reißen können.“

[Niyol]
Thema: Kapitel XI – Unsichtbare Gefahr
23.02.2020 19:38 Forum: Das Tal

Dass ihre Entscheidung Takata nicht gerade gefiel, war auch Skadi klar. Dennoch schien sie sie fürs Erste zu akzeptieren und das Thema auf sich beruhen zu lassen. Als die Weiße schließlich davontrabte, entwich die Luft mit einem Seufzer aus ihren Lungen. Komisch, sie hatte gar nicht gemerkt, dass sie sie angehalten hatte. Eben der selbe, unbestimmte Seufzer musste auch als Reaktion auf Niyols Einschätzung genügen. Wer hier klar im Kopf war oder auch nicht, war nun wirklich kein Thema, das sie nun unbedingt weiter erörtern wollte. Das andere, viel größere Problem bereitete ihr da doch deutlich mehr Kopfzerbrechen. Und als hätte er es geahnt, kam der Graue nun genau darauf zu sprechen.

„Die Leiche ist so tot wie jede andere Leiche. Aber sie stinkt nicht nur nach Zerfall, sondern auch nach Krankheit.“

Sie machte eine kurze Pause und zog missmutig wie gleichermaßen besorgt die Brauen zusammen.

„Yarok sagt, die Krankheit sei ansteckend. Er sei auf eine Wölfin getroffen, die ebenfalls krank war und ihm aus sicherer Entfernung mitgeteilt habe, dass er sich aus dem Staub machen soll. Am Ende habe sie dann das gleiche Schicksal ereilt wie unsere Leiche.“

Sie musterte ihn kurz und fragte sich, ob er ihn nun gleich vorwerfen würde, ihn dennoch zum Rudel gebracht zu haben. Ihn, der die Krankheit womöglich ebenfalls in sich trug. Dabei kannte er noch nicht mal das ganze Ausmaß der Misere.

„Er riecht gesund und kräftig. Ich glaube nicht, dass er sich angesteckt hat. Aber wenn ich ehrlich bin, selbst wenn er es hat, weiß ich nicht, welche Rolle das überhaupt noch spielt. Mehrere von uns sind dem Kadaver bereits viel zu nahegekommen. Womöglich tragen wir es alle bereits in uns.“

Sie versuchte nicht mal, es irgendwie positiv klingen zu lassen. Für Pilgrim, Zita, ja, selbst Takata hätte sie sich jetzt zusammengerissen. Bei Niyol musste sie das nicht. Es war ihr genauso egal, was er über diesen düsteren Bericht denken mochte, wie es umgekehrt ihm egal war, was sie von seinen ständigen Frotzeleien hielt. Diese schonungslose Ehrlichkeit, dieses „Sich-nicht-verstellen-müssen“, tat überraschend gut. Später, wenn sie es dem Rest des Rudels erzählte, würde sie ihre Worte deutlich sorgsamer abwägen müssen.

[bei Niyol]
Thema: Kapitel XI – Unsichtbare Gefahr
17.11.2019 12:40 Forum: Das Tal

Angesichts Takatas Vorschlag hatte sich eine Falte auf ihre Stirn geschlichen. Prinzipiell war nichts verkehrt daran, die Neulinge im Blick zu behalten. Als Alpha würde sie das ohnehin tun, und auch der Rest des Rudels musste ihnen nicht gleich vollumfänglich vertrauen. Sowas erwuchs erst mit der Zeit. So, wie Takata das allerdings klingen ließ, erzeugte das direkt eine ungute Vorahnung in ihr. Leider bestätige Niyol diese dann auch prompt.

„Sie sind unsere Gäste und ich werde keinen Spitzel auf sie ansetzen. Natürlich werde ich sie im Auge behalten und natürlich kann auch der Rest des Rudels sie im Auge behalten, aber ich möchte nicht, dass du sie das spüren lässt oder sie sich hier angefeindet fühlen müssen. Sie haben zumindest einen kleinen Vertrauensvorschuss verdient. Wenn sie Probleme machen sollten, werde ich eingreifen. Wenn es hinter meinem Rücken passiert, dann komm‘ zu mir. Aber gib ihnen wenigstens eine Chance.“

Sie musterte Takata fest und wartete schweigend auf ihre Reaktion. Ob sie das akzeptieren konnte? Konnte sie wenigstens versuchen, sich auf die Neuankömmlinge ein wenig einzulassen? Es gab schlechte Wölfe, die ihnen schaden könnten, das stimmte. Es war nie verkehrt, vorsichtig zu sein. Aber das hieß nicht, dass alle Wölfe so waren. Überhaupt war es unglaublich, wie enorm Takata sich gewandelt hatte. Von der naiven, offenherzigen Wölfin, die selbst in einem Tihar noch etwas Gutes sah und ihn um jeden Preis in ein Rudel integrieren wollte, welches er hasste, zu einem ängstlichen, misstrauischen Wolf, der hinter jeder Ecke Schlimmes und böse Absichten vermutete. Scheinbar schien es bei ihr keinen Mittelweg zu geben.

[bei Takata & Niyol]
Thema: Kapitel XI – Unsichtbare Gefahr
20.10.2019 09:02 Forum: Das Tal

Nachdenklich spielte sie mit den Ohren und versuchte sich dabei nicht anmerken zu lassen, dass sie Schwierigkeiten hatte, Takata zu folgen. Während sie ihre Bedenken bezüglich Kachnik klar geäußert hatte, druckste sie nun über Ayjana herum, ohne dabei klar zu sagen, woran sie sich nun konkret störte. Leichtgläubig? Nun, wenn das alles war, das war nun nicht unbedingt der größte Makel, den ein Wolf haben konnte. Worum ging es Takata also wirklich? Interessanterweise war Ayjana diejenige, die die Sandfarbene am harmlosesten eingeschätzt und von der sie am wenigsten Schwierigkeiten erwartet hätte.

„Was genau meinst du?“, fragte sie also offen. „Was stellt sie sich denn vor? Und welche Intentionen hat sie deiner Meinung nach?“

Sie versuchte es neutral zu formulieren, aber im Grunde war ihr schleierhaft, wie man von ‚ist etwas leichtgläubig und stellt sich das Rudel womöglich anders vor, als es ist‘ zu dem Schluss ‚ist potentiell böse‘ kommen konnte. Entweder Takata war nun vollends paranoid geworden, oder da war doch mehr und sie hatte nur Mühe, sich auszudrücken. Nun, wenn sie musste, dann würde sie es ihr halt Stück für Stück aus der Nase ziehen. Bemerkenswert war dabei jedoch vor allem, dass Niyol bislang still geblieben war und ihr nicht widersprochen hatte.

[Takata & Niyol]
Thema: Kapitel XI – Unsichtbare Gefahr
03.10.2019 18:30 Forum: Das Tal

Sie wartete, bis die anderen sich entfernt hatte, und lauschte dann Takatas eher zögerlichem Bericht mit gerunzelter Stirn. Als die Weiße schließlich endete, konnte sie sich allerdings nach wie vor kein klares Bild von der Situation machen. War das wirklich alles? Nichts davon erschien ihr sonderlich bedenklich, umgekehrt wollte sie allerdings auch Takata nicht das Gefühl geben, mit ihren Bedenken nicht zu ihr kommen zu können. Tja. Entweder, sie hatte nicht die ganze Geschichte erzählt und da war noch mehr, oder sie war womöglich ein wenig zu empfindlich. Shiros Gezeter fand sie umgekehrt allerdings genauso überzogen, ließ den Ausbruch aber unkommentiert und wartete lediglich, bis die Schwarze abgezogen war. Dass sie Takata nicht leiden konnte, war ja nichts Neues. Und zugegebenermaßen konnte Takatas Verhalten manchmal tatsächlich ziemlich befremdlich wirken.

„Solange es nur fehlende Manieren sind“, erwiderte sie schließlich. „Diesen Avon musste ich ja auch wieder einsammeln. Bisher kommt mir allerdings keiner der Neuen sonderlich problematisch vor, aber wir werden sie natürlich im Auge behalten.“

Natürlich war das nur eine erste, grobe Einschätzung. Gut möglich, dass sie das später wieder revidieren musste. Aber nichts von dem, was Takata ihr nun berichtet hatte, änderte daran vorläufig etwas. Fragte sich nur, was genau sie daran nun dermaßen beunruhigt hatte? War da noch mehr?

„Ist sonst noch etwas vorgefallen?“, fragte sie also offen und musterte Takata abwartend.


[Takata & Niyol]
Thema: Jetzt schlägt's 13 - 13 Jahre WdN
03.10.2019 18:01 Forum: Grundlegendes & Neues

Besser spät als nie, aber auch von mir vielen Dank für das Interview und das treffende Gedicht großes Grinsen
Thema: Kapitel XI – Unsichtbare Gefahr
15.09.2019 10:29 Forum: Das Tal

Während die beiden Rüden Yarok freundlich begrüßten, schien Takata sich nicht unbedingt über den Neuankömmling zu freuen und wirkte recht steif. Vorerst registrierte sie diese Tatsache jedoch lediglich ohne jede Wertung, da sie sich schlicht nicht sicher war, ob das nun am Naturell der Weißen lag, oder an dem was auch immer in ihrer Abwesenheit hier vorgefallen sein mochte. Da Avon jedoch recht aufgeschlossen auf seinen neuen Kameraden zuging, entschloss sie sich diese Gelegenheit direkt zu nutzen. Sie nickte Yarok freundlich zu, als dieser sich höflich für die Aufnahme ins Rudel bedankte, und wandte sich dann an Avon.

"Avon, stellst du ihn bitte auch deinen Freunden vor? Wir kommen gleich nach."

Takata und Niyol wollte sie dagegen vorerst hier bei sich behalten. Das würde beiden die Gelegenheit geben, über das zu sprechen, was hier vorgefallen war. So zugeknöpft, wie Takata wirkte, wollte die Sandfarbene keinen der Neuankömmlinge bei diesem ersten Gespräch dabei haben, damit sie frei berichten konnte. Niyol gehörte dagegen zu ihnen, daher sah sie keinen Grund dazu, ihn ebenfalls wegzuschicken. Im Gegenteil, vielleicht konnte er das Ganze aus einem anderen Blickwinkel schildern oder ihm waren noch andere Dinge aufgefallen, so dass sie sich ein umfassenderes Bild machen konnte.

[Avon, Yarok, Takata, Niyol]
Thema: Kapitel XI – Unsichtbare Gefahr
25.08.2019 18:10 Forum: Das Tal

Shiro hielt sich weiterhin abwartend hinter ihnen, während die ersten Wölfe ihrem Ruf bereits gefolgt waren und nun auf sie zuhielten. Takata war die erste, die sie erreichte und überschwänglich begrüßte. Das war zwar ungewohnt, aber umso willkommener. Die Rute der Sandfarbenen begann nun ebenfalls sacht zu wedeln, gleichermaßen als Reaktion auf Takatas Begrüßung wie um Yarok zu demonstrieren, dass er nichts zu befürchten hatte. Doch schon die ersten Worte der weißen Fähe veranlassten sie dazu, besorgt aufzuhorchen.

„Schwierig?“, wiederholte sie mit gerunzelter Stirn, ehe sie hinzufügte: „Lass‘ uns gleich in Ruhe darüber sprechen.“

Inzwischen war nämlich auch Avon bereits zu ihnen gestoßen, und die Sandfarbene konnte nicht umhin sich zu fragen, ob er sich als der Kern des Problems herausstellen sollte. Zumal Takata plötzlich enorm verunsichert wirkte. Hing das mit Avons Aufkreuzen zusammen oder war es Yarok, den sie als Fremden als bedrohlich empfand? Das Thema würde allerdings noch einen Moment warten müssen.

„Das ist Yarok“, stellte sie den jungen Rüde an ihrer Seite vor. „Wir haben ihn unterwegs aufgelesen. Ähnlich wie wir selbst hat er bereits einiges hinter sich.“

Es war nicht unbedingt ihre Intention, ihn als Opfer darzustellen, aber es konnte umgekehrt auch nicht schaden, ihnen von vornherein klarzumachen, dass er kein gefährliches Untier war, sondern auf seiner Reise ähnliches erlebt hatte wie sie selbst. Ein Wolf, dem viel Pech widerfahren war und der sich nun in erster Linie nach Gesellschaft und Beständigkeit sehnte. Sie nickte freundlich in seine Richtung, um ihm die Gelegenheit zu geben, selbst das Wort zu ergreifen. Auf einen Neuankömmling mehr oder weniger kam es nun ohnehin nicht mehr an, oder?


[(Shiro), Yarok, Takata, Avon | Mondscheinsee)
Thema: Kapitel XI – Unsichtbare Gefahr
11.08.2019 11:14 Forum: Das Tal

Schweigend lauschte sie seiner Erzählung, bis der junge Wolf wieder verstummte. Also hatte es trotz seiner Fürsorge kein Happy End für seine Schwester gegeben.

„Das tut mir leid“, erwiderte sie ehrlich.

Die Sandfarbene bohrte nicht weiter nach. Er hatte genug von sich erzählt und dabei stets offen gewirkt, so dass es keinen Grund gab, an seiner Geschichte oder seinen Intentionen zu zweifeln. In einträchtigem Schweigen legten sie den verbleibenden Weg zum Rudel gemeinsam zurück, bis schließlich die glitzernde Wasserfläche des Sees am Horizont auftauchte. Nicht lange darauf konnte man bereits die ersten Wolfssilhouetten vor dem Ufer ausmachen. Mit einem aufmunternden Lächeln wandte sie sich an Yarok.

„Bereit?“

Sie wartete allerdings nicht lange auf seine Antwort. Bereit oder nicht, die ersten Rudelmitglieder mussten sie inzwischen bereits erspäht haben. Mit einem gut vernehmbaren Wuffen machte sie die Artgenossen in der Nähe auf ihre Rückkehr aufmerksam.

[kehrt mit Yatok & Shiro zum Rest des Rudels zurück]
Thema: Kapitel XI – Unsichtbare Gefahr
29.07.2019 19:59 Forum: Das Tal

Shiro blieb weiterhin stumm, dafür antwortete Yarok ihr allerdings bereitwillig, während sie gemeinsam zurück zum Rudel trotteten. Seine Antworten befriedigten ihre Neugier allerdings nur wenig, sondern warfen im Gegenteil weitere Fragen auf.

"Warum hast du dich dann für die Einsamkeit entschieden?", erkundigte sie sich und streifte den jungen Rüden mit einem fragenden Seitenblick.

Es klang nicht so, als ob er die einsame Wanderschaft besonders genossen hatte. Bei ihr selbst war es damals anders gewesen - es hatte sie schon immer hinaus gezogen. Im Einklang mit der Natur hatte ihr nichts gefehlt, ihre eigene Gesellschaft war ihr genug gewesen. Was im Grunde genommen ziemlich seltsam war, wenn man ihren aktuellen Rang bedachte. Manchmal nahm das Leben eben überraschende Wendungen. Yarok hingegen schien die Gesellschaft anderer Wölfe durchaus vermisst zu haben. Warum hatte er also sein Heimatrudel verlassen?

Mittlerweile wurden die Fährten ihrer Rudelmitglieder langsam deutlicher, so dass auch ihrem Begleiter klar sein musste, dass sie sich nun dem Rudel näherten.

"Ich wäre dir übrigens dankbar, wenn du erstmal nichts von der Krankheit erwähnst. Ich möchte nicht, dass Panik ausbricht und die Geschichte immer abenteuerlicher wird, wenn sie ihre Runden macht. Ich werde es ihnen selbst sagen, nach der Jagd, wenn alle versammelt sind."

Sie würde ihrem Rudel diese Informationen nicht vorenthalten, aber sie wünschte sich dennoch eine halbwegs kontrollierte Situation, um ihnen davon zu berichten. Vor der Krankheit konnte sie nun ohnehin niemanden mehr schützen. Und falls sie alle bereits infiziert waren, dann war es klüger zusammenzubleiben, so dass die Starken den Schwachen helfen konnten, ehe Einzelne kopflos hinaus in die Eiswüste liefen und dort allein verendeten. Nach einer erfolgreichen Jagd wären sie dagegen satt und würdem ihr am ehesten zuhören, wie sie hoffte. Auch wenn letztendlich trotzdem jeder für sich entscheiden musste, wie er damit umgehen wollte und welche Konsequenzen er daraus zog.
Thema: Kapitel XI – Unsichtbare Gefahr
19.06.2019 21:21 Forum: Das Tal

Sie hatte nach Shiros Ergänzung nichts mehr hinzuzufügen, also blieb ihr nichts außer auf die Reaktion des jungen Rüden zu warten. Er schien zunächst zu zögern, ehe ein entschlossener Zug auf seine Miene trat und er verkündete, sich ihnen dennoch anschließen zu wollen. Sie nickte ihm anerkennend zu, wandte sich dann halb um und schwenkte kurz einladend mit der Rute.

„Dann folge uns, wir bringen dich zu den Anderen.“

Sie hatte allerdings nicht vor, den ganzen Rückweg schweigend zu verbringen. Dafür war sie viel zu neugierig. Es dauerte also nicht lange, ehe sie ihn mit einem fragenden Seitenblick bedachte und abermals das Wort erhob.

„Wie lange warst du allein unterwegs, bevor du die Wanderin getroffen hast?“, erkundigte sie sich freundlich.

Sie hatte noch zig andere Fragen, wollte ihn aber nicht direkt überfordern, also beließ sie es erstmal bei dieser einen. Anstatt ihn ausschließlich selbst mit Fragen zu bombardieren, hatte so wenigstens auch Shiro die Gelegenheit, ihm ebenfalls ein bisschen auf den Zahn zu fühlen.

[macht sich mit Yarok & Shiro auf den Rückweg]
Thema: Kapitel XI – Unsichtbare Gefahr
19.05.2019 17:33 Forum: Das Tal

Als sie zurück zu Yarok traten, konnte man nicht viel in ihrer Miene lesen, das auf den Verlauf des Gesprächs hingedeutet hätte. Sie fragte sich, wie der junge Rüde wohl reagieren würde, ob es überhaupt einen Unterschied für ihn machte. Schließlich war er der Krankheit womöglich nähergekommen als jeder einzelne von ihnen. Dennoch hatte Shiro zumindest in einem Punkt recht – auch für das Rudel machte es keinen Unterschied, also konnten sie genauso gut von Anfang an mit offenen Karten spielen. Sie musterte ihn einige Herzschläge lang, ehe sie schließlich das Wort erhob:

„Du sollst wissen, dass eines unserer Rudelmitglieder den Kadaver berührt hat. Inzwischen hatten nun schon viele andere mit ihm Kontakt, und wieder andere mit ihnen.“ Sie schwieg einen Moment, um ihm Zeit zu geben, diese Botschaft zu verdauen, ehe sie fortfuhr. „Wir werden ihn auch nicht vertreiben – er kann nichts dafür, und vielleicht hat er sich ja auch gar nicht angesteckt.“

Und wenn doch, dann war es nun ohnehin bereits zu spät. Sie wusste lediglich eines mit Sicherheit – nie und nimmer würde sie Pilgrim verstoßen. Sie würde keinen alten, hilflosen Wolf in den sicheren Tod schicken, schon gar nicht wenn er krank war und sich allein nicht mehr versorgen konnte. So funktionierte das nicht in einem Rudel. Die Starken blieben ihrer Erfahrung nach fast immer gesund und kümmerten sich um die Schwachen und Kranken. Niemand sollte einsam und allein sterben müssen, wenn er nichts verbrochen hatte.

[Shiro & Yarok]
Thema: Es ostert so schön!
22.04.2019 17:15 Forum: Grundlegendes & Neues

Frohe Ostern euch allen smile
Thema: Kapitel XI – Unsichtbare Gefahr
14.04.2019 17:46 Forum: Das Tal

Sie lauschte schweigend der Schilderung der Schwarzen, lediglich die Falte auf ihrer Stirn verriet ihre Besorgnis. Als Shiro geendet hatte, blieb auch Skadi einige Herzschläge lang stumm, um gründlich darüber nachzudenken. Anders als ihre Begleiterin kam sie jedoch zu einem völlig anderen Schluss. Obwohl die Schwarze sonst so abgebrüht und zuweilen bitter wirkte, offenbarte sich jetzt, dass sie im Grunde ihres Herzens doch noch über einen fast schon naiv anmutenden Optimismus verfügte. Ausgerechnet Kachnik war es, um den sie sich sorgte, dabei war er dem Tod viel näher als sie.

„Wir werden es ihm sagen“, befand sie nach längerer Pause schließlich. „Dann soll er selbst entscheiden. Aber wenn die Krankheit wirklich so ansteckend ist, hat er sie längst. Diese sterbende Wanderin … selbst wenn es stimmt und er sie nicht berührt hat, er hat mit ihr gesprochen und die gleiche Luft geatmet. Und jetzt ist er hier bei uns und atmet den Gestank des Kadavers ein. Wir beide haben es jetzt womöglich auch. Genau wie Pilgrim und alle Anderen, die mit ihm Kontakt hatten.“

Es ist zu spät. Letzteres sprach sie nicht laut aus, aber es zeichnete sich deutlich in ihrer Miene ab. Sie konnten die Krankheit nicht mehr meiden, konnten ihr nicht entkommen. Dass Pilgrim im See gebadet hatte, um sich zu waschen, spielte fast schon keine Rolle mehr. Was hätte er sonst tun sollen? Mit schmutzigem, beflecktem Fell herumlaufen? Auch dann hätten sich die Anderen bei ihm anstecken können, hatten es vermutlich ohnehin schon getan.
Was blieb war die Hoffnung, dass ihre Körper stark genug waren, um diese unsichtbare Gefahr abzuwehren. Sie hatte schon früher mitbekommen, wie Wölfe krank wurden. Meistens steckten sich nur wenige an. Warum genau das so war, wusste sie selbst nicht zu sagen. Nur dass es meistens die Alten und Schwachen zuerst erwischte, während der Rest oftmals gesund blieb. Vielleicht hatten sie Glück und diese Erfahrung würde sich auch dieses Mal bewahrheiten. Sie schluckte und versuchte die plötzliche Enge in ihrem Hals zu ignorieren, als sie an Pilgrim dachte und was das für ihn bedeuten konnte.

[bei Shiro, Yarok etwas abseits]
Thema: Kapitel XI – Unsichtbare Gefahr
31.03.2019 10:40 Forum: Das Tal

Mit aufmerksam gespitzten Ohren lauschte sie dem Rüden. Vorerst schien er keine weiteren bahnbrechenden Informationen für sie zu haben, aber sie würde ihm dennoch noch ein wenig auf den Zahn fühlen. Es blieben noch genügend andere offene Fragen.
Sie runzelte die Stirn, als Shiro sie sichtlich erregt unterbrach. Der Ton gefiel ihr nicht. Kam jetzt schon wieder die nächste Hiobsbotschaft? Oder passte ihr lediglich nicht, wie sie mit der Situation und Yarok umging? Letzteres hätte wohl kaum eine so rüde Unterbrechung gerechtfertigt.

„Entschuldige uns bitte einen Moment“,

wandte sie sich knapp an Yarok, ehe sie sich umdrehte und ein Stückchen wegtrottete, gerade so weit, dass sie sich mit gesenkten Stimmen unterhalten konnten, ohne dass er alles mithörte. Wenn es so dringend war, dass es nicht bis nachher warten konnte, dann würde es garantiert um Yarok oder zumindest die Krankheit gehen. Abwartend musterte sie die Schwarze.

[bei Shiro, Yarok etwas entfernt]
Thema: Kapitel XI – Unsichtbare Gefahr
11.03.2019 16:48 Forum: Das Tal

Noch immer stand Misstrauen in ihrem Blick, trotz Yaroks Beteuerungen, dass die Krankheit ihn verschont habe. Jeder konnte das sagen. Jeder würde es sagen in seiner Situation. Was für eine eigenartige Wanderin musste das gewesen, über welch unglaubliche Selbstbeherrschung musste sie verfügt haben, wenn seine Geschichte stimmte. Ein todkranker Wolf, der Futter brauchte, Pflege und Körperkontakt, und dennoch sollte sie ihn bis zum letzten Atemzug auf Abstand gehalten haben, um ihn, einen Fremden, zu schützen? Es fiel ihr schwer, das zu glauben. Vermutlich täten sie gut daran, ihn einfach fortzuschicken und kein unnötiges Risiko einzugehen. Dennoch rang sie nach wie vor mit dieser Entscheidung. Was, wenn sie einen gesunden, unschuldigen Wolf verjagten? Es gab kaum Beute außerhalb der Storchenhalbinsel. Das allein war natürlich kein Grund, jeden dahergelaufenen Streuner aufzunehmen, aber dieser hier wirkte jung und kräftig, dazu noch außergewöhnlich sanft.
Letztendlich hatte er sie immerhin soweit, dass sie an ihn herantrat und witterte. Ihre Bewegungen waren beherrscht, als sie ihn langsam umrundete, die Nase dabei so dicht an dem jungen Rüden, dass sie fast sein Fell berührte. Ihre Nasenflügel blähten sich, versuchten jede noch so kleine Nuance herauszufiltern, ehe sie wieder von ihm abließ. Da war nichts.

„Du riechst nicht krank“, musste sie anschließend zugeben. Zumindest noch nicht.

Sie machte sich nichts vor, das allein hieß noch nicht viel. Wahrscheinlich hatte die Krankheit überhaupt keinen Eigengeruch und es war lediglich das verwesende Fleisch, das stank. In diesem Stadium befand er sich offensichtlich noch nicht. Aber es war immerhin ein Anfang und allmählich waren sie an dem Punkt, an dem sie ohnehin nicht mehr weiterkamen. Falls er sich angesteckt hatte, dann hatte sie selbst es nun womöglich auch. Shiro genauso, immerhin atmeten sie nun schon seit geraumer Zeit den Pestilenzgestank ein, der vom Kadaver herüberwehte. Und Pilgrim hatte ihn ja sogar berührt – machte da dieser eine, augenscheinlich gesunde Wolf wirklich noch so einen großen Unterschied?

„Was hat sie dir noch gesagt?“, fuhr sie nach längerem Schweigen schließlich fort. „Weißt du, woher sie gekommen ist?“

Die Sandfarbene musterte den Rüden forschend. Sicherlich kein ganz angenehmes Verhör, dem er sich bereits bei der ersten Begegnung stellen musste. Umgekehrt war es allerdings bereits mehr, als er sich erhoffen konnte.

[Kachnik & Shiro | beim Kadaver]
Thema: Kapitel XI – Unsichtbare Gefahr
24.02.2019 17:18 Forum: Das Tal

Skeptisch beobachtete sie den jungen Rüden, dessen vorherige Gelassenheit nun zunehmender Nervosität wich. Da weder sie noch Shiro ihn in irgendeiner Weise bedroht hatten, konnte sich die Sandfarbene zunächst keinen Reim darauf machen, ehe er schließlich selbst das Rätsel auflöste. Es war der Kadavergestank, der ihm so sehr zusetzte. Abwartend legte sie den Kopf schief, bis er sich gesammelt hatte und von seiner Gefährtin berichtete. Auch sie hatte die Eiswüste also nicht überlebt. Nur, dass es dieses Mal scheinbar nicht an der widrigen Umgebung gelegen hatte, wie er ihnen nun offenbarte. Ansteckende Krankheit?! Kein Wunder, dass er so unruhig war. Unwillkürlich wich die Sandfarbenen einen Schritt zurück, während sich eine tiefe Falte des Unbehagens auf ihrer Stirn abzeichnete.

„Und woher weißt du, dass es ansteckend ist? Hast du es etwa selbst?“

Es war die naheliegende Frage. Er wusste es noch nicht, aber mit seiner Ehrlichkeit hatte er womöglich soeben sein Schicksal besiegelt. Wenn sie ihn ins Exil schicken mussten, um den Rest des Rudels zu schützen, dann würde sie es tun.

[Shiro, Yarok]
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